Sonnenuntergang in Kassel (Lara Bendig)

Mittwoch, 18. September 2019

Nachtrag ISS Transit vor Mond

Im Originalfilm ist die ISS als deutlicher kleiner shcwarzer Punkt vor einem recht scharfen Mondbild gut zu sehen....beim Hochladne des Videos wird anscheinend so stark komprimiert, dass ich große Mühe habe sie zu erkennen. Deshalb habe ich aus dem Film Einzelbilder gezogen. Wenn man die als Diaschau hintereinander weg ansieht, dürfte die Bewegung zu erkennen sein. Eine Animation mache ich nicht, da wird bestimmt auch wieder komprimiert.











ISS und anderes vor dem Mond

Glück gehabt...kurz vor dem ISS Transit klarte es etwas auf. Der Mond stand zwar noch hinter Wolken, aber auch das bot ein schönes Bild als ich um 22.00 Uhr am Schloßparkplatz in Wilhelmshöhe ankam. Hier hat man einen guten Blick über den Osthorizont.


Trotz der leichten Bewölkung konnte ich mit dem 1200 mm Tele einige brauchbare Mondbilder machen. Am Hercules geht gerade die Sonne unter und der riesige Krater Janssen ragt mit seinem Außenwall noch in das Sonnenlicht hinein.



Hercules und Atlas
Dann schaltete ich auf Kameramodus um. Die ISS ist so schnell, dass man mit einer Einzelbildbelichtung keine Chance hatte.

Der erste Testfilm brachte schon einen ersten Transit...allerdings nicht von der ISS.
Am wabernden Mondbild erkennt man auch die große Luftunruhe.





 Genau in dem Moment, in dem die ISS kommen sollte, zogen Wolken auf.
Man muss dazu sagen, dass die ISS noch im Erdschatten ist, d.h. man sieht sie nicht vorher, sie taucht nur als winziger Schatten vor dem hellen Mond auf.
Sonnentransits sind viel wirkungsvoller, aber Mondtransits schwerer zu fotografieren.
Damit man im Video den ISS-Punkt findet, erst einmal ein Bild mit ungefährer Flugbahn (pünktlich um 22.19 Uhr). Die ISS steht hier über dem Krater Kopernikus.


 Und nun das Video...ruhig mehrfach gucken, damit man den Punkt sieht...er taucht nach ungefähr 3 Sekunden auf....







Dienstag, 17. September 2019

Vortrag am Fr: Entwicklung und Konstruktion eines faltbaren Refraktors

Referent: Alex Knaub, Uni Kassel
Fr, 20.9., 18.00 Uhr, Vortragsraum, SFN, Parkstr.16

Unser Planetensystem 3: Die Erde

Über die Erde müsste man eigentlich eine ganze Reihe von Posts schreiben. Deshalb hier nur einige interessante Aspekte:

- 70% der Oberfläche sind mit Wasser bedeckt. Das ist in unserem Sonnensystem einmalig.

- Vor 200 Millionen Jahren waren alle Kontinente in Pangäa, einem Superkontinent zusammen und sind dann auseinander getrieben.

- Das Erdmagnetfeld entsteht durch einen Dynamoeffekt im flüssigen Kernbereich aus Eisen und Nickel. Die Magnetpole stehen nicht fest, sie bewegen sich jährlich um etwa 40 km. An den Anordnungen der Sedimente auf dem Meeresboden lässt sich zeigen, dass sich das Erdmagnetfeld regelmäßig umpolt. In der Umpolphase wird es extrem schwach und kann uns nicht mehr vor den kosmischen Strahlen schützen. Forschende diskutieren aber, ob nicht das von den elektrischen Strömen in der Ionosphäre erzeugte Magnetfeld dazu ausreichen würde.

