Sonnenuntergang in Kassel (Lara Bendig)

Mittwoch, 3. März 2021

Ist die Dunkle Materie schon längst nachgewiesen? Teil 3: COSINUS

 Inzwischen, d.h. nach vielen Jahrzehnten, ist klar geworden, dass DAMA genau das zeigt, was die Vorstellungen von Dunkler Materie DM erwarten lassen.

Nur, warum konnte niemand das bisher bestätigen?

Ein Gruppe aus Forschenden des Instituts für Hochenergiephysik und der TU in Wien gehen dem jetzt auf den Grund.

Sie verwenden absichtlich wie DAMA einen Natriumjodid - Kristall. Nun aber wird auf zwei unabhhängigen Wegen der Durchgang von DM nachgewiesen:

1) Wie bei DAMA hofft man, dass DM Lichtblitze im Kristall erzeugt, die man nachweisen kann.

2) Gleichzeitig oder zusätzlich aber führt der Durchgang von DM zu einer geringfügigen Erwärmung des Kristalls.

Um das zu messen, immerhin ist der Kristall bis auf fast 0 K abgekühlt, sind spezielle Temperatursensoren entwickelt und an CRESST getestet worden.

Ein  7x7x7 m großes Wasserbecken schirmt den gesamten Detektorbereich ab.

Im März 2021 wird das Experiment im Gran Sasso Labor aufgebaut, die Messungen sollen 2022 beginnen, erste Resultate erwartet man 2023.

Ich bin mal gespannt, ob im Herbst 23 dann doch noch ein Nobelpreis kommt, so wie es 20 Jahre vorher die Mitarbeiter/innen von DAMA eigentlich erwartet haben (weshalb ich die Interviews ja nie veröffentlichen durfte).

COSINUS

geplanter COSINUS Detektor


Dienstag, 2. März 2021

Mars klopft an das Goldene Tor

 Am Montag habe ich lediglich von Kassel aus fotografiert (19.23 Uhr). Man merkt schon den Unterschied zum Hohen Gras...

Und wer gleich mit dem Post vom Sonntag vergleicht... auch die Bewegung des Mars kann man deutlich erkennen. 




AstronomieKassel: Überblick

 Es ist mal wieder Zeit, einen Überblick über unser Angebot zu geben:

Android - App: 

Die App kann über die SFN- oder AAK- Homepage heruntergeladen werden oder direkt bei Google Play oder über starsapp@sfn-kassel.de.
In ihr findet man alle News-Meldungen (die oft etwas ausführlicher als Post im Blog erscheinen) sowie längere bebilderte Artikel (die auch immer als Post im Blog erscheinen).
In der App sind auch interessante Termine zur Astronomie aufgelistet.
Nur die News-Bilder können angeklickt und vergrößert werden.

Internet-Angebot:

Die Newsmeldungen der App können auch direkt im Internet abgerufen werden:
http://starsapp.sfn-kassel.de/webinterface/
Hier können die Bilder nicht vergrößert werden.

Blog: 

In besserer und oft ausführlicherer Darstellung sind alle News-Meldungen der App und alle Artikel der App als Blog verfügbar. Ihn kann man auch über die SFN- und AAK-Homepage direkt anklicken oder über
https://astronomiekassel.blogspot.com
erreichen.
Alle Bilder können angeklickt und vergrößert werden. Im Blog sind oft auch Videos integriert und meistens weitere Bilder.
Hier kann man auch Benachrichtigungen aktivieren, so dass man immer bei einem neuen Post informiert ist. Außerdem gibt es eine Suchfunktion und einen Glossar.

Die neuen Artikel sind mit Label versehen, das hilft beim Zusammenstellen von Infos. Außerdem gibt es ebenfalls einen Veranstaltungskalender.
Ebenfalls sieht man die aktuellen Himmelshelligkeitswerte über dem SFN sowie die Leistung der Solaranlage.


Smartphone und Tablet - Blog: 

Sucht man über Google auf einem Smartphone astronomiekassel und klickt den Blog an, so wird eine sehr schöne Handy-Version mit übersichtlicher Darstellung von allen Inhalten des Blogs aufgerufen.
Von dort aus kann man auch auf die normale Blog-Darstellung umwechseln (ist aber eher nicht zu empfehlen).
Diese Version wird ausdrücklich empfohlen zur Nutzung unseres Angebotes mit mobilen Geräten.
Auch hier können Benachrichtigungen aktiviert werden..

