Sonnenuntergang in Kassel (Lara Bendig)

Montag, 20. Dezember 2021

Der Weihnachtsvollmond 21

 Am So, 19.12. war um 5.36 Uhr Vollmond.

Am Sonntag, kurz vor Mitternacht, zogen sich die Wolken über Kassel zurück und der Mond kam durch. Die Aufnahme entstand um 23.49 Uhr mit dem Handy.

Da der Vollmond der Sonne gegenübersteht, zeigt er die Sommerstellung der Sonne Mitte Juni an, deswegen steht er hoch am Himmel und wird weit im NW untergehen.



Sonntag, 19. Dezember 2021

Die Zeit der langen Nächte

 Die Jahresbahn der Sonne am Himmel (Ekliptik) steht um 23°,5 gegen den Himmelsäquator geneigt. Im (Nord-)Winter steht die Sonne unterhalb des Himmelsäquators, deswegen sind die Tage im Winterhalbjahr kürzer.

Am 21.12. um 16.58 Uhr steht nun die Sonne am weitesten südlich vom Himmelsäquator entfernt. Das müsste also der kürzeste Tag des Jahres sein. Er heißt die Wintersonnenwende, da an diesem Tag die Sonne wieder auf den Himmelsäquator zuläuft.

Sehr genau genommen ist dann die Nacht vom 21.auf den 22.12. die längste Nacht des Jahres. Aber alle Nächte in den nächsten und den letzten Tagen sind in etwa gleich lang (Abweichungen betragen Sekunden).

Der kürzeste Tag hat eine Länge von 7h51m43s .

Wenn man sich aber die Lage der Ekliptik und des Himmelsäquators ansieht, merkt man, dass auch einige Zeit vor und nach dem 21.12. die Sonne nur unbedeutend näher am Himmelsäquator steht. Pro Tag verschiebt sie sich durch die Jahresbewegung um etwa 1 Grad nach Osten, erst am 21.3. erreicht sie den Himmelsäquator (Tag- und Nachtgleiche).

Es macht also in der Tageslänge zwischen dem 18. und 24.12. nur Sekunden aus, ist also für uns nicht bemerkbar.

Bedeckter oder weniger bedeckter Himmel haben da einen deutlich wahrnehmbareren Effekt.

Am 17.12. und am 25.12. ist es ungefähr eine Minute länger hell, eigentlich auch nicht wahrnehmbar.

Rechnerisch gibt es natürlich, wenn man sekundengenaue Angaben macht, den kürzesten Tag des Jahres, aber praktisch gesehen ist die Tageslänge fast eine Woche lang gleich kurz.

Viel stärker machen sich die unterschiedlichen Zeiten für Sonnenauf- und untergänge bemerkbar.

Warum ist es im Dezember am Abend und im Januar am Morgen besonders dunkel?

Am 21.12. ist der kürzeste Tag des Jahres. Die Sonne geht in Kassel dann um 8.24 Uhr auf und schon nach etwa 8 Stunden um 16.16 Uhr wieder unter.

Mittags steht sie dann gerade einmal 15° über dem Südhorizont (62° im Sommer am 21.6.).

Wenn man aber in den Kalender sieht, dann stellt man fest:

Zwischen dem 7.12. und dem 17.12. geht die Sonne am frühesten unter (16.13 Uhr). Da wird es also am frühesten dunkel. Weihnachten haben wir abends schon wieder 4 Minuten länger Helligkeit.

Der späteste Sonnenaufgang ist mit 8.27 Uhr zwischen dem 27.12. und dem 3.1.

Es stimmt also: Der Januar ist morgens dunkler als der Dezember, der aber ist abends dunkler als der Januar….aber der kürzeste Tag des Jahres ist am 21.12!

Dieses seltsame Verhalten liegt daran, dass die Sonne am Himmel keine gleichmäßige (scheinbare) Bewegung ausführt. Durch die Erddrehung wandert sie ja täglich von Osten nach Westen, gleichzeitig bewegt sie sich aber durch den Umlauf der Erde um die Sonne ein kleines Stück von Westen nach Osten.

