Sonnenuntergang in Kassel (Lara Bendig)

Dienstag, 21. Mai 2019

Das Zitat

Ich möchte den letzten Abschnitt aus einem im Maiheft von Spektrum der Wissenschaft erschienenen Artikel von Dan Coe  "Blick in die Kinderstube des Kosmos" zitieren:

Coe beschreibt wie wir durch eine Gravitationslinse hindurch eine junge Galaxie kurz nach ihrer Entstehung beobachten:

"Die Milchstraße ist vermutlich etwa zur
gleichen Zeit entstanden wie SPT0615-JD. Doch wir sehen
unsere Galaxie nur so, wie sie heute ist, und wir haben
keine Möglichkeit zu erfahren, wie sie im jungen Kosmos
ausgesehen hat. Im Gegensatz dazu sehen wir SPT0615-JD
in ihrer Jugend, weil das Licht dieser Galaxie so lange zu
uns brauchte. Unsere Milchstraße und SPT0615-JD könnten
letztlich eine ganz ähnliche Geschichte haben. Beide sind
im Verlauf von 13 Milliarden Jahren immer weiter ange-
wachsen. Und auch in SPT0615-JD sind wahrscheinlich
rund um Sterne Planeten entstanden – auf einigen dieser
Planeten vielleicht sogar Leben.

Falls eine dieser Lebensformen Intelligenz entwickelt hat,
schaut sie womöglich gerade mit Teleskopen durch densel-
ben Galaxienhaufen hindurch und sieht einen schwach
leuchtenden roten Fleck – ein vergrößertes Bild der Milch-
straße kurz nach ihrer Geburt. Das ist wohl einer der Haupt-
gründe, warum wir immer weiter in die Tiefen des Kosmos
und zurück in die Zeit blicken: um unsere Ursprünge zu
erforschen und unsere Rolle im Kosmos zu ergründen."

Bild: credit: Hubble/NASA/ESA



Montag, 20. Mai 2019

Sonnenprotuberanz

Bernd Holstein hat heute mit seinem Handy am Samstag um 14.30 Uhr dieses Bild einer schönen Sonnenprotuberanz, hergestellt mit dem H-Alpha-Filter am Schaerrefraktor der Sternwarte auf dem SFN, gemacht.

Protuberanzen sind Kondensationen von heißer Koronamaterie in starken über den Sonnenflecken stehenden Magnetfeldern.


Wetteränderung

Während am Samstag abends nach Sonnenutnergang ein klarer Himmel über Nordhessen war (siehe Bild von Mark Woskowski Abenddämmerung um 21.40 Uhr in Zierenberg) zogen am Sonntag weitere Gewitterfronten über Nordhessen (Mond mit Sternen des Skorpionstachels um  23.40 Uhr).



Das Bild hat Bernd Holstein am Freitag  um 22.10 Uhr mit dem Handy auf der Dachterrasse des SFN gemacht.

Sonntag, 19. Mai 2019

SFN auf dem Bundeswettbewerb Jugend forscht

Wir haben zwar kein Astronomieteam, aber eines aus Geo- und Raumwissenschaften.

Hier die Ergebnisse der Sonderpreisverleihung vom Samstagabend und der Hauptpreisverleihung vom Sonntagvormittag:

Aaron Schlitt               

cryptStick -Sicherheit zum Mitnehmen

Platz 2 im Fachgebiet Arbeitswelt

Der von Aaron Schlitt entwickelte USB-Stick erlaubt es, Passworte und andere kritische Daten komfortabel und absolut sicher zu speichern.


Leon Kausch, Leon Nitsche und Moritz Grumann                 

Karstgewässeruntersuchung mittels selbstentwickelter Methoden am Beispiel  der Krizna Jama

Platz 2 im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften

Sonderpreis der Deutschen Geologischen Gesellschafft - Geologische Vereinigung DGGV für eine originelle Arbeit auf dem Gebiet der Geologie

Die drei Jungforscher haben in einer aufwändigen mehrtägigen Höhlenexpedition in einer Wasserhöhle Slowenien selbst entwickelte Methoden zu Neuentdeckungen und wissenschaftlichen Untersuchungen genutzt.       

