Sonnenuntergang in Kassel (Lara Bendig)

Donnerstag, 29. Juli 2021

Der Mond kommt hinter der Hauswand vor

 und verschwindet gleich wieder hinter einer Wolke...(Aufnahme: 0.02 Uhr am Donnerstag)





Jupiter kurz vor Mitternacht

 Immer mal wieder gaben die Wolken größere Bereiche vom Himmel frei.

Das Bild zeigt den Blick auf Jupiter (Saturn ist hinter einer Wolke) um 23.55 Uhr.

Nur zwei Jupitermonde sind sichtbar (600 m Tele, nachvergrößert)




Mittwoch, 28. Juli 2021

Wozu brauchen wir denn Galaxien?

 Wäre es denn nicht ausreichend, wenn es einfach nur im Universum verteilte Sterne gäbe?

Statt dessen haben sich durch die Vakuumfluktuationen beim Urknall erst Massekonzentrationen gebildet, die zu den Vorstufen heutiger Galaxien geworden sind und dort drin gab es dann die Sternentstehung.

Ein Kosmos, nur aus Sternen, ohne Galaxien?

Dass ging vielleicht, aber dann gäbe es kein Leben im Kosmos.

Die chemischen Elemente haben sich fast ausschließlich im Inneren der Sterne gebildet und sind durch Sternenwinde oder Supernovaexplosionen freigesetzt worden.

So entstanden riesige Reservoirs aus Gas und Staub, die durch die Schwerkraft im Inneren der Galaxien festgehalten wurden und somit für die Bildung weiterer Sterngenerationen mit Planeten zur Verfügung standen.

Galaxien sind die Reservoirs für schwere Elemente, sie reichern sie an und stellen sie für weitere Prozesse zur Verfügung. Ohne Galaxien hätte die Sternbildung schnell aufgehört, vor allem gäbe es keine Planeten.

Bild: Ausschnitt aus dem 350 Millionen Lichtjahre entfernten Perseus-Galaxienhaufen (NASA/ESA/HST)




Erneuter Stratosphärenflug

 Im Rahmen der Sommerferienaktion im SFN haben Jugendliche die Nutzlast für einen Stratosphärenballon gestartet.

Am Dienstagnachmittag, kurz vor dem Aufzug eines Gewitters, bei böigem Wind, starteten wir den Ballon.

Leider fiel 10 Minuten später der GPS-Sender aus. So hoffen wir, dass der gegen Abend im Harzvorland gelandete Ballon gefunden wird und wir benachrichtigt werden...







Dienstag, 27. Juli 2021

Pendel

 Im Schulunterricht lernt man die Schwingungsdauer für ein Pendel kennen, was es so ind er Welt nicht gibt.

Wie sehen die Formeln für echte Pendeln aus?

In meinem Blog "Extrafutter" kann man da s nachlesen:

https://www.natur-science-schule.info/post/pendel-hin-und-her

Zum Pendeln

Bid: Lexikon der Physik



Ganymed hat eine Wasserdampfatmosphäre

 Schon 1998 fiel bei einer Beobachtung mit dem Hubble Space Teleskop auf, dass die Polarlichter (linkes Teilbild)  des größten Jupitermondes Ganymed manchmal durch ein anderes UV-Leuchten (rechtes Teilbild) überstrahlt werden.

Die Polarlichter werden im Magnetfeld des Ganymed über den Sonnenwind erzeugt, der Sauerstoffmoleküle zum Leuchten bringt, die er selbst aus der Eisschicht herausgeschlagen hat.

Ganymed besitzt einen etwa 160 km dicken Eispanzer an der Oberfläche, unter dem ein warmer Salzozean vielleicht sogar Leben beherbergt.

Wenn es Mittags etwas wärmer wird, verdampft etwas Eis und bildet eine dünne Atmosphäre aus Wasserdampf.

Dies konnte jetzt durch Auswertungen neuer Beobachtungen von 2018 bestätigt werden.

Bild 1: Polarlichter (links) und UV-Strahlung des Wasserdampfs 1998

Bild 2: Erklärungsbild 

credit: HST/NASA/ESA





Montag, 26. Juli 2021

Eine Balkenspirale im Widder

 Mit der Wide Field Camera 3 des Hubble Space Telekops wurde die Galaxie NGC 691 aufgenommen.

Sie ist 120 Millionen Lichtjahre entfernt und hat etwa 120 000 Lichtjahre Durchmesser.

credit: ESA/NASA/HST



Good bye! Oder auch nicht....

