Sonnenuntergang in Kassel (Lara Bendig)

Montag, 25. Oktober 2021

Ausspioniert?!

 Während ich am Sonntag die Jupiterbilder anfertigte, fielen mir zwei kurze Strichspruen auf, die parallel zueinander, unterschiedlich hell, in der typischen Geschwindigkeit von Satelliten vorbeizogen.

Recherchen ergaben, dass es in der Tat zwei amerikanische Spionage-Satelliten aus der NOSS Reihe sind, die in einem Formationsflug von 80 km Abstand in einer Höhe von 995 km die Erde umkreisen.Ihre Aufgabe ist es, Radar und Funksignale von Schiffen aufzufangen und sie dem US Geheimdienst NRO zuzuführen.

Die Bildfolge ist innerhalb einer Minute um 19.29 Uhr entstanden. Auf dem letzten Bild sieht man, wie der untere Satelitt NOSS 3-5 A lichtschwächer wird, weil er in den Schatten der Erde eintaucht.

Da sie bei uns dicht am Horizont waren, sind sie wahrscheinlich hoch über das Mittelmeer geflogen.


 Nun die Bildfolge mit Animation:









Ostwärts

 Deutlich kann man nun die Ostbewegung auch des Saturn durch Vergleich mit früheren Posts (Label: Planetenbewgeung, Jupiter) sehen.

Im Bild ist die Jupiterbewegung der nächsten 3 Wochen eingezeichnet.

Beide Aufnahmen entstanden am Sonntag gegen 19.30 Uhr




Sonntag, 24. Oktober 2021

Wenn der Nebel sich lichtet...

 Gegen 11.00 Uhr hat heute morgen Jonas Plum die Sonne  mit einem Samsung Galaxy S20 FE Vollautomatik und 3x optisch Zoom fotografiert.

Der Nebel wirkt wie ein Sonnenfilter, die kleinen Tröpfchen beugen aber auch das Sonnenlicht. Ganz schwach kann man die Blaufärbung des gebeugten Lichtes und auch einige der Maxima-Ringe erkennen.



Der abnehmende Mond durchschreitet das Goldene Tor

 In der Nacht vom Samstag auf Sonntag stand der Mond im Goldenen Tor der Ekliptik, das ist der Bereich zwischen Hyaden und Plejaden im Stier.

Bei einer etwas überbelichteten Aufnahme ( 23.54 Uhr) kann man das gut erkennen.

Im 600 mm Tele mit Nachvergrößerung (Aufnahme um 23.56 Uhr) fällt vor allem das Randgebirge vom Mare Crisium auf, der Übergang des Mare Fecundidatis in die Nacht und das etwa 500 km lange Rheita Tal.

 Der Mond über der Innenstadt von Kassel ist um 22.53 Uhr fotografiert worden, die drei vom Zwehrener Turm ausgehenden Laserstrahlen (ein grüner endet am Landesmuseum, der rot-grüne am Herkules) um 22.57 Uhr.

Mehr Bilder vom nächtlichen Kassel in meinem Facebook und Instagramm Account.






Samstag, 23. Oktober 2021

In wenigen Tagen: Kurs über Elementarteilchenphysik beginnt

 Am Do, 28.10. beginnt um 18.00 Uhr eine Reihe mit in sich abgeschlossenen Vorträgen zur Elementarteilchenphysik.

Jeweils von 18-19.30 Uhr alle 14 Tage donnerstags referiert KP Haupt.

Nach Voranmeldung unter info@sfn-kassel.de kann man live an den Vorträgen teilnehmen.

Die Vorträge sind aber auch live online unter sfn-kassel.de/live zu sehen und können anschließend in einer Extra- Unterseite zu Videos auf www.natur-science-schule.info angesehen werden.




Abendstimmung bei Kraterkette

 Mondaufnahme mit 600 mm Tele um 22.59 Uhr am Freitag:

Die Kraterkette Langrenus, Vendelinus,Petavius und Furnerius ist schön in der Abenddämmerung zu sehen.

Ein kleiner Bergt mitten im Mare Crisium verhindert den "Packman-Effekt", bei dem der Mond wie angebissen aussieht.



Jupiter auf Linkskurs

 Unmerklich beginnt Jupiter nach links zu wandern, er ist rechtläufig, weil die Erde den Überholvorgang beendet hat.

Am 12.11.und 13.11. wird er so nahe am Stern 45 Cap stehen, dass man diesne für einen 5.Mond halten kann. Das passt gut, den 45 Cap ist auch etwa so hell wie die Monde. Am 14.11. kommt es fast zu einer Konjunktion von 45 Cap mit einem Jupitermond.

