Sonnenuntergang in Kassel (Lara Bendig)

Sonntag, 14. August 2022

Abendstimmung am Mare Crisium

 Am Samstag um 23.50 Uhr entstand dieses Mondbild. Die Schattengrenze liegt beim Mare Crisium.



Stachel des Skorpion über dem Ötztal

 Kurz nachdem es am Samstag ausreichend dunkel war, fing der Mond an, den Himmel aufzuhellen.

Aber für den Stachel des Skorpions über dem südlichen Ende des Ötztales hat es gereicht.

Der Stachel steht etwa 5° höher über dem Horizont als in Kassel.

Aufnahmen: 21.40 Uhr und 22.05 Uhr am Samstagabend




Samstag, 13. August 2022

Zwei in Opposition

 Der Mond hatte vor einem Tag Opposition zur Sonne (das nennt man Vollmond...), Saturn wird in einem Tag in Opposition zur Sonne stehen.

Sie stehen etwa da, wo die Sonne im Februar stehen wird.

Übrigens kann man auch wieder gut erkennen, wie Saturn weiter nach rechts gewandert ist...

Aufnahme: Samstag, 0.30 Uhr Obergurgl, 2200 m



Der Übeltäter...

 Mond 21 Stunden nach Vollmond...rechts tauchen die ersten Kraterformationen auf..

Aufnahme: Samstag, 0.30 Uhr



Perseidenausbeute

 fast 0...

Einen habe ich mit freiem Auge gesehen, sogar recht hell. Ein zweite Sternschnuppe flog genau in die entgegengesetzte Richtung...aber immer da, wo ich bis zu 25 Sekunden belichtet habe, war nichts...

Auch der Mond war schon aufgegangen, zwar noch hinter den Bergen, aber der Himmel war sehr aufgehellt.

Aufnahmen am Freitagabend gegen 22 Uhr.

Hat jemand anderes mehr Glück gehabt?





Freitag, 12. August 2022

Apropos Wolken...

 Am Donnerstag sah ich abends über Obergurgl zwei sich sehr ähnlich sehende miteinander strömende Wolkenformationen, geprägt durch eine Art wirbelartigen Aufwind.

Da nur sie von der untergehenden Abendsonne angeleuchtet wurden, ergab sich ein sehr auffälliges Bild.



Saturn: Der rasende Ringplanet

 Nur noch wenige Tage bis zur Opposition...Saturn bewegt sich schnell am Himmel, da die Erde ihn gerade überholt.

Nun steht er über dem Stern Nashira. Man vergleiche dazu die Posts vom 9.8. und 28.7.

Am 28.7. stand Saturn noch mehr bei Deneb Algedi, am 9.8. fast über Nashira und heute steht er direkt drüber. Aufnahme hier am 11.8. um 23.23 Uhr

Sehr schön auch das Mondhalo. Diesmal eine Brechungserscheinung, denn rote Strukturen liegen Innen.




Der Super-Super-Vollmond

 Heute Nacht um 3.36 Uhr ist Vollmond und am Mittwoch um 19.00 Uhr stand der Mond mit 359828 km in Erdnähe.

Also wieder ein Super-Vollmond...so gut passt es erst wieder in einem Jahr.

Ich habe am 19.2.2019 zu diesem Thema einen Post geschrieben, den ich hier wiederhole:

19.2.2019

Eigentlich ignoriere ich Pressemeldungen über den Supermond, aber heute morgen hatte ich keine Chance...In "Koschwitz am Morgen" bei HR 1 übertrumpfte sich das Moderatoren - Trio mit Unkenntnissen und der Weitergabe von Unsinn:

Höhepunkt 1: "Um 10.02 Uhr sollte man unbedingt zum Mond schauen, da ist er am größten...." (Hinweis: Zu der Zeit steht ein Vollmond immer unter dem Horizont...).

Höhepunkt 2: " Bei uns auf dem Land sind Mond und Sterne sowieso  alle größer und heller, da fällt mir der Supermond gar nicht auf..."

Ich bin entsetzt. Nicht nur, weil sogenannte Journalisten allen möglichen Unsinn ungeprüft weitergeben, sondern weil anscheinend ein großer Teil der Mitmenschen auf solche Schlagzeilen reinfallen und deshalb für den Erhalt solcher Meldungen sorgen....

Und auch "Computer-Bild" kann sich nicht beherrschen:

" Wenn am 19. Februar 2019 die Sonne untergeht, mutiert der Vollmond zum Supermond. Der Erdtrabant strahlt dann größer und heller als gewöhnlich – weil der Erde näher ist als sonst."

Die Autoren sprechen von einer spektakulären Himmelserscheinung.