Forum

In einem Discord-Server ist ein Forum eingerichtet. Hier können alle Nutzer Daten, Bidldr, Infos austauschen sowie sich zu Beobachtungen verabreden.

Hier ist der Einladungslink:

 https://discord.gg/hMEdJeymRB


Rückblick: 

In der App sind seit 19.3.2017 über 3075 Posts veröffentlicht worden. Für die App gibt es bisher etwa 3000 Downloads, die Bewertung ist mit 4,7/5 sehr hoch.
Den Blog gibt es seit 1.9.2018 mit bisher weit über 2000 Posts (manche App News werden zu einem Post im Blog zusammengefasst). Seit dieser Zeit ist der Blog 58 000 mal aufgerufen worden.

Zentrale Homepage:

Unter www.natur-science-schule.info kann man alle Aufsätze, Vorträge, Online-Führungen abrufen und später ansehen. Zusätzlich gibt es noch Blogs über Physik und Mathematik.

Redaktion: 

Die Posts/Artikel werden in der Regel von KP Haupt verfasst, ebenso sind die meisten selbstgemachten Bilder von KP Haupt.
Andere Autoren sind immer namentlich erwähnt.
Weitere Bildbeiträge kommen von Mark Woskowski, Bernd Holstein, Jonas Plum und einigen Nutzern.

Die App ist von Felix Nolte im Rahmen eines SFN-Projektes entwickelt worden

Präsenzangebote:

Zur Zeit finden keine Präsenangebote statt. Bei klarem Himmel gibt es freitags um 19.00 Uhr Online-Führungen durch die Sternwarte:

sfn-kassel.de/live.

Montag, 1. März 2021

Der Mond geht auf

 Der abnehmende Mond war dann gegen 21.18 Uhr über dem Bahnhof Wilhelmshöhe zu sehen.

Bei dem niedrigen Stand bhringt eigentlich die Teleaufnahme nichts...aber noch mal wollte ich später nicht raus...also machte ich jetzt eine Aufnahme. Vom Mare Crisium ist nur noch der Rand zu sehen, nun sieht es wirklich so aus, als wäre da etwas von der Mondscheibe abgebissen...

Das Mare Fecundidatis geht ohne Gebirgszug in die Schwärze der Mondnacht über...




Der Winter ist noch da

Nach starkem Nebel, dann Hochnebel, strahlte die Sonne von einem tiefblauen Himmel.

Da muss man in den Habichtswald fahren... Der Himmel ist da zwar immer noch aufgehellt, von der Stadt und den umliegenden Gemeinden, aber viel besser als in der Stadt.

Bild 1: Noch ist der Horizont durch die Abenddämmerung leicht aufgehellt (19.32 Uhr)

Bild 2: Orion, Stier mit den beiden offenen Sternhaufen (Hyaden, Plejaden) und Mars kurz vor dem Durchschreiten des Goldenen Tors (siehe Monatsbericht im vorletzten Post). 19.35 Uhr

Bild 3: Blick auf den Orionnebel mit 600 mm Tele, 19.55 Uhr

Bild 4: Das Goldene Tor wartet auf Mars (mit Satellitenspur) , 19.44 Uhr

Bild 5: Hilfslinien zu Bild 4 zur besseren Orientierung.







HD Schwenk über den Mars

 In Ultra HD...um den Rover herum eine Marslandschaft, mit höchster Auflösung!

Man muss jede Sekunde dieses Videos genießen...



In a few hundred years this location will be a historical monument that people will be able to visit. We are seeing it untouched.

 

Sternenhimmel im März

 Der Mars durchschreitet das „Goldene Tor“

 Auch am abendlichen Sternenhimmel vollzieht sich im März der Wechsel der Jahreszeiten:

 Noch sieht man nach Sonnenuntergang den hellen Winterstern Sirius im Süden, rechts von ihm, also westlich, prägen die anderen Wintersternbilder den Anblick des Himmels: das Sternbild Orion mit dem Schulterstern Beteigeuze, dem rechten Fußstern Rigel und den markanten drei Gürtelsternen dazwischen. Westlich davon steht der rötlich leuchtende Aldebaran und der Planet Mars im Stier. Oberhalb vom Stier steht das Fünfeck des Fuhrmanns mit dem hellen Stern Capella.

