Sonnenuntergang in Kassel (Lara Bendig)

Montag, 21. Juni 2021

Der längste Tag des Jahres: heute?

 Ja, das ist heute, der 21.6. ! Die Sonne hat den größten Abstand vom Himmelsäquator mit einer Deklination von 23° 26`6". Gestern waren es 18" weniger, am Dienstag werden es 7 " weniger sein. Das ist kaum bemerkbar und somit haben wir über lange Zeit hinweg fast gleichlange Tage:

Den frühesten Sonnenaufgang erleben wir zwischen dem 13. 6.und 20.6. um 5.06 Uhr, den spätesten Sonnenuntergang zwischen dem 19.6. und dem 30.6. um 21.40 Uhr. Auch die Tageslänge ändert sich kaum: Zwischen dem 18.6. und dem 24.6. liegt sie bei 16h 33m.

Da ab heute sich die Sonne wieder dem Himmelsäquator nähert, spricht man auch von der Sommer-Sonnenwende.

Übrigens: Anfang Juli ist die Erde am weitesten von der Sonne entfernt. Die Jahreszeiten entstehen durch die Neigung der Erdachse und nicht durch die Entfernung zur Sonne.

Ultra Diffuse Galaxien

 Dieser besondere Galaxientyp ist etwa so groß wie unsere Galaxis, aber enthält nur deutlich weniger als 1% an Sternen.

Vermutlich ist die Ursache das frühe Fehlen von interstellaren Gas- und Staubwolken, wodurch auch immer. Dadurch konnte sich die Galaxie nicht normal weiter entwickeln.

Das Bild zeigt UDG 4, eine Ultra Diffuse Galaxie im etwa 180 Millionen Lichtjahre entfernten Hydra Cluster in der Wasserschlange.

credit: ESO



Sonntag, 20. Juni 2021

Das ist einsam!

 Ein Elektron im intergalaktischen Raum ist recht einsam...man trifft etwa auf eines pro 10 m³ und das muss rund 180 000 Lichtjahre zurücklegen, also mehr als 250 000 Jahre unterwegs sein, um auf ein anderes Teilchen für ein physikalisches Schwätzchen zu treffen...

Im interplanetaren Raum mit 10 000 Teilchen pro cm³ ist ein 100 Milliarden Mal dichteres Gedränge....



Kopernikus am Vormittag

 Der Krater Kopernikus strahlt im Licht der Vormittagssonne. Auch Tycho sieht man sehr gut, zusammen mit seinem Zentralberg. Noch nichts ist von den hellen Strahlen zu erkennen, die von ihm ausgehen.

Am südlichen Bereich der Schattengrenze ist nun Clavius, mit 230 km Durchmesser einer der größten Mondkrater, gut beleuchtet.

Die Aufnahme entstand mit 600 mm Tele und Nachvergrößerung am Samstag um 22.06 Uhr in der Dämmerung.





Samstag, 19. Juni 2021

Der MINT Van kommt....

 In den nächsten Wochen werden wir den MINT - Van als Lern - Van in den Stadtteilen Rothenditmold, Waldau, Bettenhausen und Nord-Holland einsetzen und Jugendlichen die Möglichkeit zur Hilfe bei inhaltlichen Problemen zum Unterrichtsstoff geben.

Danach wird er in ganz Nordhessen zur Verfügung stehen und die MINT - Region enger zusammen bringen.



Ein Blick auf die Lange Wand

 Heute nennt man die Lange Wand oft Rupes Recta. Das ist eine etwa 120 km lange, nur knapp 3 km breite und 250 m hohe etwa 10° geneigte Geländestufe, aber keine Wand.

Heute fällt sie durch ihren scharfen Schatten am Rand des kleinen Mare Nubium auf.

Sobald die Sonne etwas höher steht, ist sie wegen der geringen Höhe kaum auszumachen.

Die Aufnahmen entstanden am Fr, 18.6. um 22.=6 Uhr mit 600 mm Tele und Nachvergrößerung.