 Ein Abschied, der kein Abschied ist

Am 31.7. beende ich meine Tätigkeit als Leiter des SFN und Lehrer an der ASS. Ich übernehme mehrere neue Aufgaben, u.a. als Jugend forscht - Botschafter Hessen und MINT- Beauftragter des Hessischen Kultusministeriums.
Den Astronomischen Arbeitskreis Kassel (AAK) e.V. werde ich noch weiter leiten, im März 2022 haben wir immerhin 50-jähriges Jubiläum.
Besonders engagieren möchte ich mich jetzt in der Sternwarte auf dem SFN. Wenn es die Pandemie zulässt, denke ich an regelmäßige Themenführungen ab Oktober sowie eine Intensivierung der Besuche durch Schulklassen.

Natürlich wird auch der Blog Astronomie Kassel weitergeführt.

Für alle, die das hier lesen, ändert sich durch meine Pensionierung nichts.

Zusammen mit "Team Global" bin ich an der Gründung einer gGmbH beteiligt, die ich als CEO mit leiten werde. Wir werden sowohl das SFN Kassel weiter unterstützen als auch neue und überregionale Bildungsinitiativen starten und unterstützen.
Damit und auch weiterhin als Betreuer von Teams bleibe ich dem SFN aktiv verbunden.
Ich empfinde gegenüber Team Global, insbesondere Lukasz Gadowski, aufrichtigen und tiefen Dank für die Möglichkeit meine Ideen und Ansätze zu einem schülerorientierten Lernen und Lehren weiter entwickeln zu dürfen und an andere weitergeben zu können.
Es tut gut zu sehen, wie unsere Ideen im SFN durch zahlreiche Menschen mit Weitblick und Güte unterstützt werden.

Einladung:
Ich werde am 3.9. um 18.30 Uhr zusammen mit meinem Nachfolger ein Grillfest als Verabschiedung und Übergang veranstalten, bei dem ich mich für die bisherige Unterstützung bei allen bedanken werde und dann den Schlüssel an meinen Nachfolger symbolisch überreichen werde.
Zusammen mit Lukasz Gadowski werde ich dann auch unsere neuen gemeinsamen Ziele einer deutschlandweiten Arbeit vorstellen.
Bitte diesen Termin schon vormerken, ich würde mich sehr über eine Teilnahme freuen.
Wir erwarten u.a. Staatsministerin Kühne-Hörmann. Der Ort wird noch bekannt gegeben.
Wegen der Pandemie wird um Voranmeldung gebeten.
Anstelle von Abschiedsworten habe ich einen Text als PDF auf meiner Homepage unter https://www.natur-science-schule.info/schule-und-unterricht und werde in einem Blog "Erinnerungen" https://www.natur-science-schule.info/erinnerungen kurze lustige, wichtige und auch kritische Episoden aus 40 Jahren Lehrerleben, 60 Jahre Schule und 20 Jahre SFN erzählen. Die ersten kann man schon nachlesen. Da geht es auch um das Planetarium und die Sternwarte in Calden.
KP Haupt
















Sonntag, 25. Juli 2021

Zu den Eismonden des Jupiters (europäische Raumfahrt Teil 5)

 Die nahe und ferne Zukunft der europäischen Raumfahrt, Teil 5: Zu den Eismondes des Jupiters

Schon oft habe ich in diesem Blog darauf hingewiesen, dass unter der Eiskruste der Monde Ganymed, Callisto und Europa gewaltige Salzwasserozeane liegen, an deren Boden hydrothermale Quellen für die Entstehung des Lebens sorgen könnten.

Die thermische Energie kommt durch Gezeiteneffekte des Jupiters.

Die ESA plant JUICE, den JUpiter ICy moons Explorer.

Der Start ist für 2022 vorgesehen, die Ankunft am Jupiter für 2029. Dann soll für drei Jahre neben den Eismonden auch der Jupiter erforscht werden.

Also noch in diesem Jahrzehnt erfahren wir vielleicht, ob es außerhalb der Erde noch Leben im Planetensystem gibt.

Bild 1: Im April 2020 begann der Zusammenbau bei Airbus in Friedrichshafen (credit: Airbus)

Bild 2: Im Oktober 2020 wurden die Solarpanels (85 m²) geliefert und integriert (credit ESA)

Bild 3: Im April 2021 wurde der 11 m lange Magnetometerarm angebaut. (credit: Airbus)

Das Video zeigt einen Test (credit ESA).









Samstag, 24. Juli 2021

Die Gasplaneten kommen

 Wir sind immer noch bei der Nachtaktion auf dem Dörnberg (Fr, 23.7.).

Später sah man dann die beiden Planeten Jupiter und Saturn hinter den Helfensteinen aufsteigen.

Dass der Vollmond heute in ihrer Nähe steht, deutet darauf hin, dass im nächsten Monat Jupiter und Saturn ebenfalls der Sonne gegenüber stehen (Opposition). Der nächste Vollmond steht zwischen Jupiter und Saturn.

