Sonnenuntergang in Kassel (Lara Bendig)

Dienstag, 31. März 2020

ISS rammt Beteigeuze

am Dienstagabend um 21.50 Uhr...und kurze Zeit später taucht sie im Süden in den Erdschatten ein...

Man vergleiche mal mit dem Erdschattenbild von 20.00 Uhr vom letzten Post (da sieht man den Schatten, hier zeigt die ISS wo er beginnt), dann erkennt man, wie tief die Sonne inzwischen gesunken ist.




X und V auf dem Mond

Noch während der Dämmerung habe ich um 20.05 Uhr den Mond fotografiert.
Genau an der Schattengrenze bilden einige Bergformationen im Licht der Morgensonne die Buchstaben X und V.

Im Osten geht der Erdschatten nach oben, der fasrige rote Bereich kommt vom Sonnenlicht, das noch durch die Erdatmosphäre durchkommt.




ISS die nächsten Abende

Heute, Di,:
20.12 Uhr in der Dämmerung gerade sichtbar, oberhalb von Venus und Mond

21.46 Uhr unterhalb Venus, Aldebaran, dann 21.47 Uhr verdammt dicht an Beteigeuze vorbei
                  ein lichtschwacher Satellit fliegt etwa einen Vollmonddurchmesser voran (zumindest im  Fernglas sichtbar), es ist das Servivemodul Cygnus (siehe Bild)!

Mi:
20.57 Uhr im Westen unterhalb Venus, Mond bis 21.05 Uhr SO

Do:
21.49 Uhr Westen, unterhalb der Gürtelsterne, bis 21.52 Uhr SSW

Fr:
21.01 Uhr W unterhalb Venus, Gürtelsterne, über Sirius, bis 21.07 Uhr im SSO


Konjunktion Mars-Saturn am Morgenhimmel

Heute früh stand Mars schon sehr nahe bei Saturn, am Mittwoch wird er noch etwas näher unter Saturn sein (Abstand 1°).
Man vergleiche wieder die früheren Posts um die Bewegung des Planeten zu erkennen.

Auf der Teleaufnahme kommt auch der Jupitermond Ganymed raus, die anderen drei Monde stehen für diese Brennweite zu dicht an Jupiter.

Bilddaten:
3,2 s, F3,5 ISO 200, 60 mm, 6.05 Uhr
4 s, F4,5, ISO 250, 185 mm, 6.07 Uhr



Montag, 30. März 2020

Online-Workshop Angebot für die Osterferien

Workshop Mathematik: Komplexe Zahlen und ihre Anwendungen in Elektrotechnik und fraktaler Geometrie
Online ab 1.4.
In der Schule lernt man, dass man aus negativen Zahlen keine Wurzeln ziehen darf...falsch...man erhält auf diese Art neue Zahlen, die man sich ganz einfach auf einer Ebene veranschaulichen kann. Durch einfache Rechenvorschriften kann man fraktale Muster wie hier die sog. Mandelbrotmenge erzeugen.
Auch die Widerstände von Spule und Kondensator lassen sich viel einfacher darstellen, letztlich sogar Felder und Potenziale durch gemeinsame Zeichnungen und Formeln.

Da ein solcher Online-Workshop viel Arbeit macht, würfe ich gerne wissen, ob überhaupt Interesse besteht und wer mitmachen würde? Die Arbeitszeit ist beliebig, ich lade dann täglich Posts zum Thema hoch:


Wer macht mit?
Bitte melden unter: kphaupt@sfn-kassel.de

Ist der Kosmos ein Schleimhaufen? Teil 5: Das kosmische Netzwerk: Beobachtungen


Hinweis:
Da die letzten Posts dieser Reihe schon etwas zurückliegen, empfiehlt es sich, noch mal alles zu lesen...

Auch die beiden Videos zur Corona-Pandemie passen zu diesem Thema.


Untersucht man die Struktur des Kosmos auf gigantischen Längenskalen der Größenordnung 100 Millionen Lichtjahren, so zeigt sich, dass Galaxien und Galaxienhaufen eine netzwerkartige Anordnung einnehmen.

Wir wollen die folgenden Fragen klären:

1) Wo kommt die Struktur dieses Netzwerkes her?
2) Wie entwickelt sich das Netzwerk?
3) Wie kann man das Netzwerk beobachten?
4) Gibt es Simulationen des Netzwerkes?
5) Was ist längs der Kanten, was ist an den Knoten, was im Innenraum?