Spektakulär finde ich nur den Blick in die menschliche Dummheit!

Natürlich findet heute der Vollmond in Erdnähe statt...das passiert mehrmals im Jahr und ist ohne direkten Vergleich zu anderen Vollmonden  (ev. durch Fotografien) nicht erkennbar. 

Und dass der Vollmond am Horizont größer erscheint (obwohl er da etwas weiter weg von uns steht), ist eine optische Täuschung...

Informationen zum Super-Vollmond:

Bei Vollmond steht der Mond von der Erde aus gesehen der Sonne gegenüber. Er geht also abends bei Sonnenuntergang im Osten auf und wenn am nächsten Morgen sich die Sonne über den Osthorizont erhebt, kann man den Vollmond im Westen untergehen sehen.

Da der Mond sich nicht auf einer Kreisbahn sondern auf einer leicht abgeplatteten Ellipsenbahn um die Erde bewegt, schwankt seine Entfernung zur Erde: sie liegt zwischen 356500 km und 406000 km. Im Mittel sind es rund 384400 km. Logischerweise erscheint er uns größer, wenn er näher an der Erde steht. Das fällt besonders auf, wenn der Mond bei Vollmond auch seine größte Erdnähe hat. Dies ist am 19.2.19 der Fall. In dieser Nacht erscheint uns der Vollmond rund 8% größer als im Durchschnitt.

Das wird man kaum erkennen können, da wir ja keinen unmittelbaren Vergleich haben. Aber ein einfaches „Erinnerungsfoto“ ermöglicht den Vergleich mit dem Vollmond im Dezember oder Januar!

Der Mond hat durchaus Auswirkungen auf die Erde, zum Beispiel trägt er viel zu Ebbe und Flut bei und bewirkt auch Auf- und Abbewegungen der Lufthülle. Durch seine Anwesenheit stabilisiert er auch die Drehachse der Erde, so dass wir feste Jahreszeiten haben, die sich nur extrem langsam über 26 000 Jahre verschieben.

Die größere Erdnähe am 19.2. wird aber keine besonderen Auswirkungen haben und durch Menschen selbst nicht spürbar sein. Wir brauchen also keine Angst vor dem Riesen-Vollmond zu haben!

Auf eine wichtige optische Täuschung, die jeder sicherlich schon einmal gesehen hat, muss in diesem Zusammenhang hingewiesen werden:

Zwangsweise sehen wir den Vollmond beim Aufgang oft zwischen Häusern und Bäumen dicht am Horizont stehen. Dann erscheint er uns wirklich unmittelbar besonders groß. Aber  hier spielen uns unser Gehirn und unser Wahrnehmungssystem einen Streich. Das kann man auf zwei Arten überprüfen: Fotografieren Sie den scheinbar riesigen Mond…auf dem Bild ist nur ein kleiner Lichtfleck zu sehen. Oder strecken Sie ihren Arm aus und bedecken Sie den Vollmond mit einer Fingerkuppe. Wenn Sie das auch bei einem höher stehenden Vollmond machen, merken Sie, dass es keinen Unterschied gibt.

Eigentlich stehen wir beim Mondauf- und untergang sogar 6400 km weiter vom Mond entfernt, er erscheint uns also sogar 1,5% kleiner als in höherer Stellung am Himmel! Die scheinbare Vergrößerung des Mondbildes bei Auf- und Untergang ist nicht restlos verstanden, sie geschieht auf alle Fälle durch den Wahrnehmungsapparat unseres Gehirnes.

Unsere Sinne ergeben uns ja eh kein Bild der Realität sondern unser Gehirn konstruiert ein Modell der scheinbaren Wirklichkeit.

Von mir favorisiert wird folgende Erklärung:

Für unsere Vorfahren lauerten Gefahren in Horizontnähe auf Bäumen. Ungewöhnliche Objekte in dieser Höhe wurden also vergrößert wahrgenommen. Und für die meisten von uns ist ein Vollmond dicht am Horizont etwas nicht alltägliches!

Ich bin gerade in Obergurgl auf 2200 m Höhe, also dem Vollmond noch viel näher als in Kassel...

das gibt ein Super-Super-Vollmond...

Und eine Superkraft hat der Supervollmond bestimmt: Er lässt Sternschnuppen unsichtbar werden....na toll...


Und endlich...am Donnerstag um 23.23 Uhr kam der Supermond über die Berge...umgeben von seinem bunten Super-Schleier, über ihn Saturn, der Herr der Ringe.

Und bei besonders langer Belichtungszeit erkennt man auch das Supertalent des Mondes....

