Sonnenuntergang in Kassel (Lara Bendig)

Sonntag, 20. September 2020

ISS am Samstag über Jupiter und Saturn

 Es war recht dunstig, die ISS war erst recht spät einigermaßen hell zu erkennen.

Um 20.55 Uhr zog sie dann über die Gasplaneten hinweg (Belichtungszeit 20 sec, Blende 2.8, ISO 125).

Auf dem zweiten Bild reflektiert sie mehr Licht in unsere Richtung, sie erscheint etwas heller. Da sie nun senkrecht zu unserer Blickrichtung fliegt, legt sie während der 20 sec Belichtung auch eine größere Strecke am Himmel zurück.

Etwa eine Minute später tauchte sie dann langsam in den Erdschatten ein und verschwand.

Übrigens: Die ISS flog über Südeuropa und das nördliche Mittelmeer her.




Samstag, 19. September 2020

ISS am Abendhimmel

 Das Wetter wird uns in den nächsten tTgen über Nordheseen weitestgehend klaren Himmel liefern. Deswegen hier Hinweise auf Überflüge der ISS (Internationale Raumstation).

Man sieht die ISS als hellen sternähnlichen Punikt gemächlich von rechts nach links über den Himmel wandern.

Samstag: 

20.52 Uhr vom SW über Jupiter und Saturn hinweg, taucht um 20.56 Uhr im SO in den Erdschatten.

Sonntag:

20.05 Uhr vom SSW über Jupiter und Saturn hinweg, taucht um 20.11 Uhr im SO in den Erdschatten.

 InWirklichkeit fliegt die ISS über dem Mittelmeer entlang. 

Montag:

20.54 Uhr vom SW über Atair, tauicht um 20.58 mUhr im O in den Erdschatten

Dienstag:

20.07 Uhr vom SW über Mond, Jupiter, Saturn hinweg, taucht um 20.13 Uhr im O in dne Erdschatten




Mars im Fernrohr

 und nachdem Mark Woskowski den Besuchern den Mars mit dem Laser gezeigt hat, sahen alle durch das Fernrohr, jeder mit einem eigenen Okular.

Und dann hat Mark  dieses Foto gemacht:

Aufgenommen am C14 bei 3980mm Brennweite und 14“ Öffnung. Verwendete Kamera: ZWO ASI 224MC über 8000 Aufgenommene Frames, von denen 2000 gestackt und anschließend geschärft wurden. Letzter Schliff dann in Photoshop.

 Die Polkappe ist deutlich zu sehen. Sie besteht aus gefrorenem Kohlendioxid mit Beimengungen von Wassereis.

Die dunklen Gebiete sind Basalt und Lavastaubwüsten, die helleren Gebiete sind mit Silikaten bedeckt. 




Mark zeigt Mars

 Am Freitag kam gegen 21.18 Uhr dann auch der Planet Mars über die Häuser. Sofort wurde er den Besuchern der Sternwarte auf dem SFN mit unserem Laser gezeigt und natürlich konnten die Besucher anschließend mit ihren eigenen (von uns zur Verfügung gestellten) Okularen den roten Planeten durch das Fernrohr ansehen.




Gasplaneten über Kassels Süden

 Der Blick auf Jupiter und Saturn von der Sternwarte auf dem SFN war am Fr, 18.9. recht gut, sogar große Teile des Sternbildes Schütze waren zu sehen.

Aufnahmen um 21.03 Uhr





Freitag, 18. September 2020

Erst 31 Stunden alt

 Die schmale Mondsichel nur einen Tag nach Neumond am Abendhimmel zu erwischen ist nicht einfach. Nur kurze Zeit ist es schon ausreichend dunkel, dann geht der Mond schon unter. Es muss bis zum Horizont klar sein.

Heute, am Fr, 18.9., hatte ich Glück:

Gegen 19.52 Uhr fand ich die Mondsichel links vom Herkules. Nun war es ein leichtes sie bis zum Untergang zu verfolgen.

Die Bilder entstanden um 19.53 Uhr, 19.56 Uhr und 19.58 Uhr.

 

 




Laut astronomie.info war das die jüngste Mondsichel, die 2020 gut mit freiem Auge zu sehen war.

astronomie.info



Das neueste Hubble-Bild von Jupiter und Europa

So sahen Jupiter und Mond Europa am 10.9. von der Erdoberfläche für ein 1200 mm Kameraobjektiv aus...
 

