Sonnenuntergang in Kassel (Lara Bendig)

Montag, 20. September 2021

Westwärts

 Auch Jupiter ist am Montagabend kurz durch die Wolken gekommen...

Der Mond Io steht ganz dicht am Belichtungsscheibchen, auch die drei Sterne sind wieder zu sehen. Man erkennt, dass Jupiter in den letzten Tagen weiter nach rechts (Westen) gewandert ist, so wie es während seiner Oppositionsschleife auch sein soll.

Zum Vergleich die Aufnahmen vom Do, Sa und So, zusammen mit der heute (Mo)

Bild Montag, 22.31 Uhr:

 

Sonntag, 0.55 Uhr


Samstag, 22.31 Uhr


Donnerstag, 23.00 Uhr




Vollmondnacht

 Es ist eine wolkige Vollmondnacht, aber das hat auch seinen Reiz.

Drei Stunden vor Vollmond, gegen 22.33 Uhr habe ich den Mond, umgeben von einem Hof (Beugung des Lichtes an Wassertropfen, d.h. außen rot, innen blau) fotografiert.

Jupiter steht viel weiter westlich, er hatte ja schon vor einem Monat seine Oppositionsstellung. Da die Erde ihn dabei "überholt", wandert er nach rechts, nach Westen. Und somit steht er westlich vom Oppositions-Mond, dem Vollmond.

Übrigens steht er jetzt da am Himmel, wo die Sonne zum Frühlingsanfang stehen wird.




Entlang der Ekliptik

 Nach einem trüben Tag klarte es nach Mitternacht auf.

Die folgenden Bilder sind um 0.55 Uhr in der Nacht vom Sonntag auf Montag gemacht worden.

Bild 1: Mond, Jupiter, Saturn, eingezeichnet ist die Ekliptik. Jupiter und Saturn stehen leicht unterhalb, der Mond mit einer ekliptikalen Breite von - 5° deutlich unterhalb der Ekliptik. 

Bild 2: Jupiter mit den vier hellen Monden. Am Stern 45 Cap (vergleiche mit den Aufnahmen der letzten Posts) erkennt man schön die Bewegung des Planeten (600 mm Tele mit Nachvergrößerung)

Bild 3: Der Mond, 23 Stunden vor der Vollmondstellung: Man erkennt am linken Rand noch einige Kraterstrukturen







Sonntag, 19. September 2021

Nachts beim Radioteleskop

 Mein ehemaliger Kollege, Dr. Rüdiger Seemann, wohnt nun nicht mehr in Kassel, er hat es nicht weit zum Radioteleskop Stockert in der Eiffel.

Dort ist 1955 Deutschlands erstes Radioteleksop mit einem Spiegeldurchmesser von 25 m errichtet worden.

Nach 1979 wurde der Forschungsbetrieb eingestellt, aber bis 1993 wurden noch Studenten dort ausgebildet.

Seit 2005 wird es von einem Verein betrieben und Amateurastronomen und Funker können es nutzen.

R. Seemann hat mit mir über viele Jahre hinweg viersemestrige Astronomiekurse in der Oberstufe der ASS betreut...was waren das für Zeiten!





Der Mond wandert weiter

 Am Samstagabend stand der Mond unter Jupiter, aber er wird noch weiter wandern müssen, bis zum Vollmond, denn Jupiter ist nach seiner Opposition zur Sonne weiter nach rechts gewandert.

Aber immer wieder bedeckten Wolken die Himmelskörper.


Bild 1: Mond, Jupiter und Saturn (21.50 Uhr)

Bild 2: Jupiter mit Monden und Stern (22.21 Uhr)

Bild 3:  Mond mit dem hellen krater Aristarchus (22.37 Uhr)








Samstag, 18. September 2021

Das Stichwort 1: AGN

In dieser Postserie stelle ich in lockerer Folge Begriffe und ihre Erklärungne zusammen. Sie werdne mit Gloassar gelabelt. Damit kann man sich durch Anklicken dieses Labels einmal alle Inhalte, wie in einem Gloassr zusammenstellen.