Bild 1: Vollmond mit Hof (Beugungserscheinung an Wassertropfen, da Innen blau und Außen rot), links oberhalb steht Saturn

Bild 2: Vollmond im 600 mm Tele, nach vergrößert: Man erkennt die dunklen Lavawüsten (Mare) und die hellen Kraterlandschaften und Gebirge.

Bild 3: Der Super-Super-Vollmond






Donnerstag, 11. August 2022

Beginn einer Verschmelzung

 Mit Daten des Gemini-Nord Teleskops ist jetzt diese Aufnahme der beiden verschmelzenden Galaxien NGC 4568 und NGC 4567 (oben) im Sternbild Jungfrau erzeugt worden.

Die beiden etwa 60 Millionen Lichtjahre entfernten Spiralgalaxien beginnen gerade ihren Verschmelzungsprozess, noch sind die beiden Zentren etwa 20 000 Lichtjahre voneinander entfernt (das ist etwa der Abstand der Sonne zum Zentrum unserer Galaxis).

In etwa 500 Millionen Jahren wird der Verschmelzungsprozess abgeschlossen sein und eine große elliptische Galaxie entstanden sein. Zahlreiche neue Sterne sind in der Zwischenzeit entstanden.

Im kleinen Bild sieht man auch eine Supernova, die 2020 während der Belichtung des Bildes, dort sichtbar war.

Man beachte das schöne ZOOM-In Video.

credit: Gemini-Nord, NOIRLab/NSF/AURA






Bald ist wieder Super-Vollmond

 Am Mittwoch kurz vor Mitternacht haben sich die Wolken verzogen, der fast volle Mond tauchte auf.
Am linken Rand geht die Sonne über dem Krater Grimaldi auf, dessen Boden die dunkelste Stelle des Mondes ist. Ganz im Kontrast zum Kraterwall des Aristarchus, der die hellste Stelle darstellt.

Auffallend: Das Mare Crisium ist nun wieder deutlich weiter weg vom Rand der Scheibe: Mondrotation und Mondumlauf sind wieder synchron.

Die anderen Aufnahmen zeigen Wolkenformationen nach Sonnenuntergang (fotografiert von Obergurgl, 2200 m im Ötztal).






Dienstag, 9. August 2022

Saturn wandert weiter

 Saturn ist rückläufig, d.h. er bewegt sich am Himmel nach rechts, da die Erde ihn gerade Innen überholt. In wenigen Tagen hat er ja seine Oppositionsstellung, nämlich am 14.8.! Dann steht er der Sonne am Himmel gegenüber und ist die ganze Nacht über zu sehen.

Ich habe Saturn über Bregenz fotografiert. Vergleicht man mit dem Post vom 28.7. sieht man deutlich, wie er sich in Richtung Nashira im Steinbock abgesetzt hat.

Die Aufnahme entstand am Dienstag um 0.30 Uhr.



Aristarchus im Morgenlicht...

 ...abends um 21.20 Uhr am Montag aufgenommen...



Sonnenuntergang am Bodensee

 Am Montag konnte ich den Sonnenuntergang über dem Bodensee verfolgen.









Montag, 8. August 2022

Mond wie im Winter....

 In der Winterstellung der Sonne hat man am Sonntagabend den zunehmenden Mond beobachten können: Tief am Südhimmel.

Aufnahmen: 21.35 Uhr

Das Randgebirge von Sinus Iridium leuchtet schon in der Morgensonne und ruft den "Goldenen Henkel" hervor.




Himmelsstürmer auf dem Weg zu Jupiter und Mars

 Am Montagmorgen, kurz nach 5.00 Uhr hat Mark Woskowski dieses Bild gemacht:

Mars steht links vom Himmelsstürmer am Kasseler Hauptbahnhof , Jupiter rechts.




Sonntag, 7. August 2022

Bei Jupiter herrscht Ordnung

 ...die vier hellen Jupitermonde sind aufgereiht wie an einer Perlenschnur.

Jupiter ist schon um Mitternacht das prägend helle Objekt am Osthimmel. Mit einem Fernglas kann man seine vier  großen Monde gut sehen.

Aufnahme: 600 mm Tele, stark nachvergrößert, 0.50 Uhr in der Nacht von Sa auf So




Mond bei Dschubba

 Dschubba ist der mittlere Stern des Skorpionstachels. Er stand am Samstagabend links vom Mond (Bild 1 um 21.45 Uhr, überbelichtet). Um 23.50 Uhr verschwindet Dschubba hinter der nördlichen dunklen Seite des Mondes. Für uns leider nicht sichtbar, da der Mond schon längst untergegangen war.

So bleibt nur der gewohnte Blick auf die Kraterwelt des Mondes, ein Tag nach Halbmond (Bild 2, 21.35 Uhr)




Samstag, 6. August 2022

Sind wir allein im Universum?

