Sonnenuntergang in Kassel (Lara Bendig)

Mittwoch, 26. Juni 2019

Eine ungewöhnliche Zwerggalaxie

ESO 495-21 ist eine nur 3000 Lichtjahre große, 30 Millionen Lichtjkahre entfernte Zwerggalaxie. Obwohl sie nur 3% der Massse unserer Galaxis hat, bilden sich dort mehr als 1000-mal soviel neue Sterne wie bei uns, sie ist eine Starburst-Zwerggalaxie.

Und trotz ihrer geringen Größe besitzt sie im Zentrum ein Supermassives Schwarzes Loch, ähnlcih demjenigen in unserer Galaxis.

Vielleicht hilft sie uns eine grundlegene Frage zu beantworten: Was war zuerst da, das Schwarze Loch oder die Galaxie?

credit: ESA/Hubble, NASA

Dienstag, 25. Juni 2019

Abschied von Merkur und Mars

Merkur ist an Mars vorbeigezogen und steht jetzt links von ihm. Beide sind aber von der schnelleren Sonne eingeholt worden und kaum noch in der Abenddämmerung sichtbar.
Mars ist halbwegs auf dem Originalbild erkennbar, im komprimierten Bild kann man ihn nur erahnen.

Wie nah sie zusammenstehen erkennt man an der Normalaufnahme des NW-Horizontes (um 22.22 Uhr).
Am 2.6. ist hier im Blog das erste Merkurbild dieser Abendsichtbarkeit veröffentlicht und dieses Bild heute vom 24.6. um 22.27 Uhr dürfte wohl das letzte sein.

Merkur sehen wir aber bald wieder: Ende August am Morgenhimmel. Am 11. November läuft er sogar vor der Sonne her.

Mars taucht im November am Morgenhimmel auf und erst im Oktober 2020 steht er wieder in Opposition zur Sonne.




Jupiter am Montag

Jupiter und Antares um 22.54 Uhr

In der Abenddämmerung ist um 22.50 Uhr dieses Bild von Jupiter mit seinen vier hellen Monden entstanden.


Montag, 24. Juni 2019

Der Halbmond hatte einen Hof

Heute Nacht um 3.30 Uhr konnte man einen starken Hof um den Halbmond sehen.

Wie entsteht ein Hof?

Wenn in einer Höhe von etwa 5 km kleine Wassertröpfchen sind (Nebel), wird das Licht an den Tropfen gebeugt und wir sehen das 0. Maximum der Beugung als Hof. Da lange Lichtwellen stärker gebeugt werden als kurze, sind die Ränder eines Hofes oft rötlich verfärbt.

Unterscheiden müssen wir davon ein Halo:
Das entsteht durch Lichtbrechung und Reflexion  an Eiskristallen und besteht häufig aus großen Ringstrukturen, die Außen oft bläulich sind (Blaues Licht wird weniger gebeugt aber stärker gebrochen. Merkspruch: Wenn man Blau ist, bricht man leichter....).


Lange Belichtung: Hof sichtbar.

Kürzere Belichtung: Mond durch Dunst, ohne Hof.

Europa verschwindet

...hinter Jupiter

Sehr schön konnte man im Laufe des Abends sehen wie Europa immer dichter an Jupiter herankam. Um 0.22 Uhr stand Europa direkt neben Jupiter, war also vom Belichtungsscheibchen überstrahlt.

Io läuft wesentlich schneller um Jupiter, aber er kommt gerade auf uns zu, deswegen bleibt sein Abstand am Himmel zur Planetenscheibe gleich.

Sehr schön sieht man auch wie wir durch die Drehung der Erde im Laufe des Abends aus einem anderen Winkel auf das Mondsystem von Jupiter blicken.

Das untere Bild gibt den Himmelsanblick um 0.32 Uhr in der Nacht von Sonntag auf Montag wieder.


Sonntag, 23. Juni 2019

Mo, 12.00 Uhr SFN Vortrag über Klima

 Prof. Gunnar Kirchhoff      
University of Queensland, Brisbane, Australien
Climate Change - an ongoing Chess game?
Will we lose the game?
Thinking outside the box
 Business as usual
Cherry picking
Global Dimming
The Bermuda Triangle
Albedo
Are we better than the Chinese?
Der Vortrag erfolgt auf  in Deutsch, die Folien sind auf Englisch.
Mo, 24.6., 12.00 Uhr SFN

Jupiter durch Dunst hindurch

Am Samstagabend klarte es auf und man konnte Jupiter gut sehen.
Man erkennt durch Vergleich der Bilder in früheren Posts, dass er wieder ein kleines Stück Richtung Antares gezogen ist.
Der Mond Ganymed ist um 22.30 Uhr hinter Jupiter getreten, da war es aber noch bewölkt.
Als ich um 3.44 Uhr erneut Jupiter fotografieren wollte um Ganymed auf der anderen Seite zu sehen, musste ich passen. Jupiter stand zu tief und die Monde kamen nicht mehr durch.