Jochan Brede  

Entwicklung eines Messgerätes zur  Oberflächenprüfung mit Laser Specklemustern

Sonderpeis Qualitätsicherung durch zerstörungsfreie Prüfung und Teilnahme an einem zweiwöchigen Grundkursus zur Zerstörungsfreien Prüfung in Berlin 

Jochan Brede kann durch die Untersuchung des Flackerns von Laserlicht feinste Strukturen erkennen, besser und schneller als durch Mikroskope.

von links: Leon Kausch, Moritz Grumann, Leon Nitsche, Jochan Brede, Aaron Schlitt

Weiter Blick in die Vegangenheit

Mit dem Hubble Space Teleskop wurde der Galaxinhaufen SPT 0615 fotografiert. Er ist einer der entferntesten Glaxienhaufen, der eine Gravitationslinsenwirkung zeigt.
Deswegen sieht man auf diesem Bild einerseits die Galaxien des Haufens, aber auch weiter entfernte, durch die Linsenwirkung verzerrte, Galaxien.
Unter diesen ist eine, die schon 500 Millionen Jahre nach dem Urknall vorhanden war.

credit: ESA, HST, NASA 

Samstag, 18. Mai 2019

Ein Tag vor Vollmond

Freitag, 23.00 Uhr (von Dresden aus)

Man sieht schon alle Strahlensystem, insbesondere um Tycho und Aristarchus.
Nur noch wenige Schattenstrukturen gibt es am Rand, immerhin fehlt noch 1 Tag zum Vollmond.




























Freitag, 17. Mai 2019

Zerstörung der Spiralstruktur

Einstmals war die Galaxie NGC 4485 eine schöne Spiralgalaxie, bis die rechts unten (außerhalb des Bildes stehende) größere Galaxie NGC4490 Gase und Sterne aus der Spirale rausgezogen und zu sich hingezogen hat. Diese Spur aus neuen junge blauen Sternen und heißen Gaswolken ist 25 000 Lichtjahr lang.

Sehr schön kann man auf diesem neuen Bild des Hubble Space Teleskops links die noch intakte Spiralstruktur und rechts die Überreste sehen.

Die Galaxie ist 30 Millionen Lichtjahre entfernt. Sie steht im Sternbild Jagdhunde.

Die beiden Galxien haben ihren kleinsten Abstand hinter sich und entfernen sich wieder voneinander.

Die gelbliche Galaxie unten im Bild ist 850 Millionen Lichtjahre entfernt.

credit:ESA, Hubble, NASA


Donnerstag, 16. Mai 2019

Mond über Dresdener Schloss

Handyaufnahme um 22.00 Uhr

Technik der Zukunft


Zum mittlerweile 10. Mal findet der MINT - Schülerkongress statt. Dieses Jahr dreht sich der Schwerpunkt um das Thema Technik der Zukunft.

Termin: Mo, 17.6. 9.00 Uhr bis 17.30 Uhr
              Di,  18.6., 8.00 Uhr bis 17.30 Uhr

Technik der Zukunft.

Wieder gibt es aber auch  viele spannende Präsentationen der SFN-Teams:

Die Landessieger-Teams präsentieren ihre Projekte: das Forschungsboot MIKA, das eine slowenische Wasserhöhle erkundet hat sowie ein neues Messgerät zur Vermessung von Oberflächen. Wer sich ein neues Verfahren zur Speicherung von Passwörtern ansehen will, wird ebenso erstaunt sein, wie beim Chaospendel unseres jüngsten Landessiegers.
Haben Sie schon einmal einen Kugelblitz gesehen? Eines unserer Teams erzeugt sie auf Knopfdruck: Ohren zuhalten und Augen zu…..

