Sonnenuntergang in Kassel (Lara Bendig)

Mittwoch, 23. Januar 2019

Astronomie Kassel: Unsere Angebote

Unsere Angebote:

Android - App: 

Die App kann über die SFN- oder AAK- Homepage heruntergeladen werden oder direkt bei Google Play oder über starsapp@sfn-kassel.de.

In ihr findet man alle News-Meldungen (die oft etwas ausführlicher als Post im Blog erscheinen) sowie längere bebilderte Artikel (die auch immer als Post im Blog erscheinen).
Ausschließlich in der App sind auch interessante Termine zur Astronomie aufgelistet.
Nur die News-Bilder können angeklickt und vergrößert werden.

Internet-Angebot:

Die Newsmeldungen der App können auch direkt im Internet abgerufen werden:
http://starsapp.sfn-kassel.de/webinterface/
Hier können die Bilder nicht vergrößert werden.

Blog:

In besserer und oft ausführlicherer Darstellung sind alle News-Meldungen der App und alle Artikel der App als Blog verfügbar. Ihn kann man auch über die SFN- und AAK-Homepage direkt anklicken oder über
astronomiekassel.blogspot.com
erreichen.
Alle Bilder können angeklickt und vergrößert werden. Im Blog sind oft auch Videos integriert und meistens weitere Bilder.
Hier kann man auch Benachrichtigungen aktivieren, so dass man immer bei einem neuen Post informiert ist.

Smartphone und Tablet - Blog:

Sucht man über Google auf einem Smartphone astronomiekassel und klickt den Blog an, so wird eine sehr schöne Handy-Version mit übersichtlicher Darstellung von allen Inhalten des Blogs aufgerufen.
Von dort aus kann man auch auf die normale Blog-Darstellung umwechseln (ist aber eher nicht zu empfehlen).
Diese Version wird ausdrücklich empfohlen zur Nutzung unseres Angebotes mit mobilen Geräten.
Auch hier können Benachrichtigungen aktiviert werden..

Rückblick:
In der App sind seit 19.3.2017 über 1050 Posts veröffentlicht worden.Für die App gibt es bisher etwa 1300 Downloads, die Bewertung ist mit 4,7/5 sehr hoch.
Den Blog gibt es seit 1.9.2018 mit bisher 260 Posts (manche App News werden zu einem Post im Blog zusammengefasst). Seit dieser Zeit ist der Blog 6000 mal aufgerufen worden.

Redaktion:
Die Posts/Artikel werden von KP Haupt verfasst, ebenso sind die meisten selbstgemachten Bilder von KP Haupt.
Weitere Bildbeiträge kommen von Mark Woskowski, Bernd Holstein, Jonas Plum und einigen Nutzern.
Die App ist von Felix Nolte im Rahmen eines SFN-Projektes entwickelt worden.

Super-Show am Morgenhimmel....Venus, Jupiter und ein heller Blitz

Am Freitagmorgen soll es nach eiskalter Nacht klar werden. Es lohnt sich nach 6.15 Uhr einmal an den SO - Himmel zu schauen.
Venus und Jupiter stehen fast auf eine Linie zu Antares nebeneinander und wenige Sekunden vor 6.23 Uhr taucht von oben kommend im Sternbild Waage rechts oberhalb der Morgensterne ein immer heller werdender Satellit auf. Sehr schnell leuchtet er deutlich heller als Venus auf.
Eine Antenne dieses Iridium-Satelliten lenkt das helle Sonnenlicht etwa 10 Sekunden lang direkt über Kassel hinweg.
Da diese Satelliten alle sehr bald abgeschaltet werden, wird man solche Ereignisse nicht mehr vorhersagen können. Das frühe Aufstehen lohnt sich also!

Der immerhin noch zu 78% beleuchtete Mond hellt leider die ganze Szene auf, aber bringt vielleicht auch die Umgebung am Horizont etwas zum Leuchten.

Das Bild zeigt die Phase der größten Helligkeit als Screenshot des Programmes Stellarium.

Screenshot von Stellarium

Nachschlag zur MoFi: u.a. tolles Video

Mich haben noch einige Bilder und Videos erreicht, die ich gerne veröffentliche:

Horst-Dieter Döricht und Andreas Rausch ist dieser Zufallstreffer in der Sternwarte Gudensberg gelungen (ich glaube nicht, dass sie Flugrouten studiert haben....).


