Sonnenuntergang in Kassel (Lara Bendig)

Montag, 23. Dezember 2019

Astronomischer Adventskalender AAK: Tür 23


Teil 23: Wie sieht das Ende aus?

Wir wissen heute, dass mit größter Wahrscheinlichkeit das Universum sich immer weiter und weiter ausdehnen wird. Es begann als unendlich kleiner Punkt und hat sich unglaublich schnell sehr sehr stark ausgedehnt. Bis heute dehnt es sich aus und dieses Ausdehnen wird beschleunigt.
Man kann das messen, indem man beobachtet, wie Galaxien sich immer weiter von uns entfernen. Sie flüchten nicht alle vor uns, sondern der Raum an sich vergrößert sich, ganz ähnlich wie als würde sich ein gepunkteter Ballon plötzlich aufblasen. Jeder Punkt entfernt sich von jedem, aber in Wirklichkeit dehnt sich der Raum an sich aus.
Irgendwann werden die Galaxien so weit entfernt sein, dass sie zu lichtschwach füär Beobachtungen erscheinen.
Irgendwann werden auch die Galaxien, Sterne, Planetensysteme, Planeten usw. selbst auseinandergerissen. Das ganze wird auf Zeiträumen passieren, die unglaublich lang sind. Dadurch, dass die einzelnen Moleküle zu weit auseinander sein werden, gibt es keine Wärme mehr und das Universum wird kalt.
Das einzige, das seine Materie noch zusammenhalten kann, sind Schwarze Löcher, die mit der Zeit aber vermutlich verdampfen. Verdampfen bedeutet hier, dass sie sich in pures Licht auflösen und somit nur Licht übrig bleibt.
Verschwinden auch sie, dann ist das Universum im dunkelsten Zeitalter angekommen. Es besteht dann nur noch aus Licht, was aber nie irgendwo ankommen wird und kaum auf andere Lichtteilchen trifft.
Das wird wahrscheinlich in 10^100 Jahren sein, also wird es kein Mensch miterleben. Das Universum endet nicht wirklich, sondern kommt in einen Zustand in dem nahezu nichts passiert.
(v.M.Woskowski)

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