Um 22.45 Uhr am Donnerstag kamen Jupiter, Saturn und Mond für kurze Zeit durch die Wolkendecke durch.
Um 23.00 Uhr konnte ich auch die Jupitermonde aufnehmen.
Aktuelle Informationen über Himmelsereignisse, die besonders von Kassel aus zu beobachten sind / Neues aus der Wissenschaft / Veranstaltungshinweise FutureSpace / Astronomischer Arbeitskreis Kassel (AAK) e.V.
Um 22.45 Uhr am Donnerstag kamen Jupiter, Saturn und Mond für kurze Zeit durch die Wolkendecke durch.
Um 23.00 Uhr konnte ich auch die Jupitermonde aufnehmen.
Die Europäische Südsternwarte ESO hat neue Bilder ihrer Einrichtungen in Chile veröffentlicht.
Einige sind von Gerd Hüdepohl gemacht wordnen der seit langer Zeit die Spiegelaufbereitung am VLT leitet und den ich 2013 bei seiner Arbneit besuchen durfte.
Bild 1:
ALMA 66 Radioantennen mit variablen Positionen (als Tele oder Weitwinkel nutzbar) in 5100 m Höhe
(Clem Adri Bacri-Normie/ESO)
Bild 2:
Blick auf La Silla, die älteste Sternwarte der ESO, im Vordergrund das 3,6 m Teleskop (Planetenjäger)
(Hüdepohl/ESO)
Bild 3:
Blick auf das VLT in Paranal, Pazifik im Hitnergrund
(Hüdepohl/ESO)
Bilder 4-6: Gerd Hüdepohl an der Spiegelreinigungsanlage für die 8,4 m Spiegel des VLT
Am Mo, 13.9. hat Harald püaleske durch sein fernrohr den Schatten des Ios filmen wollen, dabei ist ihm ein heller, etwa 2 Sekunden andauernder, Lichtblitz aufgefallen (rechts vom Schatten).
Dies könnte ein Einsturz, vielleicht eines Kometenkerns, Asteroiden etc. auf Jupiter sein.
Bild: Harald Paleske, September 13, 2021 @ Langendorf Germany
tauchte am Dienstagabend noch einmal der tiefstehende Mond auf, einen Tag nach Halbmond.
Der Mond steht jetzt da auf der Ekliptik, wo die Sonne sich Mitte Dezember befinden wird. Und da die Wintersonne so tief steht, tut das auch der Mond. Hinzu kommt: er steht noch 3°,5 unterhalb der Ekliptik...also seine Position gleicht eher der Sonnenstellung Mitte Dezember in Süd-Dänemark.
Aufnahme 14.9., 19.43 Uhr
Am Montagabend war es sehr nebelig und dünne Wolkenschichten überzogen Kassel.
So hatte der Jupiter einen deutlich sichtbaren Hof:
An den Wassertröpfchen wird das Licht gebeugt. Der Hof ist das 1. Maximum der Beugung.
Da langwelliges, rotes Licht stärker gebeugt wird, erscheint der Hof am Rand auch rötlich.
Teilweise standen die Jupitermonde noch im Hof, der vierte Mond Io stand am Abend vor dem Jupiter.
Aufnahme 22.28 Uhr
66 Mikrowellenantennen stehen in 5100 m Höhe in Chile und können so versetzt werden, dass sie wie ein riesiges Tele- oder wie ein Weitwinkelobjektiv arbeiten.
Die Empfänger können aber immer nur einen sehr kleinen Wellenlängenbereich registrieren und müssen je nach Beobachtungseinsatz ausgetauscht werden.
Bisher konnte man mit mehreren Empfänmgersystemen den Bereich von 0,3 mm bis 3,6 mm abdecken.
Jetzt sind 66 neue Empfänger für den längsten Wellenlängenbereich von 6mm bis 8,5 mm fertig gestellt worden.
Mit ihnen erreicht man Mikrowellen, die aus der Zeit der Bildung der ersten Sterne und Galaxien im Universum zu usn durchdringen.
Auch die Entstehung der Planeten kann man durch die Beobachtung größerer Staubkörner nun besser untersuchen.
Bild: Bauteile der neuen Empfänger (AISAA)
weitere Bilder: ALMA bei meinem Besuch 2013
so haben sich am Samstag die hellen Jupitermonde präsentiert...
Das Bild entstand am Samstag um 22.18 Uhr (600 mm Tele, nachvergrößert)
Im Normalobjekltiv zeigt sich die Umgebung der beiden Gasplaneten (Aufnahme um 22.17 Uhr).
Zum Vergleich ein entsprechendes Bild vom Gornergrat...
