Sonnenuntergang in Kassel (Lara Bendig)

Dienstag, 4. Februar 2020

Viel zu sehen auf dem Mond

Klar und kalt...da muss man natürlich mit dem Tele (1200 mm) den Mond fotografieren (18.24 Uhr).

Zuerst fällt auf, dass das Mare Crisium viel dichter am Mondrand steht als üblich. Wir schauen also links um die Mondecke herum...nützt nur nix, da es da dunkel ist.
 Das kommt durch die Libration in Länge:
 Der Mond zeigt gebundene Rotation zur Erde, d.h. er dreht sich einmal pro Umlauf auch um seine eigene Achse.
Deswegen sehen wir immer die gleiche Mondseite.
Die Eigendrehung des Mondes ist konstant, aber die Umlaufbahn ist eine Ellipse, d.h. mal ist der Mond etwas schneller und mal etwas langsamer auf seiner Bahn unterwegs. Dann können wir etwas mehr auf der östlichen oder auf der westlichen Seite um den Rand herumsehen.
Diese Libration in Länge kann man besonders gut am Mare Crisium sehen.
Ganz unten ist ein Vergleichsbild, bei dem Mare Crisium viel weiter vom Rand entfernt steht.


Auffällig ist auch der zerklüftete Gebirgszug Montes Riphaeus, der etwa 190 km lang ist.

Und gerade noch habe ich denn "Goldenen Henkel" erwischt:

Das Randgebirge des Sinus Iridium leuchtet schon an den Spitzen in der Morgensonne, während die Bucht noch im Dunklen liegt.

Kopernikus ist schön zu sehen, man kann fast plastisch in den Krater hineinsehen. Auch Tycho ist auffällig und die ersten Strahlen (helles Auswurfmaterial), die von ihm ausgehen, werden sichtbar.

Ausschnittsvergrößerungen:
Goldener Henkel

Tycho
Vergleichsbild 20.7.19: Mare Crisium weit innen



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