 Diese Frage beantwortet KP Haupt in einem Vortrag am So, 7.8. um 17.00 Uhr im FutureSpace in Kassel. Man kann aber auch online zuschauen:

https://youtu.be/LgDuJA7IaXc




JWST blickt auf Wagenradgalaxie

 Die neusten Bilder vom James Webb Space Teleskop JEWST zeigen Aufnahmen der 500 Millionen Lichtjahre entfernten Wagenradgalaxie.

Mit etwa 130 000 Lichtjahre Durchmesser ist sie recht groß, hat aber nur etwa 5 Milliarden Sonnenmassen.

Vor etwa 440 Millionen Jahren ist eine große Spiralgalaxie mit einer kleineren Galaxie verschmolzen. Die Spiralarme bilden die Speichen des heute sichtbaren Wagenrades.

Die Ringe bestehen aus Gas, Staub und vielen jungen Sternen, deren Entstehung durch eine Druckwelle im Gas bei der Verschmelzung ausgelöst wurde. Der äußre Ring dreht sich mit etwa 220 km/sec.

Das JWST hat nun bei mehreren Wellenlängen im IR fotografiert. Diese langwellige Strahlung kann Staubwolken durchdringen. Deshalb werden viele innere Strukturen erstmalig sichtbar.

Bild 1: Aufnahme im nahen und mittleren IR (600 nm bis 5000 nm). Blau gefärbt sind die kürzeren, rot gefärbt die längeren IR Wellen. Man sieht Staub, Sternentstehungsgebiete und heiße Gase. Die blauen Punkte sind einzelne Sterne.

Bild 2: Aufnahme im mittleren IR, die vor allem Kohlenwasserstoffe und Staubwolken zeigt.

Video: Schwenk über die Galaxie bei verschiedenen Wellenlängen.

credit: NASA/ESA/CSA








Freitag, 5. August 2022

Halbzeit mit Alpental

 Am Freitagmittag war Halbmond, Halbzeit bis zum Vollmond.

Der Mond tat sich schwer, hinter den Wolken hervorzutreten.

Aber zwischen 21.30 Uhr und 22.00 Uhr konnten die zahlreichen Besucher/innen der Sternwarte auf dem SFN ihn gut durch die Fernrohre sehen.

Die Aufnahme mit 600 mm Tele entstand um 21.40 Uhr.

Gut ist das Alpental zu sehen, ein 10 km breites und gut 170 km langes Tal quer durch den Gebirgszug der Mondalpen.



Vortrag: Wohinein krümmt sich denn der Raum?

 Die Krümmung eines Raumes scheint eine höhere Dimension zu erfordern. Das ist aber nicht der Fall.

Was man unter Raumkrümmung versteht, das erläutert KP Haupt am Sa, 6.8. um 17.00 Uhr im FutureSapce Kassel im Rahmen der Aktion "100 Tage MINT".

Der Vortrag kann live besucht werden (bitte Maske tragen). Er wird aber auch im neuen YouTube Kanal von FutureSpace gestreamt:

https://youtu.be/lyvPRE34f50





Donnerstag, 4. August 2022

Dörnberg am Mittwoch: Sterne und Planeten

 Nach 22.45 Uhr wurde es auf den Helfensteinen dunkel genug zum Sterne beobachten.

Die Bilder entstanden zwischen 23.00 Uhr und 23.30 Uhr

Bild 1,2: Blick nach Westen, rechts ein Felsen mit einer nicht stillsitzenden Person

Bild 3,4: Blick nach Osten über Kassel hinweg zum aufgehenden Jupiter

Bild 5,6: Perseus, Cassiopeia, Andromedagalaxie M32 und Perseid

Bild 7,8: Stargazing: Großer Wagen und Bootes

Після 10:45 вечора на Helfenstein стало досить темно, щоб спостерігати за зірками.

Знімки зроблені з 23:00 до 23:30

Рисунок 1,2: Вид на захід, праворуч скеля з людиною, яка не сидить на місці

Рисунок 3.4: Погляд на схід через Кассель на східний Юпітер

Зображення 5,6: Персей, Кассіопея, галактика M32 Андромеди та Персеїда

Зображення 7,8: Споглядання зірок: Велика Ведмедиця та човни











Dörnberg am Mittwoch: Mond

 Im Rahmen des MINT Sommercamps von SFN und FutureSpace waren wir mit 40 Menschen aus Deutschland und der Ukraine zu einer Nachtwanderung auf dem Dörnberg.

У рамках літнього табору MINT від SFN і FutureSpace ми вирушили в нічний похід на Дьорнберг з 40 людьми з Німеччини та України.