Da die Erdumlaufbahn eine Ellipse ist, bewegt sich die Erde im sonnennächsten Punkt ihrer Bahn (Anfang Januar) am schnellsten. Dadurch weicht die wahre Sonne bis zu 8 Minuten von einer gleichmäßig laufenden Sonne ab.

Wir kontrollieren den Sonnengang mit unseren Uhren. Diese aber richten sich nach der Zeiteinteilung längs des Himmelsäquators und gegen den ist die Sonnenbahn um 23°,5 geneigt. Aus diesem Grund läuft die Sonne am Himmel bis zu 10 Minuten schneller oder langsamer als es eine Uhr anzeigen würde.

Beide Effekte zusammen erzeugen die sog. Zeitgleichung, die also angibt, wie stark eine Sonnenuhr von einer mechanischen Uhr abweicht. Anfang Februar steht die Sonne 15 Minuten zu spät im Süden, am Novemberbeginn dafür 16 Minuten zu früh.

Dieser Zeitgleichungseffekt sorgt dafür, dass frühester Sonnenuntergang und spätester Sonnenaufgang nicht am kürzesten Tag des Jahres liegen, sondern fast 3 Wochen auseinander.

Übrigens: Nur an vier Tagen im Jahr zeigt eine Sonnenuhr die „richtige“ Zeit an: Am 16.4., 15.6., 1.9. und am 25.12.

Das Bild zeigt, wie sich die Zeiten für Sonnenuntergang SU und Sonnenaufgang SA im Dezember verschieben, die senkrechten Striche markieren die Tageslänge.



Astronomischer AdventsKalender, Tür 19

 Lösung Tür 18:

b) und d) sind richtig. Die Polizei in Bayern sucht mit Hilfe von angebundenen Ballons mit Überwachungskamera auch Vermisste.

Und in den USA hat man das auf die Spitze getrieben...Drogenschmuggler werden mit solchen Ballons gesucht und gefunden...

Ob das mit den Vögeln funktioniert, weiß ich nicht...müsste man mal am Wellensittich zu Hause ausprobieren...😹


Tür 19:

Was ist ein magnetischer Propeller?

a) Ein Weißer Zwerg, der auffallende Gase herumschleudert?

b) Ein reibungsfrei funktionierender Lüfter?

c) ein sich schnell drehender Stabmagnet?

d) ein neuentdecktes Quasiteilchen der Festkörperphysik, das sich wie ein magnetischer Monopol verhält, da durch die schnelle Drehung beide Pole miteinander verwischen?

Lösungen bitte bis Montag,10.00 Uhr an adventskalender@sfn-kassel.de senden.

Die Verlosung der Buchpreise ist sehr bald...nur noch wenige Türchen...

Samstag, 18. Dezember 2021

Wie feiern Aliens Weihnachten?

 Auf der  Weihnachtsfeier des SFN habe ich den üblichen Sternwartenvortrag, den wir sonst freitags streamen, im neuen FutureSpace aus der Wilhelmsstr.2 gehalten. Zum ersten Mal seit Start der Reihe vor vielen Zuschauer/innen.

Wir haben aus den fast 3 Stunden Livestream der Feier (mit Zaubershow, Auftritt vom Zirkus Rambazotti) den Vortrag herausgeschnitten. In den ersten Minuten hört man noch den Raumklang, da wir auch gleichzeitig über  die Raumlautsprecher für die Anwesenden den Ton laufen lassen mussten. Das wird aber schnell besser.

Hier kommt man direkt zum Vortrag:




Astronomischer AdventsKalender, Tür 18

 Lösung Tür 17:

Es war der Stern 45 Cap. An dem zog Jupiter mit seinen Monden Mitte November so vorbei, dass der Sterne mehrere Tage wie aufgereiht mit den vier richtigen Monden auf einer Linie stand. Er hatte auch noch die passende Helligkeit.

Zwar zieht auch die ISS ab und an mal an Jupiter vorbei, sie ist aber in wenigen Sekunden vorbei und deutlich heller wie die Monde.

Mit dem Label Planetenbewegung kommt man auf die Posts im Blog, die die Bilder des Vorbeizuges von Jupiter an 45 Cap zeigen.



