Sonnenuntergang in Kassel (Lara Bendig)

Sonntag, 20. September 2020

Morgengruß am Sonntag

 Sonntag, 7.10 Uhr




ISS am Samstag über Jupiter und Saturn

 Es war recht dunstig, die ISS war erst recht spät einigermaßen hell zu erkennen.

Um 20.55 Uhr zog sie dann über die Gasplaneten hinweg (Belichtungszeit 20 sec, Blende 2.8, ISO 125).

Auf dem zweiten Bild reflektiert sie mehr Licht in unsere Richtung, sie erscheint etwas heller. Da sie nun senkrecht zu unserer Blickrichtung fliegt, legt sie während der 20 sec Belichtung auch eine größere Strecke am Himmel zurück.

Etwa eine Minute später tauchte sie dann langsam in den Erdschatten ein und verschwand.

Übrigens: Die ISS flog über Südeuropa und das nördliche Mittelmeer her.




Samstag, 19. September 2020

ISS am Abendhimmel

 Das Wetter wird uns in den nächsten tTgen über Nordheseen weitestgehend klaren Himmel liefern. Deswegen hier Hinweise auf Überflüge der ISS (Internationale Raumstation).

Man sieht die ISS als hellen sternähnlichen Punikt gemächlich von rechts nach links über den Himmel wandern.

Samstag: 

20.52 Uhr vom SW über Jupiter und Saturn hinweg, taucht um 20.56 Uhr im SO in den Erdschatten.

Sonntag:

20.05 Uhr vom SSW über Jupiter und Saturn hinweg, taucht um 20.11 Uhr im SO in den Erdschatten.

 InWirklichkeit fliegt die ISS über dem Mittelmeer entlang. 

Montag:

20.54 Uhr vom SW über Atair, tauicht um 20.58 mUhr im O in den Erdschatten

Dienstag:

20.07 Uhr vom SW über Mond, Jupiter, Saturn hinweg, taucht um 20.13 Uhr im O in dne Erdschatten




Mars im Fernrohr

 und nachdem Mark Woskowski den Besuchern den Mars mit dem Laser gezeigt hat, sahen alle durch das Fernrohr, jeder mit einem eigenen Okular.

Und dann hat Mark  dieses Foto gemacht:

Aufgenommen am C14 bei 3980mm Brennweite und 14“ Öffnung. Verwendete Kamera: ZWO ASI 224MC über 8000 Aufgenommene Frames, von denen 2000 gestackt und anschließend geschärft wurden. Letzter Schliff dann in Photoshop.

 Die Polkappe ist deutlich zu sehen. Sie besteht aus gefrorenem Kohlendioxid mit Beimengungen von Wassereis.

Die dunklen Gebiete sind Basalt und Lavastaubwüsten, die helleren Gebiete sind mit Silikaten bedeckt. 




Mark zeigt Mars

 Am Freitag kam gegen 21.18 Uhr dann auch der Planet Mars über die Häuser. Sofort wurde er den Besuchern der Sternwarte auf dem SFN mit unserem Laser gezeigt und natürlich konnten die Besucher anschließend mit ihren eigenen (von uns zur Verfügung gestellten) Okularen den roten Planeten durch das Fernrohr ansehen.




Gasplaneten über Kassels Süden

 Der Blick auf Jupiter und Saturn von der Sternwarte auf dem SFN war am Fr, 18.9. recht gut, sogar große Teile des Sternbildes Schütze waren zu sehen.

Aufnahmen um 21.03 Uhr





Freitag, 18. September 2020

Erst 31 Stunden alt

 Die schmale Mondsichel nur einen Tag nach Neumond am Abendhimmel zu erwischen ist nicht einfach. Nur kurze Zeit ist es schon ausreichend dunkel, dann geht der Mond schon unter. Es muss bis zum Horizont klar sein.

Heute, am Fr, 18.9., hatte ich Glück:

Gegen 19.52 Uhr fand ich die Mondsichel links vom Herkules. Nun war es ein leichtes sie bis zum Untergang zu verfolgen.

Die Bilder entstanden um 19.53 Uhr, 19.56 Uhr und 19.58 Uhr.

 

 




Laut astronomie.info war das die jüngste Mondsichel, die 2020 gut mit freiem Auge zu sehen war.

astronomie.info



Das neueste Hubble-Bild von Jupiter und Europa

So sahen Jupiter und Mond Europa am 10.9. von der Erdoberfläche für ein 1200 mm Kameraobjektiv aus...
 

