Sonnenuntergang in Kassel (Lara Bendig)

Donnerstag, 19. Dezember 2019

Astronomischer Adventskalender AAK: Tür 19


 

 

Teil 19: Explosionen und Geräusche

In keinem Blockbuster dürfen sie fehlen: Explosionen, laute Geräusche, zisch, bum, krach! In den neuesten Filmen wird man von einem Audio-Visuellen Effekte-Tsunami überrollt und die Handlung rückt immer weiter in die Ferne. Auch wenn es nicht ganz in diese Blogreihe passt, wollte ich etwas zu Geräuschen im All loslassen.
Geräusche sind Dichtewellen von Materie, die sich durch den Raum bewegen. Hört man ein Geräusch aus dem Wald, dann wurde im Wald die Luft zum Schwingen gebracht und wir haben das wahrgenommen, weil diese Dichtewellen an unserm Ohr vorbeigezogen sind.
Gibt es irgendwo auf der Erde ein Erdbeben, dann hat man wieder Dichteschwankungen, die dann Seismographen messen. Die Materie der Erde ersetzt die Luft, der Seismograph unsere Ohren.
Solange man keine Materie hat, gibt es auch keine Dichtewellen - wovon auch? Wenn ein Asteroid an uns vorbei fliegt hört man das nicht. Wenn in einem Science-Fiction-Film ein Raumschiff explodiert, hört man das nicht. Wenn ein Stern explodiert... Moment! Dort wird ja sehr viel Materie ausgestoßen.
Der Stern verteilt sich überall, was durchaus Geräusche machen sollte. Wie hört sich das dann dort an? Man hört trotzdem nichts, da die Dichte sehr dünn ist. So ein Stern verteilt sich auf sehr großem Raum. Und in diesem Fall würde man erst etwas hören (wenn das menschliche Ohr empfindlich genug wäre), wenn die heißen Gase einen erreichen. 

(v.M.Woskowski) 


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