Sonnenuntergang in Kassel (Lara Bendig)

Samstag, 31. Dezember 2022

Einige Highlights 2023

 Ich möchte auf einige besondere astronomische Ereignisse des neuen Jahres hinweisen:

23.1.: Venus, Saturn und die schmale Mondsichel in der Abenddämmerung im SW

Venus wird Abendstern mit großen Horizontabständen bis Juni

Sowohl am 1.3. als auch am 2.3. gibt es eine enge Konjunktion mit Jupiter

27.8.: Saturn in Opposition

28.10. auf 29.10.: partielle Mondfinsternis

3.11. Jupiter in Opposition

Freitag, 30. Dezember 2022

Einen guten Rutsch!

 Ich hoffe, dass uns das neue Jahr einen besseren Umgang untereinander und mit der Natur bringt, dass der Krieg aufhört und wir unsere Mittel und Kräfte gemeinsam international einsetzen, um die Erde lebenswert für alle zu machen.



Mond noch näher am Jupiter

 Am Donnerstagabend war wieder einigermaßen wolkenfreier Himmel. Gegen 17.35 Uhr
entstanden diese Aufnahmen: Jupiter nur wenige Grad oberhalb des Mondes.

Der Jupitermond Europa war gerade vor die Jupiterscheibe gewandert, daher sind nur drei Monde sichtbar.

Auf dem Mond wird der "Mann im Mond" aus den Mare Serenitatis, Tranquilitatis, Nectaris und Foecundidatis sichtbar.







Donnerstag, 29. Dezember 2022

Die seltsamen Sterne des JWST, Teil V: Der Einfluss der Verstrebungen

 Das Licht wird vom Hauptspiegel auf den Sekundärspiegel gelenkt. Der ist aber mit Streben befestigt, an denen auch Beugung entsteht.

Das Bild zeigt sehr schön, das Beugungsmuster von unterschiedlichen Halterungen. Man beachte auch hier wieder: die Beugungsstreifen verlaufen immer senkrecht zum Beugungsobjekt.

Im nächsten Post setzen wir dann die Sterne des JWST zusammen.

Bild: ESA/NASA



Mittwoch, 28. Dezember 2022

Mond bei Jupiter

 Am Mittwochabend stand der Mond in der Nähe von Jupiter (Bild 1 und 2, 17.50 Uhr).

Es sind 32 Stunden vor dem 1.Viertel. Die Dreiergruppe Theophilus, Cyrillus und Catharina sind gut zu sehen, darunter  die 550 km lange Klippe Rupes Altai. Das Mare Crisium steht recht weit vom Rand der Scheibe weg, wir blicken also etwas rechts um die Vorderseite herum (Libration).

Um 18.40 Uhr habe ich Jupiter mit seinen Monden im 600 mm Tele fotografiert. Es ist leicht diesig geworden, Jupiter hat einen leichten Hof.









Astronomischer AdventsKalender 22: Siegerehrung

 Nach vielen Stunden Auszählen habe ich jetzt eine Reihenfolge.

Ich habe immer pro Tür einen Punkt vergeben, aber mit halben Punkten gearbeitet.

Maximal waren so 25 Punkte möglich. Die regelmäßigen Mitspieler haben alle über 18 Punkte gehabt, es war also richtig eng.

Deswegen werde ich Platz 1 und Platz 3 zweimal vergeben.

(Die Bücher müssen wir jetzt noch zusätzlich bestellen):

Platz 1 mit 22,5 Punkten: 

Robin S., Heiner B.

Platz 2 mit 21,5 Punkten: 

Markus L-R

Platz 3 mit 21 Punkten: 

Erik B., Matthias/Anja S.


Dann geht es mit 19 Punkten weiter....

Hier nochmal die Preise:

Platz 1: Mond-Landschaften von Thorsten Dambeck

Platz 2: Kosmos Himmelsjahr 2023 und Himmelsjahr-Kalender 2023

Platz 3: Moon-Hopper Field Set: 20 Touren über die Mondoberfläche

Herzlichen Glückwunsch!
Und bis zum nächsten Astronomischen AdventsKalender!

Hinweis:

Ich bitte alle Preisträger ihre Postanschrift zu senden bzw. mitzuteilen, ob es ihnen möglich ist den Preis ab 5.1. im FutureSpace abzuholen.

Dienstag, 27. Dezember 2022

Ist die Erdbahn eine Ellipse?