Fangen wir erst einmal mit den Beobachtungen an:

Seit einiger Zeit laufen viele Beobachtungsprogramme, die der Anordnung der Galaxien auf der Spur sind.
Beim 2 Micron All Sky Survey wurden die Positionen von 1,6 Millionen Galaxien vermessen.
CalTec

Beim 2dF Galaxy Redshift Survey wurde in einem schmalen Streifen am Himmel über Entfernungsmessungen auch die räumliche Verteilung der Galaxien bestimmt.
Royal Observatory of Edingburgh

Die Galaxien ordnen sich in dünnen, faserartigen Bereichen an, umschließen gigantische Leerräume und bilden Supergalaxienhaufen an den Knoten dieses Netzwerkes.

Auch die Verteilung der intergalaktischen Materie passt zu diesem Netzwerk.
Dieses dünne Gas leuchtet nicht, aber es macht sich im Licht weiter entfernter Quasara durch Absorptionslinien bemerkbar.
Je nach Entfernung der Gaswolke sind diese Linien dann unterschiedlich nach längeren Wellenlängen verschoben (durch die Expansion), so dass man Richtung (die, aus der der Quasar leuchtet) und Entfernung kennt.

Unser Kosmos ist ein gigantisches Netzwerk!

Doch wo kommt es her?

wird fortgesetzt...



Sonntag, 29. März 2020

Mond bei Hyaden und Aldebaran

Um 20.20 Uhr konnte ich (wieder aus dem Küchenfenster, deswegen die Reflexe links) Mond mit Erdlicht rechts neben Aldebaran im Stier und leicht oberhalb der Hyaden fotografieren.
Der untere Hyadenstern ist nicht sichtbar, deswegen fehlt etwas vom charakteristischen "V" der Hyaden...
 Der Stern am oberen Rand der dunklen Mondseite ist Ain im Stier (3,5 mag). Er ist 10 Minuten später vom Mond bedeckt worden (Eigenbewegung des Mondes am Himmel geht nach links oben).

Die Wolken sind während der 6 Sekunden Belichtung schnell vorbeigezogen, sie zeigen aber auch einen Hof (Lichtbeugung).

Viel weiter rechts standen die Plejaden und weit da drunter hell leuchtend die Venus.

Um 21.45 Uhr ist die ISS quer durch diese Konstellation gezogen, da waren aber schon wieder Wolken im Weg.





Informationen zu Corona und Blog, Netzwerke

Zur Zeit habe ich seltsamerweise mehr Arbeit wie sonst, der Online Physik-Kurs erfordert fast die 8-fache Zeit....
Aber spätestens am Montag mache ich mit den Postserien weiter...

In der Zwischenzeit zwei interessante Videos zur Ausbreitung des Corona-Virus. Die passen durchaus zu unseren letzten Posts zur Netzwerktheorie:




Samstag, 28. März 2020

Tag der Astronomie auf dem Balkon: Bildersammlung

Die Sternwarte auf dem SFN ist natürlich geschlossen.
Aber hier in diesem Post möchte ich immer wieder neu aktualisierend Bilder von Mitmenschen posten, die den Sternenhimmel ansehen oder auch eigene Bilder von Mond, Venus und Sternen gemacht haben...

Bitte senden an kphaupt@sfn-kassel.de

Jeder für sich und alle gemeinsam!



Alle Bilder können durch Anklicken vergrößert werden.

Bernd Holstein in seiner Sternwarte in der Nähe der Kohlenstraße heute Nachmittag bei der Sonnenbeobachtung:

Sonnenbeobachtung auf der Terrasse (M.Kranixfeld)

Mein Balkon nach Sonnenuntergang am Tag der Astronomie:
Blick nach SW
Blick nach OSO

Mond neben Venus in der Abenddämmerung noch zu hell für den Erdschein):

 


Handyaufnahme aus dem Garten von Bernd Holstein

Auch aus dem Küchenfenster geht (bei mir):

Und man sieht Mond mit Erdlicht, Venus, Plejaden und den Laserstrah, der zum Herkules geht

Horst-Dieter Döricht hat gegen 19.30 Uhr aus seinem Garten Mond und Venus fotografiert und anschließend wie die ISS vorbeigezogen ist (20.00 Uhr)


 Auch Bernd Holstein hat den ganzen Abend in seiner Sternwarte auf dem Hausdach verbracht.


