Sonnenuntergang in Kassel (Lara Bendig)

Freitag, 19. Februar 2021

Mars aus der Ferne

 Knapp zwei Stunden vor der erfolgreichen Ladung auf dem Mars am Donnerstagabend, tauchte der Planet  gegen 19.13 Uhr  in einer Wolkenlücke auf.

Der Mond (hier überbelichtet) stand unterhalb von Mars, links sind noch Aldebaran im Stier und Bellatrix im Orion zu sehen.

Am Freitagabend wird der Halbmond auf der Höhe von Aldebaran zwischen Plejaden und Hyaden zu sehen sein.



Donnerstag, 18. Februar 2021

Landung auf dem Mars

 21. 38 Uhr: In 10 Minuten wird Landesonde abgetrennt und beginnt Eintritt in die Atmosphäre des Mars


 

21.45 Uhr alles funktioniert bisher wie geplant

21.46: noch 4 Minuten bis zum Eintritt


Interessant: Die Landung wird unter Coronabedingungen kontrolliert...alle NASA Mitarbeiter und Reporter sind auf viele Räume verteilt.

21.49 Uhr Eintritt in Atmosphäre bestätigt

21.52 Uhr Höhe 16 km


 21.54 Uhr: Fallschirm geöffnet, Applaus

21.55 Uhr Radarkontakt zu Boden


 21.56 Uhr Raketen zünden 300 m über Oberfläche

Skycrane ist aktiviert

 


 

 

21.57 Uhr Touchdown bestätigt!

 



 21.59 Uhr

Das erste Bild vom Rover aus...hochaufgelöste Bilder werden später übertragen!


Das zweite Bild zeigt rechts die Roverräder, noch Staub aufgewirbelt...




 




Mondbefeuchter Erde

 Auf dem Mond gibt es Wasser in gefrorenem Zustand, das ist seit langem bekannt,.

Eine Quelle dafür ist die Bestrahlung durch den Sonnenwind. Der enthält  nicht nur Protonen, und die brauchen nur ein Elektron für Wasserstoff, sondern auch schwere Elemente wie Sauerstoff.

Einmal im Monat ist der Mond aber in der Magnetosphäre der Erde für einige Tage vom Sonnenwind abgeschirmt.

Nach Beobachtungen von Wang, Zhang, Shi et al, die sie im ApJLetter  am 28.1.21 veröffentlicht haben, werden  aber die auf Wasserbildung zurück gehenden Signale in der Zeit nicht schwächer.
Als eine mögliche Erklärung diskutieren die Autoren den Fluß von Protonen und Sauerstoff aus der Erdmagnetosphäre zum Mond. Sie nennen das den Erdwind.



Mittwoch, 17. Februar 2021

Klippe im Morgenlicht

 In der Abenddämmerung (18.02 Uhr) war der Mond gut zu sehen.

Die 550 km lange Klippe Rupes Altai liegt genau in der Schattengrenze. Auffallend sind auch immer wieder die drei großen Krater Theophilus, Cyrillus und Catharina.

Wenige Minuten danach konnte ich gerade noch einen Jet erwischen...





FYST in 5600 m Höhe

 Über dem ALMA - Mikrowelleninterferometer (Höhe 5100 m) am Cerro Chajantor in der Atacamawüste in Chile wird ein neues Teleskop gebaut, das dieses Jahr "First Light" bekommen soll.

Es ist das Fred Young Submillimeter Telescope FYST.

Bei einem Durchmesser von 6 m soll im Submillimeter-Bereich beobachtet werden, genau von 0,2 mm bis 3,1 mm.

In diesem Mikrowellenbereich stört Wasserdampf erheblich. Deshalb ist man in diese extreme  Höhe in eine der trockensten Regionen der Erde gegangen.

Beobachtungsobjekte werden Staub - und Molekülwolken im frühen Universum sein, die sich besonders um supermassive Schwarze Löcher, junge Sterne und Planetensysteme bilden.

Blick vom Bauplatz

 
Baustelle

so soll es aussehen

2013 war ich in der Aufbauphase bei ALMA. Ich glaube nicht, dass ich die 500 m mehr an Höhe ausgehalten hätte...