Die Erde ist mit unzähligen Lebensformen bevölkert. In den letzten Jahrhunderten hat der Mensch die Oberfläche und die Atmosphäre verändert. Wir müssen uns fragen, ob dadurch auch in Zukunft die Erde noch ein Planet für Menschen sein kann?  Aber wie entwickelt sich der Mensch weiter? Wird er seinen biologischen Körper mit immer mehr technischen Ersatzteilen verändern, vielleicht soweit, dass es zu einer Ablösung des Menschen durch eine von uns heute als künstlich angesehene Lebensform kommt? Vielleicht können diese sich der von uns Menschen veränderten Erde anpassen und uns überleben? Es mag befremdlich klingne, aber es wären dann unsere "Kinder".
In der KI spricht man von ATS (Auto-teological super-systems). Wer sich mehr für solche Gedanken interessiert: Das Buch The Eerie Silence des britischen Physikers  Paul Davis  kann hier weiterhelfen.
Bild: NASA


So schön ist die Erde (Vergrößern durch Anklicken):

Spitzbergen

Malta

Mont Blanc

USA Westküste

Österreich

Swaziland

Ätna

Matterhorn
Gornergrat


Montag, 16. September 2019

Blick in M 61


Einen Blick in die 56 Millionen Lichtjahre entfernte Balkenspirale zeigt  rötlich leuchtende Sternentstehungsgebiete und viele junge bläulich leuchtende Sternhaufen. Um das Zentrum widnet sich eine enge Spirale, während die großen Spiralen balkenförmig ansetzen.
Das aktuelle Bild wurde vor wenigen Tagen vom Hubble Space Teleskop veröffentlicht.




Aufnahme vom VLT in Chile


credit: NASA, ESA, HST, ESO, R.Gendler, R.Colombari

Mond komplementär, mit Hof


Um Mitternacht hatte der Mond einen schönen Hof. Hier wird das Mondlicht an kleinen Wassertropfen gebeugt. Da lange Lichtwellen stärker gebeugt werden, ist der Hofrand rötlich gefärbt.

Beim Blick auf den Mond erkennt man die Schattengrenze am Mare Crisium, der Durchbruch des Randgebirges ist gut zu sehen, ebenso eingie große Krater.
Das wäre die Abendstimmung auf dem Mond.
Komplementär dazu sehen wir die entsprechende Gegend in der Morgenstimmung im Bild vom 2.9.







Sonntag, 15. September 2019

Dienstag: ISS fliegt vor Mond her


Am Dienstag wird gegen 22.19 Uhr  für einen Bereich von 13 km längs einer nördlich von Kassel (durch Harleshausen) laufenden Zentrallinie die ISS innerhalb weniger Sekunden vor dem Mond herfliegen.
Sie kommt vom SSW her, erreicht den Mond am dunklen Teil und verlässt dann die helle Scheibe links unten. Der Mond steht recht tief genau im Osten zu dieser Zeit.

Der ganze Transit dauert etwa 2,5 Sekunden, mit freiem Auge wird man nur die ISS vor und nach dem Transit sehen können, für den eigentlichen Transit vor dem Mond benötigt man ein Fernglas oder ein kleines Fernrohr.
so sieht der Transit vor der Sonne aus...


Himmelshelligkeit heute Nacht

Der Verlauf der Himmelshelligkeit heute Nacht lässt sich gut verstehen:

Es gab keine größeren Wolkenbereiche, da der Himmel gleichmäßig hell war. Immerhin konnte man mit freiem Auge Sterne bis zu 4 mag erkennen, d.h. im Zenit über dem SFN war es einigermaßen dunkel.
Sehr schön erkennt man aber den Einfluss des Mondes: Sobald der Mond höher steht, strahlt er auch stärker und die Himmelshelligkeit steigt (d.h. die Kurve für die Grenzhelligkeit sinkt). Da wir Herbstmond haben, steht er nicht so hoch wie z.B. im Winter, d.h. der Abfall der Grenzhelligkeit ist gering.

Sehr schön sieht man auch die Veränderungen durch das Eintreten der Dämmerung. Vor Beginn der Dämmerung morgens bzw. am Ende der Dämmerung abends ist der Himmel am dunkelsten, der noch niedrig stehende Mond stört eher weniger.

Im unteren Bild vom 13.9. war der Himmel größtenteils bedeckt (sehr kleine Grenzgröße), man erkennt auch den Durchzug tieferer Wolkenfelder (Absinken der Grenzgröße). Gegen Morgen scheint es dann klar geworden zu sein.


Mond und Dokumenta

Ein halber Tag nach Vollmond, und schon tauchen rechts oben neben dem Marte Crisium die ersten Kraterschatten auf. Besonders auffällig ist der Krater Gauss.

Um 21.40 Uhr war der Mond auch gut vom  Rahmenbau der Dokumenta 6 zu sehen. Durch den Diarahmen hindurch sah man den Laserspiegel auf der Orangerie.









