Sonnenuntergang in Kassel (Lara Bendig)

Montag, 17. Mai 2021

Tranquillity Base

 Mal wieder das abendliche Spiel mit den Wolkenlücken und dem Küchenfenster...

Erstaunlich gut konnte man heute Abend das Gebiet erkennen, in dem mit Apollo 11 die erste Mondlandung am 24.7.1969 stattgefunden hat (Tranquillity Base).

Am Schattenrand sind die drei charakteristischen krater Theophillus, Cyrillus und Catharina gut zu sehen. Auch der Steilhangt Rupes Altai ist in ganzer Länge sichtbar.

Die Aufnahmen entstanden am Montag um 22.18 Uhr.





Tag der offenen Tür im SFN mit Fotowettbewerb

 LEIFIPhysik ist das größte kostenfreie Online Lernportal. Es wird von der Joachim Herz-Stiftung finanziert und hat vielen Jugendlichen schon beim Lernen geholfen.

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums gibt es einen Fotowettbewerb. Im Schülerforschungszentrum Nordhessen SFN können Bilder angefertigt werden und eingereicht werden.
Es gibt wertvolle Sachpreise für Einzelpersonen, Gruppen und Schulen.

Das SFN bietet am Freitag, 21.5. von 16 Uhr bis 22.30 Uhr regelmäßige Livestreams an. Screenshots können ebenfalls als Bild eingereicht werden.
Live kann man unter www.sfn-kassel.de/live dabei sein. Dauer immer ca. 20 Minuten.

16 Uhr Experimente im Chemielabor
 17 Uhr Arbeiten in der Werkstatt 
18 Uhr Vorführung von Schülerprojekte
19 Uhr Blick durch das Elektronenmikroskop
20 Uhr Die Fernrohre der Sternwarte auf  dem SFN
22 Uhr Livebeobachtung des Mondes

Wer am Freitag mit einer eigenen Kamera in das SFN kommen möchte, sollte sich vorher (bis Donnerstag 18 Uhr) per Mail unter info@sfn-kassel.de  anmelden.
Als Antwort wird neben der Reaktion auf die allgemeine Pandemielage eine Terminvereinbarung getroffen.


Mond zieht an Mars vorbei

 Irgendwie habe ich abends Glück...nach ausgiebigem Regen klarte es öfters auf und gibt wenigstens teilweise den Blick an den Himmel frei:

Die schmale Mondsichel zeigt schöne Details: Das Mare Nectaris ist mit seinem gesamten Randgebirge zu sehen, die Lava hat einen Teil des Kraterrandes von Fracastorius überflutet.

Dies wird besonders in der Ausschnittsvergrößerung sichtbar. Im Schattenbereich daneben sieht man die Spitzen von Rupes Altai, einer 500 km langen und etwa 1 km hohen Klippe. Auch das Rheita-Tal ist jetzt in ganzer Länge noch gut zu sehen.

(Aufnahmen um 22.05 Uhr in der noch recht hellen Dämmerung.)

Nachdem es etwas dunkler wurde, kamen auch Castor und Pollux, die beiden Zwillingssterne,  sowie Mars in der Mondumgebung zum Vorschein. Auch der Rest des Mondes leuchtet im Licht der Erde (Aufnahme um 22.12 Uhr).

Der Mond ist in den letzten 24 Stunden am Mars vorbeigezogen.

Coronagerechte Aufnahmen wieder aus dem Küchenfenster...







Sonntag, 16. Mai 2021

Vor 100 Jahren: Ein Sonnensturm tobt über die Erde

 Am 15.5.1921 trat, bei einer relativ kleinen Sonnenaktivität im abfallenden Zyklus, der stärkste Sonnensturm des letzten Jahrhunderts auf.

Über einer großen Sonnenfleckengruppe wurden Teile der Sonnenkorona als Plasmawolke in das Weltall geschossen (CME: Coronal Mass Ejections). Zufälligerweise trafen sie die Erde. Dabei wurde das Magnetfeld der Erde durch die auftreffenden Ladungen stark abgeschwächt.

