Sonnenuntergang in Kassel (Lara Bendig)

Dienstag, 9. März 2021

Ein neuer Planetenjäger in Aktion

 Alle kennen den ESO Planetenjäger auf La Silla am 3,6 m Teleskop.

Nun hat auch ein weiteres Instrument zum Aufsuchen von Exoplaneten seinen Dienst aufgenommen.

Was sind Planetenjäger?

Es sind hochauflösende Spektrographen, die kleinste Wellenlängenänderungen der Spektrallinien in Sternspektren registrieren können.

Dadurch kann man mit dem Dopplereffekt die Wackelbewegungen messen, die die unsichtbaren Planeten an den Sternen ausüben. So erhält man die Bahndaten der Planeten und oft auch deren Massen.

Das neue Instrument heißt MAROON - X.

Es steht für M dwarf Advanced Radial veolocity Observer Of Neighboring eXoplanets.

Wie der Name sagt, wird der neue Planetenjäger auf lichtschwache nahe Zwergsterne in Sonnennähe angesetzt.

Es ist am 8,1 m Gemini-Nord Teleskop in 4100 m Höhe auf dem Mauna Kea in Hawaii aufgebaut und vor kurzem in Betrieb genommen worden.

Nach 10 Jahren Entwicklungszeit und 6 Monate Installation konnte ein Spektrum des Sternes Gliese 486 aufgenommen werdnen und damit erstmalig die Masse seines Planeten zu 3 Erdmassen bestimmt werden.

Federführend ist das NOIRLab (National Optical-Infrared Astronomy Research Laboratory), das auch die Gemini-Observatorien betreibt.

Gliese 486 isdt 26 Lichtjahre entfernt. Sein Planet ist eine sog. Supererde, d.h. etwas größer und wegen seiner Nähe zum kühleren Stern viel heißer als die Erde.

Alle anderen, in Pressemeldungen aufgetauchten Informationen über diesen Planeten sind reine Spekulationen (vermutlich mit dem Ziel Forschungsgelder zu erhöhen...).

Bilder: Gemini Observatory, NOIRLab

- Der neue Spektrograph während der Installation

- Das erste aufgenommene Spektrum (Gliese 486)




Montag, 8. März 2021

Vesta zieht weiter

 Blickt man über die Stadt, dann ist der Dunst fast undurchdringlich. Mit Mühe ahnte ich Regulus im Osten über der Wilhelmshöher Allee.

Und ich hatte Glück, auch Vesta kam gerade noch so durch...

Am Montag stand sie um 19.41 Uhr gerade auf der Verbindugnslinie von Chertan und Zosma. Im Vergleich zu den früheren Posts ist jetzt die Bewegung trotz der unterschiedlichen Blickwinkel wegen der Erdrotation eindeutig zu sehen.


 



Im Tor

 Heute (Mo, 8.3.) steht Mars genau auf der Verbindungslinie von Hyaden und Plejaden, er durchläuft sozusagen das Goldene Tor der Ekliptik (siehe frühere Posts).

Bevor die vielen Wolken kommen, gelang mir um 19.40 Uhr gerade noch ein Bild vom Balkon aus. Es war schon diesig und natürlich vom Stadtlicht aufgehellt.




Breaking News: Entferntester radio-lauter Quasar entdeckt

 Embargo bis Mo, 14.00 Uhr

P172+18 ist die Bezeichnung eines Quasars, dessen Strahlung zu uns 13 Milliarden Jahre unterwegs war.

(Es ist wohltuend zu bemerken, dass in Pressemeldungen nicht mehr von einer Entfernung von 13 Milliarden Lichtjahren gesprochen wird, denn das wäre nur in einem nicht gekrümmten, nicht expandierenden Unversum der Fall).

Quasare sind Entwicklungsstadien der Zentralbereiche von Galaxien, in denen supermassive Schwarze Löcher besondere Aktivitäten entfalten, z.B. durch Einverleiben von zerrissenen Sternen oder Gaswolken.

Etwa 10% dieser Quaare entwickeln jetartige Auswürfe, die intensive Radiostrahlung abgeben.