 AGN: Active galactic nucleus   = Aktiver galaktischer Kern

Extrem helle aktive Region im Zentrum einer Galaxie, die ihre Energie durch den Einfall von Gas und Staub in ein großes Schwarzes Loch bekommt.

Its oft heller als die ganze Galaxie und strahl in allen Bereichen, von der Gama- bis zur Radiostrahlung.

Besodners aktive AGN nennt man auch Quasare.

Fliegt die abgegebene Strahlung in Form eines Jets direkt auf die Erde zu, so spircht man auch vom Blazar. 

Das Bild zeigt den AGN im Inneren der Galaxie Markarian 509

Bild: ESA/Hubble


 


Total benebelt...

 ...waren Jupiter, Mond und Saturn am Freitagabend...

Aufnahme: 21.54 Uhr

Aber um 21.00 Uhr konnte man wenigstens den Mond halbwegs sehen.




Freitag, 17. September 2021

Verjüngungskur für Weiße Zwerge

Etwa 98% aller Sterne enden als Weiße Zwerge (WZ). Dabei stoßen sie ihre äußere Gasschichten ab und legen den kleinen dichten Kern (etwa Erdgröße) aus Sauerstoff und Kohlenstoff frei.

Dieser kühlt dann aus und erkaltet.

Nun haben Forschende mit Hilfe von Aufnahmen des Hubble Space Teleskops HST entdeckt, dass WZ nicht so weit entwickelt erscheinen, wenn frischer Wasserstoff aus der Nachbarschaft auf sie herunterfällt und an der Oberfläche Kernfusion ("H-Brennen") startet.

Dann sehen die alternden Sterne jünger, also bläulicher aus.

In den beiden Kugelsternhaufen M3 und M13 wurden  700 Weiße Zwerge untersucht.

In M3 scheinen alle den normalen Alterungsprozess durchlaufen zu haben.

In M13 sind etwa 70% der WZ durch die zusätzliche Wasserstofffusion auf der Oberfläche "verjüngt".

 Bild: ESA/Hubble/NASA



Drei Wolkenlücken am richtigen Ort

 Um 22.45 Uhr am Donnerstag kamen Jupiter, Saturn und Mond für kurze Zeit durch die Wolkendecke durch.

Um 23.00 Uhr konnte ich auch die Jupitermonde aufnehmen.




Donnerstag, 16. September 2021

ESO Sternwarten in Chile

 Die Europäische Südsternwarte ESO hat neue Bilder ihrer Einrichtungen in Chile veröffentlicht.

Einige sind von Gerd Hüdepohl gemacht wordnen der seit langer Zeit die Spiegelaufbereitung am VLT leitet und den ich 2013 bei seiner Arbneit besuchen durfte.

Bild 1: 

ALMA 66 Radioantennen mit variablen Positionen (als Tele oder Weitwinkel nutzbar)  in 5100 m Höhe 

(Clem Adri Bacri-Normie/ESO)

Bild 2: 

Blick auf La Silla, die älteste Sternwarte der ESO, im Vordergrund das 3,6 m Teleskop (Planetenjäger) 

(Hüdepohl/ESO)

Bild 3:

Blick auf das VLT in Paranal, Pazifik im Hitnergrund

(Hüdepohl/ESO)

Bilder 4-6: Gerd Hüdepohl an der Spiegelreinigungsanlage für die 8,4 m Spiegel des VLT







Mittwoch, 15. September 2021

Einschlag auf Jupiter? Ja, hier das Video

 Am Mo, 13.9. hat Harald püaleske durch sein fernrohr den Schatten des Ios filmen wollen, dabei ist ihm ein heller, etwa 2 Sekunden andauernder, Lichtblitz aufgefallen (rechts vom Schatten).

Dies könnte ein Einsturz, vielleicht eines Kometenkerns, Asteroiden etc. auf Jupiter sein. 

Bild: Harald Paleske, September 13, 2021 @ Langendorf Germany




Bevor die Wolken kommen...

 tauchte am Dienstagabend noch einmal der tiefstehende Mond auf, einen Tag nach Halbmond.