 Auf diese Frage gehe ich in meinem neuen Post: Extrafutter auf meiner Homepage www.natur-science-schule.info ein.

https://www.natur-science-schule.info/post/ist-die-erdbahn-eine-ellipse

Extrafutter zu Planetenbahnen


Mond bei Saturn

 Um 17.25 Uhr konnte ich die junge Mondsichel mit Erdlicht fotografieren. Er stand wenige Grad unter Saturn. Der Ringplanet ist seit längerem wieder rechtläufig, d.h. er bewegt sich am Himmel nach Osten, nach links. Damit ist er wieder bei den beiden Sternen Deneb Algeda und Nashira angekommen, bei denen er schon während der Oppositonsschleife aus der anderen Richtung vorbeigekommen ist.




Montag, 26. Dezember 2022

Astronomischer AdventsKalender 22: Bonus-Lösung und Preise

 Lösung Bonusfrage:

Der Ideengeber zu dieser Frage hat mich auf das folgende Video hingewiesen.

https://youtu.be/J_n1FZaKzF8

Etwa ab 9 min 30 sec wird die Antwort schön visualisiert.

Ich zitiere wieder...:

Jucheh, es geht noch weiter!

Ein Einschlagkrater ist vielleicht eher mit einem Bombentrichter zu vergleichen, denn er entsteht im Wesentlichen nicht dadurch, dass der Meteorit seine kinetische Energie direkt in einem elastischen Stoß in kinetische Energie der weggeschleuderten Materie aus dem Krater gibt. Dabei würde auch der Impuls erhalten bleiben und die Kratermaterie würde bei schrägem Einschlagwinkel asymmetrisch weggeschleudert werden und es ergäbe sich kein symmetrischer, kreisrunder Krater. Vielmehr ist es ein inelastischer Stoß, bei dem die kinetische Energie des Meteoriten zuerst in kurzer Zeit in thermische Energie umgewandelt wird, was zu einer explosionsartigen Ausdehnung des Kratermaterials führt, durch die dieses ziemlich symmetrisch herausgeschleudert wird und daher ein unabhängig von der Einschlagrichtung näherungsweise kreisrunder Krater entsteht.

Das ist die kurze, vereinfachte Antwort. Genauer gibt es mehrere Phasen, bei denen spielt die (symmetrische) Ausbreitung von Stoßwellen, sowie damit verbunden die Verflüssigung und Verdampfung des Materials eine Rolle, dann der Auswurf als heiße Staubwolke und zu den Kraterrändern hin, wo sich das Material ringförmig ablagert. In der abschließenden Modifikationsphase kann noch einiges passieren, wobei der transiente Krater kollabieren kann. Dabei können je nach Größe ein Berg im Zentrum oder ein oder gar mehrere Ringstrukturen entstehen, und die Kraterränder können einstürzen bzw. abrutschen. Auch kann sich der Kraterdurchmesser in der Modifikationsphase noch erheblich vergrößern.


Das Bild zeigt viele runde Mondkrater, nur der Krater Schiller in der Nähe des Südpols sind sehr abgeflacht aus. Das liegt an der perspektivischen Verzerrung.

Nun zu den Buchpreisen:

Platz 1: Mond-Landschaften von Thorsten Dambeck

Platz 2: Kosmos Himmelsjahr 2023 und Himmelsjahr-Kalender 2023

Platz 3: Moon-Hopper Field Set: 20 Touren über die Mondoberfläche

Am zweiten Feiertag will ich nochmal richtig viel wandern, das Wetter hier am Dachstein ist herrlich.
Aber danach werte ich aus...versprochen...



 

Mars, Uranus und die Wintersternbilder

 Vom Balkon meiner Ferienwohnung aus Blicke ich Richtung Süden. Nur wenige Häuser gibt es hier, Ramsau ist etwa 10 km weit rechts und Schladming ist 400 tiefer in einem engen Talkessel, aus dem kein Licht zu mir kommt. Richtung Süden kommen dann nur noch bis zu 2880 m hohe Bergketten. Der Himmel ist also recht dunkel.

Um 22.15 Uhr und um 22.20 hab ich die beiden Weitwinkel-Aufnahmen der Wintersternbilder im SO gemacht.

Sirius leuchtet durch den kahlen Baum hindurch. Der Orionnebel M42 ist gut zu erkennen.

Im zweiten Bild sehen wir rechts oberhalb vom Orion Aldebaran im Stier mit den v-förmigen Hyaden (offener Sternhaufen). Weiter oben stehen die Plejaden. Auch der Uranus (Helligkeit 5,9 mag) ist leicht auszumachen.







Schmale Mondsichel über der Rams-Au

 Das erste Bild ist in der Dämmerung gegen 16.50 Uhr entstanden. Oberhalb vom Mond fliegt gerade ein Flugzeug durchs Bild. Für den Erdschein (Mond erhellt durch das von der Erde reflektierte Licht) ist es noch zu hell, der kommt gegen 17.15 auch durch die leichte Bewölkung gut durch.

Der Mond hat gerade ein Alter von etwas über zwei Tagen.





Sonntag, 25. Dezember 2022

Die seltsamen Sterne des JWST, IV: Der Beitrag des Hauptspiegels

 Durch den Adventskalender hätte ich diese Postserie fast vergessen...

Die ersten Posts waren am 3.12., 5.12. und 11.12., nun geht es weiter:

Wir hatten gesehen, dass ein Beugungsbild entsteht, wenn Licht an Hindernissen im Strahlengang vorbeigeht und die einzelnen abgebeugten Strahlen interferieren.

Das Beugungsbild kann man dann auch fotografieren, es ist real. Man kann das Beugungsmuster aber auch als eine Fouriertransformation des Ortsraumes auffassen, in dem die Hindernisse sind.

Eine kreisförmige Spiegelfassung erzeugt konzentrische Beugungsringe. Die sieht man auch an einem Fernrohr, wenn man einen Stern einstellt und dann unscharf stellt, also defokusiert.

Das Beugungsmuster steht immer senkrecht zu der Kante, an der die Beugung stattfindet. So ist bei einem quadratischen Spiegel das Kreuz zu sehen. Bei sechs Kanten entstehen sechs Beugungsstreifen mit abwechselnden Maxima und Minima innerhalb des Streifens durch Interferenz der an diesem Hindernis gebeugten Strahlen..

Das Beugungsbild steht also in direktem Zusammenhang mit den Objekten. Das nutzt man auch bei der Kompression von Bildern (jpeg) und der Nachbearbeitung aus. Das Bild wird in ein Beugungsmuster übersetzt (fouriertransformiert), dann wird es komprimiert und bearbeitet (immer nur für bestimmte Frequenzen des Musters) und danach wird zurück übersetzt in das neue sichtbare Bild.

Das Abspeichern des reinen Beugungsmusters erfordert auch deutlich weniger Speicherplatz al alle Daten des Originalbildes.


Im nächsten Post dieser Reihe stelle ich das Beugungsbild der Verstrebungen vor.

Bild: NASA/ESA



Astronomischer AdventsKalender 22, Lösung Tür 24 und Bonus

 Lösung Tür 24:

 1) Bekanntes Meer: Mare Cognitum

2) Meer der Feuchtigkeit: Mare Humorum (nicht etwa Meer der Lustigkeit...)

3) Meer der Ruhe: Mare Tranquillitatis

4) Meer der Gefahren: Mare Crisium

5) Meer der Heiterkeit: Mare Serenitatis

Bonusaufgabe:

Ein Mitmacher hat mir die folgende Frage geschickt:

Bonusfrage: Warum gibt es fast nur runde Krater auf dem Mond, die Einschläge kommen doch aus allen Richtungen?

Wer mir bis Montag 15 Uhr eine Antwort an adventskalender@futurespace.org    schickt, erhält einen Extrapunkt.

Dann zähle ich die Punkte zusammen, gebe die Buchtitel bekannt und die Vornamen der Gewinner/innen.




Samstag, 24. Dezember 2022

Jupiter über dem Hochtal

 Von meinem Balkon der Ferienwohnung hoch über Ramsau am Dachstein blicke ich auf die Hochebene, die in der Mitte von dem Tal der 350 m tiefer liegenden Ems stark eingeschnitten ist.

Über all dem kommt Jupiter durch die Wolken durch, Saturn steht rechts unterhalb hinter den Wolken. Da ich 4° südlicher von Kassel bin, steht auch Fomalhaut 4° höher über dem Horizont und ist deshalb trotz Gebirge zu sehen.

Unten links ist eine Sternschnuppe zu sehen (kein Flugzeug, dann wäre die Spur auf den Bildern vorher und hinterher auch zu sehen)

Die Aufnahmen entstanden um 18.00 Uhr.

Bild 1: Teilweise bewölkter Südhimmel

Bild 2: Jupiter mit seinen Monden

Bild 3: Blick am Morgen






Astronomischer AdventsKalender 22, Tür 24

Lösung Tür 23:

Ich habe  folgende Hochländer gefunden:

Fra Mauro, Apollo 14, Februar 1971 (Bild 1)

Descartes (Caley ist auch richtig), Apollo 16, April 1972 (Bild 2 und 3)


Bilder: NASA





Tür 24:

Die Mondmaria haben alle lateinische Namen. Welche Maria verstecken sich hinter den deutschen Namen?