 Man muss nur das richtige Fernrohr am richtigen Ort haben..., dann erhält man das:

Das Hubble Space Teleskop HST hat am 25.8. aus 653 Mill. km Entfernung Jupiter und den Eismond Europa fotografiert.


Eine Woche vorher begann auf der Nordhalbkugel ein langgezogener Sturm, der sich mit 560 km/h bewegt.

Der berühmteste, seit Jahrhunderten sichtbare, Wirbelsturm ist der Große Rote Fleck GRF, inzwischen noch 15800 km groß. Früher war er fast doppelt so groß, aber inzwischen schrumpft er langsamer. Niemand weiß warum.... 

Der GRF dreht sich gegen den Uhrzeigersinn. Deshalb sieht man links oberhalb  Wirbel, die er in den Wolken erzeugt. Die Rotfärbung des GRF ist zur Zeit besonders stark.

Der kleine Wirbelsturm unterhalb des GRF, das Oval BA war früher stärker rot gefärbt. Er ist erstmals 2006 mit ähnlich roter Farbe wie der GRF aufgetaucht.

Links von Jupiter steht sein Mond Europa, ein Eismond, der aber unter dem Eispanzer einen warmen Ozean hat, vielleicht mit Leben gefüllt?


Bild: NASA, ESA, Simon, Wong





Donnerstag, 17. September 2020

Sternwarte auf dem SFN am Feitag geöffnet

 Es sind noch Plätze für Führungen frei: Fr, 18.9., 20.30 Uhr

Bitte unbedingt Voranmelden unter info@sfn-kassel.de

Voraussetzung:

Gruppe wohnt zusammen (da sie ein eigenes Okular bekommt)

Maximal drei Gruppen, insgesamt nicht mehr als 10 Personen

Maskenpflicht auch in der Sternwarte

Wenn keine Gruppen angemeldet sind, können auch Einzelpersonen kommen

Neu: Sternführungen auf dem Dörnberg

Mark Woskowski aus Zierenberg wird ab Oktober jeden Monat Sternenführungen auf dem Dörnberg für Jedermann/Frau anbieten:

Vieles bleibt den Kasselern am Nachthimmel durch die aufgehellte Stadt verborgen, was sehr schade ist.

Das wollen wir Menschen wieder ermöglichen und das gibt es jetzt einmal im Monat bei Neumond auf dem Dörnberg: 

Sternführungen.

 Der Dörnberg besticht durch seine schöne Atmosphäre bei Tag wie auch bei Nacht und bietet einen verhältnismäßig dunklen Himmel. Je nach Jahreszeit gibt es Milchstraße, verschiedene Planeten, Sternhaufen usw. zu entdecken.

 Wer Interesse hat den Nachthimmel etwas erklärt zu bekommen, fährt an den oben genannten Terminen zur Grillhütte am Eingang des Naturpark Dörnberg.

 Einige Hinweise falls sie dabei sein wollen:

 Anmeldung ist nicht nötig. Die Sternführung findet nur bei gutem Wetter statt, ohne Sterne keine Sternführung. Taschenlampen wenn möglich bitte mit roter Folie abdecken oder rote Taschenlampe benutzen. Rotes Licht blendet weniger und stört die Dunkeladaption nicht. Kleiden sie sich gerade im Winter warm; es wird schnell kalt. Sie können eigene Ferngläser/Teleskope mitnehmen, durch die sie selbst schauen. Um unnötige Übertragungen des Coronavirus zu vermeiden, sollten aber keine Fremden durchschauen. Auch ein Campingstuhl ist empfehlenswert.

 

Erleben sie den Dörnberg bei Nacht und erfahren sie etwas über einem der ältesten Kulturgüter der Menschheit: Dem Sternenhimmel.

 In einer dunklen klaren Nacht gibt es viel zu entdecken. Wie orientiert man sich mit dem Himmel? Welche Sagen erzählten sich unsere Vorfahren? Und was sieht man alles im Teleskop?

 Je nach Jahreszeit blicken wir auf die Milchstraße, Planeten, die ISS, galaktische Nebel oder ferne Galaxien und manchmal wird auch mal eine Sternschnuppe vorbeihuschen.

 Es wird für jede Altersgruppe etwas dabei sein.