 Man muss nur das richtige Fernrohr am richtigen Ort haben..., dann erhält man das:

Das Hubble Space Teleskop HST hat am 25.8. aus 653 Mill. km Entfernung Jupiter und den Eismond Europa fotografiert.


Eine Woche vorher begann auf der Nordhalbkugel ein langgezogener Sturm, der sich mit 560 km/h bewegt.

Der berühmteste, seit Jahrhunderten sichtbare, Wirbelsturm ist der Große Rote Fleck GRF, inzwischen noch 15800 km groß. Früher war er fast doppelt so groß, aber inzwischen schrumpft er langsamer. Niemand weiß warum.... 

Der GRF dreht sich gegen den Uhrzeigersinn. Deshalb sieht man links oberhalb  Wirbel, die er in den Wolken erzeugt. Die Rotfärbung des GRF ist zur Zeit besonders stark.

Der kleine Wirbelsturm unterhalb des GRF, das Oval BA war früher stärker rot gefärbt. Er ist erstmals 2006 mit ähnlich roter Farbe wie der GRF aufgetaucht.

Links von Jupiter steht sein Mond Europa, ein Eismond, der aber unter dem Eispanzer einen warmen Ozean hat, vielleicht mit Leben gefüllt?


Bild: NASA, ESA, Simon, Wong





Donnerstag, 17. September 2020

Sternwarte auf dem SFN am Feitag geöffnet

 Es sind noch Plätze für Führungen frei: Fr, 18.9., 20.30 Uhr

Bitte unbedingt Voranmelden unter info@sfn-kassel.de

Voraussetzung:

Gruppe wohnt zusammen (da sie ein eigenes Okular bekommt)

Maximal drei Gruppen, insgesamt nicht mehr als 10 Personen

Maskenpflicht auch in der Sternwarte

Wenn keine Gruppen angemeldet sind, können auch Einzelpersonen kommen

Neu: Sternführungen auf dem Dörnberg

Mark Woskowski aus Zierenberg wird ab Oktober jeden Monat Sternenführungen auf dem Dörnberg für Jedermann/Frau anbieten:

Vieles bleibt den Kasselern am Nachthimmel durch die aufgehellte Stadt verborgen, was sehr schade ist.

Das wollen wir Menschen wieder ermöglichen und das gibt es jetzt einmal im Monat bei Neumond auf dem Dörnberg: 

Sternführungen.

 Der Dörnberg besticht durch seine schöne Atmosphäre bei Tag wie auch bei Nacht und bietet einen verhältnismäßig dunklen Himmel. Je nach Jahreszeit gibt es Milchstraße, verschiedene Planeten, Sternhaufen usw. zu entdecken.

 Wer Interesse hat den Nachthimmel etwas erklärt zu bekommen, fährt an den oben genannten Terminen zur Grillhütte am Eingang des Naturpark Dörnberg.

 Einige Hinweise falls sie dabei sein wollen:

 Anmeldung ist nicht nötig. Die Sternführung findet nur bei gutem Wetter statt, ohne Sterne keine Sternführung. Taschenlampen wenn möglich bitte mit roter Folie abdecken oder rote Taschenlampe benutzen. Rotes Licht blendet weniger und stört die Dunkeladaption nicht. Kleiden sie sich gerade im Winter warm; es wird schnell kalt. Sie können eigene Ferngläser/Teleskope mitnehmen, durch die sie selbst schauen. Um unnötige Übertragungen des Coronavirus zu vermeiden, sollten aber keine Fremden durchschauen. Auch ein Campingstuhl ist empfehlenswert.

 

Erleben sie den Dörnberg bei Nacht und erfahren sie etwas über einem der ältesten Kulturgüter der Menschheit: Dem Sternenhimmel.

 In einer dunklen klaren Nacht gibt es viel zu entdecken. Wie orientiert man sich mit dem Himmel? Welche Sagen erzählten sich unsere Vorfahren? Und was sieht man alles im Teleskop?

 Je nach Jahreszeit blicken wir auf die Milchstraße, Planeten, die ISS, galaktische Nebel oder ferne Galaxien und manchmal wird auch mal eine Sternschnuppe vorbeihuschen.

 Es wird für jede Altersgruppe etwas dabei sein.