Auch Tereza hat den Abend auf dem Balkon verbracht:
Auch Felix Kreyer hat von Heiligenrode aus Bilder gemacht:

Auch Christian Hendrich in Westhausen  hat allein beobachtet.
Starlink-Satelliten

Mond im Stier

Das Ende der klaren Nacht (Felix Kreyer):

Tag der Astronomie auf dem Balkon

Diese Mail erreicht mich, zusammen mit den Bildern der drei Planeten in der Morgendämmerung:

Lieber Herr Haupt,

eigentlich wäre ich natürlich gerne heute zum Tag der Astronomie ins SFN gekommen, aber nun machen der 8-Zoll-Newton und ich uns einen eigenen Tag der Astronomie auf dem Balkon.
Ich bin Ihrem Blogbeitrag zufolge etwas später als sie aufgestanden, es war in der Dämmerung schon eine Herausforderung, Mars und Saturn in Sucher zu finden und mit dem Handy erkennbar zu fotografieren. (Jupiter war am besten erkennbar)
Viele Grüße aus dem Schwalm-Eder-Kreis
Jupiter mit Monden

Mars

Saturn 

Mars ist bei Saturn angekommen

Da Mars der Erde sehr nahe steht, bewegt er sich sehr schnell am Himmel. Am Samstagmorgen um 5.20 Uhr konnte ich die drei Planeten in der diesigen Morgendämmerung aufnehmen.Man vergleiche die Marsstellung mal auf früheren Posts.


Vergleichsbild: 22.3.

Freitag, 27. März 2020

Abendspaziergang statt Sternwarte: Mond, Venus und ISS

Die Sternwarte auf dem SFN ist ja zur Zeit geschlossen. Deshalb war Zeit für ein Abendspaziergang am Westende des Rammelsberges in Wilhelmshöhe.

Der Mond hat sich im Vergleich zum Vortrag mehr der Venus genähert.
Es war recht dunstig.
Die Aufnahmen entstanden zwischen 20.30 Uhr und 20.40 Uhr.
Wenn man die Bilder anklickt und vergrößert, dann sieht man rechts vom Herkules mehrere Lichtpunkte. Die beiden nebeneinander stehenden unten sind die Lichter des Restaurants. Der direkt neben Herkules stehende Lichtpunkt ist der Stern Menka im Walfisch (2,5 mag).



Erneut stieg die ISS fast senkrecht nach oben. Es dauerte aber eine Weile, bis man sie durch den Dunst gut erkennen konnte.
Auf der Aufnahme um 20.44 Uhr steht sie unterhalb der Venus.

Um 20.55 Uhr näherte sich die Mondsichel den Baumspitzen. Über der Venus stehen die Plejaden.
Es war leicht dunsig, menschenleer und was man nicht auf den Bildern mitbekommt war das leise Plätschern des Baches.


Eigentlich ein schöner Abend, wenn da nicht das Virus wäre...


ISS, Venus und Mond in den nächsten Tagen

Freitag:

Mond unterhalb Venus

ISS: 20.42 Uhr im W, über Zenit
        20.46 Uhr Schatteneintritt im Osten

Samstag:

Mond neben Venus

ISS:
19.55 Uhr im W, rechts an Venu und Mond vorbei übers Zenit
 20.01 Uhr Schatteneintritt im O
erneut:
21.32 Uhr taucht im W neben dem untergehenden Mond auf
21.34 Uhr Schatteneintritt

Sonntag:

Mond neben Aldebaran in Hyaden
ISS; 21.44 Uhr im W, zwischen Mond und Venus durch
        21.48 Uhr Schatteneintritt im SSO

Montag:
20.57 Uhr im W, rechts von Venus und Mond ins zenit
21.03 Uhr Schatteneintritt OSO

erneut um 22.34 Uhr für eine Minute unterhalb des Mondes zu sehen

Deran denken: Maximal zu zweit beobachten, geht auch aus dem Fenster, wenn man Westblick hat

Und eine Bitte an die Jogger: Macht einen großen Bogen um uns und hechelt nicht direkt an uns vorbei....

ISS am Donnerstag fast identisch wie Mittwoch am Himmel

Auch am Donnerstagabend flog die ISS wieder über Kassel, ihr Überflug verlief sehr ähnlich wie am Mittwoch, nur eine knappe Stunde früher und etwas weiter von Capella entfernt.
Um 19.55 Uhr zog sie neben dem Herkules hoch an Venus vorbei. Dabei konnte ich sie mit Venus und der Mondsichel kurz vor dem Untergang fotografieren.
Kurze Zeit später hat Bernd Holstein sie dann neben Capella erwischt, deutlich heller und schneller bewegend.





Donnerstag, 26. März 2020

Der junge Mond, Venus und Herkules

Es war ein schöner Abend... Bernd Holstein war zu Hause in seiner  Sternwarte, ich am Rammelsberg.leider waren viele der Freizeitläufer keuchend unterwegs...bin immer ins Gebüsch, wenn einer (allerdings durchaus 2 m entfernt) vorbeizog...aber lästig fand ichs doch...müssen die ausgerechnet jetzt auf engen Wegen entlanghecheln?