Dauer: ca. 30 Minuten

 Sa. 17. Okt.  20 Uhr

 Sa. 14. Nov.  20 Uhr

Sa, 12.Dez, 17.00 Uhr(!), Beobachtung der Konjunktion Jupiter/Saturn

Sa, 16 Jan., 20.00 Uhr

Sa, 13.Feb., 20.00 Uhr

Sa. 13. März  20 Uhr

Veranstaltung findet nur bei klarem Himmel statt. Ohne Sterne gibt es keine Sternbildführung.

Im Sommer warme Sachen parat haben, im Winter unbedingt warm gekleidet kommen. Nachts ist es oft nochmals deutlich kälter.

Taschenlampen bitte nur mit roter Folie abgedeckt benutzen, sonst stört es beim Beobachten.

Fernglas, Liege und Campingstuhl gerne mitnehmen.

 Hinweis: Aufgrund von Corona können wir vorläufig keine Führungen mit einem Teleskop bieten, aber eigene Ferngläser können genutzt werden. 

Nachts über dem Dörnberg, M.Woskowski

 

Mittwoch, 16. September 2020

Antennenputzer gesucht!

 Nur wenige 100 m neben der Zentrallinie...es war sehr dunstig, leichte Bewölkung (eigentlich sollte es schon regnen...).

Als Testaufnahme erst ein Bild des Sommerdreiecks um 21.02 Uhr.

Dann sah man für kurze Zeit den Satelliten, er wurde leicht heller, aber erreichte keine negativen Magnituden. 

Das Aufblitzen war sehr schwach...entweder muss mal die Antenne gepuzt werden oder es gab geringfügige Bahnabweichungen oder Rotationsbewegungen des Satelliten, die das Sonnenlicht woanders hinblitzen ließen. Dafür spricht auch die Verspätung: Aufnahme um 21.13 Uhr.

Leider hat ein kräftiger Windstoß zu einem Wackler geführt.

Zum Schluss noch ein getrübter Blick zu Jupiter und Saturn...(21.15 Uhr).






Mittwochabend: Satelliten-Flare

 Der recht unscheinbare Satellit Metop A (+ 4,5 mag) zieht nach 21.05 Uhr von  unten kommend durch das Sternbild Schwan. Auf der Höhe des mittleren Kreuzsternes Sadir lenkt eine Antenne das Sonnenlicht über Kassel und der Satellit blitztum 21.09 Uhr  venushell (-4,8 mag) für Sekunden auf.


Am hellsten ist das Flare längs der Zentrallinie  Ahnatal - Rasenallee - Lac - Dönche - Oberzwehren - Guxhagen zu sehen. Aber auch noch im Abstand von einigen Kilometern dürfte das Aufblitzen gut zu erkennen sein.

Konjunktion von Jupitermonden

 Am Dienstag um 22.43 Uhr ist diese Teleaufnahme von Jupiter entstanden.Ganymed und Europa stehen recht nahe beieinander. Das täuscht aber, denn Ganymed steht hinter Jupiter und läuft von uns aus gesehen auf ihn zu. Ganymed steht also nur fast in der gleichen Blickrichtung von der Erde aus.

Die Bahnen der beiden Monde liegen etwa 400 000 km auseinander, das sind fast drei Jupiterdurchmesser.

Hier ein paar Daten zu den vier hellen Jupitermonden:

                           Durchmesser            Bahnradius              Merkmale

Io                        3600 km                   422 000 km              aktive Vulkane

Europa                3100 km                   671 000 km              warmer, vielleicht belebter Ozean

Ganymed            5300 km                  1 100 000 km            Eismond

Callisto               4800 km                  1 900 000 km            Eismond





Dienstag, 15. September 2020

Ansammlungen Dunkler Materie in Galaxienhaufen

 In Science ist am Freitag eine Arbeit (u.a. von Rosati, Bergamini, Natarajan, Meneghetti, Camimnha) erschienen. Kleinräumige Strukturen Dunkler Materie DM in massereichen Galaxienhaufen sind bis zu 10 Mal häufiger als es nach Simulationen mit bekannten Modellen zu erwarten war.

DM besteht aus einer uns bisher unbekannten Substanz, die sich lediglich durch Kraftwirkungen auf normale Materie und den Raum selbst bemerkbar macht. Sie ist  bis zu achtmal häufiger als normale Materie, aus der Sterne und Planeten aufgebaut sind.

Durch DM  kann der Raum zu einer Gravitationslinse verformt werden, durch die man weit entfernte Galaxien verzerrt, aber auch heller, beobachten kann.

