Sonnenuntergang in Kassel (Lara Bendig)

Sonntag, 22. Dezember 2019

Astronomischer Adventskalender AAK: Tür 22


 

Teil 22: Wie sehen Außerirdische das Universum?

Vorerst: Es gibt nicht DEN Außerirdischen. Keiner weiß, wie Außerirdische aussehen, denn es kommt vermutlich auf die Umgebung an. Und niemand hat bisher universell Leben definiert, denn alle Definitionen beziehen sich auf irdisches Leben.
Viele Tiere sehen noch andere Farbbereiche außer das "normale" Licht. Meist sehen sie etwas mehr im UV-Bereich, oder im Infrarot-Bereich. 
Könnten Außerirdische das Weltall in Infrarot anschauen, dann würden sie nur noch ganz wenig dunkle Wolken in der Milchstraße sehen. Infrarot kommt durch kosmischen Staub besonders gut durch.
Schaut man mit UV-Sicht in den Himmel, dann sieht man auf der Erde nur einen dunstigen Himmel, da die Atmosphäre den meisten Teil des UV-Lichts nicht durchlässt. Aber ist die Luft im UV-Licht transparenter sieht man besonders heiße Sterne umso heller leuchten.
Mit Gammaaugen zeigt der Mond keine Phasen, weil er dauerhaft Gammastrahlung abgibt, zusätzlich ist er im Gammabereich heller als die Sonne. Außerdem sieht man um einige Galaxien Radioblasen, also Materie, die vermutlich von Gasscheiben um Schwarze Löcher kommen und im Gamma- und Radiobereich besonders hell leuchten.
Auch im Radiowellenbereich sieht man kaum Staub, kann aber sehr ferne Galaxien beobachten. Der Himmel ist deutlich dunkler, weil sehr wenig im Radiobereich leuchtet. Dort sieht man außerdem die Pulsare hell blinken.
Die Milchstraße, so wie sie ist, sieht man nur im sichtbaren Licht. In anderen Wellenlängen sieht man meist nur eine Facette ihrer schönen Gestalt.
Aber Außerirdische werden Augen haben, die ihnen fürs Überleben etwas bringen, vielleicht aber  keine mit denen man das All gut sieht. 
v. M.Woskowski

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