Tür 18:

Schon oft haben wir mit Helium gefüllte Ballons in die Stratosphäre geschickt.

Was kann man mit Luftballons, die mit Helium gefüllt sind, alles machen?

a) Vögeln mit gebrochenen Flügeln beim Fliegen helfen?

b) Drogenschmuggler aufstöbern?

c) Lecks in der Ozonschicht abdichten?

d) Vermisste Bayern suchen?

Die Antworte bitte bis Sonntag, 10.00 Uhr an adventskalender@sfn-kassel.de senden.

Unter denjenigen mit den meisten richtigen Antworten werden nach dem 24.12. Bücher verlost.


Freitag, 17. Dezember 2021

Ein kosmischer Schmetterling

 

Dieses Bild im sichtbaren und infraroten Licht wurde vor Kurzem vom GEMINI-Süd Teleskop in Chile veröffentlicht.

Ein junger Stern mit weniger als einer Sonnenmasse ist von einer dichten Gas- und Staubscheibe umgeben. Man sieht sie im Inneren als senkrechtes dunkles Band.

Ein Materiestrom vom Stern hat senkrecht dazu einen Durchgang erzeugt, durch den jetzt Licht austreten und die umgebenden Gas- und Staubwolken anleuchten kann.

Dadurch wird die Form eines Schmetterlingsflügels erzeugt.

Auf der rechten Seite trifft der Gasstrom auf dichtere Materie und erzeugt ein rötlich leuchtendes Herbig-Haro-Objekt durch den Staudruck.

Vermutlich bilden sich im zentralen dichten Band gerade auch neue Planeten.

Besonders beeindruckend ist wieder das ZOOM-In-Video.

credit: Gemini-S/NOIRLAB/NSF






Astronomischer AdventsKalender, Tür 17

 Lösung Tür 16:

Wie schreibt jemand...warum googeln, wenn man den Astronomieblog hat...

Im Beitrag vom 6.12. habe ich alles notwendige beschrieben. Man muss nur das Stichwort Säure in die Blog-Suchmaschine eingeben...

Hier noch einige Erläuterungen, die mir eine nette Fachkollegin gegeben hat:

 Wenn man Säure = Protonendonator definiert, dann gilt:

Googelt man die stärkste Säure der Welt, kommt man direkt auf Carboransäure. (https://www.futura-sciences.com/de/was-ist-die-staerkste-saeure_2509/) Hier wird aber der Vergleich zu anderen (klassischen) Säuren gezogen, konkret zu Schwefelsäure bzw. Wasser.

In der Beschreibung von He-H+ (https://en.wikipedia.org/wiki/Helium_hydride_ion) wird gesagt, dass dieses Ion mit jedem anderen Ion, Atom, Molekül reagiert und das H+ abspaltet. Somit würde ich dies auch als reaktiver und auch somit als stärkere Säure im Sinne der Definition sehen.

So sehen es auch die Forschenden von SOFIA.
Und hier hat man He-H+ im All gefunden:


Man könnte sogar sagen: Heliumhydrid ist nicht nur die stärkste, sondern auch die erste Säure im Universum. Denn He und H gibt es seit 13,7 Milliarden Jahren...


Tür 17:

Galeoa Galieo, Nachfahre des berühmten Galileo Galilei sieht zum ersten Mal durch sein neues Fernrohr auf den Jupiter.
Fünf helle Lichtpunkte erkennt er, aufgereiht wie auf einer Linie.
Das müssen die Jupitermonde sein, die sein Ur-ur-ur-ur-ur....-ur-Großvater entdeckt hat: Ganymed, Callisto, Io, Europa und.....?

Wie heißt der fünfte, den er beobachtet hat? Und wann hat Galeoa durch sein Fernrohr gesehen?

Lösungen bis Samstag, 10.00 Uhr an adventskalender@sfn-kassel.de.
Es winken Buchpreise...

Und nicht vergessen: heute Abend um 20.00 Uhr geht es um das Weihnachtsfest bei Außerirdischen, live unter sfn-kassel.de/live

Donnerstag, 16. Dezember 2021

AstronomischerAdventsKalender, Tür 16

 Lösung Tür 15:

c) ist richtig.