Samstag, 14. September 2019

Zu Besuch bei den Straßenastronomen

Am Samstag haben sich Mark, Jacob und Pazrick mit dem 30 cm Dobson vor das Staatstheater gestellt und Mond, Saturn und andere Objekte gezeigt.

Laserstrahl und Mond


Jupiter ging über der "Schönen Aussicht" unter.

Heute Abend: Straßenastronomen in Kassel beim Staatstheater

Heute Abend (Sa, 14.9.) stehen Mitglieder des Astronomischen Arbeitskreises Kassel und des Schülerforschugnszentrums Nordhessen von 21.00 Uhr bis 23.30 Uhr mit einem großen Fernrohr in der Nähe des Staatstheaters (eher oberer Teil Richtung Aue) und jeder kann durch das Fernrohr Mond, Saturn und Jupiter beobachten.

Neues vom Himmelslicht

Auf dem Dach des SFN ist ja eine Messstation zur Himmelshelligkeit, die seit März Daten liefert, die man auch im Blog rechts abrufen kann.

Die beiden Schülerinnen Nastja und Aljona haben mit einem mobilen Gerät Vergleichsmessungen gemacht, die unsere Daten bestätigen.

Wir waren nämlich darüber erstaunt, wie gut oft der Himmel über dem SFN ist (allerdings direkt oben im Zenitbereich). Das scheint zu stimmen.

Und in der Tat ist auch in der Stadt schon viel unternommen worden nicht sinnlos nach oben zu beleuchten. Lediglich im Bergpark und der Aue müsste man da nachbessern....

Außerhalb der Ortschaften, aber auch in kleinen Orten wie Bergheim, Reizenhagen oder Giflitz kommt man öfters an die Helligkeit von 6 mag ran, die man maximal mit freiem Auge erkennen kann. Die Flächenhelligkeit des Himmels liegt dann bei 21 mag, in Kassel liegen die Werte eher bei 17 mag (bei wolkenfreiem Himmel natürlich, Wolken sind viel heller!).

In den nächsten Wochen werden viele Vergleichsmessungen in Nordhessen durchgeführt.

Wer das Bild im Blog auf der Seite anklickt, kommt auf die SFN - Seite mit der aktuellen Kurve aber auch weiteren Informationen zu den Daten.

Im übrigen: Unser Computersystem funktioniert wieder. Auch die aktuelle Leistung usnerer Solaranlage kann wieder abgerufen werden.

Der direkte Weg: https://sfn-kassel.de/himmelslicht

Himmelslichtdaten




Die Mini-Vollmond-Nacht

Die Bilder entstanden um 0.10 Uhr, gut 6 Stunden vor der exakten Vollmondstellung und knapp 9 Stunden nach seiner größten Erdentfernung ( um 0.10 Uhr war er dann schon wieder 900 km näher, das ist nicht viel, denn seine kleinste Entfernung ist 50 000 km weniger...).
Deshalb ist also die Nacht vom Freitag auf Samstag die Nacht des Mini-Vollmondes.
Schön sieht man auf der Teleaufnahme das hellste (Aristarchus) und das dunkelste Gebiet (Grimaldi) der Mondoberfläche.

Alle anderen Beschriftungen entnehme man früheren Posts.



 

Freitag, 13. September 2019

Hubbles bestes Saturnbild

Das Hubble Space Teleskop HST hat am 20.6. bei der größten Erdannäherung (Abstand 1,36 Mrd. km) Saturn und seine Monde fotografiert.

Die aus Eis und Staub bestehenden Saturnringe sind zu uns hin geöffnet und zeigen sich in ihrer ganzen Pracht.Über ihre Ursache sind sich die Planetenforscher/innen noch nicht einig.

Das Bild ist im Sommer der Saturn-Nordhalbkugel entstanden. Deshalb sieht man am Nordpol eine riesige hexagonale Struktur (da passen vier Erden hinein), die durch schnell Jetstreams erzeugt wird. Am Südpol sieht man so etwas übrigens nicht.

Die bernsteingelbliche Farbe kommt durch eine Dunstschicht, die über UV-Strahlung angeregte photochemische Reaktionen entsteht. Darunter liegt eine Wolkenschicht aus Ammoniakeiskristallen.

credit: NASA, ESA, Simon, Wong



Video: Bewegung der Saturnmonde