 1) Bekanntes Meer

2) Meer der Feuchtigkeit

3) Meer der Ruhe

4) Meer der Gefahren

5) Meer der Heiterkeit

Rücksendung bis 25.12. um 15 Uhr an adventskalender@futurespace.org

Danach ermittle ich die Gewinner der drei Buchpreise.


Und nach der Bescherung? Auf zur Sternenführung!

 Es soll ja Wunder geben...und vielleicht klart heute Abend der Himmel auf.

Dann findet um 20.00 Uhr unsere Sternenführung auf dem Dörnberg statt. Mark Woskowski wartet um 20.00 Uhr am ersten Parkplatz am Dörnbergplateau.

Freitag, 23. Dezember 2022

Weihnachtsgrüße

 Liebe Leserinnen und Leser meines Astro-Blogs,

ich sitze in einer Ferienwohnung in Ramsau am Dachstein und warte auf ein am 24.12. beginnendes Dauerhoch, das mir hoffentlich einige Aufnahmen ermöglicht.

Das Jahr 2022 hat einige auch von astronomischer Seite wichtige Aspekte. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit will ich einige erwähnen:

- Das James Webb Space Teleskop hat unglaubliche Bilder zu Erde übertragen.

- Im Oktober hatten wir mal wieder eine Sonnenfinsternis von Kassel aus gesehen. Die Marsbedeckung durch den Mond im Dezember fand aber hinter den Wolken statt.

- Das fliegende IR-Teleskop SOFIA wurde im September in den Ruhestand geschickt.

- Die NASA hat spektakulär einen kleinen Asteroiden von der Bahn abgelenkt.

Auch zwei lokale Ereignisse bleiben in Erinnerung:

- Der AAK ist 50 geworden.

- Die Leitung der Staatlichen Museen versucht anscheinend mit allen Tricks nun auch das Planetarium ins "Aus" zu führen.


Zu allen Punkten gibt es Blogbeiträge.

Zwei große Schatten liegen über diesem Jahr:

- Der Angriffskrieg von Russland, dessen Ziel es wohl ist, ein Land und seine Bevölkerung zu vernichten.

- Die sich immer wieder bedrohlich verändernde Pandemielage, deren Ende jetzt herbei definiert wurde.

Trotz allem wünsche ich geruhsame Festtage und einen guten, böllerfreien, Rutsch in ein hoffentlich für unseren Planeten besseres Jahr 2023.

KP Haupt

PS: 2022 gab es 760 Posts, die 33500 mal angeklickt wurden (da man den Blog durchscrollen kann, werden es deutlich mehr Besucher sein), seit Beginn September  2018 waren es 118 000 Aufrufe.

   (Bild von Mark)




Astronomischer AdventsKalender 22, Tür 23

 Lösung Tür 22:

Gemeint war der Berg Pico. Es gibt auch eine gleichnamige Insel in den Azoren mit einem 2500 m hohen Vulkan gleichen Names. Der Mond-Pico ist fast genau so hoch und besitzt ähnliche Ausdehnungen.

Auf diesem Bild leuchtet er hell in der Morgensonne.

Hier auch noch ein Zitat, ich hatte ja nach einem Bergkegel und keinem Gebirge gefragt...:

Bei dem gesuchten Bergkegel müsste es sich um den Mons Pico handeln. Er befindet sich relativ genau unterhalb von Plato im Mare Imbrium und ist im Gegensatz zu den Montes Teneriffe und den Montes Spitzbergen, welches Berggruppen sind, ein einzeln stehender Bergkegel. Dadurch ist er besonders auffällig.

Der Bergkegel ist seit 1935 benannt nach der zweitgrößten Azoreninsel 'Pico'.



Tür 23:

Die Apolloflüge wagten auch später Landungen in sog. Hochebenen.

Welche zwei Hochebenen waren das und welche Missionen sind dort gelandet?

Die Antwort am 24.12. bis 14 Uhr an adventskalender@futurespace.org.

Dann poste ich die Lösung und stelle die letzte Aufgabe.

Donnerstag, 22. Dezember 2022

Von Calden aus ein Blick zum Mars

 Ein weiteres fantastisches Bild aus Calden, unmittelbar unterhalb der alten Sternwarte Calden steht die neue Privatsternwarte von Dietmar Guthermuth, dem der AAK das Grundstück verpachtet hat:


Der Planet Mars vom 14.12.2022, 22:26 MEZ

Nachdem ich eine Deepsky-Session fotografiert hatte und das Guiding sauber lief, d.h. das Seeing war recht gut, entschied ich mich noch für einen Aufnahmeversuch des Planeten Mars. Trotz der eisigen Kälte von -10°C, habe ich die Kamera getauscht, die Barlowlinse und den atmosphärischen Dispersions-Korrektor (ADK) montiert.

