Sonnenuntergang in Kassel (Lara Bendig)

Freitag, 20. Dezember 2019

Astronomischer Adventskalender AAK: Tür 20


 

Teil 20: Leuchttürme, die Musik machen

Wenn ein Stern stirbt, dann wird dieser entweder zu einem Schwarzen Loch, oder (wenn die Masse zu klein ist), zu einem kleinen massereichen Stern. Solche massereiche Sterne können Neutronensterne sein (oder auch Weiße Zwerge)
Sie sind extrem klein (ungefähr 20km im Durchmesser) und bei ihrer Entstehung tritt der gleiche Effekt auf, wie bei einer Eisläuferin: Dreht sich eine Eisläuferin in einer Pirouette und hält sie ihre Arme von ihrem Körper weg, dann dreht sie sich langsam. Wenn sie ihre Arme an sich heranholt, dann dreht sie sich schneller.
Gleicher Effekt bei Sternen: Vorher waren sie sehr groß und drehten sich langsam, danach sind sie klein und drehen sich schnell. Gleichzeitig besitzen diese Neutronensterne ein starkes Magnetfeld und aus ihren Polen schießen helle Plasmastrahlen herraus.
Ihre Achsen sind so stark geneigt, dass sie ihr Licht wie Leuchttürme aussenden. Scheint ein Pulsar auf uns, kann man im Radiobereich das messen. Sehr regelmäßig werden Pulsare heller und dunkler, daher pulsieren sie in allen Wellenlängenbereichen.
Pulsare pulsieren sehr schnell. Der Schnellste dreht sich 700mal in der Sekunde um seine eigene Achse. Bei so hohen Rotationszahlen fällt es schwer Daten gut darzustellen. Außer man macht das so, wie mansie im Kontrollraum wahrnimmt: als Töne.
Wenn man die Helligkeit in ein Ton konvertiert, dann machen sie sehr oft "Klack". Dreht sich ein Pulsar 700mal in der Sekunde, dann macht er 1400mal in der Sekunde "Klack", was einen Ton mit einer Frequenz von 1,4 kHz widerspiegelt. Da es so viele Pulsare gibt, kann man mit ihnen sogar Musik machen.
Zwar machen sie im Weltraum keine Töne, aber es ist sehr wohl eine schöne Art und Weise, um Daten darzustellen. Auf dieser Website kann man sich diese Lichtkurven von Pulsaren anhören: 

http://www.jb.man.ac.uk/research/pulsar/Education/Sounds/ 


B0329+54   1,4 Hz

 J0437-4715    174 Hz

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