Sonnenuntergang in Kassel (Lara Bendig)

Freitag, 16. April 2021

Mond bedeckt Omega Tauri

 Eigentlich sollten viele Wolken die Beobachtung verhindern. Noch am Donnerstag um 22.15 Uhr konnte man den Mond hinter den Wolken dicht über dem Horizont gerade so erahnen.

Aber kurz vor der Bedeckung riss die Wolkendecke auf und man konnte alles beobachten.

Natürlich ist es schwierig so dicht über dem Horizont einigermaßen scharfe Bilder zu machen. Ich habe das ISO auf 2500 hoch gesetzt, damit ich mit Belichtungszeiten von 1/30 sec kurze Momente der Luftruhe erwischen konnte.

Hier nun die Bilderfolge von der Bedeckung des 5 mag hellen Sternes ω Tau:

Bild 1: 22.30 Uhr 600 mm Tele, nachvergrößert

Bild 2: 22.32 Uhr Links Aldebaran und einige Hyadensterne, die letzten Wolken ziehen ab

Bild 3: 22.35 Uhr Die Spitze der Hyaden berührt fast den Horizont, links Aldebaran im Stier

Bild 4: 22.37 Uhr 600 mm Tele

Bild 5: 22.42 Uhr 600 mm Tele, nachvergrößert

Bild 6:  22.43 Uhr 600 mm Tele, nachvergrößert

Bild 7: 22.44,0 Uhr  600 mm Tele, nachvergrößert

Bild 8: 22.44,5 Uhr 600 mm Tele, nachvergrößert, letztes Bild mit voller Sichtbarkeit

Bild 9: 22.45 Uhr 600 mm Tele, nachvergrößert, Stern schon teilweise bedeckt

Am besten klickt man auf das erste Bild und schaut sich die Bilder dann in Folge in der Bildergalerie an.






 





Donnerstag, 15. April 2021

Deep Sky in Kassel

 Wie toll man manchmal auch mitten aus der Stadt heraus den Sternenhimmel sehen kann, zeigt diese Aufnahme von Mark Woskowski, die er vor wenigen Tagen in der Sternwarte auf dem SFN gemacht hat.

Er schreibt u.a. dazu:

Im Sternbild Löwen gibt es eine Reihe verschiedenster Galaxien in den verschiedensten Formen, Größen und Helligkeiten.

 Galaxien bilden in der Regel  Cluster; sie sind in kleinen Gruppen zusammengeschlossen. Diese Galaxienhaufen  können so groß und ausgedehnt wie der Virgo-Galaxienhaufen sein, der mehrere Dutzend dieser Welteninseln in sich birgt, man findet aber auch verstreut kleine Gruppen, wie das bekannte Leo-Triplett. Es besteht aus den Galaxien M66, M65 und der „Hamburger-Galaxie“ und ist eine beliebtes Fotomotiv für Astrofotografen. 

Es ist etwa 35 Millionen Lichtjahre von uns entfernt.

 Auch ich habe mich herangewagt und das Trio unter der Raubkatze abgelichtet.

 Dazu hier einmal einige Aufnahmedaten: Aufgenommen mit der ATIK 11000MM am 10“-Newton F5,3 der Sternwarte auf dem SFN, jeweils 40s. pro Kanal (Rot, Grün, Blau) wurden 20-30 Bilder aufgenommen und mithilfe von Deep-Sky-Stacker verrechnet. Anschließend mit Fitswork und Photoshop die finalen Schliffe.

 


Der Mond kommt

 Am Mittwochabend war die schmale Mondsichel mit Erdschein gut über dem Westhorizont zu sehen.

Auffällig sind die vier großen Krater Langrenus, Vendelinus, Petavius und Furnerius genau am Mondrand auf der Schattengrenze.

Die überbelichtete Aufnahme zeigt sehr schön die Mondmare im Lichte der Erde und über dem Mond den 7,6 mag hellen Stern HIP 16286 im Stier.

Die Aufnahmen entstandne um 21.25 Uhr. Weniger als zehn Minuten  später war der Mond wieder von Wolken bedeckt.