Bei der Jupiteraufnahme mit leichtem Tele erkennt man sogar links den Jupitermond Ganymed besonders gut. Callisto steht noch weiter links, und Europe sowie Io stehen untrennbar dicht nebeneinander in Jupiternähe, sie verschwinden fast im Belichtungsscheibchen des Planeten.



Und gegen Mitternacht stiegen wir ab zum Bus, der uns zurück zum SFN brachte.



Der rote Mond geht auf

In der Nacht vom Freitag auf Samstag war Vollmond. Hier der ebenfalls ungewöhnlich gerötete Vollmond beim Aufgang, von den Helfensteinern aus gesehen.

Bild 1: 22.13 Uhr

Bild 2: 22.18 Uhr (600 mm Tele, nachvergrößert)




Sonnenuntergang und Venus auf dem Dörnberg

 Etwa 33 Teilnehmer/innen mit Betreuern waren zu einer Abendwanderung auf den Dörnberg aufgebrochen. Nach einem gemeinsamen Picknick ging es auf dem Alpenpfad zu den Helfensteinen. Unterwegs sahen wir den ungewöhnlich roten Sonnenuntergang.

(Bild um 21.01 Uhr)

Von den Helfensteinen aus konnten wir dann die Venus über der Dunstschicht erkennen (Bild um 22.11 Uhr).




ISS, NAUKA und ERA: Eine ungewöhnliche Beobachtung

 Am Freitagabend gab es eine sehr seltsame Beobachtung am Himmel:

Wir waren im Rahmen der Sommerferienaktion des SFN auf den Helfensteinen (Dörnberg) und warteten auf die ISS, die gegen 23.06 Uhr von W hoch über den Himmel nach O ziehen sollte.

Aber schon etwa 20 Minuten früher zog fast genau auf dieser Spur ein sehr heller Satellit über den Himmel. Wir dachten schon an fehlerhafte Zeitangaben, aber dieser Satellit war etwa dreimal so schnell wie die gemächlich ziehende ISS.

Leider war das so überraschend, dass niemand ein Bild gemacht hat.

Die ISS kam dann auch, pünktlich.

Und etwa 20 Minuten später wieder auf ähnlicher Bahn ein fast gleich heller Satellit, wieder etwa dreimal so schnell.

Ich habe etwas recherchiert:

Am 21.7. ist das 13m lange neue russische Modul NAUKA (Labormodul, mit Schlafplatz und Toilette) zusammen mit dem europäischen Roboterarm ERA gestartet worden.

Am 29.7. soll es an die ISS andocken.

Es musste also am 23.7. deutlich niedriger, aber etwa unterhalb des ISS-Orbits um die Erde kreisen.

Sehr wahrscheinlich haben wir dieses Modul zweimal gesehen. Die 400 km hohe ISS braucht 90 Minuten für einen Umlauf, das noch niedrigere (und deshalb auch hellere) Modul muss also deutlich schneller sein, da passen die ca. 45 Minuten zwischen zwei Beobachtungen gut.

Eine seltene Zufallsbeobachtung.

Und hier nun die Bilder des ISS Überfluges:

Um 23.07 flog die ISS oberhalb von Arkturus vorbei. Da ca. 10 Sekunden belichtet wurde, ist die ISS zu einem Strich auseinandergezogen.

Das nächste Bild zeigt die ISS, kurz bevor sie hinter den Helfensteinen im Osten verschwindet. Es ist gegen 23.09 Uhr aufgenommen worden. Mond und Saturn sind ebenso wie Atair im Adler zu sehen.

Die kleine GIF-Animation zeigt den Anflug auf die Helfensteine.

Man achte darauf, dass die während der immer gleichen Belichtungszeit zurückgelegte Strecke (Spurlänge) immer kürzer wird. Das liegt daran, dass wir immer mehr hinter der ISS hersehen (perspektivische Verkürzung).

Alle Bilder können durch Anklicken vergrößert werden. Dann ist man auch in der Bildergalerie.







Freitag, 23. Juli 2021

Der 9. Flug auf dem Mars

 Am 8.7. waren die Bilder des 9. Fluges vom Mars-Heli auf der Erde angekommen.

Es ist schon fast vergessen, aber der Heli fliegt immer noch und erkundet die Gegend.

Bild 1: Dünenlandschaft, links oben ein Teil des Landebeins vom Heli

Bild 2: Hügelketten mit Bruchstellen  Ist hier einmal Wasser geflossen? Dann könnte es noch Lebensspuren geben. Der Rover soll das untersuchen. Unten sieht man einen Teil des Heli-Schattens

Bild 3: Felsuntergrund : An machen Stellen haben wohl Staubstürme den Felsuntergrund freigelegt.