Um 19.53 Uhr kann man es schon erahnen...(Bild 1), um 20.32 Uhr steckt die Sichel fest...(Bild 2)
Vergrößerung (Bild 3)
Aufnahmen am Samstag, Spitze der Christuskirche
Der Stern am rechten Bildrand ist Zubenelgenubi.
So richtig klar war es am Samstag nicht, aber die schmale Mondsichel stand im SSW neben der Christuskirche und ganz dicht am Horizont erwischte ich noch Venus.
Bild 1: 20.02 Uhr Mond und Venus
Bild 2: 19.58 Uhr nur Venus
Bild 3: 20.03 Uhr nur Mond, leider durch Wolken und tiefe Stellung recht eingetrübt
...naja, nicht die im Sternbild Zwillinge, sondern auf zwei Viertausender am Gornergrat, Castor und Pollux genannt....
Für alle, die Mechanik lernen wollen oder müssen und dabei auch die modernen Aspekte kennenlernen wollen
https://newtonzueinstein.blogspot.com/
Diese Aufnahme mit der Weitwinkelkamera WFC3 des Hubble Space Teleskops wurde jetzt veröffentlicht. Sioe zeigt das Herbig Haro Objekt HH111.
Ein junger, sehr aktiver Stern stößt enge, hochenergetische Jets aus ionisierter heißer Materie aus. Dieser Jet knallt dann mit mehreren 100 km/sec in die umgebenden Gas- und Staubwolken.
Dort wird dann im sichtbaren und infraroten Licht ein eher halbkugelförmiger Strahlungsbereich erzeugt. So etwas haben Herbig und Haro vosr 80 Jahren als neblige Gebilde erstmals näher untersucht und der Sternentstehung als kurzlebiges Nebenprodukt zugeordnet.
Soölche detailierten Aufnahmen wie die jetzt vom HST konnten sie sich nur in ihrer Fantasie vorstellen.
Mittwoch, 15.9.., 18 Uhr:
Mikrokosmos – Makrokosmos: Die Welten, zwischen denen wir leben
Die Welt des Kleinsten und die Welt des Größten, wie sehen sie aus und wie hängen sie zusammen?
Berechnet man mit den Gesetzen des Mikrokosmos die Eigenschaften des Makrokosmos, so erhält man die größte Diskrepanz zwischen Messung und Theorie, die es wohl jemals im gesamten Universum gegeben hat: 120 Größenordnungen. Was stimmt da nicht?
Nach Voranmeldung unter info@sfn-kassel.de live im SFN, ansonsten online teilnehmen, aber vorher bitte auch anmelden:
http://schuelerkongress-kassel.de/online-vortraege
Vortragsanmeldung Mikrokosmos-Makrokosmos
Embargo bis Donnerstag 14 Uhr
Mit dem VLT in Chile wurden in den letzten Jahren immer wieder Bilder vom Asteroiden Kleopatra, der zwischen Mars und Jupiter um die Sonne kreist, aufgenommen.
Schon vor 20 Jahren zeigten Untersuchungen mit Radioteleskopen eine langestreckte Form des Asteroiden.
Mit den modernen Aufnahmen konnte nun ein 3 D - Modell konstruiert werden: Kleoptara hat die Form eines 270 km langen Hundeknochen.
Auch die beiden Monde konnten nun besser beobachtet und ihre Bahnen vermessen werden. Das führt zu einer genauen Massenbestimmung des Asteroiden. Der neue Wert für die Dichte liegt bei 3,4 g/cm³.
Das erste Bild zeigt Aufnahmen ajus verschiedenen Blickwinkeln (ESO).
Die zweite Aufnahme zeigt die beiden Monde (ESO).
Die dritte Aufnahme zeigt das bisherige Modell, gewonnen aus radioastronomischen Daten (wikipedia)
Als ich am Mittwoch zum Fotografieren etwa 100 m aufstieg, bemerkte ich gegen 23.00 Uhr einen Hubschrauber am Matterhorn.
Er leuchtete den Berg unterhalb der Hütte aus. Vermutlich war da jemand vermisst oder gar abgestürzt.
Am Mittwochabend war es etws dunstiger als sonst, aber trotzdem habe ich Jupiter fotografiert.
Die Weitwinkelaufnahme entstand um 23.24 Uhr (rechts unten das Licht einer Bergstation), die 600 mm Teleaufnahme um 23.26 Uhr.
Mal wieder sind zwei Monde in Konjunktion...
Mein letzter Abend auf dem Gornergrat, nochmal taucht Venus neben dem Matterhorn auf. Eigentlich wollte ich die junge Mondsichel aufnehmen, aber die war hinter den Wolken, vielleicht sogar hinter dem Matterhorn...