 

Der Osthimmel aber wird nun abends von den Frühlingssternbildern geprägt:

Beginnen wir unsere Reise unter dem Frühlingshimmel mit dem Sternbild Großer Wagen, das jetzt am Frühlingsanfang hoch im Osten steht. Es fällt durch den charakteristischen Wagenkasten auf, an den die Deichsel, ein flaches Sternendreieck, anschließt.

Mit Hilfe des Wagenkastens kann man die Nordrichtung und damit den Polarstern finden:

Dazu verlängert man die Verbindungslinie der hinteren beiden Kastensterne etwa um das Fünffache nach oben, dann trifft man auf den am Ende der Deichsel des Kleinen Wagens stehenden Polarstern. Unter ihm ist dann der Nordpunkt des Horizontes.

Verlängert man die Verbindungslinie der hinteren beiden Kastensterne des Großen Wagens dagegen nach unten, so zeigt sie auf den 78 Lichtjahre entfernten hellsten Stern im Sternbild Löwe, den Regulus.

Zwei weitere Frühlingssternbilder findet man mit Hilfe der Deichsel des Großen Wagens. Sie beschreibt einen Bogen, der zum alten Riesenstern Arkturus im Sternbild Bootes führt und weiter zur Spica im Sternbild Jungfrau, die allerdings erst später in der Nacht aufgeht.

 

Wir blicken gleich zu Monatsbeginn abends an den Südwesthimmel. Hier steht auffällig hell der rötlich leuchtende Mars. Zu Monatsanfang nähert er sich dem „Goldenen Tor“ der Ekliptik, das ist der Bereich zwischen den beiden Ansammlungen junger Sterne Hyaden (neben dem ebenfalls rötlich leuchtenden Aldebaran) und den sehr bekannten Plejaden (Siebengestirn).

Am 5. und 6. März steht Mars nur 2,5 Grad unterhalb der Plejaden und am 8.3. durchschreitet er das Goldene Tor, also die Verbindungslinie der beiden Sternansammlungen.

Das ist ein schöner Anblick für das freie Auge, aber mit einem Fernglas sieht man die beiden Sternansammlungen noch besser.

In den Tagen danach nähert sich der zunehmende Mond immer mehr, schließlich steht er zwei Tage vor Halbmond am 19.3. genau zwischen Mars und Aldebaran.

Am 20.3., dem bundesweiten Tag der Astronomie, kann man den Mond dann weiter abgerückt fast oberhalb des Orion sehen.

Auch Mars hat dann das Goldene Tor weit hinter sich gelassen.

Dass Mars zurzeit so schnell über den Himmel wandert, liegt an der Kombination seiner eigenen Bewegung um die Sonne mit der Erdbewegung. Beide Bewegungen addieren sich (Mars läuft nach links, Erde nach rechts, jeweils auf die Bahn bezogen), das macht die Marsbewegung am Himmel besonders schnell.

 Sternkarte:

Anblick für 8.3., 20.00 Uhr, Blick nach Südwesten (B. Holstein), mit eingezeichneten Bewegungen von Mars und Mond

 

Planeten im März:

Merkur: zu dicht bei der Sonne, unsichtbar

Venus:  unsichtbar am Himmel über der Sonne

Mars: abends im Südwesten

Jupiter: taucht vor Sonnenaufgang im SO auf

Saturn: geht kurz vor Sonnenaufgang im SO auf

 

Tag der Astronomie am 20.3.:

Wegen der Corona-Pandemie alle Veranstaltungen online unter

www.sfn-kassel.de/live

15.00, 17.00, 19.00, 21.00 Uhr Vorträge

16.00, 18.00, 20.00, 22.00 Uhr Führungen durch die Sternwarte mit Beobachtungen bei klarem Himmel, sonst Erläuterung des Sternenhimmels an einer Sternkarte

15.00 – 21.00 Uhr Offenes ZOOM – Meeting für alle, Einladung in www.astronomiekassel.blogspot.com: Fragen, Diskussionen, eigene Bilder unter dem Motto: „Jeder für sich, alle gemeinsam“

 


 

 

 

Sonntag, 28. Februar 2021

1,5 Tage nach Vollmond

 Gegen 19.30 Uhr erhob sich langsam der abnehmende Mond über dem Osten Kassels.