Die letzte Aufnahme wurde von Apollo 16 aus der Mondumlaufbahn heraus gemacht. Der links neben der Furche stehende kleine Krater Birt (Durchmesser 16 km)  ist auf meinen Bildern auch zu sehen.










Freitag, 18. Juni 2021

Terminänderung für Sonnenfinsternis Bericht im OK: Sa, So 17.15 Uhr

 Am Samstag und Sonntag wird der Bericht über die Beobachtung der Sonnenfinsternis vom 10.6. in der Sternwarte auf dem SFN jeweils um 17.15 Uhr im Offenen Kanal Kassel wiederholt.


Und sie dreht sich doch....

 die Sonne, das sieht man an der Wanderung der Sonnenflecken.

Am 13.6. (gepostet am 14.6.) hat Bernd Holstein die Sonne fotografiert und ein Fleck war ganz am Rand zu sehen.

Gestern, am 17.6., hat er erneut beobachtet. Deutlich sieht man die Verschiebung des Fleckes durch die Sonnenrotation.

Aufnahmedaten: Kassel Wehlheiden 17.06.2021 /  16:13  EOS 600D ISO 100 Teleskop APO F7, Fotoline mit IR Filter 




Viel los an der Schattengrenze...

 Im Norden taucht das Alpental auf, eine 110 km lange und 10 km breite Bruchzone.

Zwei Formationen, die die Form eines Buchstaben haben, sind auch zu sehen:

Das lunare V steht im Mare Vaporum, für das lunare X ist es schon etwas zu spät, die Bergspitzen, die das X bilden, sind schon nicht mehr allein beleuchtet.

Auch Rupes Altai, die Klippe, ist noch gut zu erkennen, obwohl dort die Sonne schon sehr hoch steht.

Am Freitag bei Sonnenaufgang ist übrigens zunehmender Halbmond.






Donnerstag, 17. Juni 2021

Gasplaneten kommen bald an den Abendhimmel

 ...jedenfalls stehen sie zur Zeit morgens schon hoch im SO. Das Bild entstand am Donnerstag um 2.18 Uhr: Jupiter im Wassermann, Saturn im Steinbock.




Mond in der Dämmerung

 Schleierwolken überall, aber am Mittwoch um 22.20 Uhr war der zunehmende Mond gut im Westen zu sehen.




Mittwoch, 16. Juni 2021

Breaking News: Das Rätsel um Beteigeuze endgültig gelöst.

 Heute wird in der Zeitung Nature ein Artikel von Miguel Montargès et.al. veröffentlicht, in dem Auswertungen von Beobachtungen des Überriesen im Sternbild Orion zusammengefasst sind.

Wir erinnern uns: Im Dezember 2019 wurde Beteigeuze deutlich lichtschwächer (man  suche mal im Blog nach den Bildern und Berichten). Viele dachten schon an eine bevorstehende Explosion als Supernova. Aber es war anders. Nach wenigen Monaten erreichte der Stern seine alte Helligkeit.

Ausgelöst wurde die Schwankung durch eine lokale Temperaturabnahme an der Oberfläche. Riesige heiße Gasblasen steigen in Beteigeuze nach oben und sinken auch wieder abgekühlt ins Innere. Eine solche Gasblase ist abgestoßen worden, die darunter abfallende Temperatur hat zur Kondensation des Gases zu Staub geführt. Und diese Staubwolke hat die Sicht auf Teile des Überriesen verdeckt. Die Folge war die beobachtete Helligkeitsabnahme.

Die heute veröffentlichtem Aufnahmen sind am VLT und VLTI (Interferometer) in Paranal, Chile entstanden. Sie zeigen die Oberfläche des Sternes im Januar 2019 und dann im Dezember 19, Januar 20 und März 20.

Das zweite Video fasst das als Animation zusammen.

Im ersten Video wird gezeigt, wie man sich die Entstehung und Wanderung der Staubwolke vorstellen kann.


credit: ESO












Heute: Sonnenfinsternisbericht im Offenen Kanal Kassel

 Während der Sonnenfinsternis hat ein Team des OK Kassel in der Sternwarte auf dem SFN gedreht und von uns alles Material erhalten.

Daraus ist ein etwa halbstündiger Bericht entstanden, der heute erstmalig im Offenen Kanal Kassel gesendet wird:

Mi, 19.22 Uhr und 23.22 Uhr

Do 11.22 Uhr und 15.22 Uhr

Sa: 19.22 Uhr und So, 19.22 Uhr



Ein roter Schleier

 überzieht den Abendhimmel am Dienstag, bis hin zum Mond...

Aufnahme: 22.07 Uhr und 22.15 Uhr (Mond)




Dienstag, 15. Juni 2021

Wird der kommende Sonnenfleckenzyklus besonders stark?

 Traditionelle Vorhersagen von NASA und  NO=AA gehen von einem neuen Zyklus aus, der ähnlich abläuft we der jetzt zu Ende gehende, mit einer maximalen Sonnenfleckenrelativzahl von etwa 115.

Forschende der NCAR (National Center for Atmospheric Research) gehen von einem besonders starken kommenden Zyklus aus.

Sie orientieren sich an der Zeit zwischen zwei Auslöschungen der Magnetfelder von Nord- und Südhalbkugel.

Je kürzer diese Zeit ist, desto stärker ist der kommende Zyklus.

Vor dem langen Daltonminimum Anfang des 19.Jahrhunderts war der Abstand 15 Jahre.

Im letzten Zyklus löschten sich die Magnetfelder schon nach 10 Jahren aus. Das lässt ein Sonnenfleckenmaximum von knapp 250 erwarten.

In ein paar Jahren wissen wir es.

Sehr schön sind die Animationen aus der Arbeit:

Links sieht man, wie due unterschiedlich gepolten Magnetbänder auf beiden Seiten Richtung Sonnenäquator wandern und sich dort auslöschen.

Rechts ist der Verlauf der Sonnenaktivität insgesamt und für die beiden Halbkugeln getrennt dargestellt und unten rechts sieht man die Breitenwanderung der Sonnenflecken.



Pyrenäen auf dem Mond

 Am rechten rand des Mare Nectaris stehen die Mond-Pyrenäen, heute besonders gut durch die Schattenstruktur zu erkennen.

Weiter südlich beginnt das etwa 500 km lange Rheita-Tal, eher eine Aneinanderreihung mehrerer in einander übergehender Einschläge, vermutlich mit dem Mare Nectaris entstanden.

Aufnahmen am Montag um 22.10 Uhr mit 600 mm Tele, nachvergrößert

Zum Vergleich habe ich noch eine NASA Karte aus dem Jahr 1979 abgebildet. Die ungefähre Lage der Schattengrenze ist angedeutet.



                           im Schatten                                                  sichtbar



Montag, 14. Juni 2021

Ein aktueller Blick auf die Sonne

 Bernd Holstein hat am 13.6. um 13.53 von seiner Sternwarte aus die Sonne fotografiert. Lediglich eine kleine Fleckengruppe war zu sehen.

Sonnenflecken sind durch Magnetfelder um etwa 1000 Grad abgekühlte Bereiche der Photosphäre.

Neben den Sonnenflecken sieht man noch einige hellere Fackeln, das sind heißere Wolken, die über der Photosphäre stehen.

Insgesamt ist die Sonne am Rand dunkler, da uns dort das Licht aus höheren, kühleren Schichten der Photosphäre erreicht.

Wie die Aktivitätsentwicklung der Sonne weiter gehen könnte, wird in einem Post am Dienstag erklärt.



Mond bei Mars

 Am Sonntagabend stand die schmale Mondsichel dicht neben Mars. Aber erst spät in der Dämmerung wurde Mars sichtbar, zu spät für Venus, die schon hinter dem Wald stand.

Später gesellte sich noch ein Flugzeug zu Mars und Mond.

Bild 1: So, 22.33 Uhr

Bild 2 (600 mm Tele, mit Erdlicht): So, 23.02 Uhr

Bild 3: Mondsichel mit 600 mm Tele, nachvergrößert, So, 23.03 Uhr

Bild 4: Mond und Mars mit Flugzeug, So, 23.06 Uhr








Sonntag, 13. Juni 2021

Sternwarte auf dem SFN wieder für Publikum geöffnet

 Eine gute Nachricht:

Ab kommenden Freitag ist die Sternwarte auf dem SFN wieder für Besucher/innen geöffnet.

Die Sternenführungen beginnen freitags um 22 Uhr (wenn kein Mond zu sehen ist, später).

Aber: Eine Voranmeldung (und Terminbestätigung) über info@sfn-kassel.de ist notwendig.

Geben Sie bitte an, mit wieviel Personen Sie kommen möchten, ob alle aus einem Haushalt sind oder nicht. Ob Sie geimpft, genesen oder an diesem Tag getestet sind.

Bitte bringen Sie auch weiterhin eine medizinische Maske mit.

Zum Selbstkostenpreis von 6.- bieten wir die Möglichkeit an, sich im SFN-Testraum vorher selbst zu testen.


Leider müssen nun die Online-Führungen ausfallen, denn beides schaffen wir nicht gleichzeitig. Aber der unmittelbare Blick auf den Mond ist durch Nichts zu ersetzen!



Samstag, 12. Juni 2021

57 Stunden ist auch noch jung

 Am Samstagabend tauchte schließlich dann doch der etwas über 2 Tage alte Mond zwischen den Wolken auf. Aber die darunter stehende Venus blieb hinter den Wolken verborgen.

Die Aufnahmen entstanden am Samstag um 22.13 Uhr und um 22.16 Uhr.








Wie kann man Astronomen das Leben retten?

 Mein Vortrag vom 10.6. über Sonnenfinsternis Zyklen ist jetzt geschnitten und online:

 www.natur-science-schule.info/astronomie

Finsterniszyklen




Venus ohne Mond

 Am Freitag wäre die erst 32 Stunden alte sehr schmale Mondsichel rechts unterhalb der Venus sichtbar gewesen. Die Venus war gut zu sehen, aber die Bewölkung verhinderte die Sicht auf den Mond.

Schade, aber heute Abend steht der Mond zwischen Venus und Mars, aber da wird das Wetter kaum mitspielen.

Am Sonntagabend steht er dann ganz dicht beim Mars, das könnte was werden.

Übrigens: Am 9.7. stehen dann Venus und Mars dicht nebeneinander am Horizont.

Die Aufnahme entstand am Freitag um 22.01 Uhr.



Freitag, 11. Juni 2021

Mars verlässt die Zwillinge

 Am Freitag war Mars nun wieder deutlich von der Verbindungslinie zwischen Castor und Pollux nach oben gestiegen. Erläuft auf das Sternbild Krebs zu. Die Aufnahme entstand um 23.02 Uhr.


Das Vergleichsbild vom 1.6. zeigt, wie weit sich Mars in den 10 Tagen bewegt hat.




Venus: unverändert

 Venus ist Abendstern, aber bleibt weiterhin nur kurze Zeit in der Dämmerung dicht am NW-Horizont zu sehen.

An dieser Sichtbarkeit ändert sich auch nichts mehr...Selbst im Dezember taucht Venus nur kurz in der Dämmerung in Horizontnähe auf, dann allerdings im SW.

Die Aufnahme hier entstand am Donnerstag um 22.20 Uhr.



Besuch in der Sternwarte

 Der Kasseler Oberbürgermeister Christian Geselle war nach der Sonnenfinsternis am Donnerstag zu Gast in der Sternwarte auf dem SFN. Dort sprach er mit Tereza, Justin und Paul vom SFN  über Kassels smarte Zukunft. Das Gespräch wird Teil eines Werbefilms zu Kassel als Smart City werden.

„Mit unserem Modellprojekt wollen wir bedarfsgerechte Technologien in den Alltag der Menschen in unserer Stadt integrieren, unsere Leistungen für das Gemeinwohl modernisieren und den Wirtschaftsstandort Kassel stärken." sagt der OB zu dem Millionenprojekt, in das auch das SFN integriert ist.



Donnerstag, 10. Juni 2021

Die Sichelsonne war da!

 Nach 6,5 Jahren war endlich mal wieder eine partielle Sonnenfinsternis in Kassel zu sehen, zwar nur 13%...aber immerhin.

Es gab Schulen, die ihren Jugendlichen ermöglicht haben während der besten Unterrichtszeit durch unseren Livestream einen Blick nach oben zu ermöglichen.
Aber es gab Schulen, die keinerlei Interesse zeigten auch nur Naheliegendes zu ermöglichen.

Für die jetzigen Jugendlichen ist diese Sonnenfinsternis die erste, an die sie sich in ihrem leben werden erinnern.

Warum geht man nicht mal kurz auf den Schulhof oder schaltet mal kurz in den Livestream?

Realität in den Unterricht zu bringen, macht anscheinend vielen Lehrer/innen Angst...immerhin habe ich nirgendswo verhangene  Fenster gesehen, wie 1999...

Aber immerhin über 1000 Computer waren bei uns zugeschaltet, darunter einige Schulklassen, also vielleicht 1300 Besucher/innen.

Kurz vor 11.00 Uhr hat Mark die Sternwarte vorbereitet, im Seminarraum war alles für die Übertragung der drei Vorträge vorbereitet.

Das Einzelbild zeigt die Sonne im Lichte des Calziums. Deutlich sieht man einige heißere Gebiete in der Chromosphäre (Einzelbild aus dem Livestream).

Aufnahmen im Lichte des Wasserstoffs waren wegen des doch sehr diesigen Wetters nicht möglich.

Die Kollage zeigt Bilder, die ich mit meiner alten Sony gemacht habe (für die neue habe ich noch kein Sonnenfilter...). 1200 mm Brennweite,1/2000 sec, ISO 250, leichte Nachvergrößerung.

Unter www.sfn-kassel.de/sonnenfinsternis findet man weiterhin alle Infos und alle vier Videos (den Livestream muss man dann durch Anklicken sich auf You Tube ansehen, warum auch immer...).







Heute: Live-Stream zur Sonnenfinsternis

 

Das stand am Mittwoch in der HNA:



Heute ist es soweit:

Unter www.sfn-kassel.de/sonnenfinsternis kann man alle Veranstaltungen streamen!

Zur Sichelsonne

Magnetische Flaschen auch bei der Erde

 Magnetische Flaschen fangen hochenergetische Ladungen ein und ermöglichen es uns, mit ihnen Kernfusion auszuprobieren.

Wenn die Erde mit ihrem Magnetfeld Ladungen einfängt,  wird der Sonnenwind zum Polarlichterzeuger.

Wie magnetische Flaschen funktionieren, habe ich in meinem Physik-Blog mit vielen Bildern und Experimenten beschrieben:

https://www.natur-science-schule.info/phy

Zur magnetischen Flasche

Bild: Simon Richter



Mittwoch, 9. Juni 2021

Gradlinig

 Mars ist noch weiter nach oben gestiegen, trotzdem aber steht er dichter an der Sonne (diese läuft schneller auf den Mars zu als Mars von ihr weg..., denn die Sonnenbewegung entsteht allein durch die schnellere Erdbewegung).

Man sieht ihn deshalb nur noch kurz in der Abenddämmerung. Er bildet mit Pollux und Castor in den Zwillingen nun eine gerade Linie. Die Aufnahme entstand am Montag um 23.10 Uhr.



Venus ist noch da

 Endlich mal wieder ein halbwegs klarer Abend.

Und schon sieht man Venus als hellen Abendstern in der Dämmerung am Montag dicht am Nordwest-Horizont.

Die beiden Aufnahmen entstanden um 22.09 Uhr und um 22.12 Uhr.




Dienstag, 8. Juni 2021

Sonnenfinsternisse der nächsten Jahre

 Für einen bestimmten Ort auf der Erde sind Sonnenfinsternisse recht selten, Mondfinsternisse dagegen öfter zu sehen.

Das ist seltsam, denn Sonnenfinsternisse sind deutlich häufiger als Mondfinsternisse, da die Auffangfläche für den Mondschatten größer ist als die Schattenfläche der Erde, in die der Mond eintauchen muss. Schließlich läuft ja der Schatten hinter der Erde zusammen...