Dauer: ca. 30 Minuten

 Sa. 17. Okt.  20 Uhr

 Sa. 14. Nov.  20 Uhr

Sa, 12.Dez, 17.00 Uhr(!), Beobachtung der Konjunktion Jupiter/Saturn

Sa, 16 Jan., 20.00 Uhr

Sa, 13.Feb., 20.00 Uhr

Sa. 13. März  20 Uhr

Veranstaltung findet nur bei klarem Himmel statt. Ohne Sterne gibt es keine Sternbildführung.

Im Sommer warme Sachen parat haben, im Winter unbedingt warm gekleidet kommen. Nachts ist es oft nochmals deutlich kälter.

Taschenlampen bitte nur mit roter Folie abgedeckt benutzen, sonst stört es beim Beobachten.

Fernglas, Liege und Campingstuhl gerne mitnehmen.

 Hinweis: Aufgrund von Corona können wir vorläufig keine Führungen mit einem Teleskop bieten, aber eigene Ferngläser können genutzt werden. 

Nachts über dem Dörnberg, M.Woskowski

 

Mittwoch, 16. September 2020

Antennenputzer gesucht!

 Nur wenige 100 m neben der Zentrallinie...es war sehr dunstig, leichte Bewölkung (eigentlich sollte es schon regnen...).

Als Testaufnahme erst ein Bild des Sommerdreiecks um 21.02 Uhr.

Dann sah man für kurze Zeit den Satelliten, er wurde leicht heller, aber erreichte keine negativen Magnituden. 

Das Aufblitzen war sehr schwach...entweder muss mal die Antenne gepuzt werden oder es gab geringfügige Bahnabweichungen oder Rotationsbewegungen des Satelliten, die das Sonnenlicht woanders hinblitzen ließen. Dafür spricht auch die Verspätung: Aufnahme um 21.13 Uhr.

Leider hat ein kräftiger Windstoß zu einem Wackler geführt.

Zum Schluss noch ein getrübter Blick zu Jupiter und Saturn...(21.15 Uhr).






Mittwochabend: Satelliten-Flare

 Der recht unscheinbare Satellit Metop A (+ 4,5 mag) zieht nach 21.05 Uhr von  unten kommend durch das Sternbild Schwan. Auf der Höhe des mittleren Kreuzsternes Sadir lenkt eine Antenne das Sonnenlicht über Kassel und der Satellit blitztum 21.09 Uhr  venushell (-4,8 mag) für Sekunden auf.


Am hellsten ist das Flare längs der Zentrallinie  Ahnatal - Rasenallee - Lac - Dönche - Oberzwehren - Guxhagen zu sehen. Aber auch noch im Abstand von einigen Kilometern dürfte das Aufblitzen gut zu erkennen sein.

Konjunktion von Jupitermonden

 Am Dienstag um 22.43 Uhr ist diese Teleaufnahme von Jupiter entstanden.Ganymed und Europa stehen recht nahe beieinander. Das täuscht aber, denn Ganymed steht hinter Jupiter und läuft von uns aus gesehen auf ihn zu. Ganymed steht also nur fast in der gleichen Blickrichtung von der Erde aus.

Die Bahnen der beiden Monde liegen etwa 400 000 km auseinander, das sind fast drei Jupiterdurchmesser.

Hier ein paar Daten zu den vier hellen Jupitermonden:

                           Durchmesser            Bahnradius              Merkmale

Io                        3600 km                   422 000 km              aktive Vulkane

Europa                3100 km                   671 000 km              warmer, vielleicht belebter Ozean

Ganymed            5300 km                  1 100 000 km            Eismond

Callisto               4800 km                  1 900 000 km            Eismond





Dienstag, 15. September 2020

Ansammlungen Dunkler Materie in Galaxienhaufen

 In Science ist am Freitag eine Arbeit (u.a. von Rosati, Bergamini, Natarajan, Meneghetti, Camimnha) erschienen. Kleinräumige Strukturen Dunkler Materie DM in massereichen Galaxienhaufen sind bis zu 10 Mal häufiger als es nach Simulationen mit bekannten Modellen zu erwarten war.

DM besteht aus einer uns bisher unbekannten Substanz, die sich lediglich durch Kraftwirkungen auf normale Materie und den Raum selbst bemerkbar macht. Sie ist  bis zu achtmal häufiger als normale Materie, aus der Sterne und Planeten aufgebaut sind.

Durch DM  kann der Raum zu einer Gravitationslinse verformt werden, durch die man weit entfernte Galaxien verzerrt, aber auch heller, beobachten kann.