Das erste Bild zeigt ihn um 20.16 Uhr über der Wilhelmshöher Allee.

Um 22.07 Uhr stand er dann deutlich höher, aber es herrschte eine sehr hohe Luftunruhe. Ich musste das ISO so hochdrehen, dass ich mit 1/800 Sekunde belichten konnte. Dann waren halbwegs scharfe Bidler darunter.

Ein Teil des Mare Crisium wird nicht mehr beleuchtet, es sieht aus, als hätte jemand etws vom Mond abgebissen.



Gerade noch erwischt...

 ...Mars und Plejaden vom Balkon aus...

Sonntag, 19.54 Uhr

Mars steht schon dicht am Goldenen Tor, sehr bald wird er nur 2,5° von den Plejaden entfernt stehen.

Die v-förmigen Hyaden stehen neben Aldebaran im Stier.

Mehr dazu im Sternenhimmel des Monats März.



Wie alles anfing...

 Am Anfang war das Inflatonfeld  (das "i" von Inflation  wurde zufällig vergessen, dann hat es sich so eingebürgert...).

Ein ungerichtetes, skalares, Feld, das alles durchzog. Es fluktuierte, änderte sich überall und fortwährend.

Ein Topf voller kochendes Wasser  liefert ein anschauliches Bild.

Zufälligerweise gab es Bereiche in denen für kurze Zeit das Inflatonfeld einen festen, nahezu konstanten, Wert annimmt.

Das erzeugt eine abstoßende Wirkung und diese Bereiche dehnen sich exponentiell aus. So wie sich  eine Luftblase aus dem kochenden Wasser löst.

Diesen Vorgang nennt man Inflation, und er gilt als der eigentliche Anfang unseres (und anderer?) Universums.

In früheren Modellen wurde das Infaltonfeld auch als "falsches Vakuum" bezeichnet. Ein angeregter Vakuumzustand, der Energie freisetzt und zur Inflation führt, wenn er in den Vakuumzustand niedrigerer Energie übergeht.

Die vorher im Inflatonfeld gespeicherte Energie wird thermalisiert, d.h. sie geht in ein Urgemisch aus Photonen und Quanten über. Die "Ursuppe" des Urknalls ist entstanden. 

Quantenfluktuationen beim Übergang in Materie prägen sich der Dichteverteilung auf. Sie führen zur Bildung von Galaxien und Galaxienhaufen.

Ab da ist die Geschichte des Universums festgeschrieben: Die Expansion sorgt für eine Unterdrückung von Kernfusion beim Urknall. Diese kann dann langsam im Inneren der Sterne stattfinden und all die Elemente erzeugen, die zusammengeschlossen, sich diese Geschichte vom Anfang ausgedacht haben.

Die Quarks und Gluonen vom Übergang des Inflatonfeldes in den Grundzustand stecken als Zeitzeugen immer noch in unserem Körper. 

Schade, dass sie nicht reden können...noch nicht einmal herausholen können wir sie. 


nach A.Müller, Lexikon der Astronomie





Samstag, 27. Februar 2021

Ist die Dunkle Materie schon längst nachgewiesen? Teil 2 DAMA/Libre

Erster Post am 21.2.

DAMA/Libre

Seit 1995 untersuchen italienische, russische und chinesische Forschende Signale von der Dunklen Materie DM aufzufangen. 


 Im Gran Sasso Untergrundlabor haben sie nach eigenen Aussagen, abgeschirmt von Störstrahlung durch einen ganzen Gebirgszug, den "Wind der DM" registriert.

Was heißt das?

Unsere Galaxis ist in eine Wolke aus DM eingehüllt. Woraus immer DM besteht, die Objekte sollten sich wie ein ruhendes Gas verhalten.  Innerhalb dieser Wolke läuft die Erde um die Sonne und ändert ständig ihre Richtung.

Die DM wird wohl verdichtet in Richtung des galaktischen Zentrums stehen, denn letztlich ist die Galaxis ja durch die DM entstanden. Immer wenn die Erde in diese Richtung fliegt, sollte man mehr Objekte der DM nachweisen: Die Signale nehmen im Juni zu und im Dezember ab.