Damit kann man recht gut abschätzen, welchen Weg Jupiter in den nächsten drei Wochen am Himmel zurücklegt.

Die Aufnahme entstand am Fr, 22.10. um 22.56 Uhr.


 


Freitag, 22. Oktober 2021

Das war knapp...

 Am 13.6. hat der Bordcomputer das HubbleSpaceTeleskop HST gestoppt und alle Systeme in den Sicherheitsmodus gefahren. Trotz vieler Tests war kein Neustart möglich. Es stellte sich heraus, dass ein Leistungsregulator in der PCU (Power Control Unit) defekt war. Es gibt aber ein zweites Ersatzgerät an Bord. Die Umschaltung erfoglte am 15.7. und am 17.7. funktionierte das HST wieder.

Das Bild zeigt drei, 750 Millionen Lichtjahre entfernte,  miteinander kollidierende Galaxien (ARP 195), es wurde am 26.7. veröffentlicht.

Es wird Zeit, dass das neue James - Webb-Teleskop seine Arbeit aufnimmt, das HST wird altersbedingt öfters Ausfälle bekommen.

credit: HST/NASA/ESA



Der Mond nimmt ab

 Am Abend des stürmigen Donnerstag kam dann auch der abnehmende Mond zum Vorschein. 

Um 20.37 Uhr stand er schon recht hoch im ONO.



Donnerstag, 21. Oktober 2021

Auf dem Rückweg

 Jupiter und Saturn haben ihre (scheinbare) Bewegung am Himmel umgekehrt, sie laufen jetzt nach links, nach Osten. Man nennt das rechtläufig.

Die Erde hat ihren Überholvorgang beendet.

Die Umkehrung begann bei Saturn am 11.10., bei Jupiter vor drei Tagen am 18.10.

Am Anfang sieht man fast nichts davon, die Planeten stehen fast still (stationär). Dann nimmt vor allem Jupiter Fahrt auf. In einem Monat steht er über Deneb Algedi, links von 45 Cap. 

Insgesamt laufen die beiden Planeten auf etwas höher gelegenen Wegen zurück als sie gekommen sind.

Schon jetzt kann man, wenn man mit früheren Posts vergleicht, die Bewegungen erkennen. 

 Die beiden Aufnahmen wurdne um 20.32 Uhr und um 20.34 Uhr gemacht.





Die Entstehung einer elliptischen Galaxie

 ...aber es wird noch einige 100 Millionen Jahre dauern, bis sie "fertig" ist...

 Elliptische Galaxien entstehen vermutlich durch Verschmelzung von Spiralgalaxien.

Das HubbleSpaceTeleskop HST hat zwei solche Spiralgalaxien bei ihrer ersten engeren Begegnung fotografiert. Beide stehen über 100 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. 

Die beiden Galaxien sehen unterschiedlich aus, da wir aus verschiedenen Richtungen auf die Ebene der Spiralarme blicken.

Die untere Galaxie NGC 5953 zieht einen Spiralarn der oberen Galaxie NGC 5954 in sich hinein.

Eine solche Galaxienverschmelzung beendet dann auch die weitere Entstehung von Sternen, die elliptische Galaxie kann dann nur noch altern...

credit: HST/NASA/ESA



Mittwoch, 20. Oktober 2021

Freitag: Wieder Vortrag und Beobachtung

 Auch am kommenden Freitag (22.10.) wird um 20.00 Uhr wieder online ein Kurzvortrag auf www.sfn-kassel.de/live übertragen.

Thema: Mini-Urknall in Genf

Referent: KP Haupt

Bei schönem Wetter wird Mark Woskowski anschließend wieder live Mond und Jupiter durch die Fernrohre der Sternwarte auf dem SFN zeigen. 

AAK Mitglieder und im SFN angemeldete Jugendliche können nach Voranmeldung live am Vortrag teilnehmen.


 



Wolken geben den Mond 17 Stunden vor Vollmond frei

 Kräftiger Wind hat die Wolken bis auf eine dünne Hochnebelschicht weggeblasen...

Das Bild entstand um 0.30 Uhr in der Nach vom Dienstag auf Mittwoch, das Video um Mitternacht vorher.

In 17 Stunden ist dann die exakte Vollmondstellung. Am linken Mondrand sieht man noch einige wenige Kraterstrukturen.

Der Boden des Kraters Grimaldi ist die dunkelste Stelle des Mondes, dadrüber ist die hellste Stelle, die Kraterwand von Aristarchus.

Grimaldi steht ungewöhnlich dicht am Mondrand, das Mare Crisium ist deutlich abgerückt...das liegt an der Libration: Wir blicken zur Zeit mehr auf die rechte Seite des Mondes, können also ein kleinwenig um die Ecke sehen.

Das liegt daran, dass die Monddrehung zwar synchron zum Umlauf erfolgt (wir sehen immer nur eine Seite), aber die Umlaufsgeschwindigkeit wegen der elliptischen Bahnform variiert.

 


 Musik: www.musicfox.com


Dienstag, 19. Oktober 2021

Stichwort 7: Fermi-Blasen

 Der Satellit FERMI hat 2010 im Bereich der Gammastrahlen von 100 MeV bis 100 GeV zwei blasenförmige Strukturen entdeckt, die senkrecht zur Ebene der Milchstraße herausragen.

Inzwischen sind sie auch in anderen Spektralbereichen nachgewiesen, auch bei nahen Galaxien sind ähnliche Strukturen entdeckt worden.

Die Ursache ist weitestgehend unbekannt. Vergangene Aktivitäten des zentralen Schwarzen Loches könnten verantwortlich sein, aber auch das zeitgleiche Entstehen zahlreicher Sterne (starburst).

Bild 1: Fermiblasen im Gammabereich und versteckt in der kosmischen Hintergrundstrahlung. (NASA/ESA)

Bild 2: Künstlerische Darstellung der Fermiblasen (NASA).

 



 



Montag, 18. Oktober 2021

Jupiter vor dem Untergang

 Auch Jupiter war um 0.40 Uhr noch gut im SW zu sehen, trotz der niedrigen Stellung kommen die Monde durch.

Die Neigung des Dreieckes Jupiter, Deneb Algedi und 40 Cap kommt durch den bevorstehenden Untergang.



Ein schöner Blick auf Gassendi und Aristarchus

 Um 0.40 Uhr heute Nacht war der Mond weitestgehend aus dem Hochnebel draußen und man konnte den gestern nur in seinen Umrissen sichtbaren Krater Gassendi nun gut sehen. Heute Abend wird er schwerer zu erkennen sein, da er nur nicht sehr hohe Wänd besitzt, die nur in der Morgen- oder Abendsonne auffällig sind.




Sonntag, 17. Oktober 2021

Nachts kam der Mond raus

 In der Nacht von Samstag auf Sonntag zogen sich die Wolken zeitweise doch noch etwas zurück. Tief im SW stand der zunehmende Mond. Man erkennt, dass der Goldene Henkel (Randgebirge vom Sinus Iridium) tagsüber sichtbar gewesen wäre. Die Umrisse des Kraters Gassendi tauchen in der Morgendämmerung auf.

Das Bild entstand um 1.06 Uhr, Jupiter war im SW kurz vor dem Untergang (zweites Bild).




Samstag, 16. Oktober 2021

Neue Videos online

 Zwei neue Videos über Brechung und Gravitation sind online:

https://www.natur-science-schule.info/extrafutter-videos

Extrafuttervideos

 


 

oder direkt bei YouTube:


 


Dort findet man auch das Video vom gestrigen Freitag:



Einmal rundherum

 Diese Bildkombination zeigt das gesamte Band der Milchstraße. 

Das obere Bild wurde bei einer geographischen Breite vopn + 29° in La Palma gemacht. Es zeigt unter anderem das CTA (Cherenkov Telescope Array), das hochenergetische Gammastrahlen nachweist.

Das untere Bild entstand bei - 29° in La Silla/Chile.

Auffällig ist die Venus, die Andromedagalaxie M31 und die große Magellansche Wolke LMC.

Durch die Bildmitte (venus) geht der schmale Streifen des Zodiakallichtes (Staub, angestrahlt von der Sonne). Es geht immer vom Ost- oder Westpunkt aus.

credit: Hovalek/Casato/ESO


 


Freitag: Mond bei Jupiter

 Noch unterhalb der sowieso tiefstehenden Planeten Jupiter und Saturn hat sich der Mond seinen Weg gebahnt. Am Freitagabend stand er unterhalb von Jupiter.

Der Abstand zur Ekliptik betrug etwa - 5° (10 Monddurchmesser), das erklärt die tiefe Stellung.

Bild 1: Mark während der Liveübertrgaung der Führung in der Sternwarte  (20.35 Uhr)

Bild 2: Mond, Jupiter, Saturn in der Dämmerung um 19.09 Uhr

Bild 3: Mond im 600 mm Tele mit Nachvergrößerung um 21.42 Uhr

Bild 4: Jupiter im 600 mm Tele mit vier hellen Monden, keine Nachvergrößerung, 21.45 Uhr.

            Sehr viel weiter nach Westen (rechts) kommt er nicht mehr, in wenigen Tagen kehrt er um.