Sieht man also in Galaxienhaufen verbogene kleine Galaxien, so lässt das auf Massekonzentrationen in diesem Galaxienhaufen schließen.

Es wurden 11 Galaxienhaufen beobachtet, bei drei Galaxienhaufen wurde aus der Verteilung der Gravitationslinsenbilder auf die Verteilung der DM geschlossen.

Das erste Bild zeigt die verzerrten Hintergrundgalaxien im Haufen MACVSJ 1206.

Im zweiten Bild sehen wir die daraus rekonstruierte Verteilung der DM. Die kleinräumigen Konzentrationen sind durch helle bläuliche Punkte markiert.

Im Video sieht man sehr schön den Übergang zwischen der Beoabchtung und der berechneten DM-Verteilung.

Credit: ESA/Hubble, NASA, VLT





Begegnungen am Morgenhimmel

 Dienstag 6.20 Uhr

Die schmaler gewordene Mondsichel ist weitergezogen, die Frühmaschine dagegen ist dicht an die Venus rangekommen.

Auf dem Original sieht man oberhalb der Venus noch den 3 mag hellen Stern Asellus Australis.

Ohne Stativ, 0,4 sec bei ISO400 belichtet.



Montag, 14. September 2020

Schwan und Orion am Herkules

 Beim Warten auf den Venusaufgang konnte ich den aufgehenden Orion um 3.06 Uhr  im Dunst über Kassel fotografieren.


 

Auf dem Rückweg vom Herkules (rechts) sah ich 3.46 Uhr die Sommersternbilder Schwan und Leier beim Untergang im NW.





Konjunktion Mond-Venus am Montag

 Viele haben sicherlich beim Aufstehen Mond und Venus zusammen in der Morgendämmerung gesehen. Da habe ich noch geschlafen...denn ich wollte die beiden beim Aufgang über dem Kassler Becken fotografieren.

Und obwohl Venus "Morgenstern" ist, geht sie mitten in der Nacht gegen 3.00 Uhr auf....

Bild 1: Um 2.54 Uhr war nur die schmale Mondsichel über dem NO-Horizont zu sehen. Rechts erkennt man die Wilhelmshöher Allee. Der Stern weit rechts oberhalb vom Mond am Bildrand ist Pollux in den Zwillingen.



Bild 2: Um 3.11 Uhr war dann Venus zu sehen,  ncht auffallend hell wie gewohnt, denn sie stand noch im Horizontdunst. Dafür sieht man die dunkle Seite des Mondes im Erdlicht leuchten.


 

Bild 3: Teleaufnahme des Mondes (1200 mm) um 2.58 Uhr. Man erkennt keine scharfen Strukturen, der Mond steht noch zu tief. Außerdem ist die abnehmende Sichel von strukturschwachen Maria geprägt.


 

Bild 4: Teleaufnahme der Venus um 3.25 Uhr. Trotz der Horizontnähe erkennt man dass Venus mehr als Halbvenus ist, ihre Phase nimmt zu.


 Bild 5: Konjunktion Mond-Venus um 3.19 Uhr



Bild 6: Letzter Blick vom Herkules um 3.50 Uhr auf Venus und Mond. Leichte Bewölkung kommt auf. 

Auch Venus hat jetzt einen kleinen Hof.



Sonntag, 13. September 2020

Callisto verschwindet gleich

 gerade so am Rand des Belichtungsscheibchen als Delle zu erkennen...10 Minuten später war Callisto hinter dem Jupiter verschwunden.

Bild: 21.29 Uhr

Um 21.24 Uhr war Jupiter noch etwas von der Antenne entfernt...(siehe letzte Posts)...





Mondsichel und Venus am Morgenhimmel

 Die Mondsichel stand am Sonntagfrüh schon in Venusnähe, am Montag früh wird der Abstand deutlich kleiner sein. Der Mond steht dann links oberhalb der Venus.

Die Aufnahme am Sonntag entstand um 6.38 Uhr am Ende der Morgendämmerung.



Samstag, 12. September 2020

Planeten im Licht der Großstadt

 Um 22.30 Uhr sah man im Dunst der Stadt Jupiter und Saturn vom Dach der Sternwarte auf dem SFN über Kassels Süden stehen.

Eine Stunde später stand Mars im OSO über der Parkstraße.




Mark Woskowski erhält SFN Award 2020

 Zum zweiten Mal (zuletzt 2018) erhält Mark Woskowski den SFN - Award für herausragende Leistungen in der populären Darstellung der Astronomie.