Credit: NASA, JPL/CalTech






Roter Mond am Donnerstag

 Gegen 21.35 Uhr trat am Donnerstag Abend der fast volle Mond (Vollmond am Samstag um 4.35 Uhr) über die Häuser, knallig rot.



Donnerstag, 22. Juli 2021

Aktuell: ISS heute genau über Kassel

 Um 22.16 Uhr steigt die ISS im Westen neben Venus nach oben, fliegt genau über Kassel und verschwindet um 22.23 Uhr im Osten

Um 23.53 Uhr taucht sie dann erneut im WNW auf und tritt um 23.58 Uhr im SO in den Erdschatten ein.

Auch am Freitagabend ist sie gut zu sehen:

23.06 Uhr vom Westen bis zum Schatteneintritt um 23.12 Uhr im OSO.

Falls es am Samstag noch klar ist:

22.18 Uhr im Westen bis 22.25 Uhr im Osten hoch über Kassel.

Workshop Sonnenbeobachtungen

 In den ersten beiden Sommerferienwochen ist viel los im SFN...

75 Teilnehmerinnen von 12 bis 18,  20 Betreuer/innen von 14 bis 67, 42 Workshops und viele Angebote zum Forschen...noch bis 30.7. im SFN Kassel...

Auch mehrere Astronomie-Workshops sind dabei, u.a. leitet Mark eine Sonnen-AG.


Am Freitag brechen viele zu einer Abendwanderung zum Dörnberg auf und danach gibt es Star Gazing an den Helfensteinen.



Breaking News: Ein neuer Mond entsteht...

Embargo bis 14 Uhr 


...nicht bei uns, sondern beim 400 Lichtjahre entfernten jupiterähnlichen  Exoplaneten PDS 70c.

Um den Stern kreist noch ein zweiter jupiterähnlicher Exoplanet.

Beide Planeten sind in ihrer Entstehungsphase, um einen von ihnen hat sich eine etwa  150 Millionen km große Staubscheibe gebildet, die Material für drei Monde enthält.

Die Aufnahmen wurden mit dem Mikrowellen-Interferometer ALMA in 5100 m Höhe in Chile gemacht. Hier können viele Radioteleskope so zusammengeschaltet werden, dass sie ein großes Teleskop mit langer Brennweite bilden.

Zum ersten Mal konnte damit die Staubscheibe um einen Planeten aufgelöst werden, aus der sich ein Mond bilden wird.

Das Bild zeigt den Stern mit seiner Staubscheibe, den Bereich der vom Exoplaneten leergefegt wurde, den Exoplaneten selbst und in der Vergrößerung rechts die Mondscheibe.

Der Film zeigt einen Zoom vom Exoplaneten (Phantasiezeichnung)  nach außen

credit: ALMA/ESO








Der Run nach Lebenszeichen geht los

 Beim letzten Marsrover Perseverance (der mit dem Heli...) ist jetzt der 2 m lange Roboterarm durchgetestet und einsatzbereit.

Mit Röntgenstrahlung, UV-Licht aber auch optischen Nahaufnahmen wird nach Spuren von mikroskopischem Leben am Boden eines Kraters gesucht.

Das Bild ist eine Nahaufnahme von Strukturen, am 11.7. aufgenommen.

Das Video zeigt die ersten Messungen durch den Roboterarm.

credit: NASA/JPL





Mittwoch, 21. Juli 2021

Sedimentablagerungen auf dem Mars

 Anfang Juli hat die NASA Bilder aus dem Gale-Krater veröffentlicht, in dem der Mars Rover Curiosity herumfährt.

Charakteristisch sehen Sedimentschichten aus Tonmineralien aus, die hier vor Milliarden Jahren entstanden sind, als der Mars ausgetrocknet ist und stark salzhaltiges Wasser in den Boden geflossen ist.

In solchen Gebieten könnte sich mikrobiologisches Leben gebildet haben.


Morgen kommen neue Bilder vom MarsHeli

Bild: NASA/CalTech



Beste Sicht auf Gassendi

 Nur für eine Nacht kann man den flachen Krater Gassendi am Nordrand des Mare Humorum gut erkennen, nämlich, wenn über ihm gerade die Sonne aufgeht, so wie am Dienstagabend gegen 22.19 Uhr. Man sieht auch, wie der Südwall des Kraters von Lava überflossen wurde, die aus dem Mare kam.

Der zunehmende Mond stand etwa da auf der Ekliptik, wo die Sonne im Dezember steht. Deswegen hat er sich kaum über den Horizont gehoben, wie das letzte Bild Richtung Süden zeigt.