Sonnenuntergang in Kassel (Lara Bendig)

Donnerstag, 18. März 2021

Breaking News: Polare Winde auf Jupiter

 Embargo bis 14.00 Uhr

Heute wird in der Zeitschrift Astronomy&Astrophysics eine Arbeit über die Beobachtung von Jetströmungen in den Polarregionen von  Jupiter veröffentlicht.

Als 1994 der Komet Levy-Shoemaker in den Jupiter stürzte, konnte man sehen wie seine Gase herumgewirbelt werden.

Das von ihm freigesetzte HCN (Cyanwasserstoff) ist immer noch vorhanden und konnte jetzt mit dem ALMA - Mikrowellen-Interferometer in 5100 m Höhe in Chile beobachtet werden.

Die Messungen sind so präzise, dass man anhand des Dopplereffektes unter der Polarlichtregion in einer Höhe von 900 km Jetströmungen mit Geschwindigkeiten von 1450 km/h messen konnte. 

Jupiters Wolken sind ja durch die schnelle Rotation weit auseinander gezogen, die Strömungen am Jupiteräquator sind aber unter 600 km/h, also deutlich langsamer.

credit: ESO/NASA/Calcdaa

Bild 1: Einsturz des Kometen

Bild 2: künstlerische Darstellung des polaren Jets


 




Exoplaneten: Spektrum einer Atmosphäre

 Zum ersten Mal ist es gelungen, im Spektrum einer Exoplanetenatmosphäre Strukturen nachzuweisen, die auf die Existenz einer sekundären Atmosphäre hindeuten.

Solche Atmosphären erwartet man wenn Ausgasungen durch Vulökanismus die Atmosphäre anreichern oder gar ersetzen.

Im Exoplaneten GJ132b konnte das HubbleSpaceTeleskop HST nun Strukturen von Methan, Wasserstoff-Cyanid und Aerosolen nachweisen.

Das Bild zeigt das Spektrum mit einer künstlerischen Darstellung des fast neptungroßen Planeten unterlegt (NASA, ESA, Jeffries)



Mittwoch, 17. März 2021

Das Rheita Tal

 Mit 510 km ist das stark erodierte Rheita Tal eines der längsten Mondtäler. Es ist benannt nach dem kleinen Krater Rheita am Ende des Tales.

 Am Mittwochabend um 19.10 Uhr war es gut an der unteren, südlichen Seite der Sichel zu sehen (siehe Ausschnittsvergrößerung).

Trotz der noch hellen Dämmerung konnte man bei längerer Belichtung auch den Rest des Mondes im Erdschein sehen.






Sternbedeckung am Dienstag

 Jonas Plum hat später ebenfalls am Dienstagabend den Mond aufgenommen.

Da stand der Stern schon deutlich dichter am dunklen Rand. Bei der zweiten Aufnahme versperrt der Mond den Blick.

 Bilddaten:

Nikon D5600 mit Tamron Di SP F4 -5.6 70-300mm VC

20:30 MEZ (1s / ISO 400) 300mm bei APS-C - 24MP / F5.6

Zweites Bild um 21:18 MEZ 


 


Dienstag, 16. März 2021

Bergspitzen am Südpol

 Auch heute klarte es wieder bei Sonnenuntergang auf.

 Noch am hellen Himmel war die Mondsichel gut im Westen zu sehen. 

Das Mare Crisium ist fast vollständig beleuchtet. Nur am linken Rand sind die Gebirge noch im Schatten, das sieht aus wie eine "Goldene Zange"...

Belichtet man länger, so taucht auch der Rest des Mondes im Erdlicht auf, trotz des noch sehr hellen Hintergrundes. Man erkennt nicht nur einige Sterne des Sternbildes Walfisch, sonern auch weit abgelegen im dunklen Bereich hell erleuchtete Bergspitzen am Südpol.


 



TEA - Time am Gipfel

 TEA ist kein Heißgetränk, sondern das Top End Assembly, der endgültige Zusammenbau.

100 km von der Hafenstadt La Serena entfernt (ganz in der Nähe von LaSilla) entsteht ein neues Großobservatrorium, dasVera C. Rubin Observatory.

Ausgerüstet wird es mit einm 8,4m Spiegel (wie beim VLT) und einer 3 Tonnen schweren Digitalkamera mit 3,2 Giga Pixel. Das wird die größte Kamera der Erde.