Solche Effekte kennt man: Sich verändernde Magnetfelder rufen elektrische Felder und damit hohe Spannungen und Ströme hervor. Das ist die Induktion.

Durch Induktionseffekte erzeugen wir (außer bei Solarstrom) unseren elektrischen Strom und kochen auf dem Induktionsherd.

Damals gab es extrem starke Induktionsströme in Telegraphen - Stationen, die in vielen Ländern schlichtweg in Flammen aufgingen. Ganze Häuser brannten ab. In manchen Telefonleitungen gab es Spannungsspitzen von 1000 V.

1989 führte ein deutlich schwächerer Sonnensturm zum neunstündigen Ausfall vieler Kraftwerke in Kanada.

Seit dieser Zeit hat man immer mehr Kraftwerke gegen solche Überspannungen abgesichert.

Trotzdem wäre ein solcher Sonnensturm 2021 dramatischer. Unser Leben wird durch empfindliche Elektronik bestimmt. Wir navigieren mit Hilfe von GPS-Satelliten und organisieren uns durch Computernetzwerke.

All das könnte bei einem erneuten Sonnensturm schlichtweg zerstört werden.

Sonnenstürme sind eine gewaltige Bedrohung für die technische Zivilisation auf der Erde. Die anderen erleben ein wunderbares Schauspiel von Polarlichtern bis in die Äquatorregion. Sie können aber  wahrscheinlich niemandem mehr davon Bilder versenden...

Das bisher stärkste Ereignis war 1859. Damals gab es recht wenig Schaden, weil fast keine zerstörbare Technik auf der Erde war.

Etwa alle 150 Jahre sollte ein solch starker Sonnensturm auftreten.

Wir warten... wie üblich extrem schlecht vorbereitet...

Der Übeltäter 1921:







 

Samstag: Mond bei Mars

Mal wieder klarte es gegen Abend, zumindest teilweise auf  Wolkenungetüme gaben dann Mond und Mars (links oberhalb vom Mond)  frei (Aufnahme um 21.47 Uhr).

An der Schattengrenze ist das langgestreckte Vallis Rheita gut zu sehen. Es ist fast 500 km lang und 30 km breit. (Aufnahme um 21.50 Uhr).

Venus und auch Merkur blieben von der Horizontbewölkung bedeckt.

Als es dunkler wurde, kam dann noch das Erdlicht besser zur Geltung (Aufnahme um 22.26 Uhr).

Alle Aufnahmen coronakonform aus dem Küchenfenster...






Samstag, 15. Mai 2021

Freitag: Ein Blick auf Mars

 Diesen Post schreibe ich jetzt zum dritten Mal, weil er immer wieder gelöscht wird...

Nachdem der Mond untergegangen war, habe ich noch einen Blick auf Mars geworfen (23.11 Uhr).

Er ist von Castor hoch zu Pollux gewandert.





Monduntergang über dem Habichtswald

 Nach einer ausgiebigen Regenschauer klarte der Himmel gegen 22.30 Uhr doch teilweise auf.

Zwar konnten wir in Kassel den Vorbeizug der schmalen Mondsichel an Merkur und Venus wetterbedingt nicht sehen, aber am Freitagabend tauchte wenigstens die noch schmale Mondsichel mit Erdlicht über dem Habichtswald auf.

Corona gerecht musste ich vom Küchenfenster aus fotografieren.

Direkt über dem Mond steht im ersten Bild (22.43 Uhr) der zum Sternbild Stier gehörende, 4,9 mag helle, Stern 132 Tau.

Weit links unterhalb sehen wir einige Sterne der rechten Hand des Orion, der helle Stern am oberen linken Bildrand ist der rechte Fußstern der Zwillinge. 

Der Stern Elnath im zweiten Bild (23.02 Uhr) ist der linke Hörnerstern vom Stier, der auch der untere Eckstern vom Fuhrmann ist.








 

Freitag, 14. Mai 2021

One Way Ticket on Mars

 Beim 5. Flug am 7.5. hat der Marshelikopter den Flugplatz gewechselt. Er ist in einer Höhe von 10 m in kapp 2 Minuten 129 m nach Süden geflogen und dort gelandet.