 

Und genau das macht das DAMA - Experiment von Anfang an, inzwischen, nach über 25 Jahren Messdauer, sogar mit einer sehr hohen Signifikanz.

Man geht davon aus, das die DM ab und an doch in dem 250 kg NaI -Kristall von DAMA ein Leuchten hervorbringt. Solche Lichtblitze registriert man.

Allerdings kann nahezu alles, was in diesen Kristall hineinfliegt, solche Lichtblitze erzeugen.

Die DAMA/Libre - Forschenden sagen, sie hätten alle solche Möglichkeiten ausgeschlossen.

Es gibt inzwischen einige andere ähnliche Experimente, die aber noch zu kurze Zeit laufen, um eine Aussage machen zu können.

Alle früheren anderen Methoden konnten das DAMA - Ergebnis nicht bestätigen.

Nun geht ein neues Forscher/innenteam nochmal an das Problem ran...

>>> nächster Post

 

 


Freitag, 26. Februar 2021

Die Vollmondnacht

 Am Sa, 27.2. ist um 9.17 Uhr die Vollmondstellung, also kann man diese Nacht als Vollmondnacht bezeichnen.

Nach einem trüben Tag klarte es gegen Abend auf, der Mond stand im Kasseler Osten.

Die Aufnahmen entstanden um 18.47 Uhr vom Dach der Sternwarte auf dem SFN.

Wir konnten sogar einige Bilder live streamen.


 

Noch waren aber viele Wolken davor.

Um 21.15 Uhr war der Mond weitestgehend frei.

Sehr schön sieht man die Mare  (man kann auch Maria als Plural nehmen, aber dann muss die erste Silbe betont werden) mit ihren unterschiedlichen Schattierungen.

Der Boden des Kraters Grimaldi gilt als dunkelste Stelle des Mondes, die Wand des Kraters Aristarchus als die hellste.

Mare Crisium ist immer noch dicht am Mondrand, iwr können zur Zeit etwas besser um die andere Mondseite herumsehen.

Wer mehr darüber wissen möchte: Im Blog nach Libration suchen. 








Eine kosmische Armbanduhr

 Das Hubble Space Teleskop hat dieses Bild gemacht:

Es ist der bipolare planetarische Nebel M1-63. Solche Strukturen entstehen, wenn im Inneren ein Doppelsternsystem sitzt.

Bild: ESA/HST/NASA



Hellster und dunkelster Teil des Mondes

 Dunst, noch von der Sahara?, überzog am Abend den Kasseler Himmel.

Bild 1: Blick von der Sternwarte auf dem SFN über die Parkstraße zum Mond (19.20 Uhr)

Bild 2: Kurz vor Vollmond ist nun die dunkelste Stelle der Vorderseite aufgetaucht, der Boden des Kraters Grimaldi. Zum Vergleich dazu die hellste Stelle: Die Wand des Kraters Aristarchus. (19.17 Uhr)




Donnerstag, 25. Februar 2021

Blick auf dem Vollmond, live dabei

 Bei hinreichend klarem Himmel streamen wir am Freitag um 19.00 Uhr von der Sternwarte auf dem SFN aus einen Blick auf den Vollmond:

sfn-kassel.de/live

Wir hoffen, bald wieder mit Führungen beginnen zu können...


Saharastaub

 So ganz sicher war ich nicht, ob der Himmel wirklich mit Staub und Sand aus der Sahara getrübt ist.

Die beiden Vergleichsbilder von Jonas Plum haben mich aber überzeugt:

Das erste ist am 21.12.20 um 12.00 Uhr (staubfrei) und das zweite am 24.2.21 um 14.30 Uhr gemacht, jeweils aus der gleichen Perspektive.




Bald voll...

 2,5 Tage vor Vollmond...riesige Maregebiete stehen an der Schattengrenze, kaum Krater...kein soo spannender Anblick...

Der helle Krater Aristarchus ist aufgetaucht, seine Wände sind mit Auswurfmaterial bedeckt, dass doppelt so stark reflektiert. In seiner Nähe finden auch oft lunare Leuchterscheinungen statt. Er scheint noch sehr aktiv zu sein, dürfte also nicht allzu alt sein.

Aufnahme: Mi, 24.2., 18.25 Uhr



Mittwoch, 24. Februar 2021

Der Dopplereffekt in der Astronomie 13: Auf Kollisionskurs

 Über zwei Wochen nach dem letzten Post möchte ich die Serie heute abschließen.