Besonders gelungen finde ich das Video von Jonas Plum, das er in der Sternwarte auf dem SFN aufgenommen hat. Es zeigt im Weitwinkel die Bewegung des Mondes, seine Verfinsterung und besonders eindrucksvoll wie der Himmel dunkler wird und Sterne hervorkommen. Gegen Ende kommt sogar eine helle Sternschnuppe. Das muss man sich ansehen!



Rico Janusch hat mit dem 400 mm Tele von Canon diese Aufnahme in der Sternwarte auf dem SFN gemacht:

 Matthias Kranixfeld hat den Mond beim Austritt aus dem Kernschatten fotografiert.


Von ihm stammt auch dieser Film aus 200 Aufnahmen zusammengesetzt.

 Jonas Plum hat dieses Bild von der Sternwarte auf dem SFN aus gemacht: Mond kurz vor Eintreten der Totalität.



Dienstag, 22. Januar 2019

Konjunktion Venus / Jupiter

Heute morgen (Di) war es zwar leicht nebelig, aber schon um 5.59 Uhr konnte man die beiden Planeten Venus (oben) und Jupiter gut um SO sehen.
Am Mittwoch früh stehen sie sich am nächsten (2,°5 = fünf Vollmonddurchmesser), aber so groß ist der Unterschied zu heute nicht (wahrscheinlich ist es morgen früh bewölkt).
Antares ist gerade über das Hausdach gestiegen und auch an Sabik im Schlangenträger kann man sich gut orientieren und die Bewegung der Venus in den letzten Tagen verfolgen.


22.1., 5.59 Uhr
Heute morgen lag Nebel über Wilhelmshöhe, der noch fast voll beleuchtete Mond stand tief im Westen und tauchte die Landschaft in ein fahles Licht.

22.1., 6.05 Uhr, Blick nach SW

Vergleichsbilder:
20.1., 6.57 Uhr
19.1., 7.07 Uhr

18.1., 6.48 Uhr
28.12., 7.05 Uhr (Jupiter unten über dem Baum)


Montag, 21. Januar 2019

Am Abend danach...

...geht der Mond wieder in der Nacht auf...die mittlere Kugel ist der nur noch fast volle Mond um 18.03 Uhr, aufgenommen über der Heßbergstraße (rechts das Atrium am Bahnhof Wilhelmshöhe).

Die Beobachtung der Mondfinsternis war ein voller Erfolg, dank der Vorbereitungen von Bernd Holstein und Mark Woskowski.

Unter unseren Gästen waren in der Tat vier Jugendliche, die die 31. Finsternis dieses Saros-Zyklus in Kassel 2091  sehen könnten...

Bilder von der Mondfinsternis und von den Morgensternen

 Wir hatten richtig gutes Wetter, aber auch leider tiefe Temperaturen.
Da war es gut, dass man beim Aufwärmen im Seminarraum der Sternwarte das Livebild vom Dachfernrohr per Beamer ansehen konnte, es warmen Kaffee und Tee gab.

Gut 50 Besucher/innen waren da und erlebten die Mondfinsternis in der Sternwarte auf dem SFN.

Nach einer kurzen Einführung durch KP Haupt sahen wir den Eintritt des Mondes in den Kernschatten.

4.42 Uhr


4.42 Uhr, heller Mondteil überbelichtet



4.44 Uhr, etwas weniger stark belicchtet






4.48 Uhr





Ein großer Teil des Mondes steht schon im Kernschatten, hier ein Bild von 5.00 Uhr.


5.30 Uhr, nur noch eine schmale Sichel ist hell





5.35 Uhr, trotz leichter Überbelichtung kommt kein roter Farbeffekt druch




5.39 Uhr, mit den Fernrohren unten werden die Livebilder für den Seminarraum und das Video aufgenommen


5.44 Uhr



5.46 Uhr: Der Mond ist im Kernschatten






5.49 Uhr Venus und Jupiter tauchen am SO - Himmel auf
6.14 Uhr: Der rote Mond über Kassel (Foto R.Janusch)






6.28 Uhr: Rechts oben geht es aus dem Kernschatten raus



6.28 Uhr: Blick über Kassel (Foto: R.Janusch)

6.31 Uhr:Aufwärmen vor Livebild



6.37 Uhr:Unsere Teleskopkameras für Video und Livebild (Foto: R.Janusch)


6.43 Uhr:Venus und Jupiter




6.45  Uhr: Die beiden Morgensterne
6.48 Uhr: Austritt aus dem Kernschatten


7.04 Uhr: Bald  wieder ein Vollmond



7.07 Uhr: Mond hinter den Bäumen



7.32 Uhr Gemeinsames Frühstück




Das war es...für die nächsten 10 Jahre (zumindest total gesehen...)