 


Mittwoch, 14. April 2021

Der Mond kommt...und macht eine streifende Bedeckung

 Im Moment ist ja nicht so viel los am Himmel...immerhin sieht man den Mars abends bis Mitternacht im Westen. Schon nach  23 Uhr gehen Aldebaran, die Hyaden und die Plejaden unter. Bei klarem Himmel könnte man sie gut am Horizont erkennen.

Am Montag früh, mitten in der  Nacht, war Neumond.

Aber erst am 14.4., also am Mittwoch, kann man die sehr schmale Mondsichel ab etwa 21.00 Uhr in der Dämmerung dicht am Westhorizont sehen. Sie steht fast senkrecht weit unterhalb der Plejaden.

Am Do, 15.4. wandert sie zwischen 21.00 Uhr und ihrem Untergang nach 23 Uhr durch das Goldene Tor der Ekliptik, sie steht also auf der Verbindungslinie zwischen Hyaden und Plejaden.

Da sich das alles dicht am Horizont abspielt, sollte es schon vollkommen wolkenfrei sein.

Spannend wird es am Donnerstag ab 22.35 Uhr. Da zieht die Mondsichel mit der dunklen Seite voraus am etwa 5 mag hellen Stern ω Tau (Stier) vorbei.

In Nordhessen  kann man sehen, wie  der Stern zwischen  22.45 Uhr und 22.55 Uhr die Nordspitze der Sichel streift,  er könnte hinter Kraterwänden immer wieder auftauchen und verschwinden.

Mit Fernglas vom Dörnberg aus sicher eine lohnende Beobachtung! In Kassel benötigt man eine wirklich gute Sicht zum Horizont, vielleicht geht es auch gut vom Parkplatz am Essigberg aus.

Das Wetter könnte durchaus mitspielen.

Am Sa, 17.7. steht der Mond dann abends dicht beim Planeten Mars.

Die beiden Simulationen mit Stellarium zeigen die streifende Sternbedeckung am Donnerstag um 22.45 Uhr und um 22.49 Uhr. So kann man den Anblick im Fernglas sehen.

 




Blick aus dem Küchenfenster...Der Stier hat drei Hörner

 Mars hat sich schon verdammt weit von den Plejaden entfernt. Er steht jetzt auf der Höhe der beiden Hörnersterne vom Stier. Es sieht so aus, als hätte der Stier nun drei Hörner...

Aldebaran steht gerade noch über dem Dach, die Plejaden am unteren Bildrand. Der Perseus mit Algol nimmt den rechten Teil des Bildes ein. Das Bild entstand um 22.03 Uhr. Nur fünf Minuten später wurden die Plejaden von einem Wolkenband bedeckt.

Kurz vorher konnte ich diesen Blick über den Habichtswald aufnehmen. Die Lichter im Wald gehören zum Hotel Elfbuchen. Unten rechts sind die Westausläufer des Rammelsbergs zu sehen.

Damit man erkennen kann, wie weit sich Mars bewegt hat: Da  unterste Bild ist vor fast einem halben Jahr aufgenommen worden. Mars stand da in den Fischen, weit von den Plejaden entfernt...





Dienstag, 13. April 2021

Neues vom Mars (Di)

 Inzwischen ist das Softwareproblem erkannt und behoben. Nun muss eine neue Software erst zum Rover und von dort zum Heli übertragen werden.

Sie bewirkt, dass beim Booten die Flugkontrolle in den richtigen Modus gerät.

Dann wird getestet und dann ist der erste Flug.

Es könnte sein, dass sich der Erstflug  noch einmal ein paar Tage verschiebt.

Zum Trost hier die neuesten Marsbilder vom Montag:







Blick über den Rammelsberg

 Letztlich klarte es doch auf, wenn es auch eher noch diesig blieb. Trotzdem konnte ich mit ISO 680 und 10 sec Belichtung am Montag um 23.50 Uhr einen Blick aus dem Fenster über den Rammelsberg Richtung NW werfen. Sehr schön sind die Herbststernbilder zu sehen, wie Cassiopeia, Perseus und Cepheus. Diese sind auch zirkumpolar, d.h. sie gehen nicht unter, erreichen nur im Norden ihren tiefsten Stand.