Das soll die zweite Air-Base auf dem Mars werden.



Gibt es Leben außerhalb der Erde? Teil I

 

Kurz meine Antwort: Ich bin mir sicher!

In der folgenden Serie von Posts möchte ich jeweils kurz auf die Frage nach außerirdischem Leben und einer möglichen Kontaktaufnahme eingehen. 

 

Was  Fakt ist: Satelliten und Fernrohre haben tausende fremder Planetensysteme gefunden und in wenigen Jahren werden die neuen großen Teleskope die Atmosphären dieser Planeten wirklich nach Lebensspuren untersuchen können.

In der Tat könnten wir in der "Morgendämmerung" einer gigantischen Entdeckung stehen.

Teil 1: Leben ist ein kosmisches Phänomen

Die Bausteine des Lebens entstehen schon überall im Kosmos vor der eigentlichen Bildung von Planeten. Sie konzentrieren sich in Kometen, die sie später auf die erkalteten Planeten bringen.

Sie entstehen auf den Oberflächen von interstellaren Staubteilchen in dünnen Eisschichten.

Kometenkerne sind aus solchem vereistem Staub zusammengesetzt.

In Gas- und Molekülwolken sind sogar Vorstufen der Proteine gefunden wurden.Und mit dem Alkohol im Orionnebel könnte sich die Menschheit jahrelang besaufen.

Wir können also davon ausgehen, dass überall im Kosmos die Grundbausteine des Lebens in Sternentstehungsgebieten vorkommen.

In den letzten Jahren haben wir vermehrt in unserem Sonnensystem nach Möglichkeiten für außerirdisches Leben gesucht.

Auf dem Mars ist man nicht fündig geworden (bisher...), es ist aber sicher, dass er früher Wasser an seiner Oberfläche hatte.

Vollkommen überraschend wurde deutlich, dass einige der großen Monde von Jupiter (u.a.Europa) und Saturn (Encleadus)unter ihrem dicken Eispanzer einen warmen Ozean haben müssen.

Es wurde ngeysirartige Wasserdampffontänen beobachtet, Raumsonden sind durch Wasserdampfwolken hindurchgeflogen.

Die notwendige Wärme zum Schmelzen des Eises kommt durch die gezeitenartigen Bewegungen der Monde, es ist schlichtweg Reibungswärme der Gesteine.

Man geht davon aus, dass das Wasser die üblichen Beimengungen an organischem Material hat, wie sie auch im Eis der Kometenkerne vorkommt. Und daraus könnte sich Leben entwickelt haben.

Aber wie ist es mit der Energie für Leben in den Ozeanen, die ja sonnenfern von einer dicken Eisschicht überzogen sind? Dort wird es kein Licht und keinen freien Sauerstoff geben.

Eine vergleichbare Situation herrscht auf der Erde am Boden der Weltmeere in etwa 10 km Tiefe. Dort hat man aber ebenfalls vollkommen eigene Lebensformen (Tiere, Pflanzen) entdeckt, die sich von den aus dem Erdinneren austretenden Stoffen in den sog. "black smokern" ernähren und weder Licht noch Sauerstoff brauchen.

Vielleicht sieht es am Boden des Pazifiks so aus wie in den warmen Ozeanen der großen Eismonde?

Wir werden es sicher erfahren, denn in den 30-Jahren sollen Raumsonden dort hin fliegen und schlichtweg "nachschauen".

Ich bin mir sicher: Spätestens dann wird man Leben außerhalb der Erde finden. 

Zum Bild:

Wo ist es entstanden?


 

Donnerstag, 13. Mai 2021

Fluglärmbelästigung auf dem Mars

 Bei Flug 4 am 30.4. ist es der NASA gelungen, den Fluglärm des Helikopters aus 80 m Entfermnung aufzuzeichnen. Vor wenigen Tagen wurden Video und Ton veröffentlicht.