Damals habe ich die Entwicklung der Teleskope, die Tests und die ersten Forschungen gefilmt.

Eine 12-minütige Dokumentation kann man sich hier ansehen:

 






Dienstag, 16. Februar 2021

Sensation: Leben am Limit

 Britischen Forschenden ist es gelungen Leben an einer Stelle nachzuweisen, wo niemand auch nur annähernd damit gerechnet hätte.

Das gibt interessante Aussichten auf der Suche nach Leben unter dem Eis der Jupiter- und Saturnmonde.

In einer Tiefe von 900 m unter dem Schelfeis am Rand der Antarktis wurde auf einem Felsen eine Schwammkultur gefunden, 160 km vom nährstoffreichen Ozean entfernt, in absoluter Dunkelheit bei einer Temperatur von - 2,2 °C.

 

Im Rahmen einer Forschungsaktion wurden mehrere Bohrlöcher eingebracht, durch eines wurde eine Action Go Pro hinabgelassen. Am Ende fand man auf einem Felsvorspung die Lebewesen. 

 Griffiths, Anker, Linse et.al

British Antarctic Survey

Breaking All the Rules: The First Recorded Hard Substrate Sessile Benthic Community Far Beneath an Antarctic Ice Shelf

Bild 1: Lage des untersuchten Bohrloches FSW2

Bild 2: Schwammkultuzr auf einem Felsvorspung

Video des Ab- und Auftauchens

 





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Montag, 15. Februar 2021

Ansammlung Schwarzer Löcher in Zentren von Kugelsternhaufen?

 Neueste Beobachtungen mit dem Hubble Space Teleskop HST ermöglichten ein neues Modell für das Zentrum von Kugelsternhaufen.

Kugelsternhaufen sind sehr alte Ansammlungen von Sternen im Halo unserer Galaxis. Man vermutet mittelgroße Schwarze Löcher SL (Massen im Bereich von 100 000 - fache rSonnenmasse) im Zentrum. Hinweise darauf gibt es.

Nun konnten Sternbewegungen im Zentrum des recht nahen Haufens NGC 6397, 7800 Lichtjahre entfernt, näher untersucht werden. Aus Eigenbewegungen und Radialgeschwindigkeiten konnten die räumlichen Bewegungen festgestellt werden. Es zeigten sich eher zufällig verteilte Bahnen, die auf eine verteilte dunkle Komponente der Massse hindeutet.

Das beste Modell dazu ist nicht ein mittelgroßes SL im Zentrum, sondern sind  viele (etwa 20) kleinere stellare SL, die im Haufen verteilt sind.

Das Bild (ESA/HST, Bartmann) zeigt rechts eine künstlerische Darstellung dazu. 

Im Video sieht man animierte dazu passende Sternbewegungen.






Bevor die Wolken kommen: Mond im Erdlicht

 Der letzte Wintertag....

Die Bewölkung nahm am Abend schon zu, aber die schmale Mondsichel war sogar mit Erdschein gut im SW zu sehen.

Bild 1: 18.12 Uhr, links der Turm der Christuskirche in Wilhelmshöhe, daneben die Lichter der Seniorenresidenz im Druseltal

Bild 2: 18.16 Uhr mit Erdschein (das von der Erde reflektierte Sonnenlicht hellt die dunkle Seite des Mondes auf)

Die beiden Sterne waren trotz des noch hellen Himmels gut zu sehen. Es sieht so aus, als würde der Mond HIP 840 bald bedecken...Fehlanzeige, der Mond zieht oberhalb des Sternes entlang.

Bild 3: Vier Krater an der Schattengrenze (600 mm Tele, 18.18 Uhr)






Sonntag, 14. Februar 2021

Erinnerung

 Seit einigen Monaten haben wir ein Forum. Hier kann jede/r eigene Bilder posten, Diskussionen führen, Verabredungen treffen, sich über das aktuelle Wetter informieren   und vieles mehr:

  https://discord.gg/wYREm3Gfmm

 Forum Astronomie 

 

Homepage 

Auf meiner Homepage sammel ich alles aus dem Bereich Physik und Astrophysik, was ich an Videos, Texten etc. produziere. Sie hat aber auch einen eigenen Physik-Blog und einen eigenen Mathe-Blog.

 https://www.natur-science-schule.info/

Natur und Science

Der Mond macht sich auf den Weg...