Der Polarstern steht grad außerhalb des oberen Bildrandes und der Mars gerade außerhalb des linken Bildrandes. Mit einem 24 mm Objektiv überblickt man schon einen weiten Bereich.




Montag, 12. April 2021

Flug zum Marshelikopter

 Wir vertreiben uns die Zeit bis zum Start, in dem wir mal genau schauen, wo eigentlich der Rover Perseverance mit seinem Helikopter Ingenuity gelandet ist.

Bild 1: Planet Mars mit Rotationsanimation

Bild 2: Marskarte mit eingezeichnetem Standort

Build 3:Aufnahme 350 km x 250 km 

Bild 4: Aufnahme 140 km x 100 km

Bild 5: Aufnahme 70 km x 50 km

Bild 6: Aufnahme 35 km x 25 km

Bild 7: Aufnahme 28 km x 20 km

Bild 8: Aufnahme 7km x 5 km

Bild 9:  Großaufnahme 4 x 1,4 km x 1 km

Bild 10: Aufnahme 700 m x 500 m

Bild 11: Aufnahme 350 m x 250 m 

Alle Bilder NASA/JPL










Sonntag, 11. April 2021

Breaking News: Mars Helikopter: Start verschoben

 Beim letzten Testlauf beendete ein Überwachungsprogramm den Übergang der Software von der Vorbereitungsphase zur simulierten Startphase.

Der Helikopter ist in Ordnung, aber der Grund für das Eingreifen muss untersucht werden. Die NASA geht davon aus,. dass der Start nicht vor Mi, 14.4. sein wird.

 



Wackelt das Standardmodell der Elementarteilchenphysik?

 In den letzten Tagen häufen sich die Meldungen, dass neu veröffentlichte Messungen an Myonen an der Gültigkeit des Standardmodells SM der Elementarteilchenphysik ETP rütteln.

Darauf warten Forschende seit Jahrzehnten!

Ist die Sensation nun da?

Ich habe  eine Mini-Serie im Physik-Blog gestartent, die Hintergrundinformationen vermittelt und eine besser Beurteilung ermöglicht.

Das Ergebnis meiner Bewertung: Ja, es könnteet was dran sein...es könnte der erste Hinweis auf neue, noch nicht bekannte, Objekte im Kosmos sein.

Was für mich die Messungen besonders vertauenswürdig macht, ist das Blind -Verfahren. Keiner der beteiligten Forschenden hatte die Möglichkeit die vorläufigen Ergebnisse aus den Messdaten zu erkennen. Ein "Verfälschungsfaktor" der Daten, der nur zwei Personen bekannt war, hat dies verhindert. In einer Pressekonferenz am 7.4. wurde dieser Verfälschungsfaktor bekannt gegeben und die ausgewerteten Daten angepasst und mit den Werten der Theoretiker verglichen...und siehe: 

Theorie und Experiment stimmen nicht überein!

Großer Jubel!

Was hat man im Prinzip gemacht?

Das Myon hat, wie das Elektron, auch ein eigenes Magnetfeld. Dieses kann man klassisch berechnen, in dem man das Myon als kleine geladene sich drehende Kugel ansieht.

In Wirklichkeit ist das Myon aber von unzähligen virtuellen Objekten umgeben, die die Stärke des Myonenmagnetfeldes mitbestimmen.

Nun macht man zwei Dinge:

- Zuerst berechnet man mit allen bekannten Objekten die wahre Größe des Myonenmagnetfeldes.

- Dann bestimmt man durch eine hochpräzise Messung die vorliegende Stärke des Myonenmagnetfeldes.

Stimmen dies beide  Werte überein, so ist das SM der ETP bestätigt. 

Die Physik bleibt weiter  langweilig...

Weichen sie voneinander ab, so muss es Objekte geben, die wir bisher noch nicht erfasst haben.

Das ist dann endlich die lang ersehnte Sensation!

