Sonnenuntergang in Kassel (Lara Bendig)

Donnerstag, 5. September 2019

Unser Planetensystem 1: Merkur

In der folgenden Serie möchte ich die Planeten, deren Monde  und andere Mitglieder unseres Planetensystems vorstellen.

Merkur ist der innerste Planet, meistens so dicht an der Sonne, dass man ihn kaum beobachten kann.
Er hat eine alte, mit Kratern übersäte Oberfläche, wie unser Mond. Es gibt auch große, glatte mit Lava gefüllte Flächen, vergleichbar den Mond-Mare.
Bis zu 1500 km lange bis zu 2 km hohe Steilwände durchziehen die Oberfläche, vermutlich beim Abkühlen und Schrumpfen entstanden.
Da seine Rotationsachse senkrecht auf der Bahnebene steht, hat er keine Jahreszeiten: Die Sonne steht immer über dem Merkuräquator und sorgt dort für Temperaturen über 400°C. Im Schatten oder auf der Nachtseite gehen sie auf  - 180°C zurück.
Der Tag auf Merkur dauert lange: In zwei Sonnenumläufe passen drei Rotationen (3 Merkurtage sind zwei Merkurjahre).

Merkur hat eigentlich keine Atmosphäre, aber Sonnenwind und Mikrometeorite und hohe Temperaturen sorgen für das Ausgasen der Gesteine und damit für eine sehr dünne, instabile Gasschicht aus Helium, Natrium, Wasserstoff und Sauerstoff. Der Gasdruck erreicht kaum ein Billionstel des Erdluftdruckes.
Auch das Magnetfeld des Merkur ist sehr schwach (1% des Erdfeldes).

An den Polen gibt es im Dauerschatten der Kraterwände auch Wassereis.

Die Oberfläche besteht aus leichten Silikaten, die mit der Erde vergleichbare Dichte entsteht durch den großen Kern aus teilweise geschmolzenem Eisen.

Bilder: NASA




Merkur als Abendstern


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