Im Oktober 2022 soll der Betrieb aufgenommen werden.

Anfang März ist die Kamera und der 3,m große Sekundärspiegel in das Gebäude gelassen worden.

Bilder: Rubin Obs./NSF


 




Programm Tag der Astronomie am Samstag

 

 Programm Tag der Astronomie Sa, 20.3.2021:

 Veranstalter:

 Schülerforschungszentrum Nordhessen SFN

 Astronomischer Arbeitskreis Kassel e.V. (AAK)

 Verband zur Förderung des MINT – Unterrichts MNU

 

u     15.00 Uhr Begrüßung (KP Haupt):

Astronomie und Pandemie

Film: Die Besiedelung des Mondes

          (M.Brunner, A.Cedra, L.Schmidt, SFN – Beitrag für chinesisches Filmfestival)

 

u     15.30 Uhr Vortrag J.Plum

Die nächste Sonnenfinsternis für Deutschland

 

u     16.30 Uhr M.Woskowski, KP Haupt:

Online Führung durch die Sternwarte mit Blick auf Sonne und Mond

 

u     17.30 Uhr Vortrag J. Steiper:

Der wilde Haufen – Von Pathfinder bis Perseverance

 

u     18.30 Uhr M.Woskowski:

 Online Führung beim Sonnenuntergang: Die Fernrohre der Sternwarte auf dem SFN

 

u     19.30 Uhr Vortrag KP Haupt:

 Die Dunkelheit der Nacht: Blick an den Anfang der Zeit

 

u     20.30 Uhr M.Woskowski

Online Führung:  Blick durch die Teleskope auf Mond, Mars und Plejaden (Ersatzprogramm bei Bewölkung)

 

u     21.30 Uhr M.Woskowski:

Online Führung (nur bei wolkenfreiem Himmel) Mond, Gaswolken und Sternhaufen am Himmel

 

u     Vor jeder Veranstaltung Quiz mit Buchgewinn

 

u     Chatraum und Möglichkeit eigene Beiträge/Bilder zu posten

 

   Zugang unter: sfn-kassel.de/astrotag

 Hier geht es zur Sternwarte

 


 

Montag, 15. März 2021

Wolkenumtürmt

 Am Montag klarte es am Abend kurzfristig auf und die junge Mondsichel stand um 18.50 Uhr im Westen dicht über dem Habichtswald.

Aber immer wieder zogen dicke Wolkenfetzen schnell am Mond vorbei. Ganz schwachn taucht auch das Erdlicht auf, aber dafür war der Himmel  noch zu hell.




 


Jung und alt getrennt

 Auf diesem Bild des Hubble Space Teleskops sieht man die 100 Mill. Lichtjahre entfernte Galaxie NGC 2336 (Balkenspirale) im Sternbild Giraffe. Sie hat eine Ausdehnung von 200 000 Lichtjahren.

In den Spiralarmen sieht man vor allem bläulich leuchtende junge Sterne, während in den Zentralbereichen ältere, rötliche Sterne dominieren.

Bild: NASA/ESA/HST


 


Sonntag, 14. März 2021

Ein ungewöhnliches Sternenpaar im Fuhrmann

 Rechts vom Fuhrmann-Sechseck, Richtung Stier, stehen zwei ungewöhnliche Sterne dicht beieinander: AB Aur und SU Aur.

Sternkarte von Stellarium

 Beides sind Sterne, die erst in ihrer Entstehung sind, also nur leuchten, weil sie durch die eigene Schwerkraft kontrahieren. Die Wasserstofffusion hat noch nicht begonnen.

Ihre Entfernungen liegen um 520 Lichtjahre. Sollten sie gleichweit entfernt sein, dann wären sie 0,4 Lichtjahre voneinander getrennt. Sie könnten dann ein Doppelsternsystem in der Entstehung sein.

Aber der Fehler bei der Entfernungsbestimmung ist so groß, dass sich das noch nicht entscheiden lässt.

Auf alle Fälle aber stehen beide Sterne in einer großen Staub- und Molekülwolke im Sternbild Fuhrmann, die ein aktives Sternentstehungsgebiet darstellt. Beide Sterne werden zumindest einmal zum gleichen offenen Sternhaufen gehören. Ihr Alter ist ähnlich, etwa 4 Millionen Jahre.