Mit einer der genauesten Messungen in der Geschichte der Physik scheint nun sichergestellt, dass das SM der ETP nicht alle Objekte erfasst, die es gibt.

Aber was fehlt?

 

Mehr darüber in der Miniserie in meinem PhysikBlog auf einer Unterseite der Physikabteilung:

https://www.natur-science-schule.info/phy


PhysikBlog über ETP

 


 





Samstag, 10. April 2021

Erster Test des Mars-Helis erfolgreich

 Noch hat er nicht abgehoben, aber wie vor jedem ersten Flug werden die Maschinen getestet. Und in der Tat: Die Rotorblätter drehen sich wunschgemäß.

Das Video wurde am 9.4. veröffentlicht und zeigt noch andere hochaufgelöste Bilder.




Vom Anfang und Ende der Welt III: Die Geschichte eines Universums

 Vom Urknall zum Zerfall: Die Geschichte eines Universums

 Jedes individuelle Leben hat einen Anfang und ein Ende, das Leben an sich ist  auch begrenzt: Nur in einer bestimmten Entwicklungsphase des Kosmos kann es in dieser bekannten organischen Form existieren. Und, seit wenigen Jahrzehnten wird klar: Auch unser Kosmos als Ganzes ist nicht ewig. Er hat einen Anfang und er hat ein Ende, er wird  so wie er ist nur eine begrenzte (wenn auch verdammt lange) Zeit existieren.

"Carpe diem" - "Genieße den Tag" bekommt eine besondere Bedeutung!

Es ist Dein Tag, in Deiner Welt, in Deinem Universum.

Wie alles begann...

Vor knapp 14 Milliarden Jahren gab es chaotisch erscheinende Energiefluktuationen, teilweise gefüllt mit einer Art "Treibstoff", die man heute Inflaton-Feld nennt. Dieser Triebstoff bläht den Raum mit exponentiellem Wachstum auf. 


 

Übrigens: Eigentlich müsste es Inflations-Feld heißen, da es die Inflation, das exponentielle Aufblähen, erzeugt. In der ersten Veröffentlichung hat man aber das "i" vergessen...und dann blieb es bei Inflaton. 

 In 10^(-30)sec auf das 10^25-fache...aus einem Elementarteilchen großem Kosmos wird ein fußballgroßes Objekt.

Das exponentielle Wachstum zu Beginn ist wesentlich für ein schnelles Erreichen einer gewissen Größe, auch  eine befurchtete Eizelle liefert erst einmal exponentielles Wachstum: 2,4,8,16,32,64,...Zellen. Ein solches schnelles Wachstum unseres Universums erklärt auch viele gesicherte beobachtete Eigenschaften des  Kosmos.

Die Energiefluktuationen beim Übergang zu einer normalen Expansion frieren ein und liefern die Struktur des fertigen Universums. Wir sehen sie als Flecken 380 000 Jahre später im Urknallgas und heute als Galaxienhaufen in unserer Umgebung. 


 

In den ersten 3 Minuten bildet sich Helium durch die Fusion von Wasserstoff, ausreichend genug für die spätere Produktion von Kohlenstoff und anderen Elementen. Aber so wenig, dass noch genügend Wasserstoff übrig bleibt, denn nur er kann Sterne durch Fusion antreiben und zum Leuchten bringen.

Die Ausdehnung des Universums stoppt die Kernfusion also rechtzeitig.


Die Dunkle Materie hat die Struktur der Energiefluktuationen übernommen und zwingt die zur Fusion fähige normale Materie zu großen Anballungen, die wir später Galaxien nennen und die in Sterne "zerfallen".

Die erste Sternengeneration, etwa 300 Millionen Jahre nach dem Urknall, besteht aus massereichen Sternen, die sich in wenigen Millionen Jahren zu Supernovae entwickeln, explodieren und riesige Mengen an Kohlenstoff und schweren Elementen in den Kosmos blasen.

Aus einer Quantenwelt  der Möglichkeiten ist eine wahrnehmbare Welt der Fakten geworden.