Zuerst ein Überblick über die früheren Posts:

9.1.: Einleitung, Grundlagen

10.1.: relativistisch und nicht relativistisch

12.1.: Herleitung der Dopplerformel

13.1.: Radialgeschwindigkeiten

15.1.: Sonnenrotation

18.1.: Masse der Andromedagalaxie

27.1.: Der Planetenjäger

29.1.: Jupiterrotation

30.1.: Erdbeben auf der Sonne

3.2.: Der Dopplerkern

6.2.: Wie Zwicky die Dunkle Materie entdeckte

8.2.: Richtungsweisend (3 K Strahlung)

24.2.: Kollision mit M31

Alle kennen die sog. "Fluchtbewegung der Galaxien".Selbst Astronomen reden noch von eienr Bewegung und deuten sie durch den Dopplereffekt...

Gemeint aber ist die Vergrößerung der Entfernung zwischen den Galaxien durch die Expansion des Raumes. Dies kann man nicht mit dem Dopplereffekt in Verbindung bringen, denn es bewegt sich ja nichts...es kommt nur mehr Raum dazu. Und da mit dem wachsenden Raum auch alle Wellenlängen verlängert werden, kommt es zur kosmischen Rotverschiebung.

Trotzdem haben Galaxien Eigenbewegungen, deren Dopplereffekt überlagert sich mit der kosmischen Rotverschiebung.

Bei sehr weit entfernten Galaxien überwiegt der Expansionseffekt und wir können aus der Rotverschiebung sehr gut die Expansion ablesen.

Bei nahen Galaxien ist der Expansionseffekt sehr klein, da dominiert der Dopplereffekt durch die eigenen Bewegungen der Galaxien.

Die Andromedagalaxie zeigt sogar eine Blauvershciebung im Spektrum, d.h. sie bewegt sich auf uns zu.

Jetzt ist die große Frage, wird sie uns treffen? Und wenn ja, wann?

Eine genaue Vermessung der Radialgeschwindigkeit über den Dopplereffekt ist relativ einfach: Die Andromedagalaxie und unsere Galaxis bewegen sich mit 110 km/s aufeinander zu.

Um zu bestimmen, ob es zu einem Treffer kommt, muss die Seitwärtsbewegung der Galaxie (Eigenbewegung am Himmel) gemessen werden. Das ist wegen der kleinen Effekte sehr schwierig.

Aber neue Messungen deuten auf eine Kollision in etwa 4 Milliarden Jahren hin.

Die beiden Galaxien werden sich für etwa 100 Millionen Jahre umkreisen und dann zu einer großen elliptischen Galaxie verschmelzen.

Dabei werden die Gase zwischen den Sternen herausgerissen, es können sich keine neuen Sterne mehr bilden.

Beide Galaxien überleben letztlich die Kollision nicht.

Ende der Serie 

Das Bild zeigt den Anblick der Andromedagalaxie am  Himmel in etwa 4 Milliarden Jahren.

Video 1: Simulation des Anblicks von einer virtuellen Erde aus.

Video 2: Simualtion der Verschmelzung

Hinweis: Wenn die beiden Galaxien verschmelzen ist die Sonne zum Roten Riesen geworden und die Erde ist geschmolzen...Vielleicht kann man vom Mars aus zusehen...

 






 

 

 


Vortrag über Beamen (Teleportation)

 Do, 25.2.

18.00 Uhr

Online unter

www.sfn-kassel.de/live


Später abrufbar in

www.natur-science-schule.info




Dienstag, 23. Februar 2021

Kepler in der Morgensonne

 Nach einem schönen Sonnenuntergang blieb leider eine leichte Bewölkung zurück.

Trotzdem war der Mond gut im 600 mm Tele zu sehen.

Auffällig war die Randnähe vom Mare Crisium (Libration, siehe frühere Posts).

Die Kraterwand von Kepler reflektiert das Licht der aufgehenden Sonne zu uns.

Mare Humorum mit Gassendi sieht man heute vollständig.




