Sonnenuntergang in Kassel (Lara Bendig)

Montag, 27. Juli 2020

Die 10 größten Rätsel des Kosmos: Rätsel 3: Gibt es noch andere Universen?

 Zuerst:
In der Quantenmechanik gibt es eine Viel-Welten-Interpretation, nach der bei jeder Messung das Universum sich in mehrere neue Universen aufspaltet, in denen jeweils ein Messwert realisiert ist.
Das hat nichts mit einem möglichen Multiversum zu tun.

Sehr präzise hat sich der Physiker und Philosoph Max Tegmark mit der Fragestellung beschäftigt.
 Von ihm möchte ich die folgende Unterscheidung übernehmen:

Multiversen der 1.Art:
Die Messungen des Mikrowellenhintergrundes (3K-Strahlung) weisen auf einen unendlich großen, nicht gekrümmten Raum hin. In den knapp 14 Milliarden Jahren seiner Existenz konnte uns das Licht nur aus einem kleineren Gebiet des großen Kosmos erreichen. Weit entfernte Teile sind zu weit weg als dass das Licht in dieser Zeit hätte zu uns kommen können, sie liegen jenseits des Horizontes.
Zwei durch einen Horizont getrennte Bereiche könnte man als zwei Universen ansehen.
Da sie alle aus einem gemeinsamen Zustand entstanden sind, werden die selben Naturgesetze gelten.

Multiversen der 2.Art:
Unser Kosmos ist sehr wahrscheinlioch durch das inflationäre Aufblähen einer Energieschwankung entstanden. Solche Vorgänge können mehrfach stattgefunden haben, entweder durch unterschiedliche Dimensionen getrennt oder eingebettet in ein höher dimensionales Objekt.
In jeder dieser Inflationsblasen könnten zumindest andere Naturkonstanten existieren, d.h. es gäbe dann Universen mit Sternen, nur mit Strahlung oder mit strukturlosem Gas efüllt.
Können wir mit diesen anderen Universen in Kontakt treten, oder zumindest ihre Existenz beweisen?

Bild: Jürgen Fälchle



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