Sonnenuntergang in Kassel (Lara Bendig)

Sonntag, 20. Oktober 2019

Nobelpreis für Physik an Astronomen: 7. Vergleich zu modernen Messungen

Peebles hat vor fast 30 Jahren gezeigt, wie die Größe der Strukturen in der Hintergrundstrahlung CMB Informationen über das Universum ermöglichen.

Ein Beispiel ist die Bestimmung der Raumkrümmung:



 Der Verlauf der Lichtstrahlen in einem positiv gekrümmten Raum bewirkt eine Vergrößerung weiter Strukturen (a), bei einem negativ gekrümmten Raum (c) eine Verkleinerung.
Die beobachtete Strukturgröße stimmt mit der von Peebles berechneten Strukturgröße überein: Unser Kosmos ist flach!

Peebles hat auch das Spektrum der akustischen Schwingungen berechnet. Hier sehen wir das  aus den Beobachtungen des Plancksatelliten konstruierte Spektrum:

Unten ist die Größe der Strukturen aufgetragen, nach oben die Stärke der Fluktuation (Amplitude der stehenden Welle).
Das Verhältnis von Peak 1 zu Peak 2 legt den Anteil der normalen Materie zu 5% fest, Dunkle Materie verstärkt Peak 3. Aus seiner Höhe kann man den Anteil der DM zu 26% berechnen.

Bei den ganz großen Strukturen links gibt es deutliche Abweichungen zwischen Modell und Beobachtung, das könnte an einer Form des Kosmos liegen, die große Strukturen unterdrückt...ein Donut ist im Gespräch...

Was bleibt?

Ein unangenehmes Gefühl, denn wir wissen nicht was Dunkle Energie ist....Aber hier wagt Peebles schon eine Prognose: DE ist keine konstante Energiemenge, sondern ihre Stärke hängt vom Entwicklungszustand des Kosmos ab.

Warten wir es ab...vielleicht hat er wieder recht...

In den nächsten Posts dieser Serie geht es um die andere Hälfte des Nobelpreises, die Entdeckung der Exoplaneten.

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