Jupiter und Saturn um 0.22 Uhr

Komposit um 0.23 Uhr

Jupiteruntergang um 3.44 Uhr

Samstag, 22. Juni 2019

Nichts los auf der Sonne...

wirklich nichts...kein Sonnenfleck zu sehen
Das zeigt die heutige Aufnahme vom Solar Dynamik Observatory, dem SDO-Satelliten (22.6., 17.45 Uhr MESZ).

Welche Konsequenzen hat eigentlich eine fleckenfrei Sonne für uns?

- Es gibt keine Sonnenexplosionen (Flares):
    Somit gibt es auf der Erde weniger Funkstörungen und weniger geomagnetische Stürme.

- Die Sonnenleuchtkraft sinkt:
    Hört sich komisch an, da ja Flecken schwarz sind...aber über den Flecken geht mehr weg, vor   allem im UV.
Da die äußeren Schichten der Erdatmosphäre durch die UV - Strahlung der Sonne aufgeheizt werden, kühlen diese sich leicht ab und ziehen sich nach unten zusammen. Die Reibung bei erdnahen Satelliten sinkt und Bahnkorrekturen sind seltener erforderlich.

- Der Sonnenwind wird energieärmer und das Sonnenmagnetfeld schwächt sich ab.
    Dadurch können mehr energiereiche kosmische Strahlen in das Innere des Planetensystems dringen. Es gibt mehr Blitze (die werden oft durch kosmische Strahlen getriggert) und die Strahlenbelastung bei Flügen steigt.

Aber schon im nächsten Jahr dürfte die Anzahl der Sonnenflecken steigen.

 Auf dem Bild sieht man die Mitte-Rand-Variation. Am Sonnenrand erscheint die Photosphäre dunkler, weil das Licht aus etwas höheren kälteren Bereichen zur Erde kommt.

credit: SDO, NASA



Die Nacht der leuchtenden Nachtwolken, aktualisiert

Die kürzeste Nacht des Jahres wurde noch bis nach Mitternacht durhc zahlreiche, teilweise hoch ragende, leuchtende Nachtwollken verschönert.

Die Bilder hat Jonas Plum zwischen 23.00 Uhr und Mitternacht gemacht.

Zur Info:
Leuchtende Nachtwolken bestehen aus Eiskristallen in einer Höhe von etwa 80 km.
Im Frühjahr beginnt immer mehr Wasserdampf in diese Höhen aufzusteigen. Damit sich daraus Eiskristalle bilden, muss es einmal besonders kühl sein. Zwischen Mitte Mai und Mitte August sinkt die Temperatur in dieser Höhe auf - 130° C. Meteorstaub dient als Kondensationskeime und dann setzt die Bildung der Eiskristalle ein.

Das zur Zeit diese Wolken ungewöhnlich häufig sind, liegt an einer Feuchtigkeitswelle, die in letzter Zeit durch die Mesosphäre geht.



Dieses Bild hat Matthias Westerburg von der Kasseler Südstadt aus gemacht.


Mark Woskowski hat dieses längere Video zwischen 23.20 Uhr und Mitternacht hergestellt. Es zeigt viele unterschiedliche Wolkenbewegungen in verschiedenen Höhen und die immer mehr fortschreitende Dämmerung.



Zwei kurze Videos von Jonas Plum:



Freitag, 21. Juni 2019

Der längste Tag des Jahres

Wir sind in der Zeit der längsten Tage und der kürzesten Nächte.

Bis zum Fr, 21.6. (genau bis 17.54 Uhr) entfernt sich die Sonne noch vom Himmelsäqautor (ihre Deklination (Abstandswinkel vom Himmelsäquator) steigt, wenn auch nur sehr gering).
Dann ist die Sommersonnenwende, d.h. die Sonne wendet ihre Bewegung um und nähert sich wieder (mit fallender Deklination) dem Himmelsäquator. Dies ist auch der längste Tag des Jahres.