Die Frequenz um 80 Hz wurde verstärkt, trotzdem empfehle ich nicht den Laptop Lautsprecher zu nehmen, sondern den Ton des folgenden Videos über eine Anlage laufen zu lassen. 

Man hört das Anlaufen der Rotoren vor dem Start, beim Aufsteigen und beim Wegflug sowie mit leicht veränderter Frequenz (Doppler-Effekt) beim Rückflug.





Drei Augen blicken auf Jupiter

 Am 11.5. wurden drei Bilder veröffentlicht, die am 11.1.2017 vom HubbleSpaceTeleskop HST im sichtbaren Licht und im UV-Bereich zeitgleich mit einer IR-Aufnahme des Gemini-Nord-Teleskops auf Hawaii  gemacht wurden.

Der Große Rote Fleck ist ein Wirbelsturm (etwa doppelt so groß wie die Erde). Im Sichtbaren nund UV absorbieren Farbmoleküle bestimtme Wellenlängen, so dass der gRF gut sichtbar ist. Die IR-Aufnahme zeigt den Bereich der Wolken an (deutlich größer als der GRF im Licht), der Temperaturunterschied zur Umgebung ist nicht so groß, so dass der GRF fast verschwindet.

Ähnlich ist es beim GRFjunior, der 2000 durch Zusammenschluss dreier Wirbelstürme entstanden ist. Er ist im IR überhaupt nicht sichtbar. 

Der Braune Kahn ist mit einer Länge von 72000 km ein Zusammenschluss vieler Stürme. Im UV verschwindet er unter dem polaren Dunst auf Jupiter.

credit: NASA/ESA/NOIRLab





Mittwoch, 12. Mai 2021

Komet stürzt in die Sonne

 Am Mo, 10.5., ist mal wieder ein Komet in die Sonne gestürzt. Mit einer Größe von maximal 30 m ist er deutlich auf den Koronographenbildern des Sonnensatelliten SOHO sichtbar.

Der Eis- und Staubklumpen wird in Atome zerlegt und diese schließlich als Plasmawolke in die Sonne integriert. Vielleicht kommen einige der Atome als Bestandteil des Sonnenwindes wieder zurück ins Planetensystem....

Der weiße Kreis stellt die Größe der Sonnenscheibe dar, der rote Kreis ist die Abdeckung durch den Koronographen. Die aufblitzenden Striche sind Teilchen des Sonnenwindes, die in den Detektor am Satelliten eindringen.



Dienstag, 11. Mai 2021

Photonen auf Crashkurs

 1922 hat Arthur Compton die Wechselwirkung zwischen Röntgenstrahlung und Elektronen als Stoß von Teilchen fehlinterpretiert. Dadurch hat er erst Einsteins Vorstellung vom Photoeffekt zum Durchbruch verholfen.

Heute wissen wir, dass ein so interpretierter Comptoneffekt sogar im Widerspruch zum Photoeffekt steht.

In meinem neuen Post meines Physikblogs "Extrafutter" (www.natur-science-schule.info) beschreibe ich die Zusammenhänge:

https://www.natur-science-schule.info/post/photonen-auf-crash-kurs-comptons-fehlinterpretation

Crashkurs


 

Blick in eine HII-Region

 Eine HII-Region ist eine Gaswolke, in der durch die UV-Strahlung junger benachbarter Sterne der neutrale Wasserstoff (HI) ionisiert ist (HII). Beim Wiedereinfang der Elektronen entsteht dann das charakteristische rötliche Leuchten.

Im Bild sehen wir die HII-Region Sh 2-305, der Teil eines riesigen Ringes aus Sternentstehungsgebieten im Perseusarm unserer Galaxis ist.

credit: ESO



Late Night Astro mit Mark

 Einen schzönen Überblick über moderne Fernrohrtechnik bietet der Vortrag von Mark:


 


Montag, 10. Mai 2021

Heute: Late Night Show Astro

 22.00 Uhr unter sfn-kassel.de/live

Hosting: Mark Woskowski

Ein Blick auf statt durch Teleskope

Ind er 10. late Night Show des SFN geht es um Fernrohre.Die Unterscheidung zwischen keplerschem und galileischem Teleskop aus der Schule macht wenig Sinn und gibt ein falsches Bild von dem wie Teleskope noch aussehen können. Wir rücken das gerade, schauen uns eine bessere Unterscheidung an und werfen einen Blick auf die wahre Welt der Teleskope.