Die Bearbeitung der Aufnahme habe ich bewusst sehr dezent durchgeführt, um den visuellen Eindruck am Okular zu erhalten.

Zum Einsatz kam mein 12" Newton-Cassegrain (Eigenbau) bei einer effektiven Brennweite von 5000mm.

Herzliche Grüße vom DistantHorizonObservatory, Calden

Dietmar Gutermuth

Astronomischer AdventsKalender 22, Tür 22

 Lösung Tür  21:

In der Tat gibt es hier viele richtige Antwortsmöglichkeiten. Bekannt ist der z.B. der Krater Clavius. Hier hat die IR-Sternwarte SOFIA erst vor 1,5 Jahren Strahlung von Wassermolekülen gefunden. Prinzipiell gibt es kein freies Wasser auf dem Mond. Es befindet sich eingeschlossen im Gestein oder tiefgefroren als Eis. Deswegen wird man vor allem in Kraterböden fündig, die an den Polen stehend fast nie ins Sonnenlicht geraten. Gerade am Südpol gibt es besonders viele Krater, deswegen  gibt es dort die meisten Funde.

Aber für die Wasserversorgung von Mondbewohnern wird es nicht reichen. Im Clavius z.B. muss man aus 2 m³ Gestein alles Wasser herausholen, um ein Glas zu füllen...Da ist selbst im Sand irdischer Wüsten mehr Wasser.



Tür 22:

Im Mare Imbrium gibt es unterhalb von Plato ganz markante Bergkegel, die aus der Lava herausragen.

Besonders auffällig ist einer, zu einer gleichnamigen Insel auf der Erde kann man auch hinreisen.

Bitte bis Freitag 10.00 Uhr die Antwort an adventskalender@futurespace.org.

Die Buchpreise liegen schon im Büro vom FutureSpace....


Mittwoch, 21. Dezember 2022

Astronomischer AdventsKalender 22: Tür 21

 Lösung Tür 20:

Das war wohl schwer. Meine Hinweise: Kurz vor oder kurz nach Vollmond...es muss also ein Krater am Mondrand sein, der bei Vollmond nicht mehr sichtbar ist und vorher im Schatten liegt. Leider habe ich bei der Fragestellung nicht aufgepasst:

Damit fallen Tycho und Kopernikus raus...

Grimaldi ebenfalls, denn dessen dunklen Kraterboden sieht man besonders gut gerade bei Vollmond...

Im Post vom Sonntag habe ich ja ein Bild veröffentlicht...und nun merke ich es: Ich hätte schreiben sollen kurz vor Vollmond und kurz vor Neumond...sorry

Es ist der sehr flache, kontrastarme Krater Gassendi gemeint gewesen.

Machen wir es so: Alle, die was geschickt haben, erhalten einen Punkt! Mir wird einer abgezogen!


Tür 21:

In der Nähe dieses Kraters sollten sich die ersten Mondbewohner ansiedeln, denn in seinem Inneren hat man Wasser gefunden.

Frage 1: Wie heißt der Krater?

Frage 2: In welcher Form muss das Wasser auf dem Mond vorliegen?

Bitte bis Donnerstag 10 Uhr die Antwortmail an adventskalender@futurespace.org



Dienstag, 20. Dezember 2022

Der kürzeste Tag des Jahres

 Die Jahresbahn der Sonne am Himmel (Ekliptik) steht um 23°,5 gegen den Himmelsäquator geneigt. Im (Nord-)Winter steht die Sonne unterhalb des Himmelsäquators, deswegen sind die Tage im Winterhalbjahr kürzer.

Am 21.12. 2022 steht nun die Sonne um 22.47 Uhr  am weitesten südlich vom Himmelsäquator entfernt. Das müsste also der kürzeste Tag des Jahres sein.

Wenn man sich aber  die Lage der Ekliptik und des Himmelsäquators ansieht, merkt man, dass auch einige Zeit vor und nach dem 21.12. die Sonne nur unbedeutend näher am Himmelsäquator steht. Pro Tag verschiebt sie sich durch die Jahresbewegung um etwa 1 Grad nach Osten, erst am 21.3. erreicht sie den Himmelsäquator (Tag- und Nachtgleiche).

Es macht also in der Tageslänge zwischen dem 20., 21. und 22.12.nur Sekunden aus, ist also für uns nicht bemerkbar. Die kürzeste Tageslänge, auf Minuten genau, liegt bei 7 Stunden 50 Minuten. Die wird zwischen de, 18.12. und dem 22.12.22 erreicht.

Bedeckter oder weniger bedeckter Himmel haben da einen deutlich wahrnehmbareren Effekt.