Neue Bilder vom Mars, sensationelles Video von der Landung

 Bild 1: Aufnahme vom Abstieg des Rovers vom  Marssatelliten "Mars Reconnaissance Orbiter" aus einer Höhe von 700 km

Bild 2: Der Rover kurz vor dem Absetzen

Bild 3: Einer der Reifen des Rovers

Bild 4: Die erste Farbaufnahme der Umgebung

Bild 5: Panorama

Video mit Aufnahmen von der Ladnung, von der Bordkamera aus gefilmt.

NASA/JPL










Montag, 22. Februar 2021

Mond hinter Dunstglocke

 ...ja, den Orion konnte man wegen des Dunstes kaum sehen. Es war aber nicht der Saharastaub, der den Blick getrübt hat.

Das Mondlicht wurde an Wasserdampf gestreut, es gab kaum Farbentwicklungen. Neben dem Mond stehen zwei Sterne, links ε und rechts  μ in den Zwillingen.

Trotz allem war der Mond mit dem 600 mm Tele gut zu sehen. Das Randgebirge des Sinus Iridium formte im hellen Licht der Morgensonne noch den "Goldenen Henkel", auch wenn der Lavaboden der Bucht schon leicht erleuchtet war.

Von Tycho ausgehend sieht man die ersten Strahlen, die bei Vollmond den Mond prägen.





Heute Abend: Blick zum Orion

 Im SW steht nach Dämmerungsende gut sichtbar das Sternbild Orion. Unterhalb der markanten Gürtelsterne findet man den Orionnebel. Mit freiem Auge nur als Lichtfleck zu erkennen, lohnt sich der Blick durch ein Fernglas.

Es ist eine gigantische Gas- und Staubwolke, die von jungen Sternen (den sog. Trapezsternen im Zentrum der Wolke) angestrahlt und zum Leuchten gebracht wird. Dieser 1350 Lichtjahre entfernte immerhin 30 Lichtjahre ausgedehnte Orionnebel ist Teil einer gigantischen Molekülwolke, die sich über das gesamte Orion-Sternbild erstreckt.

Christian Hendrich hat am Sonntagabend in Westhausen mit einer  Nikon DI5200 mit Tamron 300mm Tele bei 3 sec Belichtungszeit den unteren Teil des Sternbildes und den Orionnebel fotografiert.




Sonne aktuell

 Was ist eigentlich los auf der Sonne?

Nichts?

Naja, Sonnenflecken sieht man auf dem aktuellen Bild vom SOHO - Sonnensatelliten keine.

Immerhin erkennt man die Randverdunklung gut (siehe Post vom 2.2.)

Trotzdem aber gibt es magnetische Aktivitäten, deckt man die helle Sonnenscheibe ab, so zeigen die Bilder vom 20.2. einen Auswurf von Koronamaterie, angetrieben durch Magnetfelder. Das nennt man ein CME, coronal mass ejection.

Rechts im Bild ist ein heller Fleck, das ist Venus.


Ein neues Sonnenteleskop in Hawaii (Durchmesser 4 m) liefert die bisher detailreichsten Aufnahmen der Sonne. Eine wurde jetzt veröffentlicht.

Auf diesem Bild des Sonnenflecks erkennt man den 6 000 km großen Zentralbereich (Umbra), umgeben von der 15 000 km großen Penumbra (da passt die Erde locker rein).

Die dunklen Bereiche sind durch Magnetfelder abgekühlte Photosphärenbereiche (um etwa 1000 Grad), sie erscheinen also nur dunkel im Kontrast zur viel helleren Umgebung (die Strahlungsleistung steigt mit der 4. Potenz der Temperatur an).

In der Umbra blicken wir in die magnetische Flußröhre hinein, in der das Magnetfeld aus dem Sonneninneren aufsteigt. Dann brechen die Feldlinien seitwärts weg, das führt zu der streifenförmigen Struktur der Penumbra.





Sonntag, 21. Februar 2021

Fra Mauro Hochland

 Im Fra Mauro Hochland ist 1971 Apollo 14 gelandet.

Der Krater (95 km Größe, wie Kopernikus) hat durch Meteoriteneinstürze ein stark eingefallenes Randgebirge, selten über 700 m hoch. Er ist deshalb kaum als Krater zu erkennen. Der Kraterboden ist mit einer basaltischen Lava bedeckt.

In der Vergrößerung fällt der Kraterboden  durch eine geringfügig hellere Färbung auf. 

Das zusätzliche Bild ist aus einer NASA-Mondkartierung.