Freitag, 11. September 2020

Jupiter und Jupitermonde - mal anders

 Um die Jupitermonde gut zu erkennen, muss man länger belcihten. Dann ist Jupiter immer überbelichtet. Man sieht also nicht den Planeten sondern das Belichtungsscheibchen.

Am Donnerstag habe ich mal zwei Aufnahmen kombiniert:

Jupitermonde mit 1200 mm, F6,3 ISO 250, 1/3 sec, 21.58 Uhr

Jupiter ebenfalls mit 1200 mm, F6.3, ISO 80, 1/80 sec., 21.59 Uhr

Beide Aufnahmen gleich nachvergrößert (durch Ausschneiden).

Jetzt sieht man den Planeten. Natürlich erkennt man mit der einfachen Kamera keine Wolkenstrukturen, ein Band oberhalb der Mitte lässt sich im Original aber durchaus erahnen.

Aufgespießt - war mal

 Donnerstag, 21.50 Uhr

Ich muss mich beeilen, gleich steht der Jupiter genau über der Antenne des Hauses gegenüber. So wie am 7.9. um 21.54 Uhr.

Und genau um diese Zeit fotografiere ich wieder...

Jupiter ist weiter westlich, zusammen mit den Sternen.

Was ist passiert? Geht meine Uhr falsch?

Nein, die Erde läuft um die Sonne.

Unsere Zeit richtet sich nach dem Lauf der Sonne am Himmel, ein Sonnentag beträgt 24 Stunden.

Die Erde aber dreht sich in 23h56m um ihre Achse. nach dieser Zeit (man köntne das einen Sterntag nennen), sehen wir alle Sterne wieder am gleichen Fleck am Himmel.

Orientieren wir uns aber an der Sonnenzeit (schließlich gucken wir ja auf die Uhr...), so ist der Sternenhimmel jeden Tag um 4 Minuten nach Westen weitergedreht.

Vom 7.9. zum 10.9. sind das 12 Minuten. Ich hätte also um 21.42 Uhr fotografieren müssen...dann wäre Jupiter wieder aufgepickst gewesen  (da Jupiter jetzt stationär ist, zeigt er in diesen Tagen keine Eigenbewegung am Himmel).


Vergleichsbild vom 7.9.:

 

Donnerstag, 10. September 2020

Mark Woskowski für den SFN Award 2020 nominiert

 Mark Woskowski, der viele Beiträge auch für den Blog verfasst hat, ist für den SFN Award 2020 nominiert worden. Damit zeichnet das SFN Jugendliche aus, die sich besonders für Naturwissenschaften und Technik eingesetzt haben.

Am Fr, 11.9. wird die Feierstunde mit Bekanntgabe der Gewinner von 18 bis 20 Uhr stattfinden.

Interessenten können direkt (bitte unter info@sfn-kassel.de anmelden) oder auch online über sfn-kassel.de/live dabei sein.

Wir gratulieren jedenfalls Mark schon für die Nominierung und sind gespannt auf den Freitagabend.

Das Bild zeigt Mark (rechts) bei der ersten öffentlichen Führung weltweit in einer Sternwarte nach dem Lock Down.




Wenn Sterne und Galaxien rot werden, 5) Der Dopplereffekt I

 Der Dopplereffekt beschreibt eigentlich ein Transportphänomen:

Wenn ein Bäcker Teig auf ein Fließband zum Ofen legt, kommen die Teigstücke häufiger an, wenn der Bäcker sich dabei auf den Ofen zubewegt, und weniger häufig, wenn er vom Ofen, beim Auflegen der Teigstücke auf das Band, weggeht.

Bei Leifiphysik hat man das mit einem Mann symbolisiert, der ständig Hunde losschickt. Das Bild zeige ich mal. Da ich nie herausgefunden habe, wo all die vielen Hunde herkommen, nehme ich lieber den Bäcker und den Teig...

 

aus leifiphysik

Bei Wellen sind es die Wellenberge, die man sich anstelle der Teigröllchen auf dem Fließband vorstellen kann. Wenn die Wellenberge häufiger ankommen, erkennt man das als eine Verkürzung der Wellenlänge. Das nennt man Blauverschiebung, schließlich ist die Wellenlänge der Abstand zweier benachbarter Wellenberge.

Kommen die Wellenberge etwas seltener an, so verlängert sich die Wellenlänge. Das nennt man eine Rotverschiebung.