AB Aur: 

AB Aur ist ein sog. Herbig-Haro-Objekt. Das sind Sterne mit Staub- und Gasscheiben, die noch keine H-Fusion haben, also noch nicht auf der Hauptreihe stehen. Ihre Massen liegen deutlich über 2 Sonnenmassen.

Die Staubscheibe um AB Aur lässt sich im IR nachweisen. Sie hat eine Ausdehnung von 210 AE (1AE = 150 Mill.km = Entfernung Erde-Sonne) .

 

Subaruteleskop

 Mit dem Mikrowellen-Array ALMA in Chile konnte in der Staubscheibe um AB Aur herum eine Verwirbelung entdeckt werden, die vermutlich auf die Entstehung eines Planeten hinweist.

ESO/ALMA

SU Aur:

Das ist ein T-Tauri-Objekt. Damit benennt man alle Vor-Hauptreihensterne (also Sterne ohne H-Fusion), deren Massen kleiner als 2 Sonnenmassen sind. Es werden also sonnenähnliche Sterne daraus.

SU Aur hat eine Masse von 2 Sonnenmassen, einen Radius von 2 Sonnenradien, eine Photosphärentemperatur von etwa 5500 K (also wie die Sonne). Wegen des noch größeren Radius strahlt sie die 6-fache Leistung wie die Sonne ab. Aber auch als fertiger Stern wird SU Aur wegen der größeren Masse leuchtkräftiger als die Sonne sein.

Das Bild ist die neueste Aufnahme am VLT in Chile (8,4 m Teleskop) mit dem Exoplanetensucher SPHERE. Dieses Instrument gestattet die Abdeckung des Sternes im Zentrum, so dass die lichtschwachen Strukturen der Umgebung abgebildet werden können.

Man erkennt die Gasströme in das Innere des Systems, auf die kleine, um die Abdeckung sichtbare, Staubscheibe zu.

Im Gegensatz zu AB Aur gibt es hier keine Hinweise auf eine Planetenbildung.

ESO

 



Samstag, 13. März 2021

Du hast Fragen? Wir helfen!

Dieser Post wendet sich an alle Kinder und Jugendlichen der Klassen 5 bis 13 aller Schulformen. Gerne können auch Lehrer/innen das weitergeben.

Das SFN bietet eine Online-Hilfe, ab 22.3. auch Präsenztermine im SFN, für diejenigen an, die Schwierigkeiten mit dem in der Pandemiezeit behandelten Schulstoff haben und einzelne Fragen loswerden wollen.

https://padlet.com/kphaupt53/47uqv4tihzfsfhpi

Zum Hilfe-Padlet

 




Nach jedem Sturm kommt wieder Sonnenschein...

 hoffen wir alle übertragen in dieser Zeit...

Die passenden Bilder dazu hat Sebastian Preller in unserem Astronomieforum veröffentlicht (weitere Bilder siehe dort). Das erste am 11.3. und das zweite heute Nachmittag.

Man erkennt sogar den zweiten Regenbogen mit umgekehrter Farbreihenfolge, der durch zweifache Totalreflexion im Wassertropfen entsteht.





Warum die Sonne leuchtet, Grund 3 Tunneleffekt

Die Schwerkraft der Sonne zieht die Gase zusammen, und weil die Masse der Sonne so groß ist, kann der innere Druck der Eigengravitation erst bei einer sehr hohen Temperatur die Waage halten.

Trotz dieser Temperatur von etwa 15 Millionen K im Zentrum können Protonen nicht miteinander verschmelzen, da ihre elektrische Abstoßung viel zu groß ist.

Sie müssen sich aber sehr nahe kommen, damit die starke Kraft (sie hat nur eine sehr kleine Reichweite) wirkt und sie aufeinander zufallen lässt. Nur durch diese Fallbewegung unter der starken Kraft kann die Fusion einsetzen und Energie abgegeben werden.

Die Temperatur ermöglicht die Berechnung der Bewegungsenergie und die elektrische Ladung die Bestimmung der elektrischen  Energie. Vergleicht man beide, so stellt man fest: Den Protonen in der Sonne fehlt 99% der Energie, die für eine Annäherung notwendig ist.

Die Sonne müsste eigentlich kalt sein.