22 Grad Ring

 Am Sa, 8.9. hat Sebastian Preller einen 22°- Ring fotografieren können.

Das ist eine Haloerscheinung, d.h. sie entsteht durch Lichtbrechung an Eiskristallen.

Bei sog. Hof-Erscheinungen wird Licht an kleinen Tropfen gebeugt, hier liegt dann Interferenz vor.

Man erkennt am Ring schön, dass das Licht durch zweimalige Brechung aus dem Inneren des Kreises herausgebrochen wird. Dort ist es dunkler. Da der kleinste Winkel bei 22° liegt, besitzt der Ring einen scharfen inneren Rand.



Sonntag, 9. Mai 2021

Up, up and away

 

Up, up and away….

 DAS war ein Tag!

Heute, am 9.5. haben Leo und Kalle ihr neues Stabilisierungssystem für Forschungsballone einem Härtetest unterzogen.

Seit Jahren sind sie dabei, ihr Projekt zu entwickeln. Zwischendurch haben sie einen Schüler experimentieren Wettbewerb in Peking gewonnen, Jugend forscht Wettbewerbe in Sibirien und Moskau und sind 2021 Landessieger im Fachgebiet Technik bei Jugend forscht Hessen geworden.



Alle Labortests, selbst der in einer – 60°C kalten Klimakammer, hat ihr System bestens gemeistert.

Und heute war der Tag der Wahrheit: Fernab jeder Eingriffsmöglichkeit in einer Höhe von 30 km musste es sich bewähren…

Um die Spannung herauszunehmen: Es hat sich bewährt.

Aber die Geschichte ist fast spannender als der Flug…

Samstag: Fertigstellen, letzte Tests, beladen unseres neuen MINTVans



 

Sonntag: 8.30 Uhr Treffen auf einem Sportplatz bei Bergshausen am Fuldaufer, natürlich haben wir uns alle vorher auf Corona getestet und durchgehend, auch im Freien, Masken getragen.

Alles wird ausgepackt und die erste Heliumgasflasche an den Ballon angeschlossen.

Die Ballonhaut ist sehr empfindlich, man darf sie nur mit Samthandschuhen anfassen.

Das Gas strömt nur langsam in den Ballon, wir schätzen, dass es noch 1,5 Stunden dauert, bis er gefüllt ist.



 

In der Zwischenzeit frischt der Wind auf und teilweise starke Böen lassen uns verzweifeln. Zum Glück waren auch Leos Eltern dabei, wir haben jede Hand gebraucht…




 

Aber dann war es so weit…der Ballon war voll.

Sieht zwar schlapp aus, aber oben ist der Luftdruck kleiner, dann dehnt er sich aus…bis er in der vorgesehenen Höhe von 20 km platzt und die Gondel am Fallschirm heruntersinkt.

Nun wird noch die Schutzfolie um die Gondel gewickelt. Der laute Ton soll das Wiederfinden erleichtern...

 



Da es eine aktuelle Wettbewerbsarbeit ist, sage ich zum Inneren der Gondel nichts…

12.00 Uhr

Der Fallschirm wird an die Gondel angebracht und beides am Ballon befestigt.



 

Dann warten wir auf einen windstillen Moment…

3-2-1   erst der Ballon, dann der Fallschirm, dann die Gondel…mit etwa 7 m in der Sekunde geht es hoch…

 

 Einpacken…der GPS-Sender schickt uns ständig Daten und wir fahren dem Ballon hinterher…

 

Er ist schneller als gedacht, da recht kräftige Westwinde wehen. Hinter Göttingen zeigt uns die Verfolgungs-App, dass der Ballon munter auf den Harz zutreibt. Ihn dort zu finden ist nahezu ausgeschlossen…trotz GPS und Peilton.