Trotzdem: In Kassel sind man mehr Mondfinsternisse als Sonnenfinsternisse, denn der Schatten des Neumondes muss ja nur irgendwo auf der Erde landen. Selbst, wenn man den Halbschatten dazu nimmt (dort sieht man eine partielle Sonnenfinsternis) bleiben viele Möglichkeiten...ein Treffer für Kassel ist recht selten.

Das bestätigt sich, wenn man sich die Daten der nächsten Sonnenfinsternisse ansieht:

Jetzt, am kommenden Donnerstag, sieht man nach über 6 Jahren wieder eine Finsternis in Kassel.

Die nächste wird am 25.10.2022 gegen Mittag sein. Auch hier bedeckt der Mond von uns aus gesehen die Sonne nur wenig (26%).

Dann muss man wieder 2,5 Jahre warten...

Ebenfalls zur Mittagszeit bedeckt der Neumond am 19.3.2025 die Sonne zu 18%.

Spannend wird es dann am 12.8. 2026 am späten Nachmittag: 87% der Sonne sind in Kassel bedeckt. Das macht merkliche Lichteffekte!

Es lohnt sich hier schon rechtzeitig einen Sommerurlaub in Island, Grönland oder Spanien zu buchen. Denn von dort sieht man eine eher längere totale Finsternis!

Ein Jahr später, am 2.8.2027 kann man von Kassel aus eine 40%-ige Abdeckung der Sonne am Vormittag beobachten.


Schauen wir uns mal die Monate an, zu denen die Finsternisse hier auftreten:

Juni, Oktober, März, August, August...

Das ist kein Zufall...die Finsternisse verschieben sich jährlich um einige Wochen und tauchen nur alle halbe Jahre auf.

Wer mehr darüber wissen möchte:

Am Donnerstag während der Finsternis erzähle ich in unserem Online-Stream die Gründe.

Das Wetter soll gut werden, es lohnt sich also dieses doch recht seltene Ereignis zu beobachten:


Angebot zur Beobachtung der Sonnenfinsternis

Das Schülerforschungszentrum Nordhessen SFN (Parkstr.16) veranstaltet zusammen mit dem Astronomischen Arbeitskreis Kassel eine Online-Beobachtung der Finsternis.

Das komplette Angebot ist unter sfn-kassel.de/sonnenfinsternis am 10.6. von 11 Uhr bis 13.30 Uhr zu erreichen.

Zur SoFi-Veranstaltung

Neben vielen Hinweisen und Videos zur Sonnenfinsternis gibt es folgende Livestreams:

11.10 bis 11.30 Uhr Vortrag KP Haupt: Wie entsteht eine Sonnenfinsternis und was sieht man da?

12.30 bis 12.50 Uhr Vortrag KP Haupt: Finsterniszyklen oder wie können Astronomen Sonnenfinsternisse überleben?

13.15 bis 13.30 Uhr Vortrag Jonas Plum: Überblick über die nächsten Sonnenfinsternisse

11.15 Uhr bis 13.30 Uhr Mark Woskowski:  Live dabei! Die Sonnenfinsternis live aus der Sternwarte auf dem SFN, auch im Licht von Wasserstoff, mit Erläuterungen alle 15 Minuten, nur bei Sonnenschein

Montag, 7. Juni 2021

Lösung Sonnenfinsternisrätsel

 1) Warum ist die Sonnenfinsternis nirgends total?

 Der Mond steht am 8.6.  im Apopgäum, also im erdfernsten Bahnpunkt. Dadurch ist der scheinbare Durchmesser des Mondes auch 2 Tage später am 10.6.  etwas kleiner, so dass er nicht mehr die ganze Sonnenscheibe abdecken kann.


2) Warum sieht man die Sonnenfinsternis umso besser, je weiter man im Norden ist?