Am 17.12. und am 23.12. ist es ungefähr eine Minute länger hell, eigentlich auch nicht wahrnehmbar.

Rechnerisch gibt es natürlich, wenn man sekundengenaue Angaben macht, den kürzesten Tag des Jahres, aber praktisch gesehen ist die Tageslänge fast eine Woche lang gleich kurz.

Viel stärker machen sich die unterschiedlichen Zeiten für Sonnenauf- und untergänge bemerkbar.

 Warum ist es im Dezember am Abend und im Januar am Morgen besonders dunkel?

Am 21.12. ist der kürzeste Tag des Jahres. Die Sonne geht in Kassel dann um 8.24 Uhr auf und schon nach etwa 7h50m  um 16.15 Uhr wieder unter.

Mittags steht sie dann gerade einmal 15° über dem Südhorizont (62° im Sommer am 21.6.).

Wenn man aber in den Kalender sieht, dann stellt man fest:

Die frühesten Sonnenuntergänge liegen zwischen dem 7.12. und dem 17.12 um 16.13 Uhr. Es wird zur Zeit also abends schon wieder länger hell....

Die spätesten Sonnenaufgänge gibt es zwischen dem 27.12. und dem 2.1. 23 um 8.27 Uhr. Am 21.12. geht die Sonne drei Minuten früher auf.

Es stimmt also: Der Januar ist morgens dunkler als der Dezember, der aber ist abends dunkler als der Januar….aber der kürzeste Tag des Jahres ist am 21.12!

Die Skizze veranschaulicht diesen Effekt.

Dieses seltsame Verhalten liegt daran, dass die Sonne am Himmel keine gleichmäßige (scheinbare) Bewegung ausführt. Durch die Erddrehung wandert sie ja täglich von Osten nach Westen, gleichzeitig bewegt sie sich aber durch den Umlauf der Erde um die Sonne ein kleines Stück von Westen nach Osten.

Da die Erdumlaufbahn eine Ellipse ist, bewegt sich die Erde im sonnennächsten Punkt ihrer Bahn (Anfang Januar) am schnellsten. Dadurch weicht die wahre Sonne bis zu 8 Minuten von einer gleichmäßig laufenden Sonne ab.

Wir kontrollieren den Sonnengang mit unseren Uhren. Diese aber richten sich nach der Zeiteinteilung längs des Himmelsäquators und gegen den ist die Sonnenbahn um 23°,5 geneigt. Aus diesem Grund läuft die Sonne am Himmel bis zu 10 Minuten schneller oder langsamer als es eine Uhr anzeigen würde.

Beide Effekte zusammen erzeugen die sog. Zeitgleichung, die also angibt, wie stark eine Sonnenuhr von einer mechanischen Uhr abweicht. Anfang Februar steht die Sonne 15 Minuten zu spät im Süden, am Novemberbeginn dafür 16 Minuten zu früh.

Dieser Zeitgleichungseffekt sorgt dafür, dass frühester Sonnenuntergang und spätester Sonnenaufgang nicht am kürzesten Tag des Jahres liegen, sondern fast 3 Wochen auseinander.

Übrigens: Nur an vier Tagen im Jahr zeigt eine Sonnenuhr die „richtige“ Zeit an: Am 16.4., 15.6., 1.9. und am 25.12.

Das Bild zeigt, wie sich die Zeiten für Sonnenuntergang SU und Sonnenaufgang SA im Dezember verschieben, die senkrechten Striche markieren die Tageslänge.



Astronomischer AdventsKalender 22: Tür 20

Lösung Tür 19:

Die drei Krater heißen Ptolemäus, Alphonsus, Arzachel

Der größte, Ptolemäus, ist eine fast 150 km große Wallebene.



 Tür 20: 

Nur an wenigen Tagen, kurz vor und kurz nach Vollmond, kann man einen Krater gut erkennen.

Wie heißt er und woran liegt dies?

Die Lösung per Mail an adventskalender@futurespace.org. Nur noch wenige Tage, dann stehen die Buchpreisgewinner/innen fest...

Montag, 19. Dezember 2022

Neue Lebewesen im Kosmos angekommen...

 Im FutureSpace sind die ersten Achatschnecken geschlüpft.

Für mich kleine ETs, ganz anders aufgebaut als wir es von vielen Tieren kennen...kein Gehirn, nur Nervenstränge, im Gehäuse offene Organe...

Und wenn man diese Riesenschnecken beobachtet, muss man ihnen Charakter zuordnen: eine ist neugierig, eine verbuddelt sich ständig, zwei hängen immer zusammen ab....

Ins gesamt drei Nester mit bestimmt 100 Eiern haben wir gefunden...