P172+18 ist der unter diesne Objekten mit der größten Entfernung zu uns. Wir sehen ihn in einem nur 780 Millionen Jahre alten Universum.

Die gewaltige Aktivität muss von einem etwa 300 Millionen Sonnenmassen großen Schwarzen Loch angetrieben werden.

In der heute im ApJ erscheinenden Arbeit gehen die Forschenden davon aus, dass der Entfernungsrekord bald gebrochen wird und wir mehr solcher extrem weit entfernten Objekte finden werden.

Das Bild zeigt eine künstlerische Darstellung. So könnte P172+18 aussehen (ESO/Kornmesser)



Sonntag, 7. März 2021

Die erste Fahrt von Perseverance

 Am Freitag, 5.3. gab es die erste Fahrt des Marsrovers Perseverance:



Mondaufgang am Sonntag in der Nacht

 Um nur einmal aufstehen zu müssen, habe ich die Beobachtung von Vesta so gewählt, dass unmittelbar danach die Mondsichel im SO aufgeht...

Das Bild entstand um 4.01 Uhr, die Teleaufnahme um 4.05 Uhr.

So dicht am Horizont bei der feuchten Luft ist natürlich auf dem Mond nur wenig zu erkennen...




Vesta wandert weiter

 Da das Wetter in den nächsten Tagen eher schlecht werden soll, habe ich versucht am Sonntag morgens um 3.56 Uhr Vesta zu fotografieren. Es war sehr dunstig, kaum Sterne zu sehen...und ich wollte auch nur vom Balkon aus ein Bild machen.

Ich habe aber Glück gehabt und die richtige Stelle im SW getroffen...

Oberhalb der Jungfrau sitzt der Hinterteil des Löwen. Trotz des sehr aufgehellten dunstigen Himmels ist Vesta zu erkennen.

Wenn man mit der Aufnahme 29 Stunden vorher vergleicht (siehe Post vom Samstag über den Freitag), erkennt man in der Tat auch die Bewegung.

Das ist nicht einfach, denn am Freitag war es etwa 23.00 Uhr und heute etwa 4.00 Uhr. Da ist durch die Erddrehung ein anderer Blickwinkel, außerdem fehlen viele lichtschwache Vergleichssterne.

Nimmt man aber den Löwenstern Chertan, dann bildet er mit Vesta und zwei helleren Sternen eine trapezförmige Figur. Die recht Trapezseite aus Vesta und Chertan ist heute etwas steiler, da Vesta nach rechts wandert.


 


Samstag, 6. März 2021

Herkules als Wächter am Goldenen Tor

 Da es in den nächsten Tagen öfters bedeckt sein soll, bin ich am Samstag noch mal losgezogen. Dieses Mal auf die Westseite des Rammelsberges. Da ist zwar noch viel Stadtlicht und Herkules und Schloss beleuchten den halben Himmel, aber genau das gibt auch ein schönes Motiv.

Aldebaran und Mars, daneben die Plejaden und unten drutner der Herkules (Aufnahme um 21.47 Uhr)

In der Teleaufnahme kann man nauch leicht erkennen, dass selbst an diesem einen Tag vom 5.auf 6.3. sich Mars deutlich verschoben hat (Vergleich mit früherem Post). Aufnahme um 21.50 Uhr.

Natürlich muss auch ein Blick auf den Herklues dabei sein. Die beiden Laserstrahlen sind gut zu sehen, der rote ist irgendwie aufgespalten. Der Stern oberhalb vom Herkules muss Menkar im Walfisch sein (Aufnahme um 21.51 Uhr).





Beim Sonnenaufgang

 stand um 7.09 Uhr der abnehmende Halbmond genau im Süden, allerdings sehr tief.

Die Lichtstreuung der aufgehenden Sonne reduziert den Kontrast deutlich. Trotzdem aber erkennt man einige Krater und die in die Nacht hineinreichenden Bergspitzen der Alpen und Apenninen.