Aber Protonen sind ja nicht kleine punktförmige positive Ladungen mit Masse, sondern sie sind Quanten. Und die Bewegung von Quanten müssen wir durch Wellen beschreiben.

Das sind zwar keine Wellen in Raum und Zeit sondern Wahrscheinlichkeitswellen.

Überall da, wo die Wahrscheinlichkeitswelle des Protons eine Auslenkung hat, gibt es eine Möglichkeit ein Proton zu finden.

Wer mehr darüber lernen möchte: Ich habe einen eigenen Blog, der in die gesamte Quantenmechanik einführt.

Quantenmechanik Blog 

Und Wellen dringen immer (!) in Hindernisse ein. Das gilt für Lichtwellen, Schallwellen, Wasserwellen, Erdbebenwellen...

Im Hindernis klingen sie aber exponentiell ab.

Ist das Hindernis dünn genug, dann kann die Welle auch mit geringer Amplitude auf der anderen Seite auftauchen. 

Das nennt man den Tunneleffekt: Die Protonen scheinen ihre Barrieren zu durchtunneln.

Lexikon der Astronomie, Spektrum

 

Dazu gibt es ein Video, dass man über meine Homepage abrufen kann (Video 9). In dem Vortrag zeige ich auch Experimente zum Tunneleffekt:

Tunneleffekt: Vortrag mit Experiment

Aber: Durch die Temperatur von 15 Mill K in der Sonne kommen sich zwei Protonen in der Regel so nahe, dass sie zwar nicht in den Bereich der starken Kraft kommen, aber ihre abklingenden Wahrscheinlichkeitswellen innerhalb der "Coulomb-Barriere" zusammentreffen und somit eine gewissen Wahrscheinlichkeit besteht, dass sich Photonen extrem nahe begegnen.

Dann wirkt die starke Kraft...und der Rest ist klar...aufeinander zu fallen, verschmelzen, Energie freisetzen....



Im nächsten Post der Serie erkläre ich nun genau, was bei dieser Wasserstoff-Fusion passiert und wie wir das von der Erde aus sogar kontrollieren können.

 


Freitag, 12. März 2021

Blick in das Zentrum einer Galaxie

 Die Galaxie NGC 6902 ist 130 Millionen Lichtjahre entfernt.

Mit dem Multi Unit Spektrograph MUSE am VLT in Chile konnte nun das Zentrum erstmalig präzise abgebildet werden.

Der innerste Zentralbereich ist von einem Ring umgeben, in dem viele (im Bild rötlich leuchtende) Sternentstehungsgebiete angesiedelt sind. Zwischen Ring und Zentrum deutet sich ganz schwach ein Balken aus jungen Sternen an.

Auch in der älteren Überblicksaufnahme erkennt man den Ring, allerdings ohne diese Details. 

Bilder: ESO


 


Achtung! Freitag der 13.

 im April des Jahres 2029...

Da wird uns der etwa 370 km große Asteroid Apophis 31800 +/- 20 km über der Erdoberfläche mit 7 km/sec so nahe kommen, dass man ihn mit freiem Auge sehen kann.

Als er 2004 entdeckt wurde, ergaben die ersten Bahnberechnungen einen Einschlag auf die Erde. Erste Ideen zur Abwehr wurden entwickelt, dann aber gestrichen, als neue Bahnberechnungen einen Aufprall mit nahezu Sicherheit ausgeschlossen haben. 

Das wird dann sicher trotz einem Freitag, dem 13. noch gültig sein....


Donnerstag, 11. März 2021

Nun zieht es zu...

 Donnerstag: Mein Vortrag ist vorbei, auf dem Heimweg sehe ich dass es recht klar ist. Vielleicht noch mal zum Habichtswald?

Ich muss die Kamera von zu Hause holen...dort angekommen, sehe ich erste dichte Wolken über dem Habichtswald...

19.58 Uhr: Nur noch das blieb als Blick vom Balkon...




Save the Date: Tag der Astronomie

 


Flareausbruch am Sonnenrand

 Das Solar Dynamics Observatory SDO hat am 9.3. gegen Mittag ein sehr helles Flare (Gasausbruch) am Sonnenrand beobachtet. Mehr als einen Tag später ist der zugehörige Sonnenfleck von d r Erde aus sichtbar geworden.#

Die weißen Gebiete sind Fackeln, über den Aktivitätsgebieten schwebende heiße Calziumdampfwolken.