Viele namhafte Referenten geben uns einen Blick in die Technik der Zukunft, aber auch unsere Mitarbeiter/innen und viele Jugendliche führen spannende Workshops durch.
Dabei geht es nicht nur um die Technik, sondern auch um Fragen nach der Bedeutung und Entstehung unseres Bewusstseins.

Auch im SFN haben wir uns fit für die Zukunft gemacht: Ein eigener Roboterarm kann für Ausbildung und Projekte eingesetzt werden und jeder Besucher kann sich mit unserem neuen Laser-Cutter etwas in Holz oder Metall eingravieren lassen..

Und wer einen ganz weiten Blick in die Zukunft wagen will: Das oberste Stockwerk ist dem Wohnen und Forschen auf dem Mond gewidmet. Unser Mitarbeiter Horst-Dieter Döricht zeigt seine Vorstellung vom Leben auf dem Mond.

Zwei besondere Räume haben wir aufgebaut: In einem Raum kann jeder in Virtueller Realität durch ferne Welten wandern und im anderen Raum muss man sich anstrengen, um wieder herauszukommen: dort ist ein Escape Raum!

Spektakulär und lehrreich zugleich: Das wird unsere Abschlussveranstaltung am Dienstag sein.
Die Physikanten zeigen ihre neue Zukunfts-Show und namhafte Gäste nehmen an Talkrunden teil.

Im Terminkalender der App sind alle astronomiebezogenen Termine aufgelistet.

Das ausführliche Programm findet man auf der Homepage www.sfn-kassel.de oder hier:



Mittwoch, 15. Mai 2019

Guten Morgen

Blick über Wahlershausen um 5.00 Uhr


Di: Goldener Henkel sichtbar

Am Dienstag stimmte wieder alles, in den wenigen Stunden, in denen der Goldene Henkel sichtbar ist, war es dunkel, der Mond stand über Kassel und die Wolken waren weg....

Der Goldene Henkel besteht aus dem Randgebirge der Regenbogenbucht (Sinus Iridum), die noch im Schatten liegt während die Bergkette schon das Licht der Morgensonne bekommt.

Die Bilder sind um 21.58 Uhr gemacht worden.

Wieder sind nur die neu beleuchteten Mondformationen beschriftet, die anderen müssen in den Posts der letzten Tage nachgesehen werden.
Man sollte auch wirklich einmal die Wanderung der Schattengrenze durch Ansehen der anderen Posts verfolgen, auch wie sich der Anblick der Mondformationen durch die Sonneneinstrahlung ändert (wie beim X und beim V).
Auf der Ausschnittsvergrößerung kann man, trotz der ungünstigen Beleuchtungsverhältnisse, sogar noch das Alpental rechts neben Plato erkennen.




Dienstag, 14. Mai 2019

Es wird stürmisch...

Am Mi, 15.6. und Do, 16.6. wird es stürmisch...nicht nur in manchen Teilen Deutschlands sondern vor allem im Weltraumwetter:
Am 10.5. und am 13.5. hat der Sonnenfleck, der jetzt noch groß am 13.5. im Post beschrieben wurde mehrmals koronale Ausbrüche, sog. Coronal Mass Ejections CME, erzeugt. Und zwar genau als er Mitten auf der Sonnenscheibe stand, d.h. diese Gasmassen fliegen genau auf die Erde zu und erreichen sie am Mittwoch und Donnerstag.
Dann gibt es geomagnetische Stürme, wie man sie sonst nur während des Sonnenfleckenmaximums beobachtet.
Da zur Zeit in der Magnetosphäre Risse sind, können die Plasmawolken auch tief in die Atmosphäre eindringen und starke Polarlicherscheinungen hervorrufen (nicht ausgeschlossen, dass man bei wolkenfreiem Himmel am Nordhorizont ein rötliches Leuchten auch von Kassel aus sieht).

Das Bild (credit: SDO), aufgenommen vom SDO-Satelliten, zeigt bei einer Wellenlänge von 211 nm im Licht vom 13-fach ionisiertem Eisen, den Zustand der Korona im Bereich von 2 Mill. Grad von heute.