Wegen des Abweichens von wahrer Sonnenbewgeung und der mittleren Sonnenbewegung, die für unsere Zeitrechnung bestimmend ist, war schon am Di, 18.6. um 5.05  Uhr der früheste Sonnenaufgang.
Der späteste Sonnenuntergang wird mit 21.42 Uhr am So, 22.6. sein.
Dass der Abstand Erde-Sonne mit den Jahreszeiten nichts zu tun hat, kann man auch daran erkennen, dass die Erde am 5.7. ihren sonnenfernsten Punkt der Bahn mit 152,1 Millionen km, erreicht hat.

Zeitangaben für den längsten Tag 2019:

Tageslicht von 5.05 Uhr bis 21.41 Uhr (16h36m)
Wahrer Mittag um 13.23 Uhr

Nautische Dämmerung (man sieht schon Sterne, aber noch den Horizont):
ab 3.05 Uhr bzw. bis 23.42 Uhr

Richtig dunkel (Sonne mehr als 18° unter dem Horizont) wird es nicht.

Donnerstag, 20. Juni 2019

Erdähnliche Exoplaneten entdeckt

Um den 12,5 Lichtjahre entfernten Stern Teergarden (nur 0,08 Sonnenmassen, 3000 Grad) kreisen zwei Planeten innerhalb der habitablen (Wasser ist flüssig) Zone.Beide haben etwa Erdmasse. Die Umlaufsperioden sind 5 Tage und 11,5 Tage, d.h. sie sind dichter an ihrem Stern als Merkur an der Sonne.
Beide Planeten wackeln durch die Schwerkraft etwas am Stern. Diese winzige Sternbewegung kann man in Spektren nachweisen und daraus die Geschwindigkeit über den Doppler-Effekt bestimmen.
Da wir schräg auf die Planetenbahnen sehen, bedecken sie von uns aus gesehen den Stern nicht, es kommt also zu keinen Helligkeitsschwankungen.
Das gilt aber nicht für etwaige Bewohner der beiden Planeten: Sie könnten mit der Transitmethode die Planeten unserer Sonne nachweisen.
Die Arbeitsgruppe wurde von M. Zachmeister von der Universitätsstenwarte Göttingen geleitet, die Beobachtungen am Calar Alto Observatorium in Südspanien gemacht.
Das Bild (credit: MPI) zeigt die  Lage der beiden neuentdeckten Exoplaneten Teegarden b und c in der habitablen Zone.


Video der NASA/ESA zur Transitmethode:




Mittwoch, 19. Juni 2019

Astro-Show der Physikanten

Ein kurzer Bericht über die Astro-Show der Physikanten, gestern im Rahmen des MINT-Kongresses im SFN:

Im ersten Teil ging es um Spektren und wie man daraus Informationen über Sterne ablesen kann. An Sandhaufen veranschaulichten sie wie groß die Zahl der Sterne in unserer Galaxis und im Universum ist.


Danach ging es um Parabelflüge: Eine Parabel wurde berechnet und ein Wasserstrahl zeigte den natürlichen Verlauf eines Wurfes längs dieser Parabel an.




Wie funktionieren Raketen?
An brennendem, dann explodierendem Benzin und schließlich an Wasserstoff wurde die Wirkung von Treibstoff vorgeführt.
Spektakulär war die immer größer werdende Zahl von Mini-Raketen, die im Wettstreit zwischen den beiden Physikanten zu Takten unterschiedlicher Musik gezündet wurden.

Wie funktioniert das Rückstoßprinzip?

Birk wurde von zwei Laubbläsern in der Schwebe gehalten und tanzte dann mit den Darstellern schwebend über die Bühne.
Schließlich verpasste man seinem Gefährt einen Feuerlöscher als Antrieb.

Zum Schluß ging es um den sehr kalten Weltenraum...durch flüssigen Stickstoff und flüssige Luft demonstriert.

Die ganz große Explosion einer mit flüssigem Stickstoff gefüllten Getränkeflasche konnte ich nicht fotografieren...zu plötzlich und außerdem brauchte ich beide Hände zum Zuhalten der Ohren.
Aber jemand anderes hat es geschafft...



Der Schlussgag hat mich besonders überrascht....
Leider ist er nicht fotografierbar.
Wir starrten ca. 30 Sekunden auf die sich drehende Spirale, die sich ein Darsteller vor das Gesicht hielt. Dann nahm er sie weg...Sein Kopf blähte sich auf, wirklich deutlich und unförmig groß, und schrumpfte dann wieder auf Normalgröße.

Natürlich eine optische Täuschung, aber irre...

Ähnlich wie die geschickt perspektivisch gezeichnete Kreidemalerei auf dem Schulhof. Die Buchstaben scheinen zu stehen!