Mittwoch, 10. März 2021

Warum die Sonne leuchtet Grund 2: Starke Kraft

 Fortsetzung von Teil 1, gepostet am 4.3.

Wir haben bisher gelernt:

Ein Gas kann sich unter seinem eigenen Gewicht durch Kollabieren erhitzen.

Damit könnte man durchaus erklären, dass die Sonne so heiß ist und hell leuchtet...aber der Kollaps dauert nicht so lange...und wir wissen, dass die Sonne schon über 4 Milliarden Jahre lang leuchtet...

Die Grundidee ist aber gut:

Ein Kollaps unter einer Kraft liefert Energie.

Dieser Kollaps darf aber nicht dazu führen, dass der Stern schrumpft...denn dann ist die Energiequelle bald erloschen...was geschrumpft ist, kann nicht kollabieren...


Was brauchen wir also?

- Eine von der Gravitation unabhängige Kraft, die möglichst auch noch stärker ist, damit der Kollaps wirkungsvoller ist.

- Diese Kraft ist nicht am inneren Aufbau des Sternes (Gasdruck etc.) beteiligt, stabilisiert also nicht den Stern. Das heißt, sie muss möglichst auf einem ganz kleinen Wirkungsbereich begrenzt sein.

Kein Problem...haben wir...

Das ist die "Starke Kraft".

Die Starke Kraft (SK) wirkt nur anziehend und nur zwischen Quarks.

Die Quarks sind die Elementarteilchen, die u.a. Protonen p und Neutronen n bilden. Jeweils drei Quarks sind dauerhaft im Inneren eines p oder n. Sie besitzen Ladungen (keine elektrischen, weshalb man von Farbladungen spricht), die sich gegenseitig anziehen (die Kraftteilchen, die das vermitteln sind die Gluonen).

Die Kraft zwischen Quarks ist nahezu 0, wenn sich Quarks berühren und bleibt dann konstant, selbst bei großem Abstand.

Das hat eine seltsame Folge: Würde man zwei Quarks auseinanderziehen, dann würde sehr schnell die SK zwischen ihnen ein so großes Energiefeld erzeugen (sie nimmt ja nicht ab, weshalb man ständig Arbeit zum Auseinanderziehen reinpumpen muss...), dass sich neue Quarks bilden und somit neue Protonen und andere Teilchen entstehen.

Letztlich heißt das, dass sich Quarks immer selbst auf engstem Raum, nämlich den eines Protons zusammenhalten und kaum weiter nach Außen wirken.

Trotzdem: Kommen sich zwei p sehr sehr nahe, so spüren sie gegenseitig die Anziehungskräfte der eweils anderen Quarks und sie fangen an aufeinander zu zu stürzen.

Da haben wir den Kollaps: Zwei Protonen stürzen, angetrieben durch die SK, aufeinander zu und setzen die potenziellle Energie der Farbkraft um.

Dadurch leuchtet die Sonne!

Wer mitdenkt, sieht nur ein Problem:

Protonen sind auch elektrisch geladen...sie stoßen sich ab...sie kommen nie so nahe zusammen, dass ihre SK sie aufeinander zu treibt...

Die Lösung gibt es im nächsten Post

(oder auf meinem Vortrag am Do, 11.3., 18.00 Uhr unter sfn-kassel.de/live bzw. danach auf meiner Homepage www.natur-science-schule.info).




Nächster Vortrag: Tunneleffekt mit Überlichtgeschwindigkeit

 Do, 11.3., 18.00 Uhr unter sfn-kassel.de/live


oder danach (wie auch schon die früheren Vorträge) unter www.natur-science-schule.info


Thema: Tunneleffekt mit Überlichtgeschwindigkeit


Der Tunneleffekt erklärt letztlich, warum die Sonne leuchtet. Er wird fälschlicherweise als ein besonders komischer quantenmechanischer Effekt verkauft.

Das ist falsch. Er tritt bei allen Wellen auf und hat nichts mit Quantenmechanik zu tun.

Das wird beeindruckend an einigen Experimenten beim Vortrag demonstriert: Wir lassen Photonen tunneln.

In den letzten Wochen wurden neue Arbeiten veröffentlicht. Erstmalig konnte man die Zeit für das Tunneln messen.

Das Ergebnis macht sprachlos: Der Tunneleffekt ist schneller als Licht...