Der erste Film zeigt den Ausbruch am 10.5. und der zweite Film den Ausbruch von gestern.
Man achte darauf, dass die Ausbrüche wirklich auftreten, wenn der Fleck etwa in der Mitte der Scheibe ist. Nur so klappt das Zielen auf die Erde...






Hier noch ein Film 24-Stunden Sonnenrotation vom 10.5. im Weißlicht. Da sieht man nichts von dem was über den Flecken passiert....


Morgenstimmung beim Kopernikus

Ein Tag nach Halbmond geht die Sonne über Kopernikus, einem 90 km großen Mondkrater, auf.
Die Aufnahme entstand in der Abenddämmerung am Montag um 21.10 Uhr.
Es sind wieder nur die neu sichtbaren Mondstrukturen beschriftet.




Montag, 13. Mai 2019

Fleckiger Sonnenuntergang

Heute war die Sicht klar bis zum Horizont.
Auf der untergehenden Sonne sehen wir zwei Fleckengruppen:
Eine rechts unten...das war mal die Riesengruppe, die wir nun schon mehr als eine Sonnendrehung sehen. Inzwischen ist die Aktivität dort stark abgeklungen..
Dafür ist die zweite Gruppe links oben deutlich gewachsen. Am Horizont ist die Luftunruhe natürlich groß, aber zwischendurch erkennt man, dass sich auch hier der zentrale Fleck geteilt hat.

Wer mehr über Sonnenflecken erfahren will, sollte die letzten Posts dazu noch einmal lesen.

Aufnahmen: 20.15 - 20.16 Uhr
Wenn man die letzten beiden Aufnahmen vergleicht, erkennt man auch sehr schön die Wirkung der Lichtbrechung:: Das Sonnenbild wird leicht angehoben, die unteren Teile stärker als die oberen. Deshalb erscheint das letzte Sonnenbild elliptisch.
Zwei Fleckengruppen, ein Vogel



Mond bei Regulus, Alpental zu sehen

Heute ist Halbmond. Zu der Mondphase taucht das berühmte Alpental auf. Man kann es in einem sehr guten Fernglas oder einem Fernrohr erkennen. Dies ist eine 170 km lange schmale Bruchzone quer durch die Mondalpen.

Der Mond stand letzte Nacht neben dem Stern Regulus im Löwen.

Auf den Mondbildern sind wieder nur die neu beleuchteten Formationen beschriftet, die anderen muss man in den Posts zuvor nachlesen.

Im Mare Imbrium stehen einige Spitzberge, die jetzt in der Morgensonne schön leuchten.

Wenn man genau hinsieht, erkennt man weiter unten auch die Formationen, die zum Lunar X und Lunar V geführt haben.

Aufnahmezeitpunkt: 21.56 Uhr in der Dämmerung.





Sonntag, 12. Mai 2019

Jupiter geht um Mitternacht auf

Jupiter wandert auf seine Oppositionsstellung zur Sonne zu, d.h. er geht jetzt immer früher auf. An diesem Wochenende tritt er erstmals um Mitternacht über den SO-Horizont.
Das Bild entstand in der Nacht vom Samstag auf Sonntag um 0.36 Uhr.


Weitere Buchstaben am Himmel

Am Samstag gegen 23.30 Uhr stand das Himmels-W, die Cassiopeia an ihrem tiefsten Punkt im Norden.
Cassiopeia steht so dicht am Himmelspol, dass sie in Kassel nie untergeht (Zirkumpolarsternbild).
Das schafft das auf dem Kopf stehende  Y, der Perseus, nicht ganz......
Aufnahme um 23.23 Uhr


Lunar X und Lunar V

Einen Tag vor Halbmond kann man für wenige Stunden die Buchstaben X und V auf dem Mond erkennen.
Das geht nicht jeden Monat, denn nicht immer ist der Mond zu dieser Zeit über dem Horizont in Deutschland.
Am Samstag, 11.5. aber passte alles...mal wieder verzogen sich für kurze Zeit gegen die Wolken und der fast halbe Mond war, wenn auch durch leichte Nebelschwaden, sichtbar.
Aufnahmen um 21.34 Uhr


Im Bild sind die neu aufgetauchten Formationen beschriftet und einige der anderen, die am Abend vorher an der Schattengrenze standen. So kann man gut das Wandern der Schattengrenze erkennen.