Der Mond steht jetzt da auf der Ekliptik, wo die Sonne sich Mitte Dezember befinden wird. Und da die Wintersonne so tief steht, tut das auch der Mond. Hinzu kommt: er steht noch 3°,5 unterhalb der Ekliptik...also seine Position gleicht eher der Sonnenstellung Mitte Dezember in Süd-Dänemark.

Aufnahme 14.9., 19.43 Uhr



Dienstag, 14. September 2021

Förderung von MINT in Kassel

 


Die Zusammenarbeit mit SMART City Kassel hat ebenfalls begonnen, wir werden als Teil dieses Konzeptes ein Angebot machen.
Vormittags sollen Lerngruppen, Klassen, Kurse in eigenständiger Arbeit in einem "Maker-Space" Halbleitertechnologien begreifen und lernen, durch eigene Experimente, eigene Ideen geleitet, aber auch durch Coaches betreut.
Sozusagen eine Mischung aus Schülerlabor und SFN...von beidem das Beste!
Nachmittags und am Wochenende steht der Bildungsraum allen im Rahmen von SMART City zur Verfügung.
Natürlich wird es auch, nicht nur über SMART City, eine enge Verzahnung mit unserem SFN geben.

Wir brauchen jetzt Ideen, Input, Anmerkungen...kommt doch bitte alle zu der  Veranstaltung.
 
 Aber auch ein weiterer Schritt ist in Planung: In den nächsten Sommerferien wollen wir an fünf Standorten in Hessen (natürlich auch am SFN) Sommercamps zusammen mit Jugend forscht organisieren und durchführen, so wie wir es dieses Jahr im SFN gemacht haben.
 Und nicht vergessen:
Mittwoch 18 Uhr
Mikrokosmos - Makrokosmos

live im SFN oder online unter sfn-kassel.de/live oder schuelerkongress-kassel.de

Jupiter hat einen Hof

 Am Montagabend war es sehr nebelig und dünne Wolkenschichten überzogen Kassel.

So hatte der Jupiter einen deutlich sichtbaren Hof:

An den Wassertröpfchen wird das Licht gebeugt. Der Hof ist das 1. Maximum der Beugung.

Da langwelliges, rotes Licht stärker gebeugt wird, erscheint der Hof am Rand auch rötlich.

Teilweise standen die Jupitermonde noch im Hof, der vierte Mond Io stand am Abend vor dem Jupiter.

Aufnahme 22.28 Uhr




Montag, 13. September 2021

ALMA rüstet auf

 66 Mikrowellenantennen stehen in 5100 m Höhe in Chile und können so versetzt werden, dass sie wie ein riesiges Tele- oder wie ein Weitwinkelobjektiv arbeiten.

Die Empfänger können aber immer nur einen sehr kleinen Wellenlängenbereich registrieren und müssen je nach Beobachtungseinsatz ausgetauscht werden.

Bisher konnte man mit mehreren Empfänmgersystemen den Bereich von 0,3 mm bis 3,6 mm abdecken.

Jetzt sind 66 neue Empfänger für den  längsten Wellenlängenbereich von 6mm bis 8,5 mm fertig gestellt worden.

Mit ihnen erreicht man Mikrowellen, die aus der Zeit der Bildung der ersten Sterne und Galaxien im Universum zu usn durchdringen.

Auch die Entstehung der Planeten kann man durch die Beobachtung größerer Staubkörner nun besser untersuchen.

Bild: Bauteile der neuen Empfänger (AISAA)

weitere Bilder: ALMA bei meinem Besuch 2013






Sonntag, 12. September 2021

Versuche in und mit Mikrowellen(herden)

 


Einseitig und auf Distanz

 so haben sich am Samstag die hellen Jupitermonde präsentiert...

Das Bild entstand am Samstag um 22.18 Uhr (600 mm Tele, nachvergrößert)

Im Normalobjekltiv zeigt sich die Umgebung der beiden Gasplaneten (Aufnahme um 22.17 Uhr).

Zum Vergleich ein entsprechendes Bild vom Gornergrat...




Aufgespießt

 Um 19.53 Uhr kann man es schon erahnen...(Bild 1), um 20.32 Uhr steckt die Sichel fest...(Bild 2)

Vergrößerung (Bild 3)

Aufnahmen am Samstag, Spitze der Christuskirche

Der Stern am rechten Bildrand ist Zubenelgenubi.