In der Schule behandelt man zwangsweise den Dopplereffekt bei Schall. Da muss man unterscheiden, ob sich die Schallquelle (der teigröllchenauflegende Bäcker) oder der Empfänger (hier der Ofen) bewegt.

Es gibt vier Fälle:

Sender entfernt sich vom Empfänger

Sender läuft auf Empfänger zu

Empfänger entfernt sich vom Sender

Empfänger kommt auf Sender zu

All das kann man in einer wunderschönen Animation bei Leifiphysik mal selbst ausprobieren:

Simulation zum Dopplereffekt 

Zu jeder dieser Fälle gibt es eine Formel. Dabei muss unterschieden werden, ob sich der Sender oder der Empfänger bewegt.

An einem einfachen Beispiel wird deutlich, dass man bei Schall zwischen der Bewegung von Sender und Empfänger unterscheiden muss:

Bewegt sich der Empfänger mit Schallgeschwindigkeit vom Sender weg, so hört er nichts. Totale Ruhe!

Bewegt sich der Sender mit Schallgeschwindigkeit vom Empfänger weg, so hört man sogar sehr viel: es gibt einen Überschallknall.

Die Formeln für den Dopplereffekt bei Schall stehen in der Formelsammlung.

Damit daraus eine Abituraufgabe wird, nimmt man Vorgänge, bei denen sich Sender und Empfänger gleichzeitig bewegen oder ein Signal von einem bewegten Sender an einem bewegten Empfänger reflektiert wird (der dann zum bewegten Sender wird).

Astronomen beschäftigen sich nicht mit Schall, sondern mit Licht...und bei Licht ist alles viel einfacher:

- Die Lichtgeschwindigkeit ist immer gleich groß, egal ob sich Sender oder Empfänger bewegen.

- Man muss nicht zwischen der Bewegung von Sender und Empfänger unterscheiden. Es kommt nur auf die Relativgeschwindigkeit an.

Das hat natürlich auch einen Nachteil: denn nun kann man nicht mehr unterscheiden, woher die Wellenlängenänderung kommt...durch Bewegung des Sternes, durch die Bewegung der Erde oder duch beides

Aber das nimmt man gerne in Kauf, wenn man dafür keine unsinnigen Aufgaben rechnen muss.

Fassen wir zusammen:

Eine Verlängerung der Wellenlänge (niedrigere Frequenz) bedeutet bei Licht eine Rotverschiebung, eine Verkürzung der Wellenlänge eine Blauverschiebung.

Entfernen sich Lichtquelle und Beobachter voneinander, so sind alle Wellenlängne nach Rot verschoben.

Kommen sie aufeinander zu, so gib es eine Blauverschiebung.

Die Farben der Sterne kann man damit aber so, wie es Doppler wollte, nicht erklären. Dazu sind Sterne zu langsam.

wird fortgesetzt....

Im letzten Post der Serie leite ich die Dopplerformel für Rotverschiebung her. 

Dann gibt es noch einen schönen Film.

In einer neuen Postserie wird es dann um den Dopplereffekt in der Astronomie gehen. Das passt nicht in diese Serie, denn da kommen ja auch Blauverschiebungen vor.




Mittwoch, 9. September 2020

Abendstimmung im Kaukasus, morgens

 Wo geht das? Auf dem Mond...

Heute morgen um 6.08 Uhr stand der Mond hoch in der Dämmerung. Die letzten Sonnenstrahlen vor Sonnenuntergang beleuchteten die Bergspitzen des Kaukasus-Gebirges auf dem Mond.




Dienstag, 8. September 2020

Ein Blick zum Morgenhimmel

 Vier  helle Himmelskörper prägen zur Zeit den Morgenhimmel, teilweise noch bis 6.30 Uhr, also bequem nach dem Aufstehen zu beobachten.

Hoch im SW steht der helle Mars. Sirius geht im Südosten auf, der Mond mit seiner abnehmenden Sichel nähert sich täglich mehr der sehr hellen Venus im OSO.

Am 14.9. steht die schmale Mondsichel morgens links oberhalb der Venus, sicher noch bis nach 6.30 Uhr deutlich sichtbar. 


Heute morgen war es etwas diesig, aber das Teleobjektiv hat auch die Phase der Venus gezeigt. Mond und Venus hatten am Dienstag etwa die gleiche Phase (etwas mehr als halb).

Aufnahmen um 6.10 Uhr am Di, 8.9.