Andere Namen sind dem Post vom 10.5. zu entnehmen.


Die Buchstaben X und V werden durch die Kraterwälle von benachbarten Mondkratern gebildet, wenige Stunden nach dieser Aufnahme dürften die ganzen Krater beleuchtet sein und die Buchstaben unleserlich geworden sein....

Samstag, 11. Mai 2019

Solaranlage auf dem SFN

Auf dem ausfahrbaren Dach der Sternwarte auf dem SFN und der Dachfläche ist eine große Solaranlage aufgebaut worden, die einen Teil des Energiebedarfs des SFN  deckt. Sie ist von der CDW - Stiftung finanziert worden.

Wir messen jetzt nicht nur das Himmelslicht, wir wandeln es auch in Strom um.


Licht und Schatten: Alexander's crackled western rim

Trotz schlechter Wetterprognosen war es für einige Stunden heute am Freitagabend klar.

Der zunehmende Mond stand hoch am SW-Himmel.

Die Bilder entstanden um 21.16 Uhr und geben den Fernglasanblick wieder. An der Schattengrenze (also dort wo die Sonne über dem Mond aufgeht) sieht man tiefe dunkle Schluchten und hell erleuchtete Berggipfel.
Am 9.5. hat man vom Zentralberg des Kraters Theophilius gerade die Spitze gesehen, jetzt am 10.5. ist sogar der Kraterboden hell erleuchtet.



(Zum Vergrößern anklicken)

Wie Perlenketten reihen sich die beleuchteten Bergspitzen am unteren Rand des Mare Sernitatis aneinander, ähnlich sieht auch der linke Rand eines Kraters oben im Mare Serenitatis unterhalb des Kraters Eudoxus aus (Alexander's crackled western rim)

Sehr schnell kamen dann wieder Wolken auf und der Himmel war bedeckt.

Freitag, 10. Mai 2019

Sombrero Galaxie

Dieses neue Bild vom Hubble Space Teleskop zeigt die 28 Millionen Lichtjahre entfernte Sombrero Galaxie (M 104) im Sternbild Jungfrau.
Mit einem Durchmesser von 50 000 Lichtjahren ist sie eher ein kleineres Sternsystem.
Auf dem Bild sieht man den sehr hellen Zentralbereich, umgeben von einer sehr dünnen Scheibe, die durchsetzt ist von zahlreichen Gas- und Staubwollken.
Alles ist eingebettet in das nahezu durchsichtige Halo aus Millionen  von Sternen und zahlreichen Kugelsternhaufen. 

credit: NASA, ESA, HST

Donnerstag, 9. Mai 2019

Der Wolkenlückenabend

Es hat viel geregnet in letzter Zeit, die Luft ist recht klar und falls die Wolken mal eine Lücke lassen, so hat man eine gute Sicht.

Noch verdecken Wolken den Blick zum Mond


Über dem Mond stehen Castor und Pollux in den Zwillingen
Direkt neben dem Mond steht der Stern 55 Gem, gerade 3,8 mag hell.



Dann ziehen sich für eine Weile die Wolken fast zurück...
Einige sehr schöne Schatten- und Lichtspiele sind im Fernglas zu sehen:
Die Spitze des Zentralberges von Theophilius steht schon im Licht der Morgensonne. Über dem Krater werden die oberen Wände von Gebirgszügen beleuchtet. Einer ist kreisförmig gebogen und es sieht so aus, als würde das Licht auf eine Kraterwand fallen.
Auch am südlichen Ende der Mondsichel sind shcon einige Bergspitzen beleuchtet.




Die Aufnahmen entstanden zwischen 22.00 Uhr und 22.30 Uhr vom Rand der Wilhelmshöher Allee aus..