Vesta gesichtet

 Von der Sternwarte auf dem SFN aus gesehen stand der Löwe dicht am Osthorizont im Dunstb der Stadt. Auch in Wilhelmshöhen stand er nicht allzu hoch über der Wilhelmshöher Allee...

Das sind nicht gerade gute Lichtverhältnisse um Vesta zu finden.

Also fuhr ich zum Hohen Gras. Da war  der Löwe immer noch über der Stadt, aber um 22.50 UIhr stand er doch deutlich höher.

Sehr schön erkennt man auf dem ersten Bild auch den offenen Sternhaufen M44 im Sternbild Krebs.

Vesta war leicht zu finden. Aber um ihre Bewegung zu erkennen, brauchen wir die schwächeren Vergleichssterne. Das wird von der Stadt aus schwierig.

Alle Informationen über Vesta im Post vom Freitag.

Ich habe am Freitagabend Vesta nur als Lichtpunkt gesehen. DAWN hat Vesta über ein Jahr umkreist und die vielen Krater der zerklüfteten Oberfläche kartographiert.




Mars bei den Plejaden: Blick vom Hohen Gras aus

 Was 280 m höher und 4 km von der Stadtgrenze entfernt ausmachen...

Die Aufnahmen entstanden am Freitag um 22.32 Uhr und um 22.36 Uhr.





Freitag, 5. März 2021

Orion und allerlei Getier im Dunst der Stadt

 Um 19.28 Uhr am Freitag konnte ich im Süden der Stadt Orion mit dem Großen Hund, dem Kleinen Hund (Procyon) und dem Hasen erkennen. Der Fluß Eridanus schlängelt sich ebenfalls durch das Bild.



Mars bei den Plejaden: Blick von Kassel aus

 Nach unserem kleinen Live-Stream habe ich um 19.35 Uhr Mars vom Dach der Sternwarte auf dem SFN aus fotografiert.

Mitten in der Stadt gelingen zwar nicht solche Aufnahmen wie aus dem Habichtswald...aber man kann sehr schön die Bewegung des Planeten im Vergleich zu den Posts am 1.3. und 2.3. erkennen.



Mars bei Plejaden: Stream von der Sternwarte auf dem SFN

 Nicht so schön wie in real...aber das Wichtigste konnten wir zeigen (Beginn nach 3 Minuten).

Es folgen noch Posts mit Bildern von Mars und Plejaden von Kassel aus, später vom Habichtswald aus und von Vesta. 

Bild: R.Janusch


Heute Abend: Blick auf Vesta

 Vesta ist ein Asteroid, etwa 525 km groß. Sie   umkreist mit knapp 20 km/sec in einem Abstand von 351 Mill km die Sonne in 3,6 Jahren (zwischen Mars und Jupiter).

 Heute steht sie in Opposition zur Sonne, d.h. sie ist die ganze Nacht zu sehen: Aufgang bei Sonnenuntergang und Untergang bei Sonnenaufgang. Mit 204 Mill. km Erdabstand ist sie uns zwar am nächsten, aber immer noch soweit, dass man Vesta nur als Lichtpunkt erkennen kann.

Ihre scheinbare Helligkeit wird bei etwa 6 mag liegen, d.h. Vesta ist leicht mit einem kleinen Fernglas am Himmel aufzufinden.

Dazu habe ich mit Stellarium zwei Aufsuchhilfen gebastelt:

Ich empfehle erst nach 21 Uhr zu beobachten, da sonst Vesta noch zu niedrig steht. Man findet sie im hinteren Teil des Löwen, links neben dem Stern Chertan. Dort ist Vesta das hellste im Fernglas gut wahrnehmbare Objekt.

Die Bewegung von Vesta lässt sich schon nach einem Tag gut bemerken, Schon am 8.3. steht sie auf der Verbindungslinie zwischen Chertan und Zosma.

Übrigens: 

Mars steht heute Abend dicht bei den Plejaden und um 19.00 Uhr streamen wir live aus der Sternwarte auf dem SFN unter www.sfn-kassel.de/live 



Vesta ist nicht genau kugelförmig, sie hat aber einen ähnlichen inneren Aufbau wie die Erde:

- Fe-Ni-Kern

- Mantel mit Olivin

- basaltische Kruste.

Die 2007 gestartete Raumsonde DAWN erreichte Vesta im Juli 2011 und war bis 2012 in einer  Umlaufbahn um den Asteroiden.

Dieser Mission verdanken wir viele hochaufgelöste Bilder von Vesta.

Vesta hat mehrere bis zu 30 km hohe Impaktkrater. Berühmt geworden ist der "Scheemann".

Im September 2012 startete dann DAWN von Vesta zu einem Flug zum Asteroiden Ceres, den sie 2015 erreichte.






 


 



Donnerstag, 4. März 2021

Warum die Sonne leuchtet: Grund 1 Gravitation

 Naja, weil sie so heiß ist...

Aber wieso hat sie so eine hohe Temperatur?

Ursache ist die Gravitation.

Die Schwerkraft zieht alles zusammen, da Massen sich gegensetig anziehen.

Wenn es also irgendwo in einer  Gas- und Staubwolke im Kosmos einen etwas dichteren Bereich gibt, dann zieht sich dieser unter seiner eigenen Schwerkraft zusammen, andere Gase fallen dazu und vergrößern somit die Schwerkraft.

Die Entstehung eines Sternes ist ein sich selbst verstärkender Prozess, ausgelöst durch eine zufällige Dichteschwankung.

Bei dieser Kontraktion wird Lageenergie freigesetzt (so wie bei einem fallenden Stein). Da die Gaswolke aber sehr dünn ist, kann sie die freiwerdende Energie sofort wieder abstrahlen und die Kontraktion geht weiter. Im nahezu freien Fall stürzt alles nach Innen, ein regelrechter Kollaps findet statt.

Schließlich ist die Dichte im Zentrum so groß, dass die Abstrahlung der freigesetzten Energie nicht mehr sofort gelingt, die durch das Zusammenfallen freigesetzte Lageenergie bleibt im Inneren der Wolke, erhöht die Temperatur und baut einen Gasdruck auf, der gegen die Schwerkraft wirkt.

Das verlangsamt den Kollaps.

Ein Gleichgewicht tritt ein, wenn das eigene Gewicht des neuen Sternes so groß wie die von ihm erzeugte Schwerkraft ist.

Da die Schwerkraft eine sehr kleine Kraft ist, kann viel Masse zusammen kommen, bis sich ein ausreichender Gegendruck aufbaut.

Sterne sind deshalb massereich und haben deshalb auch eine sehr hohe Temperatur im Zentrum, denn es muss ja dann ein großes Gewicht kompensiert werden.

Sie leuchten also sehr hell im sichtbaren Licht.

Aber lange können sie durch Kontraktion die abgestrahlte Energie nicht ausgleichen. Gäbe es nur die Schwerkraft, so würden Sterne sehr schnell wieder aufhören zu strahlen.

Unter der Wirkung der Schwerkraft allein, würden Sterne nur für einige hundertausend Jahre ausreichend Energie zur Verfügung haben.

Es muss eine stärkere und wirksamere Kraft her.

In den nächsten Posts lernen wir weiteree Gründe für das Leuchten der Sonne kennen.

Das Bild zeigt ein typisches Sternentstehungsgebiet, den Orionnebel.



Mars bei den Plejaden: Online dabei!

Am Freitag und Samstag steht Mars nur 2,5° neben den Plejaden. Er durchschreitet das Goldene Tor der Ekliptik.

Wir werden das Live beoabachten:


www.sfn-kassel.de/live


Fr, 5.3., 19.00 Uhr - 19.30 Uhr 



Mittwoch, 3. März 2021

Ist die Dunkle Materie schon längst nachgewiesen? Teil 3: COSINUS

 Inzwischen, d.h. nach vielen Jahrzehnten, ist klar geworden, dass DAMA genau das zeigt, was die Vorstellungen von Dunkler Materie DM erwarten lassen.

Nur, warum konnte niemand das bisher bestätigen?

Ein Gruppe aus Forschenden des Instituts für Hochenergiephysik und der TU in Wien gehen dem jetzt auf den Grund.

Sie verwenden absichtlich wie DAMA einen Natriumjodid - Kristall. Nun aber wird auf zwei unabhhängigen Wegen der Durchgang von DM nachgewiesen:

1) Wie bei DAMA hofft man, dass DM Lichtblitze im Kristall erzeugt, die man nachweisen kann.

2) Gleichzeitig oder zusätzlich aber führt der Durchgang von DM zu einer geringfügigen Erwärmung des Kristalls.

Um das zu messen, immerhin ist der Kristall bis auf fast 0 K abgekühlt, sind spezielle Temperatursensoren entwickelt und an CRESST getestet worden.

Ein  7x7x7 m großes Wasserbecken schirmt den gesamten Detektorbereich ab.

Im März 2021 wird das Experiment im Gran Sasso Labor aufgebaut, die Messungen sollen 2022 beginnen, erste Resultate erwartet man 2023.

Ich bin mal gespannt, ob im Herbst 23 dann doch noch ein Nobelpreis kommt, so wie es 20 Jahre vorher die Mitarbeiter/innen von DAMA eigentlich erwartet haben (weshalb ich die Interviews ja nie veröffentlichen durfte).

COSINUS

geplanter COSINUS Detektor


Dienstag, 2. März 2021

Mars klopft an das Goldene Tor

 Am Montag habe ich lediglich von Kassel aus fotografiert (19.23 Uhr). Man merkt schon den Unterschied zum Hohen Gras...

Und wer gleich mit dem Post vom Sonntag vergleicht... auch die Bewegung des Mars kann man deutlich erkennen. 




AstronomieKassel: Überblick

 Es ist mal wieder Zeit, einen Überblick über unser Angebot zu geben:

Android - App: 

Die App kann über die SFN- oder AAK- Homepage heruntergeladen werden oder direkt bei Google Play oder über starsapp@sfn-kassel.de.
In ihr findet man alle News-Meldungen (die oft etwas ausführlicher als Post im Blog erscheinen) sowie längere bebilderte Artikel (die auch immer als Post im Blog erscheinen).
In der App sind auch interessante Termine zur Astronomie aufgelistet.
Nur die News-Bilder können angeklickt und vergrößert werden.

Internet-Angebot:

Die Newsmeldungen der App können auch direkt im Internet abgerufen werden:
http://starsapp.sfn-kassel.de/webinterface/
Hier können die Bilder nicht vergrößert werden.

Blog: 

In besserer und oft ausführlicherer Darstellung sind alle News-Meldungen der App und alle Artikel der App als Blog verfügbar. Ihn kann man auch über die SFN- und AAK-Homepage direkt anklicken oder über
https://astronomiekassel.blogspot.com
erreichen.
Alle Bilder können angeklickt und vergrößert werden. Im Blog sind oft auch Videos integriert und meistens weitere Bilder.
Hier kann man auch Benachrichtigungen aktivieren, so dass man immer bei einem neuen Post informiert ist. Außerdem gibt es eine Suchfunktion und einen Glossar.

Die neuen Artikel sind mit Label versehen, das hilft beim Zusammenstellen von Infos. Außerdem gibt es ebenfalls einen Veranstaltungskalender.
Ebenfalls sieht man die aktuellen Himmelshelligkeitswerte über dem SFN sowie die Leistung der Solaranlage.


Smartphone und Tablet - Blog: 

Sucht man über Google auf einem Smartphone astronomiekassel und klickt den Blog an, so wird eine sehr schöne Handy-Version mit übersichtlicher Darstellung von allen Inhalten des Blogs aufgerufen.
Von dort aus kann man auch auf die normale Blog-Darstellung umwechseln (ist aber eher nicht zu empfehlen).
Diese Version wird ausdrücklich empfohlen zur Nutzung unseres Angebotes mit mobilen Geräten.
Auch hier können Benachrichtigungen aktiviert werden..

Forum

In einem Discord-Server ist ein Forum eingerichtet. Hier können alle Nutzer Daten, Bidldr, Infos austauschen sowie sich zu Beobachtungen verabreden.

Hier ist der Einladungslink:

 https://discord.gg/hMEdJeymRB


Rückblick: 

In der App sind seit 19.3.2017 über 3075 Posts veröffentlicht worden. Für die App gibt es bisher etwa 3000 Downloads, die Bewertung ist mit 4,7/5 sehr hoch.
Den Blog gibt es seit 1.9.2018 mit bisher weit über 2000 Posts (manche App News werden zu einem Post im Blog zusammengefasst). Seit dieser Zeit ist der Blog 58 000 mal aufgerufen worden.

Zentrale Homepage:

Unter www.natur-science-schule.info kann man alle Aufsätze, Vorträge, Online-Führungen abrufen und später ansehen. Zusätzlich gibt es noch Blogs über Physik und Mathematik.

Redaktion: 

Die Posts/Artikel werden in der Regel von KP Haupt verfasst, ebenso sind die meisten selbstgemachten Bilder von KP Haupt.
Andere Autoren sind immer namentlich erwähnt.
Weitere Bildbeiträge kommen von Mark Woskowski, Bernd Holstein, Jonas Plum und einigen Nutzern.

Die App ist von Felix Nolte im Rahmen eines SFN-Projektes entwickelt worden

Präsenzangebote:

Zur Zeit finden keine Präsenangebote statt. Bei klarem Himmel gibt es freitags um 19.00 Uhr Online-Führungen durch die Sternwarte:

sfn-kassel.de/live.

Montag, 1. März 2021

Der Mond geht auf

 Der abnehmende Mond war dann gegen 21.18 Uhr über dem Bahnhof Wilhelmshöhe zu sehen.

Bei dem niedrigen Stand bhringt eigentlich die Teleaufnahme nichts...aber noch mal wollte ich später nicht raus...also machte ich jetzt eine Aufnahme. Vom Mare Crisium ist nur noch der Rand zu sehen, nun sieht es wirklich so aus, als wäre da etwas von der Mondscheibe abgebissen...

Das Mare Fecundidatis geht ohne Gebirgszug in die Schwärze der Mondnacht über...




Der Winter ist noch da

Nach starkem Nebel, dann Hochnebel, strahlte die Sonne von einem tiefblauen Himmel.

Da muss man in den Habichtswald fahren... Der Himmel ist da zwar immer noch aufgehellt, von der Stadt und den umliegenden Gemeinden, aber viel besser als in der Stadt.

Bild 1: Noch ist der Horizont durch die Abenddämmerung leicht aufgehellt (19.32 Uhr)

Bild 2: Orion, Stier mit den beiden offenen Sternhaufen (Hyaden, Plejaden) und Mars kurz vor dem Durchschreiten des Goldenen Tors (siehe Monatsbericht im vorletzten Post). 19.35 Uhr

Bild 3: Blick auf den Orionnebel mit 600 mm Tele, 19.55 Uhr

Bild 4: Das Goldene Tor wartet auf Mars (mit Satellitenspur) , 19.44 Uhr

Bild 5: Hilfslinien zu Bild 4 zur besseren Orientierung.







HD Schwenk über den Mars

 In Ultra HD...um den Rover herum eine Marslandschaft, mit höchster Auflösung!

Man muss jede Sekunde dieses Videos genießen...



In a few hundred years this location will be a historical monument that people will be able to visit. We are seeing it untouched.

 

Sternenhimmel im März

 Der Mars durchschreitet das „Goldene Tor“

 Auch am abendlichen Sternenhimmel vollzieht sich im März der Wechsel der Jahreszeiten:

 Noch sieht man nach Sonnenuntergang den hellen Winterstern Sirius im Süden, rechts von ihm, also westlich, prägen die anderen Wintersternbilder den Anblick des Himmels: das Sternbild Orion mit dem Schulterstern Beteigeuze, dem rechten Fußstern Rigel und den markanten drei Gürtelsternen dazwischen. Westlich davon steht der rötlich leuchtende Aldebaran und der Planet Mars im Stier. Oberhalb vom Stier steht das Fünfeck des Fuhrmanns mit dem hellen Stern Capella.

 

Der Osthimmel aber wird nun abends von den Frühlingssternbildern geprägt:

Beginnen wir unsere Reise unter dem Frühlingshimmel mit dem Sternbild Großer Wagen, das jetzt am Frühlingsanfang hoch im Osten steht. Es fällt durch den charakteristischen Wagenkasten auf, an den die Deichsel, ein flaches Sternendreieck, anschließt.

Mit Hilfe des Wagenkastens kann man die Nordrichtung und damit den Polarstern finden:

Dazu verlängert man die Verbindungslinie der hinteren beiden Kastensterne etwa um das Fünffache nach oben, dann trifft man auf den am Ende der Deichsel des Kleinen Wagens stehenden Polarstern. Unter ihm ist dann der Nordpunkt des Horizontes.

Verlängert man die Verbindungslinie der hinteren beiden Kastensterne des Großen Wagens dagegen nach unten, so zeigt sie auf den 78 Lichtjahre entfernten hellsten Stern im Sternbild Löwe, den Regulus.

Zwei weitere Frühlingssternbilder findet man mit Hilfe der Deichsel des Großen Wagens. Sie beschreibt einen Bogen, der zum alten Riesenstern Arkturus im Sternbild Bootes führt und weiter zur Spica im Sternbild Jungfrau, die allerdings erst später in der Nacht aufgeht.

 

Wir blicken gleich zu Monatsbeginn abends an den Südwesthimmel. Hier steht auffällig hell der rötlich leuchtende Mars. Zu Monatsanfang nähert er sich dem „Goldenen Tor“ der Ekliptik, das ist der Bereich zwischen den beiden Ansammlungen junger Sterne Hyaden (neben dem ebenfalls rötlich leuchtenden Aldebaran) und den sehr bekannten Plejaden (Siebengestirn).

Am 5. und 6. März steht Mars nur 2,5 Grad unterhalb der Plejaden und am 8.3. durchschreitet er das Goldene Tor, also die Verbindungslinie der beiden Sternansammlungen.

Das ist ein schöner Anblick für das freie Auge, aber mit einem Fernglas sieht man die beiden Sternansammlungen noch besser.

In den Tagen danach nähert sich der zunehmende Mond immer mehr, schließlich steht er zwei Tage vor Halbmond am 19.3. genau zwischen Mars und Aldebaran.

Am 20.3., dem bundesweiten Tag der Astronomie, kann man den Mond dann weiter abgerückt fast oberhalb des Orion sehen.

Auch Mars hat dann das Goldene Tor weit hinter sich gelassen.

Dass Mars zurzeit so schnell über den Himmel wandert, liegt an der Kombination seiner eigenen Bewegung um die Sonne mit der Erdbewegung. Beide Bewegungen addieren sich (Mars läuft nach links, Erde nach rechts, jeweils auf die Bahn bezogen), das macht die Marsbewegung am Himmel besonders schnell.

 Sternkarte:

Anblick für 8.3., 20.00 Uhr, Blick nach Südwesten (B. Holstein), mit eingezeichneten Bewegungen von Mars und Mond

 

Planeten im März:

Merkur: zu dicht bei der Sonne, unsichtbar

Venus:  unsichtbar am Himmel über der Sonne

Mars: abends im Südwesten

Jupiter: taucht vor Sonnenaufgang im SO auf

Saturn: geht kurz vor Sonnenaufgang im SO auf

 

Tag der Astronomie am 20.3.:

Wegen der Corona-Pandemie alle Veranstaltungen online unter

www.sfn-kassel.de/live

15.00, 17.00, 19.00, 21.00 Uhr Vorträge

16.00, 18.00, 20.00, 22.00 Uhr Führungen durch die Sternwarte mit Beobachtungen bei klarem Himmel, sonst Erläuterung des Sternenhimmels an einer Sternkarte

15.00 – 21.00 Uhr Offenes ZOOM – Meeting für alle, Einladung in www.astronomiekassel.blogspot.com: Fragen, Diskussionen, eigene Bilder unter dem Motto: „Jeder für sich, alle gemeinsam“