Aus den ersten Eiern sind nun die Schnecken geschlüpft

Bild 1:  Eines der Nester, kurz ausgegraben

Bild 2: Unten links in der Schale intakte Eier, unter dem Mikroskop geschälte Eier mit Blick durch die Haut ins innere des Eies

Bild 3: Mam/Pa (Schnecken sind Zwitter) besucht ihre Babys ???

Bild 4: Kaum zu glauben, dass daraus mal so Riesenschnecken  werden..

Video: Der erste Ausflug...









Astronomischer AdventsKalender 22: Tür 19

 Lösung Tür 18:

Wie man in meiner Erinnerung (https://www.natur-science-schule.info/post/kp-und-der-mann-auf-dem-mond) nachlesen kann, war ich mit meinem Hund Ali unterwegs, da es noch einige Stunden dauern sollte bis zum Ausstieg. Ich hatte Angst zu verschlafen, also blieb ich auf.

Zu a): So blöd war ich nicht.

Zu c): Selbst wenn sie es versucht hätten, hätten sie keinen Erfolg gehabt. Ich war schon Astro-infiziert...

Erinnerungen, Teil 2

Tür 19:

Weiter westlich von Theophilus, Cyrillus und Catharina steht eine weitere, ähnlich angeordnete Dreiergruppe von Kratern. Wie heißen die drei?

Auf dem Bild taucht einer der drei gesuchten Krater gerade so auf....

Bitte die Lösungsmail  bis Dienstag 10.00 Uhr an adventskalender@futurespace.org



Sonntag, 18. Dezember 2022

Astronomischer AdventsKalender 22, Tür 18

Lösung Tür 17:

Auch hier kann ich zitieren:

Der Goldene Henkel ist ein Beleuchtungsphänomen am Terminator bei 10-11 Tage altem Mond.

Die Berge (Mond-"Jura") hinter der Ebene Sinus Iridum werden schon von der Sonne beleuchtet, während die Ebene noch im Schatten liegt. Die Bergkette sieht dann aus wie ein Henkel.

Sinus Iridum heißt auf deutsch Regenbogenbucht.

Tür 18:

 Was habe ich gemacht, während die Astronauten bei der ersten Mondlandung von Apollo 11 mit der Landefähre Eagle sich nach der Landung stundenlang  auf den Ausstieg vorbereitet haben?

a) Am Fenster stehend mit meinem ersten Fernrohr auf den Mond geschaut, in der Hoffnung ihnen  beim Ausstieg  zusehen zu können?

b) Mit Ali um die Häuser gezogen?

c) Geschlafen, weil meine Eltern verboten haben, so lange aufzubleiben?

Tipp: Das kann man nachlesen,....aber wo nur? Vielleicht mal im Blog zurück scrollen....

Den Lösungsbuchstaben in den Kopf einer Mail an adventskalender@futurespace.org und diese bis 10.00 Uhr am Montag absenden.

Unter denjenigen mit den meisten richtigen Einsendungen werden drei wertvolle Buchpreise vergeben.


Ein sonntäglicher Morgengruß

 Bevor das Wetter zur weihnachtlichen Himmelsdepression führt (bewölkt, regnerisch, lauwarm...), zeigte sich der kalte Sonntagmorgen noch mal in seiner vollen Pracht. Die Aufnahme mit Blick nach SO entstand am Sonntag um 7.39 Uhr.




Blick auf die schmale abnehmende Mondsichel

 Es sind wenig Details, die bei der abnehmenden schmalen Mondsichel sichtbar werden, da dieser Teil des Mondes von der Lavawüste Oceanus Procellarum geprägt wird.

Der Krater Aristarchus ist gar nicht mehr so hell, da die nun beleuchtete andere Wallhälfte weniger Licht reflektiert.

Das fast runde Mare Humorum ist sichtbar. Nur in dieser Mondphase sieht man den sehr flachen Krater Gassendi gut, so bald die Sonne höher steht, fällt er kaum noch auf. Natürlich gilt das auch für den Mondmorgen kurz vor Vollmond.

Die Aufnahme entstand am Sonntag um 6.50 Uhr.



Allerlei Gestirn

 Heute, am Sonntag früh, stand der Mond oberhalb des Sternes Spica in der Jungfrau (Aufnahme um 6.45 Uhr). Wenn man dann heranzoomt und länger belichtet, wird nicht nur der Erdschein besser sichtbar, sondern auch der 4,7 mag helle Stern 51 Vir, der oberhalb der Mondsichel steht (Aufnahme um 6.48 Uhr), taucht auf.