Erneuter Blick auf die Sonne

natürlich nicht von Kassel aus...da ist Dauerbewölkung...aber vom SDO Satelliten der NASA

Die aktuellen Bilder zeigen die Sonne am 8.5. um 20.40 MESZ.
Im ersten Bild sieht man, dass sich "unser" Riesenfleck inzwischen geteilt hat, der neu aufgetauchte Fleck weiter am Sonnenrand ist auch gigantisch groß (größer als die Erde). In seiner Nähe sind man einige Sonnefackeln (hellere Gebiete).



Erklärungen:

Sonnenflecken sind Bereiche, in denen das Magnetfeld der Sonne durch die Photosphäre nach Außen dringt. Dabei kühlt es die Photosphäre von etwa 6000 Grad auf 4800 Grad ab, das erscheint uns als dunkel (Umbra des Sonnenfleckes).
Die Umbra ist von der helleren Penumbra umgeben (im Mittel etwas heißer). Dort knicken die Feldlinien in manchen  Bereichen seitlich ab, dadurch erscheint hier die Schwärzung eher schraffiert, bei geringer Auflösung eben als Grau gemittelt.

Das zweite Bild zeigt die Magnetfelder (Magnetogramm), Nordpolgebiete sind weiß, Südpolgebiete schwarz markiert. Aufnahme ebenfalls am Mittwoch, 8.5. im Licht des neutralen Eisens (Temperatur 6000 Grad).


Die Sonnenfackeln sind heißere über den Flecken schwebende Calziumdampfwolken.

Weiter außen verdichten die Magnetfelder die Gase der Korona. Durch Kurzschlüsse zwischen den Magnetfeldern werden gewaltige Energien freigesetzt, die Gase erhitzen und nach oben wegdrücken (Flares).

Nun kommen wir zu den beiden Filmen:
Im ersten Film sehen wir  die Sonne in einer 24 Stunden Zeitraffung vom 7.5. im normalen Licht. Deutlich ist erkennbar, wie sich der rechte Fleck auseinanderzieht und teilt.



Der zweite Film zeigt ebenfalls den 7.5. in einer 24 Stunden Zeitraffung. Aufgenommen wurde im Licht des 17-fach ionisierten Eisens (Temperatur 6 Millionen Grad). Da machen sich die Flareausbrüche besonders gut bemerkbar.




Mittwoch, 8. Mai 2019

Neues vom Riesen-Sonnenfleck

Im April war ein ungewöhnlich großer Sonnenfleck zu sehen (siehe Post vom 16.4., 20.4. aber auch vom 5.5.).

Auch wenn wir ihn selbst wegen des schlechten Wetters nur schwer beobachten können, steht die Sonne ständig unter Beobachtung des SDO-Satelliten.


Sonne im Weißlicht, SDO, 7.5.


Die beiden Bilder zeigen einmal die Sonne im Licht von ionisiertem Helium im UV Bereich (rot eingefärbt, warum auch immer..., oben) und einmal im Licht von 13-fach ionisiertem Eisen, ebenfalls im extremen UV-Bereich (unten).

Im Heliumlicht sieht man weite Teile der Korona und links das Aktivitätsgebiet, das zum Riesenfleck gehört.
Am Sonnenrand ist ein zweiter, fast ebenso großer Fleck aufgetaucht.

Im Eisenlicht leuchten nur die 2 Millionen Grad heißen Koronateile. Man sieht die kühleren koronalen Löcher (dunkel) aus denen der Sonnenwind kommt und die bis in die Korona hinaufragenden Aufheizungen und Verdichtungen des Gases beider Flecken.

Am Sonntag konnten auch extrem starke Radiostörungen bei einer Frequenz von 20 Mhz beobachtet werden (Kurzwelle).

Der Film zeigt die Drehung der Sonne und die Entwicklung der beiden Aktivitätsgebiete während des 6.5.




Film:

Courtesy of NASA/SDO and the AIA, EVE, and HMI science teams