 Die zweite Sternengeneration kann sich mit Planeten umgeben. Nur auf diesen kleinen kalten Himmelskörpern kann das inzwischen massenweise an Staubteilchen kondensierte organische Material eine Überlebenschance haben...ein Überleben zum Leben.

Es ist faszinierend, wie sich Aminosäuren je nach Umwelbedingungen zur Bildung von Proteinen organisieren und diese durch von der DNA und der Umwelt vorgegebenen Weisen zu bestimmten Ketten mit bestimmten Funktionen falten und anordnen. Die Moleküle machen dabei nichts besonderes, sie tun das, was sie unter diesen Bedingungen tun können und müssen.

Diese Proteine steuern dann chemische Prozesse und diese ermöglichen die Existenz von Zellen.

Zellen schließen sich zusammen und bilden komplexere Lebensformen.

Vor 2,7 Milliarden Jahren produziert die Photosynthese Sauerstoff, der aber sofort von Gesteinen absorbiert wird. Erst vor 540 Millionen Jahren ( das wäre auf unser  Leben bezogen im letzten Sommer gewesen...) sind die Gesteine mit Sauerstoff gesättigt. Es bildet sich eine Sauerstoffatmosphäre, Landtiere können sich entwickeln.

Zentrale Nervensysteme und Gehirne entwickeln sich. Die Wesen nehmen ihre Umgebung nicht nur wahr, sie gestalten sie, verändern sie und denken über sie nach.

Die Geschichte des modernen Menschen beginnt vor etwa 1 Millionen Jahren, das wäre bezogen auf unser Leben vor 20 Stunden!

Viele Lebewesen, nicht nur Menschen,  fangen an, auch über andere Wesen nachzudenken, empfinden sich als einzigartiges Individuum, in vielen Formen (auch in der Tierwelt) entsteht ein Selbstbewusstsein.

In seinem eigenen Ich konstruiert jedes Individuum eine eigene Welt, eine Welt, in der es lebt, fühlt und handelt.

 Wie alles endet...

Irgendwann in 4 Milliarden Jahren (wir haben gerade Halbzeit!) wird die Sonne zum Riesenstern und sie wird dann die Erde zum Glühen bringen.

Vielleicht sind unsere Nachfahren längst übergesiedelt, zum Mars, zu Jupitermonden oder sie leben in riesigen Raumstationen...aber vielleicht interessiert das auch Niemanden, weil niemand mehr da ist...

Seit 5 Milliarden Jahren expandiert der Kosmos schon beschleunigt. Nach unserer heutigen Vorstellung geht das in ein erneutes exponentielles Auseinandergehen über, das so heftig wird, dass alle Strukturen zerstört und ihre Wirkungen beendet werden.

Aber schon lange vorher wird der letzte Stern entstanden sein und aufgehört haben zu leuchten. Das für die Sternbildung zur Verfügung stehende Material ist aufgebraucht...

Es wird dunkel im Kosmos.

Eine interessante Zukunftsvision hat der israelische Physiker Ben-Naim.

Er geht davon aus, dass die Welt nicht von künstlicher Intelligenz erobert wird, sondern wir uns in künstliche Intelligenz umwandeln. Dadurch können wir den Kosmos besiedeln und alle Widrigkeiten überleben.

 

 

Freitag, 9. April 2021

Durch Wolkenlücken hindurch

 Glaubt man dem Wetterbericht, so stehen uns bewölkte Wochen bevor...

Am Freitag war es abends immer noch leichtbewölkt, wenn auch sehr diesig.

Um 21.20 Uhr konnte man vom Dach der Sternwarte auf dem SFN noch die Hyaden und die Plejaden im Westen von Kassel sehen. Im Süden kam mehr oder weniger nur Sirius unter den Wolken hervor.

Später klarte es für kurze Zeit noch etwas stärker auf und gegen 21.50 Uhr war auch Mars oberhalb von Aldebaran im Westen zu erkennen.






Vom Anfang und Ende der Welt II: Der Makrokosmos

 Vom Anfang und Ende der Welt: Elementarteilchen und Kosmologie

Aufbau des Makrokosmos

Die Bauteile des Universums sind die Galaxien...man schätzt neuerdings, dass es Billionen von Galaxien in unserem  Kosmos gibt.