51 Vir wird aber nicht bedeckt, der Mond wandert unter ihm entlang.

Der Erdschein zeigt die unbeleuchtete Seite der Mondscheibe im Licht, das von der Erde auf den Mond reflektiert wird. So wie bei uns die Vollmondnächte sind auch auf dem Mond die Vollerdennächte nicht  ganz dunkel.




Wer erinnert sich noch an die Raumpatroullie und die Mondlandung?

 ...meine Erinnerungen kann man hier auf meiner Homepage nachlesen. Im Post vorher (Pfeil rechts anklicken) erinnere ich mich an die Nacht der ersten Mondlandung:

https://www.natur-science-schule.info/blog/categories/erinnerungen-2

Erinnerungen




Samstag, 17. Dezember 2022

Astronomischer AdventsKalender 22: Tür 17

Lösung Tür 16:

Gemeint waren die beiden Lichtflecken im dunklen Bereich, rechts neben Plato (Ausschnittsvergrößerung). Da sind zwei Bergspitzen, auf die noch das Licht der am Mond dort untergehenden Sonne fällt. 

Solche Beobachtungen nahe der Schattengrenze auf dem Mond kann man oft machen. Innerhalb kurzer Zeit ändern sich die Beleuchtungsverhältnisse, man erlebt einen Sonnenauf- oder untergang indirekt auf dem Mond.

Als Bild hier mal nicht "Bergspitzen auf dem Mond" sondern "Mond auf Bergspitze", auch in der Abenddämmerung, nur sorgt die Lichtstreuung in der Luft dafür, dass man auch die nicht beleuchteten Teile des Berges sieht (Mont Blanc Massiv). Also im Schwarzen schwebende helle Bergspitzen wie auf dem Mond gibt es hier nicht...



Tür 17:

Frage 1:

Was ist der "Goldene Henkel"?

Frage 2:

Was hat der goldene Henkel mit dem Regenbogen zu tun?

Einsendungen bis Sonntag, 10.00 Uhr an adventskalender@futurespace.org

Wenn der Frieden kippt, kippt auch das Klima!

Einladung: 

Wenn der Frieden kippt, kippt auch das Klima!

Eine wirkungsvolle Klimapolitik lässt sich nur in Friedenszeiten durchführen. Kriege zerstören Menschen, Gesellschaften und auch die natürliche Mitwelt. Notwendige Ressourcen, die zur Bekämpfung des Klimawandels notwendig sind, werden für Waffenkäufe und Aufrüstung verwendet.

KP Haupt spricht mit Prof.Dr.Klaus Moegling und dem 17-jährigen Grimme Preisträger Jason v. Juterczenka

FutureSpace, Wilhelmsstr.2

Montag, 19.12., 17.00 Uhr oder online unter https://t1p.de/klimaundkrieg

Gerne werbe ich auch für die Online Petition:

https://chng.it/N2ggCS5Q





Freitag, 16. Dezember 2022

Astronomischer AdventsKalender 22: Tür 16

 Lösung Tür 15:

Ich habe ganz vergessen, nach dem Namen des Kraters zu fragen: Noether.

Er ist auf der Rückseite des Mondes, deshalb konnte ich ihn nicht in meine Lernliste von Mondformationen aufnehmen.

Noch ein paar Infos zu Emmy Noether (für die, die meinen Vortrag nicht anhören):

Emmy Noether (1882-1935) ist die wohl bedeutendste Mathematikerin weltweit. Als sie 1915 an der Universität Göttingen lehren wollte, wurde ihr der Ruf verwehrt, da Frauen damals nicht habilitieren durften. Erst vier Jahre später wurde sie als Professorin zugelassen, aber ohne Gehalt. 1934 emigrierte sie als Jüdin in die USA und verdiente erstmal Geld als Professorin. Leider starb sie schon 1935 an den Folgen einer Operation.

Sie hat viele mathematische Lehrsätze aufgestellt und bewiesen. Die größte Bedeutung hat aber die von ihr aufgezeigte Äquivalenz  der Existenz von Erhaltungsgrößen zu Symmetrien in der Raum-Zeit:

Zu jeder Symmetrie gehört eine Erhaltungsgröße.

Hier ein Bild (NASA)  der Nordpolarregion des Mondes, auf der auch der Krater Noether markiert ist.


Tür 16:

Heute früh habe ich den abnehmenden Halbmond fotografiert (6.50 Uhr).

Einige wichtige Mondformationen habe ich beschriftet.

Neben dem Krater Plato sind mir zwei Lichtflecken aufgefallen. Das sind bestimmt zwei UFOs im Landeanflug auf die Plato-Mondbasis..., oder?

Einsendungen bis Samstag 10 Uhr unter adventskalender@futurespace.org.

Es winken wertvolle Buchpreise.