Dienstag, 18. Juni 2019

Leuchtende Nachtwolken

Das Bild Richtung NNO wurde um 23.22 Uhr aufgenommen. Es zeigt weit über den Himmel reichende leuchtende Nachtwolken. Blick von Wilhelmshöhe zum Rammelsberg und Wahlershausen.
Unten sieht man Capella, rechts oberhalb der Wolken die Cassiopeia.

Infos zu leuchtenden Nachtwolken in früheren Posts.


Mars und Merkur in Konjunktion: Bilder vom Montag

Endlich mal von Anfang an Sicht bis zum Horizont...

Merkur steigt etwas über Mars, so dass Mars als erstes untergeht.

Zuerst das Panorama:


22.19 Uhr

22.32 Uhr

22.37 Uhr



Zum Vergleich frühere Bilder, auf denen beide Planeten zu sehen sind:

5.6.: Zwar nicht gleichzeitig, aber durch den Mond lässt sich gut der Abstand Mars-Merkur abschätzen


12.6.:

Man achte auf die Form der Waldbereiche: Dies sind Aufnahmen mit Normalobjektiv!

16.6.: Mit Tele!


An dem Verlauf der Bergkuppe erkennt man, dass Mars nach links gewandert ist, aber nur ein kleines Stück, so dass der schnellere Merkur ihn einholen konnte.

Montag, 17. Juni 2019

Mondaufgang

Heute ist Vollmond
Bild: 22.07 Uhr

Später (22.42 Uhr) mit Jupiter



Nicht vergessen: Technik der Zukunft im SFN

Mondstation, Virtuel Reality, Roboterarm, Lasercutter, Kugelblitz, Highspeed Kamera, Laserschwerter...

alles heute (Mo) von 9.30 Uhr bis zum Beginn des Vortrags über Physik in Hollywood um 16.00 Uhr
Mittagessen möglich!

Promi-Führung 12.00 Uhr

Zwei in Konjunktion: Mars und Merkur

Es ist verdammt schwierig Mars und Merkur gleichzeitig zu fotografieren...
heute Abend war es bewölkt, nur dicht am NW Horizont tauchte ein wolkenfreier Streifen auf.

Und tatsächlich konnte ich um 22.31 Uhr Merkur recht gut und Mars am Rand der Wolken entdecken.
Beide Planeten stehen recht nah beieinander, denn um gegen den hellen Hintergrund überhaupt eine Chance zu haben den lichtschwachen Mars noch vor seinem Untergang zu erwischen, musste ich mit dem 300 mm Tele arbeiten.
Siehe auch die letzten Posts ab  dem 5.6.!

Später konnte ich dann um 23.11 Uhr noch Castor und Pollux kurz vor ihrem Untergang erwischen.

Merkur und Mars in der Abenddämmerung kurz vor ihrem Untergang

Castor (rechts oben) und Pollux

Zwei in Opposition: Mond und Jupiter

Morgen ist Vollmond, da steht der Mond in Opposition zur Sonne und vor wenigen Tagen stand Jupiter in Opposition zur Sonne.
Kein Wunder, dass sie sich am Sonntagabend um 22.22 Uhr  getroffen haben, also in Konjunktion stehen..
Nur kurze Zeit gaben die Wolken den Blick frei.

Sonntag, 16. Juni 2019

Samstagabend auf dem Dörnberg

Die folgenden Bilder hat Mark Woskowski gestern Abend gemacht: Sonnenutnergang, Mondaufgang und leuchtende Nachtwolken am Horizont.




Samstagabend

Während der Mond im SO aufstieg (es ist der Novembermond....), schien es im NW aufzuklaren.

21.52 Uhr


Später (0.14 Uhr) waren dann Mond, Jupiter und Antares gut im Süden zu sehen (die Novembersonne steht nicht sehr hoch....), es war aber leicht nebelig.

Aber während der Dämmerung schien es ja im NW klar zu werden:
Eine Gelegenheit Mars und Merkur zu fotografieren.
So sieht man das Horizontgebiet, über dem Mars und Merkur auftauchen könnten (Blaue Ellipse).

Im eingekreisten Bereich könnte man die beiden Planeten sehen. (Bild um 21.48 Uhr)


Erst um 22.57 Uhr tauchen Castor und Pollux auf, Mars und Merkur ständen etwa im Kreis, von Wolken umhüllt.

Immerhin den Merkur habe ich um 22.38 Uhr erwischt, für Mars (Ellipse) war es noch zu hell, außerdem waren noch Wolken davor.