 Zum Vergleich: Ein Mensch besteht aus etwa 100 Billionen Zellen, davon sind etwa 170 Milliarden im Gehirn. Unser Körper ist extrem komplex: Wenn die Zellen Galaxien wären, dann könnte man damit dutzende Universen versorgen...


Galaxien bilden übergeordnete Strukturen, sog. Galaxienhaufen, die an den Wänden netzwerkartiger Strukturen (ich vermeide jetzt zellartig zu sagen) angeordnet sind.

 Das Netzwerk ist durch Dunkle Materie erzeugt, die dafür gesorgt hat, dass sich die normale Materie längs dieser Strukturen ansammelt und Sterne und Galaxien bildet.


 
Simulation des Netzwerkes aus Dunkler Materie

  Seit relativ kurzer Zeit wissen wir, dass Galaxien keine isolierten Welteninseln sind (so wurden sie noch in meiner Jugend beschrieben), sondern Systeme, die über vielfältige Weise miteinander in Wechselwirkung stehen.

 


Galaxien können gegenseitig Sternbildung ermöglichen oder verhindern, sich also aktivieren oder deaktivieren (bezogen auf Sternbildung). 

Der Motor dieser Prozesse sind gigantische Schwarze Löcher von bis zu 4 Milliarden Sonnenmassen, so groß wie unser Planetensystem.

 Das Schwarze Loch in M87 mit Magnetfeldstrukturen

  Galaxien können auch verschmelzen, sich gegenseitig "auffressen", eher einverleiben. All das passiert in Zeitmaßstäben von über 100 Millionen Jahren. Für uns erscheint die Welt der Galaxien deshalb statisch. Sie ist es aber nicht...

 In Galaxien können bis zu 500 Milliarden Sternen sein, fast alle von ihnen besitzen eigene Planeten. 

Überall im Kosmos, auch in den Gasen aus denen neue Sterne und Planeten entstehen, finden wir organische Substanzen, auch Aminosäuren als Grundbausteine des (irdischen) Lebens.

Sie befinden sich im Eis von Kometen und gelangen so auf alle Planeten, auch auf die junge Erde.


 

 Leben ist ein kosmisches, kein irdisches Phänomen!

Es ist anzunehmen, dass im Kosmos Milliarden von Spezien von Lebensformen existieren. 

Da die Existenz einer Spezie zeitlich sehr begrenzt ist (wir Menschan arbeiten gerade an unserer Abwahl...), der Kosmos aber seit über 10 Milliarden  Jahren Leben beherbergen kann, ist es extrem unwahrscheinlich, dass wir in kosmischer Nähe zur Zeit weitere intelligent(ere) Lebensformen finden.

(Ich habe vor 25 Jahren mal als Journalist getarnt in der UFO-Szene recherchiert...ich wollte wissen was dran ist... Ganz klar und 100%ig: NIchts!).

Woraus besteht die Substanz unseres Kosmos?


 

Die normale (baryonische) Materie macht etwa 5% aus, das ist alles was aus Quarks und Elektronen zusammengesetzt ist. Nur die Hälfte davon ist in Form von Sternen und Planeten sichtbar, die andere Hälfte sind dunkle, stark verdünnte Gase zwischen Sternen und Galaxien.

27% besteht aus Dunkler Materie. Die macht nur Schwerkraft und hält die 5% zusammen..., denn nur baryonische Materie kann Strukturen bilden, die sich weiter entwickeln und eine Evolution durchlaufen.

 Damit diese Entwicklung in Gang kommt und gehalten wird, muss der Kosmos expandieren. Dazu braucht es eine besonderen Antrieb, den nennt man Dunkle Energie. Sie macht etwa 68% der Substanz des Kosmos aus.

Woraus Dunkle Materie besteht, erahnen wir und es gibt seit einigen Jahren Experimente, die sie wohl nachweisen (können, werden).

Über die Dunkle Energie ist uns nichts bekannt, außer dass sie da ist....und der Antrieb für alles ist.