Sieht man also in Galaxienhaufen verbogene kleine Galaxien, so lässt das auf Massekonzentrationen in diesem Galaxienhaufen schließen.

Es wurden 11 Galaxienhaufen beobachtet, bei drei Galaxienhaufen wurde aus der Verteilung der Gravitationslinsenbilder auf die Verteilung der DM geschlossen.

Das erste Bild zeigt die verzerrten Hintergrundgalaxien im Haufen MACVSJ 1206.

Im zweiten Bild sehen wir die daraus rekonstruierte Verteilung der DM. Die kleinräumigen Konzentrationen sind durch helle bläuliche Punkte markiert.

Im Video sieht man sehr schön den Übergang zwischen der Beoabchtung und der berechneten DM-Verteilung.

Credit: ESA/Hubble, NASA, VLT





Begegnungen am Morgenhimmel

 Dienstag 6.20 Uhr

Die schmaler gewordene Mondsichel ist weitergezogen, die Frühmaschine dagegen ist dicht an die Venus rangekommen.

Auf dem Original sieht man oberhalb der Venus noch den 3 mag hellen Stern Asellus Australis.

Ohne Stativ, 0,4 sec bei ISO400 belichtet.



Montag, 14. September 2020

Schwan und Orion am Herkules

 Beim Warten auf den Venusaufgang konnte ich den aufgehenden Orion um 3.06 Uhr  im Dunst über Kassel fotografieren.


 

Auf dem Rückweg vom Herkules (rechts) sah ich 3.46 Uhr die Sommersternbilder Schwan und Leier beim Untergang im NW.





Konjunktion Mond-Venus am Montag

 Viele haben sicherlich beim Aufstehen Mond und Venus zusammen in der Morgendämmerung gesehen. Da habe ich noch geschlafen...denn ich wollte die beiden beim Aufgang über dem Kassler Becken fotografieren.

Und obwohl Venus "Morgenstern" ist, geht sie mitten in der Nacht gegen 3.00 Uhr auf....

Bild 1: Um 2.54 Uhr war nur die schmale Mondsichel über dem NO-Horizont zu sehen. Rechts erkennt man die Wilhelmshöher Allee. Der Stern weit rechts oberhalb vom Mond am Bildrand ist Pollux in den Zwillingen.



Bild 2: Um 3.11 Uhr war dann Venus zu sehen,  ncht auffallend hell wie gewohnt, denn sie stand noch im Horizontdunst. Dafür sieht man die dunkle Seite des Mondes im Erdlicht leuchten.


 

Bild 3: Teleaufnahme des Mondes (1200 mm) um 2.58 Uhr. Man erkennt keine scharfen Strukturen, der Mond steht noch zu tief. Außerdem ist die abnehmende Sichel von strukturschwachen Maria geprägt.


 

Bild 4: Teleaufnahme der Venus um 3.25 Uhr. Trotz der Horizontnähe erkennt man dass Venus mehr als Halbvenus ist, ihre Phase nimmt zu.


 Bild 5: Konjunktion Mond-Venus um 3.19 Uhr



Bild 6: Letzter Blick vom Herkules um 3.50 Uhr auf Venus und Mond. Leichte Bewölkung kommt auf. 

Auch Venus hat jetzt einen kleinen Hof.



Sonntag, 13. September 2020

Callisto verschwindet gleich

 gerade so am Rand des Belichtungsscheibchen als Delle zu erkennen...10 Minuten später war Callisto hinter dem Jupiter verschwunden.

Bild: 21.29 Uhr

Um 21.24 Uhr war Jupiter noch etwas von der Antenne entfernt...(siehe letzte Posts)...





Mondsichel und Venus am Morgenhimmel

 Die Mondsichel stand am Sonntagfrüh schon in Venusnähe, am Montag früh wird der Abstand deutlich kleiner sein. Der Mond steht dann links oberhalb der Venus.

Die Aufnahme am Sonntag entstand um 6.38 Uhr am Ende der Morgendämmerung.



Samstag, 12. September 2020

Planeten im Licht der Großstadt

 Um 22.30 Uhr sah man im Dunst der Stadt Jupiter und Saturn vom Dach der Sternwarte auf dem SFN über Kassels Süden stehen.

Eine Stunde später stand Mars im OSO über der Parkstraße.




Mark Woskowski erhält SFN Award 2020

 Zum zweiten Mal (zuletzt 2018) erhält Mark Woskowski den SFN - Award für herausragende Leistungen in der populären Darstellung der Astronomie.