Sonntag, 20. Januar 2019

Iridium Flare beim Großen Wagen

Heute Abend um 19.16 Uhr lenkte ein Satellit das Sonnenlicht genau über Kassel. Man sah den Reflex langsam von oben kommend heller werden (das Bild zeigt den Teil ab dem Helligkeitsmaximum).

Solche Iridium-Flares lassen sich immer seltener vorhersagen, da die Satelliten abgeschaltet sind und deshalb ihre Positionen und Drehungne nicht mehr kontrolliert werden.

 Durch den hellen Mond rechts davon am Himmel kommen die Sterne kaum heraus.Es ist eben Vollmond...

(Belichtungszeit 15 sec bei ISO 80)

Mondaufgang: Es ist bald soweit!

Bei einem Spaziergang konnte ich um 16.56 Uhr das obere  Bild vom aufgehenden Mond im oberen Teil des Erdschattens in Kirchditmold machen (Handyaufnahme).
Das untere Bild hat J.Plum mit einem Teleobjektiv vom Osten Kassels aus gemacht (Nachbearbeitung KP Haupt).

In 12 Stunden steht der Mond im Erdschatten, dann ist auch genau Vollmond. Im Moment fehlen 0,4%, das kann man aber kaum erkennen.

Bei dem guten Wetter ist die Öffnung der Sternwarte auf dem SFN um 4.00 Uhr sicher!




Mondkarte für die Finsternis

Heute früh konnte man ja gegen 6.45 Uhr den fast vollen Mond über dem Habichtswald untergehen sehen. In ein Bild sind die wichtigsten Mare (Basalt- und Lavawüsten) und Krater eingezeichnet.
Am Montag früh wird der Mond eine ähnliche Orientierung am Himmel haben, nur kreisrund (und rot) sein.

Man achte auf die hellen Strahlensysteme der beiden Krater Tycho und Aristarchus.
Die Strahlen sind nur bei nahezu senkrechtem Einfall des Sonnenlichtes (also bei Vollmond) zu sehen, sie bestehen aus pulverisiertem stark reflektierendem Material oder glasartigen Partikel, die bei der Kraterentstehung ausgeworfen wurde.

Da bei Vollmond das Sonnenlicht überall auf dem Mond steil einfallt, entstehen keine Schatten und man kann Krater und Gebirge kaum erkennen.

Hinweis: Zu diesem Blog gibt es auch eine Version für Smartphones, außerdem eine App:
                 http://starsapp.sfn-kassel.de

Workshop Astrofotografie am Samstag

Rechtzeitig vor der Mondfinsternis hat Mark Woskowski einen Workshop zur Astrofotografie mit einfachen Kameras angeboten. Das gute Wetter am Samstag lies auch praktische Übungen in der Sternwarte auf dem SFN zu.


Zur Mofi:

Die Wetteraussichten sind unglaublich gut. Wer sich noch zum Frühstück anmelden will (Kosten 5.-€, außer AAK und SFN) sollte an info@sfn-kassel.de oder kphaupt@sfn-kassel.de bis 20 Uhr eine Mail schreiben.
Spätestens um 22 Uhr wird hier mitgeteilt, ob die Sternwarte auf dem SFN morgen früh um 4.00 Uhr öffnet.

Super Blutmond und mehr...

Die Presse braucht sensationsheischende Schlagworte...und in der Tat liegt bei dieser Mondfinsternis ein Blutmond vor, der auch ein Supermond ist.

Der Begriff Blutmond hat seinen  Ursprung in den USA.

Mit Supermond bezeichnet man einen Vollmond, der der Erde besonders nahe steht.

Die Mondbahn ist elliptisch, d.h. die Entfernung Erde-Mond schwankt zwischen 356 000 km und 406 000 km (Mittel 384000 km). Der erdnächste Punkt heißt Perigäum und der entfernteste Punkt der Bahn Apogäum.