Dann platzt der Ballon, die Gondel sinkt und am Harzrand wird sie von einer bodennahen Ostwindströmung erfasst und treibt parallel zum Harz auf unsere Fahrzeuge zu….

Die Gondel will zurück zu Leo und Kalle!

Dann gibt es keine Positionsänderung mehr…die App zeigt uns den Landeplatz…in einem Baum neben einer Bahnstrecke bei Scharzfeld.

Wir halten auf einem Parkplatz, wollen die Lage besprechen…da klingelt mein Handy…

Die Gondel wurde gefunden, geborgen und wartet auf uns im Garten eines Bewohners…

5 Minuten später sind wir da…

Dieser nette Mensch hat die Gondel vom Baum geholt und zu sich gebracht.

Gefunden hat er sie, weil zwei Mädchen die Landung beobachtet haben.

Nach netter Unterhaltung, selbstverständlich alle im Freien, mit Abstand und mit Masken, holte er uns noch Ballon und Fallschirm vom Baum.

Die Forschungsgondel war unversehrt. Alles funktionierte noch.



 


Kalle und Leo werten jetzt ihre Daten aus. Wir haben schon einen Blick auf einen der Videos geworfen: Man sieht die funktionierende Plattform und darunter durch die Hülle hindurch die  Erde. Ziel war es nicht schöne Aufnahmen herzustellen, sondern eine Forschungsidee zu testen.

Und das ist den beiden gelungen!



Das war ein Tag!

 


Tsunami auf der Sonne

 Am 7.5. explodierte ein Magnetfeldgebiet als Flareausbruch auf der Sonne. Seitwärts raste mit 250 km/sec eine Plasmawelle über 100 000 km erit durch die Korona, eine Art solarer Tsunami.

Bilder: SDO





Samstag, 8. Mai 2021

Freitag in der HNA


 

Online Führung in der Sternwarte auf dem SFN

 Für alle, die es am Freitag Abend verpasst haben:



Merkuruntergang am Freitag

 Freitag Abend:

Der Himmel klarte total auf. Während Mark live aus der Sternwarte aus dem SFN streamte, fuhr ich an den Rammelsberg.

Merkur tauchte schon früh in der Dämmerung auf.

Bild 1: Merkur über dem Habichtswald (21.43 Uhr)

Bild 2: Merkur nähert sich dem Horizont (21.47 Uhr)

Bild 3: Merkur kurz vor dem Untergang (21.53 Uhr)

Bild 4: Beteigeuze geht neben dem Herkules unter, Mars steht über dem Herkules (21.59 Uhr)

Animation: Merkuruntergang 21.50 Uhr - 21.54 Uhr






Freitag, 7. Mai 2021

Blick auf Tianhe-1

 Nun kommt nicht nur die ISS ab und an mal an Kassel vorbei, auch die neue chinesische Raumstation Tianhe-1 wird von Kassel aus zu sehen sein (wenn sie über das Mittelmeer fliegt...).

Ich habe die besten Abend-Sichtbarkeiten zusammengestellt:

16.5.: 22.15 Uhr im SSW bis 22.17 Uhr im SSO

19.5.: 22.12 im SW bis 22.15 im SSO

20.5.: 22.43 im SSW bis 22.45 im S

An den kurzen Sichtbarkeitszeiten sieht man schon, dass Tianhe nur dicht am Horizont sichtbar ist. Dabei kommt sie gerade einmal auf 3,2 mag. Man braucht also sehr gute Horizontsicht und am besten ein Fernglas.

Wenn die Raumstation größer ist, dann wird sie natürlich auch bedeutend heller erscheinen. 

Von Kassel aus kann man abends die chinesische Raumstation dann erst wieder Anfang Juli sehen.

Wer die ISS sehen möchte, muss zur Zeit mitten in der Nacht aufstehen:Freitag früh: 3.37 Uhr, Samstag früh: 2.49 Uhr und 4.26 Uhr,Sonntag früh: 3.38 Uhr und Montag früh 2.51 Uhr und 4.28 Uhr,

Dafür ist die ISS richtig auffallend hell und fliegt quer über den Himmel.

