Sonnenuntergang in Kassel (Lara Bendig)
Posts mit dem Label Flare werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Flare werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 18. Februar 2023

Freitagabend: Tsunami auf der Sonne

 Ein starkes Flare (Strahlungsausbruch durch Verbindung von Magnetfeldern) auf der Sonne, löste am Freitagabend zwischen 21 und 23 Uhr eine Tsunamiwelle aus, die fast über die halbe Sonnenscheibe lief.

Die Bildzusammenstellung vom SDO- Satelliten bei 19,3 nm zeigt diese Welle. Bei dieser Wellenlänge des Lichtes sieht man 1,5 Mill Grad heiße Bereiche der Korona.

Der Tsunami ist eine Schockwelle, die sich als dunklere Struktur ausbreitet.

credit: NASA/SDO




Freitag, 6. Januar 2023

Da braut sich was zusammen...

 Auf der Rückseite der Sonne befindet sich ein sehr aktives Gebiet, dessen Auswirkungen am Sonnenrand sichtbar werden. In der Nacht zum Freitag hat das SDO-Observatorium der NASA ein Flare beobachtet, das am  Sonnenrand hervortrat und viel Röntgenstrahlung freigesetzt hat..

Flares sind Energieausbrüche in der Chromosphäre die durch Magnetfeldbögen gespeist werden.

In den nächsten Tagen wird das Aktivitätsgebiet sichtbar und die Ausbrüche können Plasmawolken zur Erde schleudern. Schon heute früh um 8.30 Uhr ist ein Teil der zugehörigen Sonnenfleckengruppe links zu erkennen.

credit: SDO/NASA





Dienstag, 14. Juni 2022

Da ist ja richtig was los!

 Noch vor wenigen Tagen (8.6.) habe ich das Gegenteil gepostet...die Sonne war frei von Sonnenflecken!

Nun wimmelt es auf beiden Seiten des Sonnenäquators von zahlreichen Fleckengruppen (Bild 1, Sonne heute früh um 7.45 Uhr MESZ, SDO).

Gestern, Montag 13.6. explodierte in den frühen Morgenstunden ein Flare.

Diese, recht häufigen Erscheinungen der Chromosphäre stehen mit den Magnetfeldern der Sonnenflecken in Beziehung: Berühren sich unterschiedlich orientierte Magnetfelder, kommt es zu einer Verbindung zu einem einzigen  Feld, bei der gewaltige Energiemengen frei werden.

Häufig steigt nur die Helligkeit an, oft wird aber auch Plasma dabei in hohem Bogen weggeschleudert.

Das Flare am Montag hielt ungewöhnlich lange an: 8 Stunden gegenüber üblicherweise 15 - 90 Minuten.

Bild 2 zeigt die Entwicklung (SDO).

Vom Satelliten SOHO aus konnte man den Plasmaauswurf (Coronal Mass Ejection CME) verfolgen (Bild 3). Die helle Sonne ist hier abgeblendet (der Keis stellt ihre Größe dar), dadurch ist das schwache Leuchten der Korona sichtbar.

Die Plasmawolke wird am Mittwoch an der Erde ankommen und zu einem geomagnetischen Sturm führen.

Die UV-Strahlung des Flares hat schon nach 8 Minuten am Montag zu einem Radio-Blackout im KW-Bereich über Japan geführt.





Freitag, 20. Mai 2022

So habt ihr die Sonne noch nie gesehen...

 Die Raumsonde Solar Orbiter, die am 10.2.2020 gestartet wurde, nähert sich der Sonne so stark, dass die Hitzeschilde über 500°C heiß werden.

Am 26.3.2020 war die Sonde im sonnennächsten Punkt ihrer Bahn im Abstand von 42 Mill km (Radius der Merkurbahn: 58 Mill km).

Das erste Video zeigt einen ZOOM in die Strukturen der Korona.

Am 30.3.2022 konnte dann das zweite Video aufgenommen werden: Stachelförmige Plasmaströmungen gehen von einer Struktur unten im Bild aus. Es ist noch nicht geklärt, was da passiert.

Die Aufnahmen sind im extremen UV bei 17 nm gemacht und zeigen Gase im Temperaturbereich um 1 Mill Grad.

credit: ESA/NASA/SO








Dienstag, 17. Mai 2022

Wenn die Sonne bebt....

 Ein spannendes Video ist vom SDO Observatorium der NASA veröffentlicht worden.

Es zeigt einen Flareausbruch vom 10.5., von dem konzentrische Ringe ausgehen:

Das ist ein Sonnenbeben.

Gezeigt wird ein sog. Dopplergramm, d.h. es sind die Geschwindigkeiten sichtbar, die man durch den Dopplereffekt (Wellenlängenänderung) messen konnte. Dabei sind aber alle Störungen wie das Rauschen gelassen worden. Dadurch kann man gut erkennen, wie schwach ausgeprägt ein solches Sonnenbeben ist.

An Anfang breiten sich die seismischen Wellen mit 36 000 km/h aus, später beschleunigen sie aus unbekannten Gründen auf weit über 300 000 km/h.

Nicht alle Flares führen zu Sonnenbeben.




Sonntag, 1. Mai 2022

Superflare erzeugt Radioausfall

 Am 30.4. explodierte um 15.47 Uhr ein Flare am Sonnenrand. Energiereiche Röntgenstrahlung erreichte die Erde und erzeugte in weiten Teilen Europas einen Ausfall der Kurzwellenübertragung.#

Gleichzeitig wurden auch gewaltige Plasmen aus der Korona herausgeblasen (Coronal Mass Ejektion CME)

Bild 1: Bildfolge der CME

Bild 2: KW Ausfall




Sonntag, 17. April 2022

Es kommt was auf uns zu...

 Auf der Rückseite der Sonne hat sich ein hochaktives Gebiet entwickelt, das nun am Sonnenrand aufgetaucht ist und schon heute morgen ein Flare erzeugt hat, dessen Röntgenstrahlung schon zu einem Radio-Blackout in manchen Teilen der Erde geführt hat.

Dieses Flare sieht man hier in einem Kurzvideo des SDO-Observatoriums.

Das zweite Bild zeigt die Sonne im weißen Licht, die zum Aktivitätsgebiet gehörende Fleckengruppe ist oben links am Rand zu sehen.

Bild 3 zeigt die Sonne ebenfalls heute morgen bei 28,4 nm Wellenlänge (Extremer UV-Bereich). Hier erkennt man auch die Strahlung aus 2 Millionen Kelvin heißen Gebieten der Korona.

Und zum Schluss ein Zeitraffervideo der Sonnenaktivität der letzten Wochen...

Da ist ganz schön was los...






Samstag, 17. Juli 2021

Da kommt was auf uns zu...

 Bleiben wir bei der Sonne...wie die Bilder des Satelliten SOHO zeigen, gab es am frühen Freitagmorgen eine gewaltige Eruption auf der Rückseite der Sonne. Das war die dritte innerhalb weniger Tage!

Die beiden GIF-Animationen aus SOHO-Bildern zeigen den Ablauf der ersten und der dritten Eruption.

In einer Woche wird das Aktivitätszentrum am linken Rand der Sonne auftauchen....

Das Bild entstand am Freitag um 2.18 Uhr MESZ. Der weiße Kreis stelle die Größe der Sonne dar (Durchmesser 1,3 Millionen km!), der dunkelblaue Kreis ist die Lichtabdeckung des Instruments. 

Die Eruption lässt sich weit über 12 Millionen km in den Raum verfolgen! Das dauert etwa 8 Stunden! Das ergibt etwa eine Geschwindigkeit von 400 km/sec! 

Der helle Stern oben ist Pollux. Die anderen Punkte sind Teilchen des Sonnenwindes am Ort der Raumsonde, also im Prinzip in Erdnähe.






Samstag, 5. Juni 2021

Satelliten-Flare gesehen

 Während ich am Samstag früh Jupiter und Saturn fotografierte, leuchtete über Jupiter um 2.27 Uhr ein sehr helles Objekt auf. Ich konnte gerade noch das Abklingen fotografieren. An der Bewegung sieht man, dass es ein Satelliten-Flare war.

Üblich ist eigentlich der Name Iridium-Flare, weil besonders die Satelliten der Iridiumserie Antennen hatten, die das Sonnenlicht gezielt über bestimmte Punkte der Erde ablenkte. Dort sah man dann den Satelliten hell aufblitzen. 

Positionen und Bahnen der Satelliten waren so gut bekannt, das es präzise Vorhersagen gab. Dann wurden vor einigen Jahren diese Satelliten abgeschaltet, ihre Achsen waren nicht mehr stabil. Die Flare gibt es noch immer, aber sie sind nicht mehr vorhersagbar.

Heute früh muss ich wohl so einen gesehen haben.

Man sollte mal in die Anfangsjahre der App und des Blogs gehen, dort sind viele Bilder und Berichte über solche Flareausbrüche.