Sonnenuntergang in Kassel (Lara Bendig)

Freitag, 11. Oktober 2019

Unser Planetensystem 11: Kometen

Kometen sind natürlich keine Planeten, aber sie umkreisen auch die Sonne und sind Überbleibsel der Urkörper unseres Planetensystems, aus denen sich wohl auch die Planeten gebildet haben.

Kometen sind wie riesige dreckige Schneebälle, allerdings eher so wie die fast schwarzen Schneereste am Straßenrand, wenn sonst der Schnee schon weggetaut ist:
Zu 80% bestehen die Kometenkerne aus Wassereis, aber auch aus Kohlendioxid, Kohlenmonoxid, Ammoniak und Methan. Neben den Staubkörnern gibt es auch komplexe organische Moleküle.

Kommen die Eisklumpen näher an die Sonne sublimiert das Eis zu Gas, es entsteht die etwa erdgroße Koma (nur die kann man von der Erde aussehen).
Eine etwas jupitergroße Hülle aus Wasserstoffgas umgibt die Koma (nicht im sichtbaren Licht zu sehen).

Nähert sich der Komet noch mehr der Sonne drückt das Sonnenlicht die Staubteilchen nach hinten weg, es bildet sich der Staubschweif. Der Sonnenwind zieht die Gasatome und Moleküle mit und erzeugt so den längeren Gasschweif. Die Schweife können viele Millionen km in den Raum reichen.

Die meisten Kometenkerne bedinden sich in der sog. Oortschen Wolke am Rande des Sonnensystems, manche werden von dort ausgelenkt und geraten in das innere Plantensystem. Werden sie dabei von großen Planeten eingefangen, so bilden sie kurzperiodische Kometen, sind immer wieder im Abstand von Jahren oder Jahrzehnten zu sehen, bis alles Material aus dem Kern verdampft ist.

Alle Kometenkerne sind im ursprünglichen Zustand, Zeugen des Anfangs unseres Planetensystems. Und sicher ist ein Teil des Wassers auf der Erde durch einstürzende Kometen entstanden.
Und vielleicht bilden die organischen Bestandteile im Wasser die Grundlagen der Entstehung von Leben auf der Erde.

Bilder: ESO, ESA

Komet Hale-Bopp

Kometenkern Tschuri


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