Am besten schaut man knapp 5 Minuten vor den angegebenen Zeiten Richtung Westen.

 


 




Save the Date

 Freitag, 7.5., 21.30 Uhr Live Stream aus der Sternwarte auf dem SFN (nur bei wolkenfreiem Himmel) unter www.sfn-kassel.de/live


  Montag, 10.5. Late Night Physics Show, heute mit Mark

Ein Blick auf Fernrohre und nicht durch sie hindurch:

Spiegelteleskope haben eine enorme Bedeutung in der Forschung, trotzdem erfährt man in der Schule mehr über die kaum eikngesetzten  Galileischen Fernrohre.

Donnerstag, 6. Mai 2021

Late Night Physics: Pendeln

 Vom echten Pendel über das Chaos zum Navigieren


Beginn Minute 6 Ende Minute 45


Alle bisherigen Themen:

- Schwerkraft: Messung im Mikro- und Makrokosmos

- Stehende Wellen: In Atomen und im Universum

- Wie Faraday Strrom erzeugt: Was ist ein Magnetfeld?

- Von der Luft zu Neutronensternen: Entartung als neue Kraft

- Experimente mit Sonnenbrillen: Polarisationseffekte am Himmel und im Alltag

- Wenn Laserschwerter sich kreuzen: Michelson-Morley-Interferometer, der Äther und die Gravitationswellen

- Was passiert wirklich bei der Lichtbrechung: Feynman gegen die Elementarwellen

- Felder:-Bausteine der Welt:  Wieviel wiegt ein Gravitationsfeld?

- Hin und Her- echte Pendel: Vom Chaos zur Navigation


Alle Videos abrufbar auf:

https://www.natur-science-schule.info/experimente-online

Late Night Physics Show



Merkur again, mit Aldebaran

 Kurz vor meiner Late Night Show hatte ich am Mittwochabend noch Gelegenheit aus dem Küchenfenster nach Merkur zu schauen.

Venus stand noch zu tief, aber links von Merkur war um 21.38 Uhr schon Aldebaran zu sehen.

Das zweite Bild zeigt Merkur um 21.39 Uhr, bevor die von links heranziehende Wolkenfront alles bedeckt.

Rechts tauchen ganz schwach die ersten Plejadensterne auf, Merkur steht jetzt etwas höher als sie, im Vergleich zu gestern Abend.




Mittwoch, 5. Mai 2021

Was sind Felder?

 Eigenschaften IM Raum oder Eigenschaften VOM Raum?


Hier steht die Lösung (von Minute 8 bis 47, also 39 Minuten lang).




Am Morgenhimmel

 Nachdem am Dienstagabend die Wolkenlücken gnädig für eine erste Sichtung von Merkur waren, hoffte ich auf ebensolches Glück am Mittwoch früh, sehr früh...

Während ich Kamera und Stativ auf den Balkon stellte, leuchtete Jupiter um 4.30 Uhr hell am SO Himmel. Doch als alles einsatzbereit war, haben sich Wolken davor geschoben...

Aber ich habe gewartet, um 4.36 Uhr (Bild 1) tauchte ein Lichtfelck auf, das musste der Mond sein.

Die Sterne gehören zum Sternbild Steinbock.

Obwohl wir erst in 6 Tagen Neumond haben, ist der Mond vielleicht noch morgen früh zu erkennen. Er steht auf fast gleicher Höhe wie die Sonne und geht deshzalb nur kurz vor ihr auf.

Um 4.38 Uhr (Bild 2) hat er sich dann aus den Wolken herausgeschält, besser: sind die Wolken weiter zurückgewichen. Und um 4.45 Uhr (Bild 3) war dann die ganze Sichel zu sehen.

Zwar bedeckten kurz danach wieder Wolken den Mond, dafür aber tauchte Jupiter auf (Bild 4, 4.47 Uhr).

Saturn, der weit rechts oberhalb von Jupiter hätte stehen müssen, blieb die ganze Zeit hinter Wolken verborgen.