Sonnenuntergang in Kassel (Lara Bendig)

Samstag, 7. März 2020

Das Standardmodell der Elementarteilchenphysik, Teil 10 Was nasse Hunde mit dem WLAN zu tun haben....

Bleiben wir noch einen Post lang bei der QED. Ich habe geschrieben, dass virtuelle Photonen ganz normale Photonen sind. Sie haben somit auch eine träge Massse, d.h. sie sind träge.

Was bedeutet das? Eine Ladung kann ihre virtuellen Photonen abschütteln. Dabei verliert sie die "geborgte" Energie und die virtuellen Photonen fliegen als normale Photonen mit Lichtgeschwindigkeit los.

Von der geschüttelten Ladung fliegen also Photonenwolken weg...das sind die elektrischen und magnetischen Felder...das ist eine elektromagnetische Welle. Wo werden Ladungen hin- und hergeschüttelt? In einer Atenne (Dipol).

>>> Beschleunigte elektrische Ladungen strahlen eine elektromagnetische Welle ab. <<<

Also: Im WLAN -Sender ist ein Elektronenschüttler, der die Photonen aus der Antenne schüttelt....
WLAN hat also viel mit einem nassen Hund zu tun...der schüttelt sich auch, um die Wassertropfen loszuwerden...

Nur der Hund ist irgendwann trocken...damit die WLAN - Antenne weiter schütteln kann, muss man Ladungen mit neuen Photonenwolken zuführen...deswegen funktioniert das Gerät  nur mit Strom aus der Steckdose...

Übrigens, in der QED wird nicht geschüttelt, da wird mit Erzeugungs- und Vernichtungsoperatoren gerechnet.

In der Astronomie ist das Abschütteln von Photonen auch ein wichtiger Mechanismus: Alle Plasmawolken, die sich in Magnetfeldern bewegen, ändern ständig ihre Richtung und strahlen die sog. Synchrotronstrahlung ab, eine elektromagnetische Welle, die genau nach dem eben beschriebenen Mechanismus entsteht.

So bildet sich die Radiostrahlung der Neutronensterne/Pulsare.


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