Sonnenuntergang in Kassel (Lara Bendig)

Dienstag, 24. September 2019

Unser Planetensystem 4: Der Mars

Nur alle 780 Tage kommt Mars in Opposition zur Sonne und ist dann die ganze Nacht zu sehen, alle 16 Jahre kommt er dabei mit 56 Millionen km der Erde besonders nahe.
Die Oberfläche der Südhalbkugel ist mit Kratern übersät und alt, die Oberfläche der Nordhalbkugel ist über weite Teile einige Kilometer tiefer, mit Sedimenten gefüllt und eher glatt. Es sieht so aus, dass hier vor sehr langer Zeit mal ein großer Ozean gewesen ist.

Da Mars sehr viel kleiner als die Erde ist, hat er sich weitestgehend abgekühlt. Sein dicker und kühlerer Mantel ist von einer etwa 50 km dicken Kruste umgeben, Plattentektonik tritt (nicht mehr) auf. Von der aktiven Vergangenheit zeugen hohe Vulkane (Olympus Mons ist mit 25 km Höhe der größte Vulkankegel des Sonnensystems) und tiefe Schluchten.

Es gibt kein flüssiges Wasser (mehr) auf der Oberfläche, aber ausgetrocknete Flußbetten und Canyons deuten auf früheres Wasser hin. Heute scheint es nur noch im Permafrostbereich im Gestein vorzukommen oder als Teil der Polkappen.

Die Atmosphäre ist extrem dünn, sie besteht zum größten Teil aus Kohlendioxid.

Vielleicht war Mars mal vor hunderten von Millionen Jahren ein lebensfreundlicher Planet, heute scheint er eine ausgetrocknete tote Wüste zu sein.


Mars unter dem verfinsterten Vollmond


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