 ...zum Goldenen Tor der Ekliptik, das er am 19.2. erreichen wird.

Wir hatten heute Regionalwettebwerb Jugend forscht, die Online-Feierstunde war gerade vorbei.

Um 17,42 Uhr konnte ich über  dem Osthorizont den hochziehenden Erdschatten aufnehmen (dunkler Bereich, das durch die Atmosphäre gehende rote Licht hellt den Himmel darüber auf).

Vom Dach der Sternwarte aus konnte ich wegen des Schnees nicht fotografieren (siehe Post von gestern), aber das Westfenster im 4.Stock des SFN bietet auch einen guten Blick auf die ganz schmale Mondsichel. Rechts am Horizont sieht man den Herkules.

Aufnahmen um 18.03 Uhr.

Bei 600 mm Tele sieht man die schmale Mondsichel sehr schön, andeutungsweise erkennt man trotz des noch hellen Himmels schon den Erdschein der unbeleuchteten Mondteile.






Samstag, 13. Februar 2021

weit weit draußen

 Als ich vorgestern die Veröffentlichu8g des erst vor knapp zwei Jahren gegründeten US-amerikanischen Zentrums für optische und IR-Astronomie gelesen hatte, dachte ich erst, ein arabisch klingend benannter Asteroid sei entdeckt...

Nun es ist das Objekt Farfarout, also nicht Farfa Rout, sondern Far far out...das am weitesten entfernte Objekt des Sonnensystems.

Es wurde 2018 mit dem Subaru-Teleskop auf Mauna Kea, Hawaii, entdeckt. Erst jetzt konnte mit neuen Daten die genaue Bahn bestimmt werden und durch Beobachtungen am Gemini Nord Teleskop bestätigt werden.

Farfarout ist etwa 250 km groß, umläuft die Sonne in gut 1000 Jahren und hat einenn mittleren Abstand von 132 AE (1AE = 150 Mill. km, Abstand Erde-Sonne).

Die Bahn ist sehr langgestreckt, Farfarout kommt der Sonne innerhalb der Neptunbahn bis auf 27 AE nahe, im sonnenfernsten Punkt sind es dagegen 175 AE.

Farfarout bricht den Rekord von Farout, der auch am Subaru Teleskop entdeckt wurde, aber nur 124 AE bieten konnte. 


Die beiden Bilder sind die Entdeckungsaufnahmen von 2018, vom 15.1. und 16.1. (A.Sheppard)




Untergang des Himmelsjägers

 Gegen 0.15 Uhr konnte man in der dunstigen eiskalten Winternacht vom Freitag auf Samstag im WSW den Orion über dem Habichtswald untergehen sehen.



Freitag, 12. Februar 2021

Schneelast

 Auf dem Bild (M.Krippner) sieht man, warum wir das Dach der Sternwarte zur Zeit nicht öffnen können...



Flockdown auf der Sternwarte

 Eigentlich wollten wir am Freitag 11.2. abends wieder aus der Sternwarte streamen, das Wetter soll ja gut werden...

Aber: Auf dem dach der Sternwarte liegen mindetens 40 cm tiefgefrorener Schnee...

Wir können das Dach nicht öffnen und abschippen geht wegen der fhelenden Umrandung und der Rutschgefahr nicht (zumal wir von außen auf das Dach kommen müssten.,..)

also: Sendepause heute abend...

Winterlicher Sternenhimmel über dem Habichtswald

 Gegen 20.00 Uhr hatte ich mich auf den vereisten Straßen bis an den Rammelsberg gekämpft. Es war sehr diesig...und richtig kalt (-11°C).

Bild 1: Blick zum Herkules, links Schloss Wilhelmshöhe, rechts das Schlosshotel

Sterne sind wegen des Dunstes kaum zu sehen.

Bild 2: Blick nach oben durch die mit Schnee bedeckten Bäume

Hier ist es klarer, gut sind Plejaden, Hyaden und Mars zu sehen, bei genauem Hinsehen auch Uranus

 Unten wäre Mira zu sehen...wenn sie nicht inzwischen zu lichtschwach geworden wäre (siehe frühere Posts)

Bild 3: Etwas herangezoomt

Bild 4: Noch mehr Zoom...

Bild 5: Blick nach NW, am Rammelsberg Westende entlang

Bild 6: Rückblick...Mars Uranus und Mira am  24.10.2020

Der Schwan geht unter, der letzte Sommerbote ist bald verschwunden....

 







Donnerstag, 11. Februar 2021

Winterwunderland in der Nacht


Matthias Kranixfeld hat mir Aufnahmen geschickt, die er am Dienstagabend von Felsberg (Schwlam-Eder-Kreis) aus gemacht hat.
Da ist der Himmel trotz Schnee deutlich dunkler als mtiten in der Stadt.
Viel Spaß beim Ansehen der schönen Bilder einer nächtlichen Winterlandschaft

Orion
Cassiopeia
Großer Wagen 





Besucher auf dem Mars Teil 3: Tianwen-1 (China)

 ...viel los da oben...

Am 10.2. gegen 13.00 Uhr ist auch die chinesische Marmission mit dem Einschwenken der Sonde Tianwen - 1 ("Fragen betreffs des Himmels") in eine stabile Umlaufbahn einen großen Schritt weitergekommen. Der Start war am 23.7.2020.

Ein Satellit wird in der Marsumlaufsbahn bleiben, auch als Relaisstation dienen. Die Forschungsaufgabe wird eine Kartographierung der Marsoberfläche sein .

Die Landesonde wird den 240 kg schweren Rover spätestens im Juni absetzen. Dann ist eine Erkundung der Umgebung für etwa 3 Monate geplant.




Mittwoch, 10. Februar 2021

Besucher auf dem Mars Teil 2: Hope (VAE)

 Am 9.2. ist gegen 17.15 Uhr der Marsorbiter Hope (Al-Amal) der Vereinigten Arabischen Emiraten am Mars angekommen. Durch Zünden der Triebwerke wurde der Orbiter von 121000 km/h auf 18 000 km/h abgebremst und in eine provisorische Umlaufsbahn gebracht. Hier sollen in den nächsten zwei Monaten alle Instrumente getestet werden.

Ein großer Erfolg, denn das ist die erste interplanetare Mission der VAE.

Später soll der Orbiter auf eine langestreckte Umlaufsbahn gebracht werden. Während des 55-stündigen Umlaufs sollen fast alle Bereiche der Marsatmosphäre beobachtet werden.

Ziel ist es eine globale Wetterkarte für ein Marsjahr (etwa 2 Erdjahre) herzustellen,  mit Informationen über Wolken und Sandstürme.

emiratesmarsmission.ae 


Mars und Uranus am Dienstagabend

 Mars ist seit dem letzten Bild am 4.2. deutlich weitergewandert. In einem Monat will er ja bei den Plejaden angekommen sein. Dann wandert er durch das Goldene Tor der Ekliptik zwischen Hyaden und Plejaden.

Auch Uranus hat Fahrt aufgenommen. Noch vor kurzer Zeit hat er mit zwei Sternen ein Dreieck gebildet, jetzt steht er mit ihnen auf einer Linie (den oberen, dicht bei Uranus (rechts), sieht man wohl nur im Original, dazu war es zu diesig).


 



Wintersternbilder über winterlichem Kassel

 Nach einem recht schönen, sonnigen und sehr kalten Wintertag voller Schnee bis in das Stadtzentrum hinein, klarte es am Abend des Dienstag vorübergehend auf.

Um 19.00 Uhr konnte ich Sirius im SO und den Orion über schneebedeckten Häusern aufnehmen.

Für Kassel ein seltenes Bild.

Der Himmel war besonders stark aufgehellt, weil der weiße Schnee noch viel zusätzliches Licht nach oben an die Dunstschicht reflektiert.