Im Extremfall ist ein Perigäumsvollmond 14% größer als ein Apogäumsvollmond (also 7% als der normale Vollmond) und erscheint uns auch 30% heller.

Bei der Mondfinsternis am Montag steht der Vollmond in der Tat im Perigäum. Aber die wenigen Prozente, die er uns größer erscheint können wir nicht erkennen, es sei denn wir vergleichen Aufnahmen untereinander.

Viele werden aber den untergehenden roten Mond sehr groß wahrnehmen. Das ist eine optische Täuschung!

Strecken Sie ihren Arm aus und bedecken sie den Mond mit ihrer Fingerkuppe (am besten auch vorher, wenn er noch höher steht). Sie werden merken, der Vollmond ist so klein wie immer....

Eigentlich stehen wir beim Mondauf- und untergang sogar 6400 km weiter vom Mond entfernt, er erscheint uns also sogar 1,5% kleiner als in höherer Stellung am Himmel!

Die scheinbare Vergrößerung des Mondbildes bei Auf- und Untergang ist nicht restlos verstanden, sie geschieht auf alle Fälle durch den Wahrnehmungsapparat unseres Gehirnes.

Unsere Sinne ergeben uns ja eh kein Bild der Realität sondern unser Gehirn konstruiert ein Modell der scheinbaren Wirklichkeit (siehe Plot über Quantenmechanik im November und Dezember).

Von mir favorisiert wird folgende Erklärung:

Für unsere Vorfahren lauerten Gefahren in Horizontnähe auf Bäumen. Ungewöhnliche Objekte in dieser Höhe wurden also vergrößert wahrgenommen. Und für die meisten von uns ist ein Vollmond dicht am Horizont etwas nicht alltägliches!

Laufen Sie aber am Montag nicht weg...der Blutmond, der Ihnen so groß erscheint, tut Ihnen nichts...er löst keine Erdbeben aus, verändert nicht Ihr Schicksal, macht Sie nur müde...denn Ihnen wird Schlaf fehlen in dieser Nacht....


Am Morgen davor...

Schon sehr früh (vor 6.00 Uhr) tauchten Venus und Jupiter im SO auf.

Aufgang der Morgensterne über der Wilhelmshöher Allee, 20.1., 6.15 Uhr


Wir haben einen Tag vor Vollmond, also geht der Mond noch deutlich vor Sonnenuntergang im NW unter (Bildfolge um 6.44 Uhr bis 6.45 Uhr)






Venus und Jupiter stehen nun höher am Himmel, Antares ist sichtbar. Deutlich sieht  man wieder die Positonsveränderung der Venus, sie ist noch ein bisschen näher am Jupiter.

Die Morgensterne und der Stachel des Skorpions in der beginnenden Morgendämmerung um 6.57 Uhr

(wie immer können die Bilder im Blog duch Anklicken vergrößert werden)

Iridiumflare am Sonntag

Die nächsten beiden Nächte könnten durchweg klar werden. Neben der Mondfinsternis und den beiden Morgensternen kann am Sonntagabend ein heller Iridium-Flare gesehen werden:


Es lässt sich  mal wieder ein Lichtreflex vorhersagen, der von einem Satelliten auf Kassel gelenkt wird:

Iridium-Flare am Sonntag um 19.15 Uhr im NNO in einer Höhe von 27°, oberhalb des Kastens vom Großen Wagen, heller als Venus

Das Bild zeigt eine Simulation von Stellarium.


Samstag, 19. Januar 2019

Wir sind startklar....

für die MoFi-Nacht 2019!

Am Montag früh öffnet das SFN um 4.00 Uhr die Pforten, 4.10 Uhr gibt es einen kurzen Einführungsvortrag und ab 4.30 Uhr beginnen die Beobachtungen. Gegen 7.00 Uhr gibt es das MoFi-Frühstück (Gäste gegen Selbstkostenpreis, bitte voranmelden), um 7.45 Uhr wird das SFN geschlossen.

Sicherheitshalber wird die Durchführung am Sonntag bis spätestens 22.00 Uhr in App und Blog bestätigt (oder bei schlechtem Wetter abgesagt).
Das Bild zeigt B.Holstein, M.Woskowski und J.Plum bei der Vorbereitung der beiden Fernrohre am Freitagabend für die Produktion der Livebilder und für die Filmherstellung.

Alle Infos zur MoFi findet man in früheren Posts.