Die Sonne steht fast am weitesten nördlich vom Himmelsäquator, also eh schon über der Nordhalbkugel. Der Neumond steht etwas weiter oberhalb der Ekliptik (genau um 0.3°, mehr geht nicht, sonst würde sein Schatten die Erde nicht mehr treffen...er kann bis zu 5° über der Ekliptik stehen).  Also fällt das Sonnenlicht "von unten, Süden" auf den Neumond und der Schatten geht weit "nach oben, Norden", bevor er auf die Erde trifft. Die Sichtbarkeit im Norden ist also ein Projektionseffekt: Die Lampe ist unten, der schattenspendende Körper oben, dann geht der Schatten noch höher...


Die meisten Einsendungen waren leider falsch...immerhin gehen zwei SoFi-Brillen raus...





Sonntag, 6. Juni 2021

Zweigeteilt

 Der 3756 Lichtjahre entfernte Stern V565   ist umgeben vom Emissionsnebel NGC 2313 (links). Der heiße junge Stern regt die Gase des Nebels zum Leuchten an.

Auf der rechten Seite reflektiert und streut eine kalte Gas- und Staubwolke hauptsächlich langwelliges Sternenlicht.


credit: ESA/HST, Sahai




Sommerferien Aktion im SFN

 In den ersten beiden Ferienwochen gibt es für alle ab  13 Jahre eine Sommerferien - MINT -Aktion.

Ihr könnt vom Mo, 19.7. bis Fr, 30.7. täglich ab 14 Uhr im SFN Sinnvolles und weniger Sinnvolles tun...

>>> an euren Projekten arbeiten
>>> neue Projekte suchen und anfangen
>>> Stoff für die Schule nacharbeiten (mit unserer Hilfe)
>>> Abhängen, und zwar gemeinsam...muss auch mal wieder sein!
>>> auf Wettbewerbe vorbereiten (JuFo, GYPT, ScienceOlympiade)
>>> einen oder mehrerer unserer Workshopangebote besuchen
>>> in unseren Gesprächskreisen miteinander reden
>>> Nachts auf die Helfensteine klettern
>>> in 6 Dimensionen rechnen
>>> Filme gucken (Open Air)
>>> Sterne gucken
>>> Moleküle mit dem EMI gucken
>>> Grillen
>>> Biologische Exkursionen mit dem MINT Van

und noch viel mehr

Es gibt eine tägliche Quizshow: Wer weiß denn sowas?
Die fünf Besten dürfen einen Tag auf einem Flugplatz alles mitmachen und zweimal sogar als Piloten starten, fliegen und landen!

Also: Meldet euch per Mail an info@sfn-kassel.de an. Gebt Name, Adresse, Telefon, Alter und einen ersten Hinweis auf das, was ihr machen wollt, an.





Samstag, 5. Juni 2021

Satelliten-Flare gesehen

 Während ich am Samstag früh Jupiter und Saturn fotografierte, leuchtete über Jupiter um 2.27 Uhr ein sehr helles Objekt auf. Ich konnte gerade noch das Abklingen fotografieren. An der Bewegung sieht man, dass es ein Satelliten-Flare war.

Üblich ist eigentlich der Name Iridium-Flare, weil besonders die Satelliten der Iridiumserie Antennen hatten, die das Sonnenlicht gezielt über bestimmte Punkte der Erde ablenkte. Dort sah man dann den Satelliten hell aufblitzen. 

Positionen und Bahnen der Satelliten waren so gut bekannt, das es präzise Vorhersagen gab. Dann wurden vor einigen Jahren diese Satelliten abgeschaltet, ihre Achsen waren nicht mehr stabil. Die Flare gibt es noch immer, aber sie sind nicht mehr vorhersagbar.

Heute früh muss ich wohl so einen gesehen haben.

Man sollte mal in die Anfangsjahre der App und des Blogs gehen, dort sind viele Bilder und Berichte über solche Flareausbrüche.



Die Gasplaneten kommen...

 Jupiter und Saturn gehen jetzt immer früher auf: Am Samstag früh standen sie um 2.19 Uhr schon deutlich über dem SO-Horizont. Saturn steht im Steinbock, Jupiter im unteren Teil des Wassermanns.