Sonnenuntergang in Kassel (Lara Bendig)

Donnerstag, 26. November 2020

Kameravergleich SONY mit SONY

 Ganz früher habe ich mit einer Spiegelreflex von Canon gearbeitet und dafür auch ein 400 mm Tele gekauft.

Als ich die Kamera dann einem unbekannten Kasseler geschenkt habe (...in der Bahn liegengelassen...), entschloss ich mich in Zukunft weg  von den großen Gewichten und dem ständigen Objektivwechsel zu kommen (und so toll fand ich das Tele auch nicht...).

Ich kaufte eine kleine Bridgekamera mit Tele von 24 mm bis 1200 mm:  

Sony DSC HX 400

Kurze Bewertung:

- Objektivgröße 55 mm, kleiner Sensor 1/2,3 Zoll, 20 MPixel, ISO 80 - 12800 (aber ab 1000 unbrauchbar)

- Lichtstärke 2,8 bis 6,3

- sehr leicht (1,2 kg), 

- extrem guter Stabilisator (Mondaufnahmen bei 1200 mm ohne Stativ möglich).

- Liefert sehr gute Aufnahmen von Mond, Jupitermonden, schlecht geeignet für Sternfeldaufnahmen außerhalb der Stadt

- Autofocus wirksam bei Mond und Jupitermonden im Tele, manuelle Fokussierung aufwändig

- liefert kein RAW - Format

- Video: Monoton

- Preis bei 350.- € sehr erschwinglich

Ideale Begleitung für Wanderungen etc, da sehr leicht und alle Telebereiche abgedeckt werden

Inzwischen habe ich diese Kamera ersetzt durch eine andere Sony:

 Sony SC-RX10M4

Kurze Bewertung:

- Objektivgröße 72 mm, 1" Sensor, 20 MPixel, ISO 65 - 25600 (habe bisher bis 12000 ohne Probleme verwendet)

- Lichtstärke 2,4 bis 4,0

- etwas schwerer (1,9 kg), Stabilisator nicht so gut

Sehr gute Sternfeldaufnahmen, es müsste nur ein dunklerer Himmel sein, um das auszunutzen...

- Tele von 24 mm bis 600 mm

Kann aber durch Nachvergrößerungen ohne Qualitätsverlust auf 1200 mm erweitert werden

Autofokus funktioniert bei astronomischen Motiven nicht gut, aber: man sieht auf dem Monitor bei der manueller Fokussierung Sterne bis  3 mag und mehr ...das ist dann wesentlich besser als mit jedem Autofokus!

- Preis bei 1700.-€, also schon teurer...

Viele andere Eigenschaften habe ich noch nicht ausprobiert (wie Zeitlupe und Zeitraffereinstellungen, beliebig lange Belichtungszeit....)

- liefert RAW - Format

- wesentlich mehr eigene Einstellmöglichkeiten

- Blendenring! 

- Video: Stereoton

Alles in allem auch eine sehr gute Kamera mit wesentlich besseren Ergebnissen bei Sternfeldaufnahmen außerhalb der Stadt

Aber auf Wanderungen werde ich weiterhin die "Kleine" mitnehmen...

 Also: Wer für überschaubares Geld eine Allzweckkamera haben möchte, mit der man auch Himmelsereignisse festhalten kann, sollte die kleine SONY getrost kaufen. 

Den Kauf der großen Kamera habe ich nicht bereut, ich freue mich auf weitere Einsatzmöglichkeiten, die sind noch lange nicht ausgereizt....

Hier nun einige, jeweils für die Kamera optimiert aufgenommene, Vergleichsbilder, alle komprimiert.

Am besten anklicken und in der Bildergalerie vergrößert ansehen.

Kleine Sony

20.11., 19.20 Uhr 1200 mm Tele

Große Sony:

20.11., 17.10 Uhr, 600 mm Tele, verschiedene Nachvergrößerungen

Schwan mit Milchstraße, Weitwinkel, Essigberg (Stadtrand) beleuchteter Fernsehturm rechts...

Kleine Sony (22.46 Uhr)


 Große Sony (22.57 Uhr)

Zum Schluss noch der Orionnebel aus der Stadt heraus über heller Straße (alle Bilder komprimiert, zu verschiedenen Zeiten aufgenommen):

Kleine Sony:

Große Sony:
 




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Kommentar eingeben