Sonnenuntergang in Kassel (Lara Bendig)

Samstag, 9. Mai 2020

Ist der Kosmos ein Schleimhaufen? Teil 9: Knoten und Kanten im Kopf

Netzwerk aus Neuronen

Das neuronale Netz unseres Gehirnes besteht aus über 20 Milliarden Nervenzellen, den Neuronen, von denen jede mit etwa 10 000 anderen verbunden ist.
Das vielleicht komplexeste Gebilde unseres Kosmos erzeugt unser Bewusstsein, unsere Gefühle, unser ICH und es kann lernen.

Ein Neuron besitzt Ein- und Ausgabeelemente und ist über sog. Axonen mit anderen Neuronen verbunden. Durch diese Axone wandern Impulse mit bis zu 400 km/h. Das ist gar nicht so schnell, wenn man bedenkt, dass die Gesamtlänge der Axonen 500 000 km übersteigt.

Die Neuronen sind die Knoten, die Axonen die Kanten des Netzwerkes.

Die Neuronen sind über Synapsen und sog. Dendriten mit anderen Neuronen  verbunden. Synapsen  sind kleine Spalte, die, wenn ein Implus ankommt, Stoffe bilden, welche den Spalt für kurze Zeit schließen. Dann können durch Austausch von Ionen die Signale weitergegeben werden.
Ein Neuron wird erst aktiv, wenn die Summe aller ankommenden Eingangssignale einen Schwellwert überschreitet. Dann wird es aktiv und gibt ein Signal über das Axon aus, es feuert.

Sehr schön ist das in diesem kurzen Video erklärt, aus dem auch das Bild entnommen ist:



Die Verbindungen zwischen Neuronen sind dynamisch, d.h. sie können entstehen, verschwinden oder abgeschwächt und verstärkt werden.
Synapsen können verstärkende oder auch hemmende Wirkungen auf Eingangssignale haben.

Die Summe aller dieser Eigenschaften kennen wir: lernen, begreifen, erinnern...

Darüber mehr im nächsten Post.


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