Zwischenddurch habe ich Venus und den zwei Tage alten Mond über dem Herkules fotografiert.
Die ersten beiden Bilder sind fast zur gleichen Zeit (gegen 19.35 Uhr) aufgenommen worden  einmal von der Kohlenstraße, Nähe MacDonalds (Bernd Holstein), und einmal von mir an  der Nordseite des Rammelsbergs. Man erkennt das an der Stellung des Mondes relativ zum Herkules.
Venus steht am oberen Bildrand, die Mondsichel mit Erdlicht dicht über dem Horizont.

 Interessant: Ich habe Venus auch mit dem 1200 mm Tele fotografiert. Sie zeigt ungefähr Halbvenus. Man erkennt aber, dass die beleuchteten Seiten von Mond und Venus auf die untergegangene Sonne zeigen.

Das Erdlicht kommt besonders bei dieser Teleaufnahme heraus (19.40 Uhr).

 

 10 Minuten später (19.50 Uhr) ist der Mond schon fast auf den Baumspitzen...

Um 19.59 Uhr erwische ich ihn noch hinter den Bäumen des Habichtswaldes.
Der Stern oberhalb ist HIP 9706 (6,4 mag), er wird wenige Minuten später vom Mond bedeckt...


Whirlpool-Galaxie

Mark Woskowski hat mir ein Bild der Galxie M 51 in den Jagdhunden geschickt,
mitten in Kassel gemacht...Wir haben zur Zeit exzellente Sichtverhältnisse, allerdings hat Mark auch die gesamte Kunst der Bildbearbeitung genutzt.

Gestack in DeepSkyStackert. Korrekturen in Fitswork und Finale Bearbeitung in Lightroom.
 
Bilddaten:
 
Aufgenommen mit Autoguider mit der Atik 11000mono und den EFW-2 Filterrad am 12" F5 Newton der Sternwarte auf dem SFN

10x100s Bilder pro Farbkanal überlagert
verrechnet mit Bias, Flats, Flat-Darks, Darks.
 
M 51 (Whirlpool-Galaxie) liegt in den Jagdhunden. Sie ist eine typische Spiralgalaxie, etwa 25 Millionen Lichtjahre entfernt. Ihr Masse liegt bei 160 Milliarden Sonnenmassen. Die kleinere irreguläre Begleitgalaxie übt Gezeitenkräfte auf M 51 aus und hat die Bildung zahlreicher massereicher Sterne dort ausgelöst.
 
 

Mittwoch, 25. März 2020

Knapp vorbei: ISS trifft Capella

Heute war es wirklich klar und einige Menschen haben jeweils weit voneinander (20 m bis 6 km) getrennt das Ereignisse dokumentiert. Ich werde alle mir eingegangenen Bilder und Animationen hier im Blog darstellen, für alle die, die nicht zusehen konnten.

Die ISS ist zur zeit abends über Kassel zu sehen. Von Tag zu Tag verschiebt sich ihre Bahn, und heute ist sie auf den Stern Capella im Fuhrmann zugeflogen.

Zuerst einen Blick auf die leere Sternwarte auf dem SFN. Ganz hinten am C14 wird Mark bald eine Großaufnahme versuchen.
Alle Bilder können durch Anklicken in einer Bildergalerie vergößert angesehen werden.

 Ich selbst stand auf der anderen Seite des Gebäudes auf dem Dach und habe über die Wilhelmshöhe fotografiert.

Zuerst einmal einen Überblick über die Sternbilder:





Hier konnte ich gerade mit der Belichtung beginnen als die ISS fast vor Capella stand. Meine Bilder sind alle 20 sec belichtet.
Man erkennt sehr schön, wie die ISS immer helelr wird, weil wir imemr mehr von de rbeleuchteten Unterseite sehen. Auch die Flugstrecke am Himmel wächst: Am Anfang fliegt sie fast auf uns zu, am Ende ist sie fast über uns.
Felix hat auf der anderen Seite des Gebäudes eine durchgehende Aufnahme gemacht. Da sind natürlich die Sterne zu Strichen auseinander gezogen.

HD Döricht hat 6 km entfernt fotografiert:

Man erkennt deutlich eine leichte Verschiebung der Leuchtspur.



                                                                        

 Mark hat  4500 Einzelbidler aus seinem Film am C14 produziert, daraus hat Felix die 26 ausgesucht, auf denen die ISS zu sehen ist, ich habe sie einzeln  aufgehellt und zu einer Animation verarbeitet.


Hier der Moment der größten Annäherung: