Sonnenuntergang in Kassel (Lara Bendig)
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Mittwoch, 19. April 2023

JWST: Ein neuer Blick auf das Uranus-System

Die Uranus Ringe wurden bei Vorbeiflug von Voyager 2 entdeckt und später mit der adaptiven Optik vom Keck Teleskop näher untersucht. 

Nun hat die Nahinfrarot-Kamera vom James Webb Space Teleskop einen neuen Blick auf Uranus ermöglicht:

Uranus rollt ja auf seiner Bahn in 84 Jahren um die Sonne. Wir blicken zur Zeit auf den Nordpol, dort ist es später Frühling. Eine Polarkappe aus Dunst(?) ist aufgetaucht, mit einigen Wolken am Rand, die wohl mit Stürmen in Verbindung stehen.

Uranus hat 13 Ringe, davon sind 11 im zweiten Bild zu sehen. Ebenso tauchen auch einige seiner 27 Monde auf.

Der sehr diffuse Zeta-Ring liegt am weitesten Innen.

credit: NASA/ESA/CSA






Dienstag, 2. August 2022

Mars besucht Uranus

 Der rote Planet Mars ist in den letzten Tagen recht nahe am Gasplaneten Uranus vorbeigewandert.

Heute Nacht um 3.45 Uhr konnte ich Mars, Uranus neben den Plejaden einfangen. Es war schon recht dunstig, aber noch kamen auch lichtschwächere Sterne durch.

Im zweiten Bild ist die Marsposition beim kleinsten Abstand zu Uranus ein Tag vorher markiert. Uranus selbst bewegt sich in dieser Zeit bei dieser Auflösung wegen seines viel größeren Abstandes zu uns nicht wahrnehmbar. Der Abstand der beiden Planeten am Himmel lag bei 1,5°, das sind der Durchmesser von drei Vollmondscheiben.




Dienstag, 31. Mai 2022

Breaking News: Gemeinsames Atmosphärenmodell für Uranus und Neptun

 Embargo bis 16 Uhr:

Obwohl beide Planeten ähnliche Massen, Größen und chemische Zusammensetzungen haben, erscheinen sie uns unterschiedlich gefärbt.

Neptun ist bläulich, Uranus eher blass -grün.

Forschende haben jetzt ein gemeinsames Atmosphärenmodell für einen weiten Wellenlängenbereich entwickelt, das diesen Unterschied erklärt.

Aufnahmen mit dem Gemini-Nord-Teleskop und dem HubbleSpaceTeleskop lieferten die notwendigen Daten.

Das Modell geht von drei  Schichten aus. In der mittleren Schicht bildet sich Methaneis, das zusammen mit Staubpartikeln als Schnee nach unten fällt.

Dieser Effekt ist wegen der etwas turbulenteren Atmosphäre bei Neptun besonders stark. Dadurch wird die mittlere Schicht besonders durchsichtig und lässt den Blick auf die blaue untere Atmosphäre durch.

Bei Uranus bleibt eine Dunstschicht aus Aerosolen zurück, die die Eintrübung macht.

Bild 1: Aufnahmen beider Planeten von Voyager 2 (NASA/JPL)

Bild 2: Modelldarstellung (International Gemini Observatory/NOIRLab/NSF/AURA, J. da Silva/NASA /JPL-Caltech /B. Jónsson)






Samstag, 27. November 2021

Hubbles Tour zu den Gasplaneten: Uranus

 Dieses Bild hat das HST am 25.10.21 aufgenommen. Es zeigt die polare Kappe im Nord-Frühling. Vermutlich kommt die Aufhellung durch die verstärkte UV-Einstrahlung der Sonne, die Aerosole oder die Durchlässigkeit der Methanschichten ändert.

credit: NASA/ESA/OPAL