Sonnenuntergang in Kassel (Lara Bendig)

Mittwoch, 11. September 2019

Gassendi, Schiller und das Meer der Feuchtigkeit

Gegen Abend zogen sich die Wolken weit zurück und man konnte wieder gut den Mond sehen.
Einige auffällige Formationen sind im Fernglas zu erkennen:

Die Wände des 40 km großen Kraters Aristarchus sind die hellsten Bereiche der Mondoberfläche. Aristarchus ist eines der jüngsten Mondformationen, vielleicht nur 200 Millionen Jahre alt. Vielleicht hat deshalb die kosmische Strahlung das Auswurfmaterial noch nicht verdunkelt? Die Gegend ist noch aktiv, man erkennt oft TLPs, das sind vorübergehende Leuchterscheinungen.

Das fast kreisrunde, 420 km große, Becken des Mare Humorum ist dagegen sehr viel älter, etwa 3,9 Milliarden Jahre alt. Es ist heute Abend sehr schön zu sehen, in seinem oberen Wall steht der jüngere Krater Gassendi, 110 km groß. In seinem Wall steckt der noch jüngere Krater Gassendi A, nur 32 km groß.

Der unter dem Mare Humorum stehende Krater Schiller ist wirklich so oval. Der Effekt wird natürlich durch die Randstellung noch verstärkt.

Die Bilder enttsanden um 22.45 Uhr am Dienstagabend.




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen