Sonnenuntergang in Kassel (Lara Bendig)

Sonntag, 26. Dezember 2021

Astronomischer AdventsKalender, Preise

 Herzlichen Glückwunsch!

Mit über 19 Punkten haben gewonnen:

Matthias: Sternenhimmel 22

Robin: Astronomie und Universum

Markus: Expanding Universe, Bildband vom HST


Bitte teilt unter adventskalender@sfn-kassel.de die gewünschten Lieferadressen mit.

Die Bücher werden spätestens am 3.1. verschickt.

Blick an den abendlichen Sternenhimmel

 -8°C, recht kalt...aber ich fahre noch einmal in den Habichtswald zum Parkplatz Ziegenkopf. Von dort kommt man in 5 Minuten auf eine große Lichtung, leider noch vom Osten her durch Kassel erleuchtet.

Das erste Bild entstand um 19.36 Uhr. Bei ISO 1200 konnte ich 15 sec belichten, ohne dass der Himmel zu hell wurde.

Jupiter steht im SW kurz vor dem Untergang, links oberhalb von ihm huschte eine Sternschnuppe durch das Bild.

Bild 2:

Das Sternbild Andromeda mit der Andromedagalaxie M31 steht im Süden. Das Zentrum von M31 kommt gut heraus.

Genau gegenüber von M31, bezogen auf die Sternenlinie der Andromeda steht eine weitere Galaxie M 33 im Sternbild Dreieck, die allerdings eine sehr kleine Flächenhelligkeit hat. Auf dem Original erkennt man sie gut innerhalb des Kreises.

Man kann M 33 auch über den unteren Dreiecksstern finden:

Die gelbe Hilfslinie zeigt einen gut sichtbaren Stern, der auf halbem Weg zwischen dem unteren Dreiecksstern und M 33 steht.

M31 kann man auch gut mit dem freien Auge sehen, für M33 benötigt man ein lichtstarkes Fernglas.

M 31 ist 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt und mit einer Ausdehnung von 220 000 Lichtjahre ähnlich groß wie unsere Galaxis. M33 ist etwas weiter entfernt (2,7 Millionen Lichtjahre) und nur halb so groß (120 000 Lichtjahre).

Unten am Bildrand ist auch Uranus deutlich zu erkennen. Mit 5,8 mag könnte man ihn noch mit freiem Auge erkennen.

Der Bedeckungsveränderliche Algol im Perseus scheint im Maximum zu sein, der Doppelsternhaufen h&chi ist zwischen Perseus und dem Himmels - W Cassiopeia zu sehen.

Durch die Bäume sieht man einen Teil der Plejaden, links oben kommt auch Capella im Fuhrmann durch.





Samstag, 25. Dezember 2021

Das JWST: Eine neue Ära in der Erforschung des Kosmos, Post 1

 Um 11.20 MEZ war es soweit...in Kourou, franz. Guiana, hob die Ariane 5 mit dem James Webb Space Teleskop JWST ab.

27 Minuten später trennte sich das Teleskop von der Oberstufe der Rakete und entfaltete die Solarzellen erfolgreich. Nun ist die Energieversorgung gesichert und 80% aller Hürden bis zum Betriebsbeginn sind erfolgreich genommen.

Gegen Mitternacht wird die erste kritische Kurskorrektur vorgenommen und dann wird, nach einer zweiten Korrektur, die Reise zum 1,5 Millionen km entfernten Lagrangepunkt 2 unternommen.

Hier parkt das JWST genau auf einer Linie Erde-Sonne und kreist gemeinsam mit der Erde um die Sonne herum.

Die Reise dauert 29 Tage. In der zweiten Woche wird der zusammengefaltete Hauptspiegel des JWST entfaltet. Mit einem Durchmesser von 6,5 m wird es dann das größte Weltraumteleskop aller Zeiten sein.


Es wird in den nächsten Tagen eine Postserie hier im Blog beginnen. Ich werde die wichtigsten technischen Funktionen erläutern und vor allem auf die Beobachtungsaufgaben des JWST eingehen:

Das JWST wird den Blick auf unseren Kosmos verändern und uns neue Erkenntnisse ermöglichen.

Bild 1: Erfolgreicher Start

Bild 2: Blick auf das gefaltete JWST von der oberen Raketenstufe aus

credit: ESA,CNES, Arianespace




Astronomischer AdventsKalender, Auflösung Tür 24

Heute zur gewohnten Zeit die Lösung für das letzte Wissenstürchen:

 Die Reinigungsflüssigkeit nimmt man, um indirekt Neutrinos nachzuweisen, ebenso das Wasser.

Und steril werden Neutrinos nicht, schon gar nicht im Vakuum, entweder sind sie es schon oder sie sind es nicht....

Das Standardmodell der Elementarteilchenphysik sagt uns sehr deutlich, auch experimentell sehr gut auf verschiedenen Wegen bestätigt, dass es nur drei Neutrinosorten (Flavours) gibt:

Elektronenneutrinos, Myonenneutrinos und Tauneutrinos.

Andere Neutrinoarten hat man nicht beobachtet. Man hätte sie aber gerne.

Dann muss man aber erklären, warum man sie nicht beobachtet...ganz einfach: weil sie unbeobachtbar sind.

Neutrinos haben nur eine mögliche Wechselwirkung, die schwache Kraft, die u.a. für die Radioaktivität verantwortlich ist.

Eine vierte Neutrinosorte darf deshalb nicht über die schwache Kraft wechselwirken, sie ist ihr gegenüber steril. Das sind die sterilen Neutrinos.

Wie kann man sie dann überhaupt noch nachweisen? Über ihre Schwerkraft!

Die Masse eines Neutrinos liegt unterhalb einer Zweitausendstel Elektronenmasse.....

Es gibt trotzdem Forschende, die sowas versuchen...bisher (logischerweise) ohne Erfolg.

Und außerdem könnten die sterilen Neutrinos ja dann auch die Dunkle Materie stellen...., da man sie ja nicht richtig beobachten kann, lassen sich ja beliebig viele sterile Neutrinos annehmen...

Ich muss noch mal eine Spur drauf legen:

Um etwas zu erklären (Dunkle Materie), von dem wir nicht wissen, was es ist und auch nicht sicher sind ob es überhaupt ist (es könnten auch Änderungen von Naturkonstanten oder Gesetzen vorliegen), suchen wir nach etwas (sterile Neutrinos), was wir nicht beobachten können und was eigentlich auch nicht existieren sollte (es kann ja nur drei Sorten geben...).

Der langen Rede kurzer Sinn: Antwort c) war richtig.

Karikatur aus dem FermiLab:


Ich hoffe, der AdventsdKalender hat Spaß gemacht, vielleicht gab es die ein oder andere Verblüffung und man konnte das ein oder andere hinzulernen.

Im Laufe des Tages mache ich mich an die Auswertung der Einsendungen.

Gibt es einen Sinn im Kosmos?

 Darüber und über weitere Fragen zur Kosmologie und Philosophie spreche ich mit Jason (16), Mark (19), Tereza (16) und Johannes (13), ab sofort im SFN-YouTube Kanal zu sehen:

https://youtu.be/PrnVzY9pblM



Und wer noch etwas über das Jahrzehnte ungelöste solare Neutrinoproblem und dessen Lösung erfahren möchte, kann sich in den Donnerstagsvortrag einklinken:

https://youtu.be/-NNvMc-vTjU


Am 31.12. um 20.00 Uhr startet unter sfn-kassel.de/live das nächste Gespräch.

Freitag, 24. Dezember 2021

Blick auf den Jupiter aus dem Edertal

 Weihnachtsausflug zur beleuchteten Edertalsperre...

Auf dem Rückweg plötzlich im Edertal eine große Wolkenlücke, die Jupiter frei gibt...aber nicht ganz, er ist von einem Hof umgeben...

Zum Glück habe ich Kamera und Stativ immer dabei...

In Kassel angekommen regnet es wieder...nichts mit weißen Weihnachten...

Sperrmauer: 16.53 Uhr und 16.57 Uhr

Jupiter: 17.29 Uhr und 17.31 Uhr






Sonderzugabe zu Weihnachten....(Handyaufnahmen)




AstronomischerAdventsKalender: Tür 24

 Lösung Tür 23:

Nicht das S ist das Gemeinsame..., das ist ein astronomischer Kalender und kein Kreuzworträtsel..

S2 und S55 haben ein supermassives Schwarzes Loch gemeinsam, nämlich das im Zentrum unserer Milchstraße, um das beide Sterne kreisen.





Tür 24:

Wie macht man Neutrinos steril?

a) Man schickt sie durch große Tanks voller Reinigungsflüssigkeit, wie bei BOREXINO

b) Man badet sie lange im Wasser, wie in SUPER-KAMIOKANDE

c) Man nimmt ihnen das Letzte was sie noch haben weg, ihre schwache Kraft

d) Neutrinos sind von Natur aus steril, da sie lange Strecken durch das Vakuum des Alls fliegen.


Zum letzten Mal: Antwort per Mail bis Samstag, 10.00 Uhr an adventskalender@sfn-kassel.de

Am Sonntagabend werden die Gewinner bekanntgegeben.

Ein frohes Fest und einen guten Rutsch!

 Liebe Leser/innen meines Astronomie-Blogs!


Wieder ist ein Jahr zu Ende, das zweite Jahr, das wir vollständig unter Corona hinter uns gebracht haben.

Viele Einschränkungen mussten wir sinnvollerweise hinnehmen. Denken wir nur an die Ausgangssperre im Mai.

Auch jetzt wieder erwarten uns größere Eingriffe in alle Möglichkeiten, Omikron lässt grüßen.

Mir hat in dieser Zeit immer auch geholfen, wenn ich mit der Kamera vom Balkon aus oder am Rande des Rammelsberges oder auf dem Dörnberg Himmelskonstellationen fotografieren konnte.

Ich fand es auch immer spannend, News aus den Forschungen herauszupicken und für den Blog zu gestalten. Wenn es unter Embargo stehende Meldungen der ESO gab, dann stand auch zeitgleich mit der Veröffentlichung durch die ESO immer eine Zusammenfassung im Blog.

Manchmal macht es richtig viel Arbeit...gerade bei Schönwetter-Katastrophen kommt man aus dem Posten kaum raus.

Übrigens, den Begriff Schönwetter-Katastrophe hat einmal ein Astronom des Wendelsteinobservatoriums geprägt: Wenn tagelang die Sonne scheint, dann erfordert sein Job auch, dass er tagelang die Sonne beobachtet...ausruhen, Videos schauen...das geht dann nicht...

Im kommenden Jahr mache ich natürlich weiter und ich hoffe, das es viele katastrophal klare Nächte gibt...

Wir hoffen auch, dass wir zumindest wieder über den Sommer hinweg auch Live-Führungen in der Sternwarte auf dem SFN anbieten können.

Ein geruhsames Fest und ein Silvester ohne Saufen und Böllern hat auch etwas...Wir sollten das nicht als Einschränkung auffassen, sondern als eine Möglichkeit ansehen, besonnener von der Wintersonnenwende weg in das neue Jahr zu gehen.


Bleiben Sie gesund, nutzen Sie die große Chance, die wir alle durch die Impfungen bekommen.

Ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr



Ihr KP Haupt




Donnerstag, 23. Dezember 2021

AstronomischerAdventsKalender, Tür 23

 Lösung Tür 22:

In einem sehr rein gezüchteten Siliziumkristall ist der Anteil der Fremdatome etwa 1: 100 Milliarden.

Ein vergleichbarer Anteil von Aliens auf der Erde würde bei 8 Milliarden Menschen etwa 0,08 Aliens bedeuten, gerundet also 0 Aliens.

Reine Siliziumkristalle sind also stärker verunreinigt als die Menschheit durch Aliens.

Schade!

Damit wäre a) richtig, ich würde aber auch c) gelten lassen....


Trotzdem, in so einem Siliziumklumpen stecken  wegen der hohen Atomzahl etwa 10 Billionen Aliens...und die halten alle unsere Handys und Computer am Laufen!

Schön!

Tür 23:

Was haben S2 und S55 gemeinsam?

Antworten bitte bis 10.00 Uhr am 24.12. per Mail an adventskalender@sfn-kassel.de

Und übermorgen werden die Preise verlost...



Heiligabend: Freitags Live von der Sternwarte auf dem SFN

 Wie jeden Freitag auch am 24.12. ein Stream von der Sternwarte auf dem SFN:

20.00 Uhr unter sfn-kassel.de/live

Zur Diskussion

Teilnehmer/innen:

Tereza Patarak (16)

Johannes Deutschmann (13)

Jason v. Juterczenka (16)

Mark Woskowski (19)

KP Haupt (68)

ein Überraschungsgast aus Schweden

Technik: Felix Kreyer

Es geht um Kosmologie, das Leben im Kosmos und die Sinngebung




Mittwoch, 22. Dezember 2021

Breaking News: Einzelgänger im Kosmos

Embargo bis 17 Uhr 

Nicht alle Planeten kreisen um Sterne. Es gibt zahlreiche Einzelgänger-Exoplaneten, die kein Licht ihrer Sonnen  reflektieren, da sie keine haben. Wenn sie noch nicht allzu alt sind, dann haben sie von ihrer Entstehung her noch eine eigene Wärmestrahlung, durch die man sie im IR nachweisen kann.

Genau das ist jetzt einem Team von Forschenden mit einer Analyse von 20 Jahren Daten der großen Teleskope am VLT, BISTA, VST in Chile und des Satelliten GAIA gelungen.

In einem großen Sternentstehungsgebiet im Schlangenträger konnten sie 70 Einzelgänger-Planeten durch die schwache IR-Strahlung identifizieren und teilweise über 20 Jahre ihre Bewegungen verfolgen.

Aus der Strahlung lässt sich die Oberflächentemperatur abschätzen. Da die Entfernung des Sternentstehungsgebietes bekannt ist, kann man aus der beobachteten Helligkeit auf die Leuchtkraft und damit auf den Radius schließen.

Man erhält Werte, wie wir sie von unseren Gasplaneten kennen. Die Massen lassen sich aber nicht bestimmen.

Wie können solche Einzelgängerplaneten entstehen?

Sicherlich wird der ein oder andere Planet aus seinem Sonnensystem herausgeschleudert worden sein. Die überwiegende Mehrzahl aber sind verhinderte Sterne: Gaswolken, die kollabiert sind, aber wegen ihrer geringen Masse nicht zu einem Stern geworden sind. Da setzt eine Obergrenze von etwa 13 Jupitermassen.

Bild 1: Am Ende des Pfeils ist einer von Ihnen...das Sternenfeld liegt zwischen Schlangenträger und Skorpion

Bild 2: Markierungen der Stellen, an denen jetzt 70 neue Einzelgänger-Planeten gefunden wurden

Video: ZOOM Video auf einen Einzelgänger-Planeten (mit Phantasiebild am Ende)

credit: ESO/Carcada






Astronomischer AdventsKalender, Tür 22

 Lösung Tür 21:

Es ist c). Der Sonnenwind liefert Protonen (H) und der Sauerstoff kommt aus den Silikaten...daraus wird dann H2O

Die Sonne beeinflusst zwar Kometenbahnen, lenkt sie aber nicht gezielt auf die Erde.

Tür 22:

Was ist häufiger:

a) Verunreinigungen in einem gut gezüchteten Siliziumkristall (Fremdatome)

oder

b) Unentdeckte Aliens, die unter uns auf der Erde leben?

oder gilt

c) Der Anteil der Verunreinigungen in einem Siliziumkristall der Halbleitertechnologie ist etwa so groß wie der Anteil unentdeckter Aliens unter den Menschen

Die Lösung bis Donnerstag 10 Uhr an adventskalender@sfn-kassel.de senden.

Noch zwei Türen...dann gibt es Buchpreise.



Das Neutrinoproblem

 Meine Vortragsreihe über Elementarteilchenphysik geht am 23.12. um 18.00 Uhr weiter...alle alten Vorträge mit Folien sind auf meiner Homepage verlinkt: www.natur-science-schule.info

Nach Voranmeldung geht auch ein Besuch im SFN, ansonsten sehen wir uns Online!



Inversionswetterlage über Kassel

 Am Montagabend war noch alles normal...unten in Kassel war es warm und oben am Herkules kalt.

Um 18 Uhr hatte man mit dem aufgehenden Mond einen schönen Blick auf das abendliche Kassel (Bild 1)

Das änderte sich aber...am Dienstagmittag blieb die kalte Luft unten im Tal und oben drüber am Herkules war es wärme und es schien die Sonne von einem tiefblauen Himmel.

Kassel versank im dichten Nebel.

Die Bilder sind um 14.30 Uhr entstanden.

Panoramabild mit Handy (Bild 2)

Handybild mit Normalobjektiv (Bild 3), die Löwenburg ist gut zu sehen.

Diese Wetterlage blieb auch in der Nacht.

Um 19.15 Uhr stand wieder der Mond über dem NO-Horizont, Kassel lag unterhalb des Schlosses im Nebel.

Neben dem Mond sieht man drei Sterne. Ganz rechts steht Beteigeuze im Orion, daneben Athena ein Fußstern der Zwillinge und ganz links Pollux in den Zwillingen.








Dienstag, 21. Dezember 2021

AstronomischerAdventsKalender, Tür 21

 Lösung Tür 20:

Richtige Lösung ist b)

Früher hatte man Federschlitten. Die nahmen aber viel Platz weg, deshalb gibt es jetzt Federstempel. Da legen sich die Astronauten drauf, bringen sie zum Schwingen (Federpendel gehen auch in Schwerelosigkeit!). Aus der Schwingungsdauer kann die Masse bestimmt werden, also das Gewicht...

Dass das funktioniert, liegt daran, dass schwere und träge Masse aller Gegenstände gleich groß sind. Nur deshalb fallen alle Körper (bei Vernachlässigung der Reibung) gleich schnell.

Mehr dazu erfährt man in meinem Mechanik-Blog:

link https://newtonzueinstein.blogspot.com/2021/12/p-57-wiegen-unter-schwerelosigkeit.html

Wiegen unter Schwerelosigkeit

Auch die Posts vorher und danach gehören zum Thema!

Tür 21:

Ein Teil des Wasser der Erde stammt von der Sonne.

Wie geht denn das?

a) Die Sonne lenkt gezielt Kometen zur Erde.

b) Die Wärme der Sonne sorgt für Regenwolken

c) Die Sonne bläst uns wichtige Bestandteile des Wasser rüber...den Rest kriegen wir selbst hin...

Das Bild zeigt die Sonne am Montagabend vom Satelliten SOHO aus fotografiert

Lösungen bis Mittwoch 10.00 Uhr an adventskalender@sfn-kassel.de




Suche nach dem Kometen

 Am Montag war die aller letzte Chance, nochmal den Kometen Leonard zu erwischen. Er stand zwischen Venus und Horizont..., etwa 45° geneigt, etwas oberhalb des Kondensstreifens.

Auf dem Bild (Mo, 17.15) wird deutlich, dass es noch viel zu hell dort war...warten hätte sich nicht gelohnt...denn dann wäre es zwar dunkler, aber der lichtschwache diffuse Komet wäre in dem Horizontdunst verschwunden...

Aber die Aufnahme mit der Bewegungsunschärfe in den Windrädern und ( mindestens 20 Versuche waren nötig) dem gleichzeitigen Leuchten der Signallampen nebst Flugzeug mit Kondensstreifen hat auch was, auch ohne Komet. Bye Leonard....



Planeten im Abendrot

 Die folgenden Aufnahmen habe ich am Montagabend  in der Nähe von Wolfhagen gemacht, ein dunkel blauer Himmel mit einem intensiven Abendrot...mitten drin stand Venus, dann kamen auch Jupiter und Saturn dazu.

Bild 1: Normalobjektiv, 17.05 Uhr, Venus, oben Saturn

Bild 2: Weitwinkel, 17.08 Uhr, Venus, Saturn und Jupiter

Bild 3: Jupiter mit seinen Monden (600 mm Tele, nachvergrößert).





Montag, 20. Dezember 2021

Mondaufgang über Kassel

 1,5 Tage nach Vollmond findet man den Mond dort auf der Ekliptik, wo die Sonne Mitte Juli steht...der Mond geht also noch weit im NO auf.

Das sieht man auf der am Herkules am Montag um 18.00 Uhr gemachten Aufnahme sehr schön: Die Wilhelmshöher Allee verläuft Richtung Osten und der aufgehende Mond steht deutlich weiter links.

Die beiden schräg zum Horizont stehenden Sterne links neben der Wilhelmshöher Alle sind Beteigeuze (der untere) und Bellatrix im Orion.

Der Blick mit dem Tele zeigt, dass die Phase weiter abgenommen hat. Das Mare Crisium öffnet sich schon langsam in die Dunkelheit der Mondnacht hinein (18.03 Uhr).




Astronomischer AdventsKalender, Tür 20

 Lösung Tür 19:

Erstmal etwas zu d): Ich finde, ein interessantes Modell für magnetische Quasi-Monopole...sollte man die finden, bitte ich, beim Nobelpreis an mich und diesen Adventskalender zu denken...

Zu b): ganz von der Hand zu weisen ist das nicht, es gibt in der Tat rein durch Magnetfelder gelagerte Lüfter...

a) Es sind zwei Weiße Zwerge bekannt, die man auch Magnetpropeller nennt. Sie saugen über ihre Schwerkraft Material vom Begleitstern ab. Wegen des starken Magnetfeldes gelangt es aber nicht auf den Weißen Zwerg sondern wird vorher durch die schnelle Rotation des Feldes weggeschleudert.

Tür 20:

Was macht Alexander Gerst hier in der ISS?

a) Er trainiert Bauch- und Armmuskulatur gleichzeitig

b) Er wiegt sich

c) Er war unartig und wartet nun darauf, dass der sich noch im Hintergrund befindliche Kollege den Hintern versohlt

d) Er hält sich während eines Beschleunigungsmanövers der ISS fest.

Übrigens, die Videokamera oben links habe ich auch...damit übertragen wir einige der Vorträge donnerstags und freitags...

Antworten bis Dienstag, 10.00 Uhr an adventskalender@sfn-kassel.de

Bald ist es soweit...die Buchpreise werden vergeben! Noch kann man Punkte sammeln....



Das Ende einer winterlichen Vollmondnacht

 Als am Montag der Mond sich dem Horizont nähert, sind schon fast 25 Stunden seit der Vollmondstellung vergangen. Man erkennt auf der rechten Seite auch schon die ersten Schattenstrukturen und Krater.

Deutlich tritt der Strahlenkrater Tycho hervor, die dunkelste Stelle Grimaldi und die hellste Stelle, die Ostflanke des Kraters Aristarchus.

Bild 1: 7.10 Uhr, noch quellen Wolken über den Habichtswald, die Sterne gehören zu den Sternbildern Zwillinge und Fuhrmann (rechts), der Mond steht in den Zwillingen

Bild 2: Teleaufnahme 600 mm, nachvergrößert, 7.15 Uhr

Bild 3: 8.05 Uhr Das Ende der Morgendämmerung...rechts hinter den Bäumen verschwindet der Erdschatten, darüber erreicht schon das rötliche Sonnenlicht den Himmel