Jede kleine Öffnung wirkt als Lochkamera und bildet das leuchtende Objekt ab, in dem Fall die kreisrunde Sonnenscheibe.

Hier sieht man diese sog. Sonnentaler bei unregelmäßigen Öffnungen zwischen Blättern (Alfried Krupp Schülerlabor).



In diesem Video wird auch auf dieses Thema eingegangen:

"Mein Gott, es ist kein Dreieck sondern ein Kreis!"


Tür 16:

Woraus besteht die stärkste Säure des Kosmos?

Die Lösung in den Kopf einer Mail an adventskalender@sfn-kassel.de bis Freitag, 10.00 Uhr senden.

Diejenigen, die die meisten richtigen Einsendungen haben, nehmen an einer Verlosung von Büchern teil.

Mars im Stachel des Skorpions

 In der schon weit fortgeschrittenen Morgendämmerung tauchte Mars mit dem linken oberen Stachelstern Acrab des Skorpions hinter den Wolken auf.

Schade, dass man die Wanderung des Mars durch den Stachel nicht verfolgen kann, da sie hauptsächlich am Tageshimmel stattfindet...

Aufnahme: Donnerstag, 7.03 Uhr



Auf der Sonne geht es richtig ab....

 Ich beobachte seit bestimmt 55 Jahren immer wieder die Sonne...aber das habe ich noch nie gesehen...

Auf der Südhalbkugel bildet sich zur Zeit eine lange Kette großer Sonnenfleckengruppen, die durch die Rotation am Rand auftauchen und in die Sonnenmitte wandern.

Werden wir bald mit einer Folge von Flareausbrüchen bombardiert?

Sonnenflecken sind Bereiche, in denen Magnetfelder aus dem Inneren der Sonne aufsteigen und die Photosphäre um etwa 1000° abkühlen, weshalb diese Gebiete schwarz erscheinen.

Das Bild (credit: SOHO) zeigt die Anordnung am Mittwochabend.

Die helleren Gebiete sind über den Sonnenflecken schwebende heiße Gaswolken (Sonnenfackeln).

Das Video zeigt wie in den letzten Tagen die Flecken in die Scheibenmitte gewandert sind.





Mittwoch, 15. Dezember 2021

Astronomischer AdventsKalender, Tür 15

 Lösung Tür 14:

Das X und das V, zuletzt habe ich es am 11.12. fotografiert (siehe Post). Das Bild unten zeigt die Mondformationen (beleuchtete Bergspitzen)  etwas klarer.

Auf alle Fälle sieht man, dass der Mann im Mond X und V schreiben kann...ob er es auch laut vorlesen kann, weiß ich nicht...

Jemand hat auch geantwortet: Ein A und ein Z, für zunehmend und abnehmend..auch nicht schlecht, weil:

diese Buchstaben konnte er schon lange vor der Erfindung des Fernrohres....



Tür 15:

Die Sonne scheint durch eine kleine quadratische Öffnung. Was sieht man dahinter (auf einem Schirm)?

a) einen Lichtpunkt?

b) ein leuchtendes Quadrat?

c) einen hellen Kreis?

Antworten bis Donnerstag 10 Uhr an adventskalender@sfn-kassel.de


Unser Freitagsangebot: Sternwarte auf dem SFN live

 Am Fr, 17.12. gibt es um 20.00 Uhr wieder einen Vortrag.

Die Beobachtungen fallen aus, selbst wenn das Wetter mitspielt, da wir diesen Vortrag direkt live von der Weihnachtsfeier des SFN aus dem FutureSpace in der Wilhelmsstr.2 übertragen.

Der Online Zugang wie immer: www.sfn-kassel.de/live

Thema: Ein nicht so ganz christlicher Blick auf das Weihnachtsfest...

Referent: KP Haupt



Dienstag, 14. Dezember 2021

Breaking News: Tanz um ein Schwarzes Loch, ganz nah

 Embargo bis 16.00 Uhr

Dem Nobelpreisträger Reinhard Genzel (2020) ist mit seinem Team ein neue Coup gelungen!

Zoom auf das Supermassive Schwarze Loch (SSL) im Zentrum der Galaxis: 30 mal näher und schärfer!

Seit 30 Jahren beobachtet Genzel mit immer besseren Techniken die Sterne in der Nähe des SSL im Zentrum der Milchstraße. Aus ihren Bewegungen kann man einmal die Allgemeine Relativitätstheorie ART überprüfen und die Masse des zentralen Objektes, dem SSL, bestimmen.

Mit dem Instrument GRAVITY am VLT in Paranal Chile kann man alle vier 8,4 m Teleskope zu einem großen Teleskop zusammenschalten. Dadurch lässt sich die räumliche Auflösung gewaltig steigern.

Im Interferometertunnel (siehe Bild) werden die unterschiedlichen Lichtwege durch fahrbare Spiegelwagen und Piezokristalle für die Feinkorrektur ausgeglichen und dann das von den vier Teleskopen kommende Licht in GRAVITY zur Überlagerung gebracht.

Damit konnte der Stern 29 beobachtet werden, der im Mai 2021 mit 13 Milliarden km (90 AE) bei einer Geschwindigkeit von 8740 km/sec (knapp 3% der Lichtgeschwindigkeit) seine kleinsten Abstand zum SSL hatte.

Ein weiterer Stern nahe des SSL, der Stern  300, wurde neu entdeckt.

Mit Hilfe von GRAVITY ist, unterstützt von einem Maschinen-Lern-Programm, das bisher detailreichste und schärfste Bild vom galaktischen Zentrum entstanden.

Die Bewegungsanalyse bestätigte nicht nur erneut die ART, sondern führte auch zu einer besseren Massenbestimmung des SSL: 4,3 Millionen Sonnenmassen.

Auch der Abstand zum galaktischen Zentrum konnte neu bestimmt werden: 27 000 Lichtjahre.

Die Arbeiten werden heute in zwei Paper in Astronomy&Astrophysics veröffentlicht.

credit: ESO/Gravity collaboration, Calcada


Bild 1: Bewegungen der Sterne von März bis Juli 2021, SgrA* ist die Position des SSL

Bild 2: Im Interferometertunnel unter dem VLT (eigene Aufnahme)

Video 1: Tanz der Sterne um das SSL

Video 2: Zoom auf das Zentrum unserer Galaxis, sehr empfehlenswert und beeindruckend










Astronomischer AdventsKalender, Tür 14

 Lösung Tür 13:

Es war SOFIA...sie war richtig laut, ich konnte kaum reden, außerdem war sie kalt, ich war ständig am frösteln  und sie hat mir zwei ganze Nächte keine Ruhe gelassen...

Aber ich werde sie nie vergessen!


Unser Verlobungsfoto...vor der ersten gemeinsamen Nacht!

Tür 14:

Der Mann im Mond lernt gerade Lesen und Schreiben. Zwei Buchstaben kann er schon. 

Welche?

Bitte bis Mittwoch 10.00 Uhr unter adventskalender@sfn-kassel.de antworten. Es winken tolle Buchpreise.


Hinweis: Heute um 16.00 Uhr endet das Embargo für eine wirkliche spannende Veröffentlichung der ESO. Wir werden pünktlich darüber berichten.

Montag, 13. Dezember 2021

Astronomischer AdventsKalender, Tür 13

 Lösung Tür 12:

Normalerweise denkt man, dass das Auge ständig Bilder ins Gehirn sendet, die dort verarbeitet werden.

Aber es scheint anders (Clark, pp181, Behavioral and Brain Sciences, 36, 2013):

Die meisten Signale wandern vom Gehirn in die Augen. Das liegt daran, das wir mit dem Gehirn und nicht mit den Augen sehen. Mit Hilfe  der Weltkenntnis und vorheriger Informationen konstruiert das Gehirn das Bild, welches es in diesem Moment von den Augen erwartet und schickt es dort hin.

Werden dort Abweichungen festgestellt, so werden die Unterschiede zum Gehirn gesendet und dieses korrigiert das erzeugte Bild bevor es uns bewusst wird.