Samstag, 11. September 2021

Venus und Mond am Abendhimmel

 So richtig klar war es am Samstag nicht, aber die schmale Mondsichel stand im SSW neben der Christuskirche und ganz dicht am Horizont erwischte ich noch Venus.

Bild 1: 20.02 Uhr Mond und Venus

Bild 2: 19.58 Uhr nur Venus

Bild 3: 20.03 Uhr nur Mond, leider durch Wolken und tiefe Stellung recht eingetrübt







Tagesblick auf Castor und Pollux

 ...naja, nicht die im Sternbild Zwillinge, sondern auf zwei Viertausender am Gornergrat, Castor und Pollux genannt....



Von Newton zu Einstein

 

Für alle, die Mechanik lernen wollen oder müssen und dabei auch die modernen Aspekte kennenlernen wollen

https://newtonzueinstein.blogspot.com/

Zum Mechanik-Kurs

Freitag, 10. September 2021

Jung und aktiv

 Diese Aufnahme mit der Weitwinkelkamera WFC3 des Hubble Space Teleskops wurde jetzt veröffentlicht. Sioe zeigt das Herbig Haro Objekt HH111.

Ein junger, sehr aktiver Stern stößt enge, hochenergetische Jets aus ionisierter heißer Materie aus. Dieser Jet knallt dann mit mehreren 100 km/sec in die umgebenden Gas- und Staubwolken.

Dort wird dann im sichtbaren und infraroten Licht ein eher halbkugelförmiger Strahlungsbereich erzeugt. So etwas haben Herbig und Haro vosr 80 Jahren als neblige Gebilde erstmals näher untersucht und der Sternentstehung als kurzlebiges Nebenprodukt zugeordnet.

Soölche detailierten Aufnahmen wie die jetzt vom HST konnten sie sich nur in ihrer Fantasie vorstellen.


credit: ESA/Hubble & NASA, B. Nisini

 


 

Meine Vortäge beim MINT-Kongress

 


Donnerstag, 9. September 2021

Vortrag über Kosmologie

Mittwoch, 15.9.., 18 Uhr:

Mikrokosmos – Makrokosmos: Die Welten, zwischen denen wir leben

 Die Welt des Kleinsten und die Welt des Größten, wie sehen sie aus und wie hängen sie zusammen?

Berechnet man mit den Gesetzen des Mikrokosmos die Eigenschaften des Makrokosmos, so erhält man die größte Diskrepanz zwischen Messung und Theorie, die es wohl jemals im gesamten Universum gegeben hat: 120 Größenordnungen. Was stimmt da nicht?

Nach Voranmeldung unter info@sfn-kassel.de  live im SFN, ansonsten online teilnehmen, aber vorher bitte auch anmelden:

http://schuelerkongress-kassel.de/online-vortraege

Vortragsanmeldung Mikrokosmos-Makrokosmos

 

Breaking News: Kleopatra sieht aus wie ein Hundeknochen

Embargo bis Donnerstag 14 Uhr

Mit dem VLT in Chile wurden in den letzten Jahren immer wieder Bilder vom Asteroiden Kleopatra, der zwischen Mars und Jupiter um die Sonne kreist, aufgenommen.

Schon vor 20 Jahren zeigten Untersuchungen mit Radioteleskopen eine langestreckte Form des Asteroiden.

Mit den modernen Aufnahmen konnte nun ein 3 D - Modell konstruiert werden: Kleoptara hat die Form eines 270 km langen  Hundeknochen.

Auch die beiden Monde konnten nun  besser beobachtet und ihre Bahnen vermessen werden. Das führt zu einer genauen Massenbestimmung des Asteroiden. Der neue Wert für die Dichte liegt bei 3,4 g/cm³.

Das erste Bild zeigt Aufnahmen ajus verschiedenen Blickwinkeln (ESO).

Die zweite Aufnahme zeigt die beiden Monde (ESO).

Die dritte Aufnahme zeigt das bisherige Modell, gewonnen aus radioastronomischen Daten (wikipedia)