Ich habe davon erstmalig in dem sehr empfehlenswerten Buch "Helgoland" des theoretischen Physikers Carlo Rovelli (2020) erfahren.

Eigentlich habe ich das nur als Rätsel genommen, um mich durch das Schreiben besser daran erinnern zu können und diese Information verbreiten zu können.

So vorzugehen, scheint mir sehr effektiv für den Sehprozess zu sein...Die Wirklichkeit, die wir wahrnehmen, ist ja nur konstruiert. Sehen wir noch nicht mal das, was wir sehen?


Tür 13:

Wie heißt die Dame, mit der KP Haupt (also ich, ich war anschließend ganz schön fertig) vor einigen Jahren einige Nächte in Kalifornien durchgemacht hat?


Lösungen bis Dienstag, 10.00 Uhr an adventskalender@sfn-kassel.de

Am Ende werden Buchpreise verlost!

Blick durch Gravitationslinse: Hellste Galaxie des frühen Universums entdeckt

 Im Rahmen einer Ausbildungsveranstaltung  haben Studierende der Universität von Chicago das hellste Bild einer durch eine Gravitationslinse abgebildeten Galaxie des frühen Universums entdeckt.

Das Licht wurde 1,2 Milliarden Jahren nach dem Urknall ausgesandt und ist an einem Galaxienhaufen vorbeigelaufen (im Bild markiert) und zu einem halben Ring auseinander gezogen worden.

Im Spektrum sieht man Emissions- und Absorptionslinien, die von einer starken Sternbildung zeugen.

credit: University of Chicago  





Sonntag, 12. Dezember 2021

Astronomischer AdventsKalender, Tür 12

 Lösung Tür 11:

a² + b² = c² ist der Satz des Pythagoras, der einen Zusammenhang zwischen den Seitenlängen a, b und c eines rechtwinkligen Dreiecks herstellt.

Und wo findet man ihn? Natürlich beim Meister selbst...den gibt es "links oben" am Mondrand nahe des Nordpols als Krater.


Tür 12:

Ist der Mond noch da, wenn ich nicht hinsehe?

Diese grundlegende philosophische Frage wollen wir hier nicht klären, sondern eher das, was beim Hinsehen passiert.

Die Welt erkennen wir u.a. über unsere Augen. Die Nervenzellen im Auge sind mit den Nervenzellen (Neuronen) im Gehirn verbunden.

In welcher Richtung fließt beim Sehen mehr Information, vom Auge ins Gehirn oder vom Gehirn ins Auge?


Die Lösung bitte bis Montag, 10.00 Uhr an adventskalender@sfn-kassel.de.

Unter denjenigen, die die meisten richtigen Lösungen haben, werden am 25.12. Buchpreise verlost.


ISS bei der Venus

 Eigentlich war ich am Samstag in den Habichtswald gefahren, um den Vorbeizug der Internationalen Raumstation an der Venus zu fotografieren.

Ich richtete die Kamera aus, fokussierte und wartete...

Aber die ISS war so niedrig und der Himmel noch so aufgehellt, dass ich sie nicht gesehen habe. Zum Glück habe ich immer mal wieder auf den Auslöser gedrückt...und zur richtigen Zeit zog sie vorbei...wegen der Belichtungszeit von 5 sec zu einem kleinen Strich auseinander gezogen.

Aufnahmen um 17.19 Uhr.

Interessant ist, dass die ISS auf dem dritten Bild am hellsten ist. Vorher haben wir sie von schräg vorne gesehen. Je mehr wir hinter ihr her sehen, desto stärker ist das in unser Auge reflektierte Sonnenlicht.





Halbmond mit X und V

 In der Nacht vom Samstag auf Sonntag ist Halbmond. In dieser Mondphase werden Kraterwände so beleuchtet, dass die Buchstaben X und V erscheinen. Wer findet sie auf dem ersten Bild?

Aufnahme: Samstag, 17.11 Uhr, 600mm Tele, nachvergrößert




Samstag, 11. Dezember 2021

Ein Blick auf die Jupitermonde

 ...drei waren am Samstagabend im Angebot...

Aufnahme um 17.12 Uhr mit 600 mm Tele (stark nachvergrößert).